Der deutsche Strohmann – Patrick James Kelly/Patrick S. von Gecks – Teil 4

Die Buchführung

Dieser nächste Teil der Informationen ist vielleicht ein wenig schwierig zu
verstehen. Wenn ein Unternehmen geleitet wird, werden die Konten geführt als Geld, das hereinkommt und herausgeht. Für eine Bank heißt das Geld, das hereinkommt, „Kredit“ und das Geld, das rausgeht,
„Debit“ . Das Ziel sollte sein, dass beide Werte für jeden Kunden übereinstimmen. Nicht alles im Bankwesen ist für den Durchschnittsmenschen offensichtlich und deswegen ist es vielleicht schwierig zu verstehen, wie alles auf diesem Gebiet funktioniert.

Wenn Sie ein Konto bei einer Bank haben, und Sie zahlen £500 ein, um das Konto zu eröffnen, dann wird die Bank dies als ein Kredit in ihren Büchern verzeichnen. Der Kredit auf Ihrem Konto ist £500, der Debit ist £0 und damit ist der Ausgleich ein positiver, oder ein Kreditwert von £500.

Wenn Sie £600 abheben, dann würde die Bank dieses als ein Debit von £600 aufnehmen und da der Kreditwert auf Ihrem Konto £500 ist, ist der Ausgleich auf Ihrem Konto £100 Debit, das bedeutet, überzogen mit £100.

Wenn Sie jetzt weitere £100 einzahlen und dann Ihr Konto schließen, hätte die Bank damit kein Problem, abgesehen von der Tatsache, daß die Bank Sie gerne als Kunde behalten würde. Was die Buchführung betrifft, ist Ihr Konto ausgeglichen, und die Bank ist mit diesem Zustand zufrieden; £600 sind hereingekommen, und £600 sind ausgegangen, die Bücher sind ausgeglichen – Fall abgeschlossen.

Wenn Sie sich jetzt um einen Kredit (Hypothek oder sonst etwas) für £100,000 von der Bank bewerben sollten, würde man Ihnen ein Bewerbungsformular geben, welches so aufgebaut ist, daß Sie den Namen des Strohmanns statt Ihres eigenen eintragen – getrennte Kästchen von denen eins ein „Herr“ enthält; vielleicht fordert man von Ihnen sogar, dass Formular mit Blockbuchstaben auszufüllen. Sie glauben vielleicht, daß die Großbuchstaben das Lesen erleichtern sollen oder das Eintippen in die Computer, aber der Name in Großbuchstaben gehört zum Strohmann und nicht zu Ihnen. Sie haben gerade eine Antrag für den Strohmann gemacht und nicht für Sie!

Sie fragen sich vielleicht, warum die das machen sollten. Was könnten sie schon von Ihrem Strohmann bekommen? Das wird Sie bestimmt überraschen. Als der Strohmann vergesellschaftet wurde, übertrugen sie einen großen Währungswert auf ihn, wahrscheinlich £100,000,000 und sie handeln damit seit Anbeginn an der Börse, und wissen, wie viele Jahre das sind. Deshalb ist der kleine Freund ihrer Meinung nach überraschenderweise sehr reich, und Sie haben sie gerade autorisiert, die Menge Ihres Kreditantrags aus dem Konto des Strohmanns zu nehmen. Deshalb – bevor die Bank Ihnen auch nur irgendwelches Geld überreicht – haben sie es bereits von dem Konto Ihres Strohmanns genommen und haben es in das Kreditkonto als ein Kredit von £100,000 eingetragen. Sie setzen dann £100,000 als ein Soll in Ihr Kreditkonto. Interessanterweise ist das Konto jetzt ausgeglichen und es könnte leicht als ein vervollständigter Deal abgeschlossen werden.

Hier beginnt der hinterhältige Teil. Um das Geld aus Ihrem Konto herauszuholen, müssen Sie einen Scheck für £100,000 auf dieses Konto schreiben und unterschreiben. Was macht die Bank mit dem Scheck, den Sie unterschrieben haben? Sie überträgt es in das Konto als ein Vermögenswert der Bank  – und plötzlich hat die Bank £100,000 mehr, weil der Scheck im Namen des Strohmanns ausgestellt wurde, der die Bank mit einer fast beliebigen Menge Geld beliefern kann. Aber hier endet es nicht,
denn die Bank ist sicher, daß Sie so wenig über das wissen, was vor sich geht, dass Sie bis zu £100,000 im Laufe der Jahre zahlen werden, für das, was Sie ihnen zu schulden glauben! Wenn das passiert, dann haben sie nochmal £100,000 für die Bank verdient. Um die Sache noch besser zu machen, wollen die, daß Sie ihnen Zinsen auf das Geld zahlen, welches Sie (eigentlich nicht) ihnen schulden. Insgesamt verdienen sie ziemlich viel Geld, wenn Sie etwas von ihnen borgen; so werden Sie vielleicht erkennen können, wie Banken Hunderte von Millionen Gewinn jedes Jahr machen können.

Wenn der Kredit benutzt wurde, um Eigentum zu erwerben, dann besteht die Bank wahrscheinlich darauf, daß Sie das Eigentum verpfänden, sobald der Eigentumskauf abgeschlossen ist. Wenn Sie dann scheitern die Raten zu zahlen, werden sie wahrscheinlich versuchen, den „Kredit“ aufzukündigen und das Eigentum für einen noch größeren Gewinn zu verkaufen. Und um auch noch Salz in die Wunde zu streuen: wenn der Verkauf den Wert des „Kredites“ plus Gebühren nicht deckt, dann werden sie wahrscheinlich behaupten, dass Sie ihnen die Differenz schulden!

Vielleicht erkennen Sie jetzt, warum Jerome Daly ihnen erzählte, daß sie ihm den Buckel runter rutschen können, und warum der Nachweis „der Buchführung“ für irgendeinen Kredit die Bank in eine unmögliche Situation bringt. Wenn die Bank dann nur schreibt und sagt, die Schuldenlast sei vollständig erbracht, haben sie immer noch einen massiven Gewinn aus der Transaktion gemacht und sie hoffen auch, daß ein Großteil der Kunden nicht die Tatsache heraus finden wird, daß sie viel zu viel zahlen oder daß ein Strohmann involviert ist.

Bitte denken Sie nicht, daß Sie die Banken ruinieren, wenn Sie nicht zahlen, worum Sie gebeten werden – sie haben schon alles erhalten bevor Sie anfangen, sie das zweite oder dritte Mal zu bezahlen.

Im Originaltext wird das Zustandekommen eines Kredites an dieser Stelle noch näher beleuchtet.

Der Umgang mit der Polizei

Jahrelang war ein Polizist Ihr Freund und Helfer. Die Zeiten haben sich geändert. Jetzt ist die Polizei eine Firma geworden, auserkoren, um Gewinn zu machen, in dem sie Ihnen Geld in Form von Knöllchen und Ordnungswidrigkeiten wegnimmt. Es wurde heute morgen im nationalen Fernsehen bekannt gegeben, dass in den letzten dreizehn Jahren dreitausend zusätzliche Ordnungswidrigkeiten erfunden wurden.

Da jede individuelle Polizei eine Firma ist, einem McDonalds Restaurant durchaus ähnlich, hat sie keine Autorität, irgendetwas durchzusetzen – genauso wenig wie das McDonalds Restaurant. Die Männer und die Frauen, die unter dem Banner der örtlichen Polizei arbeiten, haben zwei getrennte Rollen. Wenn sie ihren Dienst aufnehmen, schwören sie einen Eid, dass Recht aufrecht zuhalten. Dieser Schwur, und nichts Anderes, gibt ihnen die Autorität, „Common Law“ zu vollstrecken – das sind die wenigen Sachen, die am Anfang des Abschnitts über Juristenjargon stehen. Dies ermächtigt sie nicht, etwas in Zusammenhang mit „staatlichen“ Statuten zu vollstrecken und deswegen sind sie trainiert, den Juristenjargon zu benutzen, um uninformierte Mitglieder der Öffentlichkeit reinzulegen. Um fair zu sein, es ist sehr wahrscheinlich, dass Mitglieder der Polizei nicht verstehen, was sie machen; sie verstehen den Unterschied nicht zwischen „gesetzlichen“ Statuten (welche freiwillig sind ) und den „rechtmäßigen“ Common Law – Anforderungen, die für jeden gelten und nicht freiwillig sind.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Die meisten Polizisten und Polizistinnen machen gute Arbeit und helfen Mitgliedern der Öffentlichkeit, oft über die Anforderungen ihres Berufes hinaus – Bekämpfung von Mobbing, Einschüchterung, Betrug, und so weiter – und in Fällen von Trauer oder Verletzung stehen sie tröstend bei. Allerdings arbeiten die Firmen, die die Polizei besitzen, schwer daran, um diese Art positiven Verhaltens zu beenden, indem man lächerliche „Gesundheits- und Sicherheits-„Vorschriften als eine Entschuldigung benutzt, sogar bis zu dem Maße, daß sie instruiert werden, jemanden beim Ertrinken zuzusehen und ihm nicht zu helfen. Dies ist nicht Wahl des Beamten, sondern beruht auf Anweisungen der Besitzer der Gesellschaft.

Weil diese tausenden, erfundenen Vorschriften für niemanden gelten, außer wenn Sie zustimmen, an sie gebunden zu sein, ist es wichtig für den Polizisten (möglicherweise versehentlich), ein Mitglied der Öffentlichkeit dazu zu bringen, diesen unnötigen Beschränkungen zuzustimmen und die erfundenen Geldstrafen an die Firma „Polizei“ zu zahlen. Der erste Versuch des Polizisten, Sie unter seine Kontrolle zu bringen, ist die Frage nach Ihrem Namen. Dies ist keine unschuldige Frage und es ist wichtig, daß Sie sehr vorsichtig sind,, was sie sagen, denn es gibt überall mündliche Juristenjargon-Fallen.

Eine geeignete Antwort ist „Das Gesetz verpflichtet mich nicht, diese Information zu geben“. Dies ist völlig korrekt und vermeidet Falltür Nummer 1, und egal wie oft die Frage gestellt wird, bleibt die Antwort immer die gleiche. Es ist auch äußerst wichtig, sich nicht mit dem Polizisten zu streiten, denn das ist noch eine Juristenjargon-Falle, welche Sie zum Subjekt der tausenden, hassenswerter Regulierungen macht, um Sie von Ihrem Geld zu trennen. Deshalb beantworten Sie nur Fragen (Idealerweise mit einer nicht-aggressiven Frage) und bieten keine Informationen an.

Wenn der Polizist sagt: „Sie haben die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten“, dann können Sie sagen „Habe ich?“. So streiten Sie sich nicht mit Ihm, noch führen Sie an, das „Common Law“ niemanden verpflichtet, sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, Straßenschilder zu beachten, oder nur dort zu parken, wo dies auch ausgeschildert ist, und so weiter, auch wenn es vollkommen richtig ist.

Wie bereits schon erwähnt: Wenn der Polizist sagt, „Do you understand?“ dann sollte Ihre Antwort sein „Nein! Ich unterstehe Ihnen nicht in dieser Sache“. Die Frage ist eine Juristenjargon-Falle und hat wie gesagt nichts mit Ihrem Verständnis der Angelegenheit zu tun.

Unter Common Law ist ein Verbrechen nur begangen, wenn es ein Opfer gibt (jemand wurde getötet oder verletzt, oder jemanden Eigentums wurde beschädigt, oder durch Betrug oder Diebstahl entwendet). Deshalb könnte, wenn der Polizist Sie dazu bringen will, Geld an seine Firma zu zahlen, obwohl Sie das nicht müssen, eine gute Frage sein: „Wer ist das Opfer?“. Eine Alternative ist: „Was ist der Vorwurf oder kann ich gehen?“. Wenn Sie sich an diese Sachen halten, dann hat er nichts, womit er arbeitet könnte, weil Sie nicht zugestimmt haben, durch die Statuten gebunden zu sein. Sie haben keinen Namen oder Anschrift gegeben, um eine Rechnung zu schreiben (oder „Strafzettel“, wie sie es gerne nennen) und Sie haben keine Kontroverse erzeugt, indem Sie mit ihm streiten oder sind in „Unehre“ gefallen durch Ihre strikte Ablehnung.

Da gibt es eine andere Sache: Werden sie nicht aggressiv oder beleidigend in irgendeiner Weise. Sie dürfen nichts machen, was er Ihnen befiehlt, denn wenn Sie das tun, dann können diese charmanten Juristenjargon-Schwurbler dies als Einverständnis sehen, daß Sie „unter ihnen stehen“ und damit Subjekt seiner „legalen“ (nicht „rechtmäßigen“) Autorität werden – und wären damit haftbar zu machen für die tausenden, schlauen Pläne, genannt „Gesetze“, die sorgfältig geschaffen wurden, um Sie auf eine vollkommen „legale“ Weise zu berauben, Ihrer habhaft zu werden.

Eine Tatsache, die sich jeder Polizist bewusst werden sollte, ist die, daß er keinerlei Sicherheit von der Polizeistation erhält, die ihn beschäftigt. In jeder Situation, welche kein „Common Law“ zum Gegenstand hat, ist der Polizist allein und handelt als ein Individuum – als solches gibt es unter „Common Law“ viel Spielraum gegen ihn, wenn er rechtswidrig handelt oder durch einen Zivilprozess, wenn seine Handlungen es erfordern. Wenn er es nicht schafft, „Joinder“ zu bewerkstelligen (das ist, wenn ein Mensch freiwillig zustimmt, den Strohmann zu repräsentieren und damit zum Subjekt der Statuten wird), existiert die angenommene Autorität des Polizeibeamten bei allem Respekt nicht, und er handelt einzig und allein als ein Individuum, dessen Autorität nur ist, „Common Law“ zu vollstrecken und sonst nichts.

Werfen wir mal einen Blick in ein Wörterbuch:

Polizei: staatliche oder kommunale Institution, die [mit Zwangsgewalt] für öffentliche Sicherheit und Ordnung sorgt (Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Polizei) 

POLIZEI: Nicht gefunden

Es existiert in Deutschland derzeit keine legitime Polizei, da der Staat nunmal abwesend ist. Dies wird auch dadurch deutlich, daß die Firma POLIZEI sich auch nicht so schreibt, wie es hier zum Beispiel der Duden definiert. Es gibt keinen Grund, irgendein Wort in Großbuchstaben zu schreiben. Deswegen muss man ja zwangsweise davon ausgehen, daß es sich dabei nicht um eine Polizei handelt, weil auf Schildern, Uniformen und Fahrzeugen dieser POLIZEI nicht das Wort „Polizei“ steht. Wir leben im 21. Jahrhundert; es ist durchaus möglich, dieses Wort gemäß deutscher Rechtschreibung korrekt darzustellen, und als Amt wäre das sogar Pflicht. Dies schaffen andere Firmen auch. Die Leute, die für diesen „Sicherheits“-Dienst arbeiten, sind reine Privatpersonen und haben somit auch nur die Rechte von Privatpersonen. Sie dürfen Ihnen zum Beispiel in Notlagen helfen und Sie im Rahmen der Notwehr verteidigen. Sie dürfen auch Verdächtige festnehmen, denn dazu ist jeder berechtigt.

Strafprozessordnung (StPO)

§ 127

(1) Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. Die Feststellung der Identität einer Person durch die Staatsanwaltschaft oder die Beamten des Polizeidienstes bestimmt sich nach § 163b Abs. 1.

Jede Handlung darüber hinaus ist aber Amtsanmaßung. Natürlich sind auch alle damit verbundenen Handlungen strafbar, z.B. Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung und Raub (§§ 239, 240, 241, 249 RStGB)

Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich (RStGB)

§ 132

Wer unbefugt sich mit Ausübung eines öffentlichen Amtes befaßt oder eine Handlung vornimmt, welche nur kraft eines öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu dreihundert Mark bestraft.

Jeden Schaden, den sie Ihnen verursachen, haben sie vollumfänglich aus ihrem Privatvermögen zu ersetzen.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

§ 823

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigenthum oder ein sonstiges Recht eines Anderen widerrechtlich verletzt, ist dem Anderen zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines Anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalte des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.

Weiter in Teil 5 … 

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