Arbeitsmodelle: Einfach machen | ZEIT Arbeit

Der Unternehmer Thomas Jakel verdient viel Geld. Und arbeitet nur eine Stunde pro Woche. Wie macht er das?

Quelle: Arbeitsmodelle: Einfach machen | ZEIT Arbeit

„Der Unternehmer Thomas Jakel verdient viel Geld. Und arbeitet nur eine Stunde pro Woche. Wie mach ….“

Stopp. Danke, genügt schon.

Zwei Worte: Qualitätsjournalismus heute.

„Einfach machen“, so die Überschrift. Haha. Witzig. Als wäre es so einfach.

Doch da die verlorene „Zeit“ bekanntlich eine Vorliebe für solche Hirnweichschlagzeilen hat und vor allem kollektivistische Suggestionen nach der Devise „Was der kann, können alle anderen sicher auch“ bedient, darf man sich nicht wundern, wenn es regelmäßig in die Windel geht.

Mag sein, daß er ein Geschäftsmodell gefunden hat, bei dem man mit möglichst wenig Arbeitseinsatz finanziell möglichst viel rausholen kann. Tja, solche Modelle lassen sich aber nicht einfach auf jedermann übertragen. Oh man …

Wie eine Ökonomie funktionieren soll, würde jeder sowas machen, das verraten solche Simpelpimpel-Journos natürlich nicht. Wie eine Gesellschaft, in der es auf ein hohes Maß an Arbeitsteilung ankommt, funktionieren soll, würde jeder „einfach“ irgendeine Website oder einen Webshop aufziehen und damit angeblich „viel Geld“ verdienen, whatever – ich glaube, so mancher Blogger, der sich den Arsch aufreißt, um seine Leser mit qualitativ hochwertigen Infos zu versorgen (ein Metier, in dem die „Zeit“ bekanntlich NICHT zuhause ist), kann davon ganze Liederbücher singen – bleibt einfach offen. Mal ganz zu schweigen davon, daß zu solchen erstaunlichen Erfolgen – viel Geld bei EINER Stunde Arbeit PRO WOCHE (!) – natürlich auch ein gehöriges Maß Glück gehört. Andere, die ähnliche Modelle aufziehen wollten, sind damit gescheitert.

Aber nun gut. Wie es um die ökonomische „Expertise“ der „Zeit“ bestellt ist, erkennt man ja schon daran, daß sie Pappnasen als Wirtschaftsf(l)achretardateure einstellt, die ihre Leser mit Überschriften wie „Mythos Targetschulden“, „Der Mythos vom gefräßigen Staat“ oder, fucking sic, „Staatsschulden sind kein Problem“ (Wirtschaftsfachversager Mark Schieritz von der geldsozialistischen NWOliten-Kaderschmiede „London School of Economics“) in hellste Begeisterung versetzen.

Habt ihr sonst noch Fragen an mich, ihr Genies aus Hamburg?

Man man man. Als wäre es so einfach: Hey, arbeite nur noch eine Stunde am Tag oder sogar pro Woche (!), mach damit irgendwie viel Kohle und reise durch die Welt. Ja was hast du denn? Brauchst es doch nur „einfach“ zu machen.

Schreibe einen Kommentar