Der deutsche Strohmann – Patrick James Kelly/Patrick S. von Gecks – Teil 5

Anmeldung

Die meisten Leute glauben, daß, wenn sie ein neues Auto kaufen, dieses anmelden müssen (in Britannien bei der Firma, die als „Driver and Vehicle Licensing Agency“ bekannt ist). Was sehr wenigen Leute bewusst ist, ist die Tatsache, daß dieser Akt des Anmeldens das Eigentumsrecht am Fahrzeug von Ihnen, dem Käufer, der das Geld zahlte, an die Behörde überträgt, die das Auto registriert. Das heißt, Sie haben gerade Ihre Fahrzeug an eine Firma übereignet, die überhaupt nichts für Sie gemacht hat, und welche auch nicht das Beste für Sie im Sinn hat. Da es unrechtmäßig ist, jemanden zu beschwindeln, würde mich interessieren, ob es überhaupt ein Grund gibt, warum diese Registrierung rechtens sein sollte, und warum man dieses Verhalten nicht als eklatanten und offensichtlichen Betrug ansieht, denn es gab offensichtlich keine volle Bekanntgabe der Bedingungen des Vertrages.

Die Veränderungen des Eigentumsverhältnis wird dadurch bestätigt, dass Sie, der ehemalige Eigentümer, ein Dokument erhalten, das angibt, daß Sie jetzt „der eingetragene Halter“ des Fahrzeuges sind, das Sie gerade gekauft haben. Sie sollen für den Unterhalt des Fahrzeuges aufkommen, das Ihnen nicht gehört, und der eigentliche Eigentümer kann und wird das Fahrzeug zerstören (was den Eigentümer nichts kostet) wenn Sie, der „eingetragene Halter“, nicht weiterhin für die Nutzung aufkommen. Das Zerstören des Fahrzeuges wäre rechtswidrig, wenn das Fahrzeug nicht der Firma gehörte, die die Zerstörung veranlasst.

Das Fahrzeug wird verschrottet, wenn die „KFZ-Steuer“ nicht gezahlt wird. Die „Steuer“ ist erforderlich und wurde ursprünglich eingeführt als ein Fond, von den Fahrzeugfahrern bezahlt, um neue Straßen zu bauen und Bestehende zu reparieren. Das war eine sehr vernünftige Idee und es bedeutet, daß alle Straßen im Land den Leuten gehören, die das Geld für sie gezahlt haben, um sie zu bauen und reparieren.

Diese KFZ-Steuer ist zweckentfremdet worden, und ich habe Berichte gesehen, die angeben, dass 85% dieses Geldes für andere Sachen ausgegeben werden, die in keinerlei Zusammenhang mit Straßen oder Fahren stehen. Örtliche Verwaltungen sagen, sie könnten die Straßen nicht richtig unterhalten, weil Sie nicht genügend Geld zur Erledigung dieser Arbeiten hätten. Die „KFZ-Steuer“ ist höher für Fahrzeuge mit großen Motoren – mit der lächerlichen Entschuldigung, daß sie mehr Treibstoff verbrennen und damit mehr zum Treibhauseffekt beitragen. Der wirkliche Grund für die Erhöhung ist, wie immer: es soll den Leuten mehr Geld aus der Tasche gezogen werden, die keine Idee haben, was vor sich geht. Es gibt sogar einen Vorschlag, daß Autofahrern,  die auf den Straßen fahren, für die sie gezahlt haben und die ihnen gehören, jede Meile berechnet werden soll. 

Das ist natürlich nicht der einzige Art, Fahrzeuge als Geldquelle zu nutzen. Eine bedeutende Quelle von Steuern ist die horrende „Steuer“ auf Treibstoff für Fahrzeuge, und es ist berichtet worden, daß unglaubliche 85% des Verkaufspreises nicht notwendig sind für Lokalisation, Förderung, Verarbeitung und Lieferung des eigentlichen Treibstoffes. Im Übrigen sei angemerkt, daß Fahrzeuge mit Wasser, Pressluft, Energie aus der Umgebung, Dauermagneten, und sogar mit Schwerkraft fahren könnten. Es wird ohne Zweifel ein großer Schock für Sie sein, zu erfahren, daß die Erfinder solcher technischen Wunder plötzlich verschwunden sind, als sie anfingen, ihre Prototypen zu testen. Zu weit hergeholt? Ich kenne fünf Leute persönlich, denen erzählt worden ist, „aufzuhören und nicht weiterzumachen – oder sonst“. Wenn Sie die Milliarden und Abermilliarden an Profit verstehen, die der Verkauf petrochemischer Produkte erzielt, werden solche Handlungen sehr verständlich – besonders dadurch, daß diejenigen, die den „Deckel draufhalten“, die Polizei und die Gerichte besitzen und dadurch sicher sind, daß solche neuen Erfindungen kein Comeback erleben werden.

Sie glauben vielleicht, man könne kein weiteres Geld aus der Person quetschen, die ein Auto kauft, aber das ist nicht der Fall. Es gibt zwei weitere bedeutende Gebühren. Die erste ist der Zoll auf Fahrzeuge, die aus dem Ausland importiert werden, und das kann ein beträchtliche Menge sein. Die zweite ist eine der schädlichsten Gebühren überhaupt, „Mehrwertsteuer“ genannt (in Britannien), woanders z.B. „Verkaufssteuer“. Diese Steuer beträgt zurzeit 17.5% und erhöht den Verkaufspreis von fast allem beachtlich. Egal wie hoch Einkommen besteuert wird, der Rest wird benutzt werden, um Einkäufe zu tätigen; fast sämtliche Einkäufe sind besteuert, und die Bestandteile, die bei der Herstellung genutzt werden, Transport und Reklame etc. pp. sind auch besteuert und heben den Preis noch weiter. Wenn diese Umstände berücksichtigt werden, kommt man auf ca. 80%, was einer Person weggenommen wird – durch die verschiedenen Steuern und andere unnötige Abgaben. Professionelle Wirtschaftswissenschaftler gaben an, dass die angeblich freien Leute im „demokratischen“ Britannien tatsächlich weitestgehend schlechter dastehen als die „Serf“-Sklaven in früheren Zeiten – so viel zur „Freiheit“!

So, was ist mit der „Driving Licence“ oder in Amerika „Driver’s Licence“ ? Unter Common Law haben Menschen das Recht, frei zu reisen. Heutzutage schließt das die Benutzung eines Fahrzeuges ein, während man reist. Die Juristenjargon-Schwurbler wollen Sie dazu bringen, daß Sie nicht mehr ein Reisender unter „Common Law“ sind, sondern stattdessen ein „Fahrer“ – Subjekt ihrer Statuten, und diese erfordern, daß ein „Fahrer“ einen Führerschein, KFZ-Steuer, Autoversicherung und alles andere, was sie sich ausdenken können, benötigt. Wenn Sie in Freiheit leben wollen, und jemand fragt nach Ihrer Genehmigung ( welche ausgestellt worden wäre, wenn Sie darum gefleht und sich damit freiwillig durch diese Handlung ihrer Autorität unterworfen hätten), dann muß die Frage lauten: „Warum sollte ich eine von denen wollen?“.

Ein Führerschein ist nur für den Fahrer eines Fahrzeugs notwendig, der damit am Handel teilnimmt. Es kann argumentiert werden, daß das Transportieren eines Strohmanns eine kommerzielle Unternehmung ist, deshalb wäre es ratsam, nichts mit einer Verbindung zum Strohmann mitzuführen. Es ist auch sehr wichtig, Ihren Namen, Ihre Anschrift oder das (vermeintliche) Geburtsdatum nicht zu geben oder irgendeine Form von Ausweis zu zeigen, den das bringt Sie in eine Position freiwilliger Unterwerfung durch:

(a) das Gehorchen eines Befehls eines Menschen (der Ihnen gleich steht)
und/oder

(b) das selbstständige Assoziieren mit, und damit Repräsentieren, eines
Strohmanns, der automatisch durch alle Statuten gebunden ist und selbst eine juristische Fiktion und ein Teil der fiktionalen Welt.

Deshalb: Wenn kein Fahrgast mitfährt, der für die Reise bezahlt, und Sie sind nicht auf der Reise und machen dabei Station, um Waren zu verkaufen, oder wenn Sie keinen Strohmann transportieren, dann Sie sind kein „Fahrer“ mit einem „Fahrgast“, sondern stattdessen ein „Reisender“ mit einem „Gast“ – wenn Sie von einem Menschen begleitet werden,
der keine „Person“ ist, und der keinen Strohmann mit sich trägt. Reisende brauchen keinen Führerschein.

Postalische Forderungen

Jede Person erhält normalerweise eine Anzahl von Forderungen, die gezahlt werden sollen. Ein Beispiel: In Britannien gibt es eine jährliche Gebühr für eine Fernseh-Genehmigung. Dies ist etwas, was Amerikaner bizarr und amüsant finden, weil sie so etwas nicht haben und die Idee lächerlich finden. Wenn Sie eine Forderung bekommen, für irgendeine solche Genehmigung zu zahlen, werden Sie merken, daß sie nicht an Sie, den Menschen, gerichtet ist, sondern an die Fiktion, also ihren Strohmann. Der Name auf der Forderung wird in Großbuchstaben gedruckt, in seltenen Fällen wird ein „Herr“, „Frau“ oder „Fräulein“ vorangestellt, und jeder Name gehört zum Strohmann, der so ähnlich wie Ihrer klingt und der ein Gründungsdatum hat, das mit dem Geburtstag, den man Ihnen erzählt hat, übereinstimmt. Sie können diese Forderung zahlen, wenn Sie dies wollen, aber es ist völlig freiwillig. Zur Erinnerung, Sie sind nicht die Person, die zur Zahlung aufgefordert wird. Erwähnenswert ist, daß Sie, der Mensch, durch Common Law gebunden sind und nicht an Statuten, und Common Law fordert nicht von Ihnen, irgendeine Form von Steuer zu zahlen.

Die Gesellschaft, die vom Strohmann fordert, hofft, daß Sie nicht verstehen, daß nicht Sie der Schuldner sind, und deshalb die Zahlung aufgrund dieses
Fehlers tätigen. Interessanterweise besitzt der Strohmann keinen Fernseher und braucht deswegen sowieso keine Lizenz. Da nur ein Stück Papier, kann man den Strohmann als taub, doof, blind und gelähmt ansehen, der keine Handlung ausführen, nichts sehen, hören oder sagen kann. Nun, die Gesellschaft, die auf der Suche nach Geld ist, ist in „Betrugsbranche“. Sie verschickt eine Menge Briefe in ein Gebiet und behauptet, daß ein „Detektor-Van“ in ein paar Tagen kommen wird, und jeder, der keine Genehmigung hat, wird entdeckt und verfolgt – deshalb sollte man unbedingt eine haben. Dies wird in der Hoffnung gemacht, daß ein gewisser Prozentsatz der Leute darauf reinfällt, die dann auch zahlen. Sie schicken vielleicht sogar wirklich einen Transporter, an dem alle möglichen Geräte befestigt sind – in der Absicht, die Bewohner im Gebiet, die noch nicht zahlen, zu erschrecken. Ein Fahrer eines solchen Transporters sagt, daß nichts von der Ausrüstung im Transporter irgendetwas macht, und vor allem nichts, was mit Fernsehern zu tun hat – es ist nur ein für die Fahrt getarntes Fenster. Die Wahrheit ist, daß sie die Adressen mit ihren Daten gegenprüfen, die sie über diejenigen haben, die schon zahlen.

Falls Sie diese unnötige Gebühr nicht im Namen des Strohmanns zahlen wollen, dann können Sie den Umschlag markieren mit „KEIN VERTRAG – zurück an den Absender“ und in einen Briefkasten werfen. Alle nachfolgenden Briefe können auf genau auf die gleiche Weise behandelt werden. Führen Sie auf gar keinen Fall Telefongespräche darüber, da die mündliche Kommunikation voll mit mündlichen Juristenjargon-Fallen ist. Am besten sagen Sie, daß Sie nur eine schriftliche Korrespondenz  wünschen und beenden das Telefonat. Es ist vollkommen unwichtig, wenn ein Angestellter bei Ihnen vorkommt und Ihnen einen Brief überreicht oder in Ihren Briefkasten wirft. Der Brief ist nicht für Sie oder an Sie adressiert, er ist an den Strohmann adressiert, deshalb kann er wie jeder andere Brief zurück geschickt werden.

Im Originaltext steht hier noch etwas über den Umgang mit „Fixed Penalty Notice“.

Man sieht sich in Teil 6 …

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