Deckname „Gebrüder Grimm“: Die unrühmliche Akte der Springer-Märchenpresse

Der neue Mann an der Spitze des Berliner Verlags war vieles: junger Mann in Ost-Berlin, NVA-Soldat, Unternehmer. Nun holt ihn seine Zeit als Stasi-Spitzel ein. WELT AM SONNTAG zeigt die zentralen Seiten seiner Akte.

Quelle: Deckname „Bernstein“: Die Stasi-Akte des Verlegers Holger Friedrich – WELT

Na endlich!

Endlich mal wieder ein gefundenes Fressen für die Journocchios der Lügenterror-Organisation „Springer’scher Tiefenstaat“: Da hat ein Verleger, der unlängst den „Berliner Verlag“ kaufte, tatsächlich eine Stasi-Vergangenheit. Es gibt sogar eine Akte darüber! Na kommt, das können wir schön auswalzen und den Leuten höchstwahrscheinlich noch die nächsten Tage oder gar Wochen um die Ohren hauen.

Und uns damit ein wenig mit dem Duft des seriösen Journalismus und knallhart recherchierender Aufklärung bestäuben.

Nachdem wir Lesern jahrelang die wahren Hintergründe der Auslandseinsätze Blitzkriege der Nato-Weltwehrmacht vorenthalten haben. Schließlich logen wir den Leuten ja unentwegt die Hucke voll, es sei dabei um „Demokratie“, „Frieden“, „Freiheit“ und „internationale Sicherheit“ gegangen – doch nichts davon stimmte. Sämtliche offiziell ausgegebenen Begründungen vom Irak bis Syrien waren ja erstunken und erlogen. Diese Lügen bzw. Geschichtsklitterungen werden übrigens auch heute noch von Zeitdung wie „Bild“ und „Welt“ wiederholt. Und nicht nur dort, doch das ist eine andere Baustelle. Es genügt an dieser Stelle, festzuhalten, daß es keine „Freie Presse“ in Deutschland gibt.

Oder denken Sie nur an die Berichtbestattung zur E-UdSSR und zum Eurubel. Wie man Kritiker mit dümmlichen Schimpfvokabeln wie „Europahasser“ oder „Eurozweifler“ anzuschmieren versuchte.

Oder noch besser: zum clubgemachten Römerwandel, also dem Propagandanarrativ vom „menschengemachten Klimawandel“, das man dort fleißig transportiert und dabei auch nicht vor manipulativer, suggestiver, postfaktischer Sprache und Bildwahl über den „Artikeln“ zurückschreckt.

Ach, die Liste ist lang. Aber so läuft das nunmal im Hause Locker-unter-jedem-journalistischen-Standard-drunter-Springer.

Doch lassen Sie uns das jetzt erstmal vergessen. Denn nun haben wir ja einen ehemaligen Stasi-Spitzel, an dem wir uns abarbeiten können. Sehen Sie? Richtige Saubermänner sind wir!

Sollten solche Hyänen und Aasgeier, die beileibe nicht das Recht haben, in der Vergangenheit anderer herumzuwühlen, da sie selber mehr als genug Fake News-Dreck am Steck haben, Ihnen, geneigte Leserschaft, denselben oder zumindest einen ähnlich starken Brechreiz bescheren wie mir, lassen Sie’s einfach raus. Ich für meinen Teil habe nur noch Mitleid übrig für solche armseligen Gestalten, die jahrelang gelogen haben, daß selbst die Abholzung sämtlicher Wälder des Planeten nicht genug Bretter zum Durchbiegen liefern würde, um sich dann regelmäßig auf jede sich bietende Gelegenheit zu stürzen, sich den Mantel der Gerechten umzuhängen.

In einem anderen Artikel der „Welt“ von heute, dem 17. November 2019, zu diesem Thema heißt es: „Weggefährten nennen Holger Friedrich ‚außerordentlich intelligent‘ – und ‚manipulativ‘.“

Auf die „Welt“ hingegen trifft leider nur letzteres zu.

Es gibt jedoch eine erfreuliche Nachricht: „Bild“ und „Welt“, die beiden Flag- oder besser Kackschiffe der Springerpresse, haben mächtig zu kämpfen, da ihnen die Leser wegzulaufen scheinen.

Warum nur.

Vielleicht sind diese halt doch nicht so unbedarft, für wie sie von selbsternannten „Qualitätsjournalisten“ gerne gehalten werden.

Was soll’s. Warum sich noch über sowas aufregen? Gelogen, manipuliert, verzerrt, verdreht, pervertiert, ausgelassen, ignoriert, verschwiegen wird ja sowieso jeden Tag in den Massenmedien.

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