Der deutsche Strohmann – Patrick James Kelly/Patrick S. von Gecks – Teil 3

Mit „Schulden“ umgehen

Wegen des sehr hohen Prozentsatz an Geldes, das der gewöhnlichen Person weggenommen wird, ist es nicht ungewöhnlich, daß man mit etwas endet, was wie „Schulden“ aussieht. Die meisten Leute machen sich über den Kontoauszug Sorgen, der Ihnen sagt, wieviel sie schulden sollen, und machen endlose Rechnungen, ob die Zahlen stimmen. Das ist wieder eine Art Verwirrspiel, welche von Magiern verwendet wird, um davon abzulenken, was eigentlich passiert. Die richtige Frage ist hier nicht „Wieviel wird geschuldet?“ sondern stattdessen „Wird überhaupt etwas geschuldet?“.

Sie müssen sich daran erinnern, daß jedes Kreditinstitut selbst nur eine juristische Person ist und eigentlich nicht existiert. Daraus folgt, daß sie nur mit anderen juristischen Personen (im Grunde nur anderen Stücken Papier) interagieren kann; es kann keine Verhandlungen mit irgendeinem Mann oder einer Frau geben, weil sie keine juristischen Personen sind.

Es ist auch wichtig, zu verstehen, was unter Geld heutzutage verstanden wird. Sagen wir, unser wohlbekannter Freund James Martin sucht nach einem Kredit und füllt einen Antrag der Swindle Bank Ltd für £10000 aus. Interessant ist, daß das Formular, welches er gebeten wird zu unterschreiben, besagt, daß er den Kredit schon bekommen hätte, obwohl der Kredit noch gar nicht genehmigt wurde.

Am nächsten Tag wird der Kredit genehmigt und ihm wird ein Scheck überreicht, den er unterschreiben und in seinem Konto bei der Bank deponieren soll. Wir werden diesen interessanten Vorgang jetzt nicht weiter beleuchten, aber vergessen Sie bitte nicht, daß er zwei Unterschriften für £10000 im Namen des Strohmanns getätigt hat, und alles, was er bekam, ist eine 1 und vier Nullen in den Konten der Swindle Bank Ltd.

Alles geht mehrere Monate gut, bis James seine Arbeit verliert, und er es nicht schafft, eine neue zu finden. Das sind finanzielle Schwierigkeiten, mit denen James nicht umgehen kann. Die Zeit vergeht und James hat nicht genug Geld, um die Raten gegen den Kredit der Swindle-Bank Limited weiterzuzahlen. Er beginnt, Briefe von der Bank zu bekommen, die besagen, daß er die Schulden sofort zahlen muss, und die Zahlungen in Zukunft fortzuführen hat. Es gibt nicht die leiseste Chance, daß das passiert, da er das Geld nicht hat und er auch nicht weiß, was er tun soll.

Glücklicherweise ist Peter, James Nachbar, ein unabhängiger Finanzberater und James hat die Geistesgegenwart, ihn um Hilfe zu bitten. Peter ist bereit, zu helfen, und so geht er den Papierkram durch. Dann erzählt er James: „Sie dürfen diese Situation nicht ignorieren. Schreiben Sie sofort zurück und sagen Sie, daß Sie bereit sind, jede finanzielle Verpflichtung, die Sie rechtmäßig schulden, zu zahlen Unter der Bedingung, dass sie:

  1. Die Gültigkeit der Schuld nachweisen, das heißt, die eigentliche Buchführung.
  2. Bestätigung der Forderung gegen Sie, das heißt, eine unterschriebene Rechnung.
  3. Eine Kopie des Vertrags, der beide Parteien (Sie und die) bindet und verschicken Sie diesen Brief mit Einschreiben, damit es einen unabhängigen Zeugen gibt, der die Lieferung bestätigen kann.

Jeder Brief, den Sie schreiben, sollte eindeutig mit „Ohne Vorurteil“ markiert werden, das bedeutet, Sie reservieren all Ihre Rechte und nehmen keinen Vertrag an, außer er zeigt die vier Voraussetzung eines rechtlich bindenden Vertrags, die da wären:

  1. Volle Bekanntgabe (Ihnen wurde nicht erzählt, daß Sie den Kredit eigentlich mit Ihrer Unterschrift geschaffen haben)
  2. Gleiche Vergütung (sie haben nichts an den Tisch gebracht und demzufolge haben sie auch nichts zu verlieren)
  3. Rechtmäßige Bedingungen und Konditionen (Ihre begründen sich auf Betrug), und
  4. Die Unterschriften von beiden Parteien (Firmen können nicht unterschreiben, weil sie kein Recht und keinen Verstand haben, sie sind nur seelenlose, juristische Fiktionen und keine dritte Partei kann für sie unterschreiben)

Peter erklärt, daß die Zustimmung zur Zahlung der Schuld, falls eine rechtmäßige Schuld nachgewiesen werden kann, verhindert, daß die Sache vor Gericht geht, weil Gerichte nur zwischen Parteien entscheiden, die im Streit liegen. Da Peter sich bereit erklärt hat, die Schuld zu zahlen, gibt es keinen Streit, das Gericht würde dazu keine Anhörung akzeptieren. Wenn die Swindle-Bank dumm genug wäre, es zu versuchen, braucht James nur eine Kopie des Briefes vorzulegen, in dem er zustimmte, die Schuld zu zahlen; der Fall würde dann sofort verworfen werden (und die Bank könnte gegebenenfalls bestraft werden, weil sie die Zeit des Gerichtes verschwendet hat).

Die Bank ist jetzt in Schwierigkeiten, da sie James betrogen hat. Sie kann die Dokumente, nach denen James gefragt hat, nicht produzieren. Die Bitte von James war in jeder Hinsicht berechtigt. Nun, eine Kreditvereinbarung ist ein Vertrag und deswegen muß es die volle Bekanntgabe aller Details geben (welche es nicht gab); beide Seiten müssen etwas gleichen Wertes einbringen (was nicht passierte) und der Vertrag muss von beiden Parteien unterschrieben sein (was die Bank nicht kann). Deshalb hat die Bank ein echtes Problem.

Die Bank wird wahrscheinlich einen Kontoauszug schicken über die Summe, von der sie James glauben machen will, dies sei die ausstehende Summe ist. James sollte diesen mit einer höflichen Notiz zurückgeben, sagend, daß eine Kontoauszug keine Rechnung ist, deshalb sollen sie bitte eine unterschriebene Rechnung wie gebeten vorlegen. Sie werden wahrscheinlich eine Fotokopie des Kreditantrags schicken; James sollte zurückschreiben und höflich darauf hinweisen, daß dies keinen Vertrag darstellt, da er nur von einer Partei (sich) unterschrieben wurde; er hatte aber um eine Kopie des Vertrages gebeten, welcher von beiden Parteien unterschrieben wurde.

Die Bank wird wahrscheinlich an diesem Punkt schweigsam werden und aufhören mit James zu korrespondieren. James sollte nochmal schreiben und darum bitten, die geforderten Dokumente innerhalb der nächsten vierzehn (oder vielleicht 28) Tage zu schicken; sollte dies nicht geschehen, wird er die Schuldlast vollständig als bezahlt betrachten.

Die Bank wird entweder schweigsam werden oder zurückschreiben, um zu sagen, daß die Schuldlast vollständig beglichen ist. Wenn die Bank es mit Anrufen versucht, dann sollten Sie ihnen höflich mitteilen, daß Sie diese Sache schriftlich klären wollen – und auflegen. Wenn sich die Bank während der angegebenen Periode nicht meldet, sollte James zurückschreiben, daß er aufgrund des fehlenden Nachweises einer rechtmäßigen Schuld in der angegebenen Zeitspanne davon ausgeht, daß die Schuld voll beglichen ist und die Bank darum bitten, dies schriftlich zu bestätigen. Die Bank wird normalerweise bestätigen, daß die Schuldenlast vollständig getilgt ist, und daß nichts aussteht; sollte sie dies nicht tun, dann wird sie aufhören irgendwelche weiteren Zahlungen zu fordern.

Wie und warum dies stattfindet, braucht viel Erklärung und viele Leute finden es schwierig, das zu verstehen. Deshalb wird es hier in Detail aufgedeckt. Viele Leute glauben, dieser Prozeß liefe darauf hinaus, als würde man die Bank betrügen, aber das ist definitiv nicht der Fall.

Was ist Geld?

Ursprünglich war die Geldeinheit „One Pound Sterling“. Das war so, weil es wortwörtlich ein Pfund Sterling-Silber war. Da es relativ schwer ist, mehrere Pfund Silber als Währung herumzutragen, hat man sich dahingehend arrangiert, daß eigentliche Silber in einer Bank aufzubewahren, und dafür einen Schuldschein auszustellen, der eigentlich nur ein Empfangsbekenntnis für das Silber darstellt. Es war viel leichter, diese „Bank-Noten“ herum zu tragen und damit Geschäfte zu machen. Wenn Sie wollten, konnten Sie diese Noten immer zu einer Bank bringen und darum bitten, diese auszuzahlen; daraufhin überreichte die Bank Ihnen die gleiche Menge Sterling-Silber im Tausch für Ihre Noten.

Heute besteht die Währung in England immer noch aus Banknoten, welche durchaus leichter herumzutragen sind, aber es gibt einen sehr wichtigen Unterschied. Diese Noten werden von dem Privatunternehmen „The Bank of England“ herausgegeben. Aber wenn Sie eine dieser Banknoten nehmen, um sie bei den Räumlichkeiten dieser Firma auszahlen zu lassen, würde man Ihnen nur eine Note mit derselben Zahl drauf geben, oder mehrere Noten mit kleineren Zahlen. Das kommt daher, weil – im Gegensatz zu den ursprünglichen Banknoten – heute nichts vorhanden, was die Noten deckt. Sie sind nur das physische Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.

Es wird noch besser. Was heutzutage passiert, ist, daß sie noch nicht mal diese Stücke Papier drucken. Jetzt tippen sie einfach nur Zahlen in ihre Computeraufzeichnungen, oder wenn sie altmodisch genug sind, schreiben sie die Zahlen in ein Hauptbuch. Was stellen diese Zahlen dar? Überhaupt nichts, sie haben keinen eigentlichen Wert. In anderen Worten, sie haben genauso viel Wert als wenn Sie sie in ihren Computer tippen – ziemlich bedeutungslos. Dennoch wird die Bank oder ein anders Finanzinstitut Ihnen diese Zahlen netterweise für Jahre Ihrer Arbeit „leihen“ – ist das nicht reizend von ihnen?

Eigentlich ist das überhaupt nicht lustig, denn wenn Sie sie nicht mit Geld bezahlen, das Sie durch richtige Arbeit verdient haben, werden sie versuchen, Ihr Haus und Ihr Eigentum zu konfiszieren. Dies kann nicht passieren, wenn Sie verstehen, daß das, was Ihnen die Bank geliehen hat, wertlos ist. Nehmen Sie den Fall von Jerome Daly aus Minnesota in Amerika. Vor Gericht forderte Jerome das Recht der Bank auf Zwangsversteigerung seines Hauses heraus, welches er mit einem Kredit der Bank gekauft hatte. Jerome argumentierte, daß jeder Hypotheken-Vertrag erfordert, daß beide Parteien (das heißt er und die Bank) eine rechtmäßige Form von Eigentum in den Tausch einbringt. Im Fachterminus bedeutet dies, daß ein „Gegenwert“ von beiden Parteien in den Vertrag eingebracht wird.

Jerome erklärte, daß das „Geld“ eigentlich nicht das Eigentum der Bank war, sondern erschaffen wurde, als der Kreditvertrag unterzeichnet wurde. Das heißt, das Geld kommt nicht aus den bestehenden Aktiva der Bank; stattdessen erfinden sie es einfach und in Wirklichkeit stellt die Bank nichts davon zu Verfügung, abgesehen von der theoretischen Verantwortlichkeit auf dem Papier. Als der Gerichtsfall fortschritt, stand der Präsident der Bank, Herr Morgan, vor Gericht und sagte aus, daß in Verbindung mit der (privaten Firma genannt) „The Federal Reserve Bank” der gesamte Kredit in Form von Buchhaltungseinträgen geschaffen wurde; das Geld und der Kredit war verfügbar, als sie ihn erschaffen haben. Weiter gab Mr Morgan zu, daß kein Gesetz oder Statut der Vereinigte Staaten existiert, welches ihm das Recht gab, dies zu tun. Ein rechtmäßiger Gegenwert muss existieren und angeboten werden, um den Kreditvertrag zu stützen. Die Geschworenen befanden, daß kein rechtmäßiger Gegenwert der Bank eingebracht wurde, und somit lehnte das Gericht den Antrag der Bank auf Zwangsversteigerung ab und Jerome Daly behielt seine Haus.

Genau dasselbe gilt für alle britischen Hypotheken. Wenn jemand einen Antrag für eine Hypothek oder irgendeinen anderen Kredit stellt, ist die Unterschrift des Bewerbers auf dem Antragsformular nötig, bevor der Kredit genehmigt wird. Der unterschriebene Antrag ist ein wertvolles Stück Papier, das die Bank in ihren Konten als Kredit in Höhe des Darlehen deponieren kann. Die Bank könnte diesen Antrag einfach behalten, damit hätten Sie £100,000 oder was auch immer, aber sie wollen mehr, viel mehr. Sie wollen, daß der Kreditnehmer den gleichen Betrag erneut zahlt, und zwar gedeckt durch Jahre seiner Arbeit – nicht nur die Menge des angeblichen Kredites sondern auch noch Zinsen. Warum glauben Sie, sind sie so scharf darauf, Ihnen „Geld“ zu leihen? Die sind sogar bereit, Leuten mit schlechter Schufa Geld zu leihen, denn es gibt keine Möglichkeit, daß die Bank etwas verliert, egal was passiert.

Darum fragen Sie nach der „Buchführung“ für den Handel, wenn eine Firma von Ihnen eine Zahlung großer Summen fordert. In anderen Worten ausgedrückt, Sie bitten sie, Ihnen schriftlich aufzuzeigen, daß etwas von echtem Wert auf ihrer Seite des Kreditvertrags eingebracht haben. Da sie das Geld in ihren Büchern als Nummern ohne eigenen Wert erfunden haben, haben sie Schwierigkeiten, da sie der Forderung, die Buchführung zu zeigen, nicht nachkommen können. Haben Sie sich noch nie gefragt, wie eine normale Bank es schafft, jedes Jahr hunderte Millionen Pfund Profit zu machen? Gut, nun sehen Sie, wo ein großer Brocken davon herkommt.

Da weder die BRD noch die EU ein Staat sind, können sie kein gesetzliches Zahlungsmittel festlegen. Die Euroscheine sind bunte Stücke Papier ohne Annahmezwang. Die Scheine werden selbst nur durch Urheberrecht (Privatrecht) geschützt (siehe Copyrightsymbol auf der Vorderseite im oberen Bereich links von den Buchstaben).

Und ab durch die Mitte bis Teil 4 …


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