Der Todestrieb in der Geschichtsbildung: So bestätigt Saskia Esken die Zweifel bzgl. ihrer Eignung

Bei Anne Will stellen sich die neuen SPD-Vorsitzenden kritischen Fragen – liefern dabei aber kaum Konkretes. Als mehrere Talkgäste Zweifel an der Eignung des Führungsduos äußern, setzt Saskia Esken zu einem Konter an.

Quelle: „Anne Will“ zu SPD-Vorsitz: So kontert Saskia Esken die Frage nach der Eignung – WELT

Das muß man erstmal sacken lassen angesichts der überaus real existierenden Folgen des bisher umgesetzten, „an sich guten“ Sozialismus:

Und jetzt alle Linken so: Ach, das hat sie bestimmt „an sich“ nur gut gemeint, oder vielleicht ironisch?

Ich empfehle dazu wärmstens die Lektüre des Buches „Der Todestrieb in der Geschichte: Erscheinungsformen des Sozialismus“ von Igor R. Schafarewitsch. Wirklich eine hochinteressante, spannende Lektüre über die an sich hundsmiserablen Folgen einer „an sich“ selbstverständlich nur ganz lieb und nett gemeinten Ideologie.

Und wem das noch nicht genügt und da ich momentan eh dabei bin, eine diesbezüglich ebenso interessante Lektüre aus dem Englischen zu übersetzen, nämlich Antony Suttons „The Federal Reserve Conspiracy“, füge ich gleich einen Auszug aus Suttons Büchlein zum Thema Sozialismus bzw. Kommunismus mit an, da letzterer nur eine Folge-Erscheinung des ersteren ist (Hervorhebungen durch mich):

Kapitel 4:

ROOSEVELTS SOZIALISTISCHES MANIFEST

Die Kräfte „der Wenigen“, d.h. der Elite des Establishments, waren seit Jacksons letzter Botschaft von 1837 im Aufstieg befindlich. Präsident Martin Van Buren versuchte kurz und erfolglos, sich ihrer Macht entgegenzustellen. Abraham Lincoln versuchte es – und scheiterte ebenfalls. Jeder Präsident seit Lincoln hat sich geweigert, die Macht der Elite auch nur anzukratzen.

Auf der einen Seite kontrolliert das „Geldmonopol“ den Status Quo und die herrschenden Establishments. Auf der anderen Seite wird die „Revolution der wachsenden Erwartungen“ – oberflächlich betrachtet – von sozialistischen Revolutionären erschaffen, doch in Wahrheit wird Sozialismus in Theorie und Prais erschaffen, unterstützt und kontrolliert durch Schulden und politische Macht, die vom „Geldmonopol“ erzeugt werden.

In diesem Kapitel werden wir uns ein amerikanisches sozialistisches Manifest anschauen, den Vorläufer von FDRs „New Deal“, geschrieben von Clinton Roosevelt im Jahre 1841. Clinton Roosevelt, einer der weniger bekannten Roosevelt-Verwandten, stammt von den New Yorker Bankiers-Roosevelts ab und war durch seine sozialistischen Schriften mit den Roosevelts des 20. Jahrhunderts verbunden. In Kapitel Fünf werden wir ein etwas besser bekanntes Manifest beschreiben, das von Karl Marx, das ebenfalls aus den Vereinigten Staaten finanziert wurde.

Das „Geldmonopol“ erschafft und nährt Sozialismus. Lassen Sie uns damit beginnen, diese Vorstellung anhand der Roosevelts zu untersuchen, die gleichzeitig Banker und Sozialisten waren.

Während ein Zweig der Roosevelt-Familie die Bank of New York sowie die Zuckerindustrie aufbaute, arbeitete sich ein anderer Zweig der Familie in die praktische Politik und sogar die theoretische Philosophie vor.

Zum Beispiel war James J. Roosevelt lange, bevor Franklin Delano Roosevelt Präsident wurde, in den Jahren 1835, 1839 und 1840 Mitglied der Legislatur von New York, Mitglied der „Loco Focos“ und tat sich durch Opposition zu den Versuchen der „Whigs“ vor, Wahlfälschungen auszumerzen.

Roosevelt war nicht nur im inneren Zirkel von Tammany’s Hall mächtig, sondern – einem Biographen zufolge – war „er tatsächlich Verbindungsmann zwischen der Hall und Wall Street, jemand, der Anordnungen von den Bankern an die Politiker weiterleitete und in rücksichtsloser Manier Ernennungen und Wahlen diktierte.“

James Roosevelt war im Jahre 1840 die Verbindung zwischen den inneren Zirkeln von Tammany’s Hall und der Wall Street, inklusive der eigenen Bank der Roosevelts, also der Bank of New York. Aber es war Clinton Roosevelt, geboren 1804, Sohn von Elbert Cornelius Roosevelt, der einige Jahre bevor Marx sein berühmteres Kommunistisches Manifest vom französischen Sozialisten Victor Considerant plagiierte (siehe Kapitel Fünf), ein sozialistisches Manifest bereitstellte.

Clinton Roosevelt war ein Verwandter aus dem 19. Jahrhundert von Franklin Delano Roosevelt, außerdem zufällig verwandt mit Präsident Theodore Roosevelt, John Quincy Adams und Präsident Martin Van Buren. Clinton Roosevelts einzige literarische Leistung findet sich in einem seltenen Büchlein, datiert auf das Jahr 1841. Im Wesentlichen ist es eine sokratische Diskussion zwischen dem Autor Roosevelt (d.h., den Wenigen) und einem „Produzenten“, der vermutlich den Rest von uns repräsentiert (d.h., die Vielen).

Roosevelt schlägt eine totalitäre Regierung vor, nicht unähnlich derjenigen von Karl Marx, unter der sämtliche Individualität einem Kollektiv untergeordnet ist, das von einer elitistischen aristokratischen Gruppe geführt wird (d.h., den Wenigen oder, in Marxistischen Begriffen, der Avantgarde), die die gesamte Gesetzgebung entwirft und verabschiedet. Roosevelt verlangte die Abschaffung der Verfassung zur Erreichung seiner Ziele:

P. (Produzent): Aber ich frage nochmal: Würden Sie auf einen Schlag die alten Doktrinen der Verfassung abschaffen?

A. (Autor): Um keinen Preis. Nicht mehr, als wenn jemand in einem leckgeschlagenen Boot säße und über Bord springen sollte, um sich selbst vor dem Ertrinken zu retten. Als wir die britische Flagge abgehängt haben, war ein hastig zusammengezimmertes Schiff, und man dachte damals darüber als sehr fragwürdiges Experiment.

Das Roosevelt’sche System basierte „erstens auf der Kunst und Wissenschaft der Kooperation. Das soll die ganze Sache zu unserem gegenseitigen Vorteil Früchte tragen lassen“. Es ist diese Kooperation, d.h. die Fähigkeit, die ganze Sache Früchte für die Wenigen tragen zu lassen, die sich als umfassender Topos durch die Schiften und Predigten von Marx bis zur heutigen Trilateralen Kommission zieht. Im Roosevelt’schen Schema steigt jeder Mensch durch festgelegte und spezifische Grade im Gesellschaftssystem auf und wird für eine Art von Arbeit ernannt, für die er sich am besten eignet. Freie Berufswahl ist streng eingeschränkt. In den Worten von Clinton Roosevelt:

Wessen Pflicht wird es sein, Ernenneungen für jede Klasse durchzuführen?

A. Die des Grand Marshall.

P. Wer wird dafür verantwortlich sein, daß die ernannten Leute die am besten qualifizierten sind?

A. Ein Rat von Psychologen, Moralphilosophen, Bauern und Mechanikern, die vom Grand Marshall ausgewählt werden und ihm rechenschaftspflichtig sind.

P. Würden Sie einen Bürger darauf beschränken, sich deren Entscheidungen in der Auswahl ihrer Berufung zu unterwerfen?

A. Nein. Sollte irgendjemand von gutem Charakter insistieren, darf er es solange versuchen, bis er einen Beruf gefunden hat, der mit seinen Geschmäckern und Gefühlen am besten übereinstimmt.

Dann erfand Roosevelt den Marschall des Erschaffens [„Marshal of Creation“ im engl. Original, Anm. d. Übersetzers], dessen Aufgabe es ist, Produktion und Konsum ins Gleichgewicht zu bringen, so wie ein Meisterplaner:

P. Was ist die Aufgabe des Marshalls der erschaffenden oder produzierenden Ordnung?

A. Sie besteht darin, das Ausmaß an Eträgen und Fabrikationen abzuschätzen, das notwendig ist, in jeder ihm unterstehenden Abteilung hinreichende Mengen zu schaffen. Wenn in Betrieb, sollte er Exzesse und Mängel dem Grand Marshall berichten.

P. Wie soll er solche Exzesse und Mängel entdecken?

A. Die verschiedenen Händler werden ihm Nachfrage und Angebot in jedem Geschäftszweig berichten, wie wir hiernach sehen werden.

P. Unter dieser Ordnung befinden sich, so wie ich das sehe, Landwirtschaft, Fabriken und der Handel. Was ist dann die Aufgabe des Marshalls der Landwirtschaft?

A. Er sollte vier Regionen unter sich haben, oder falls nicht, muß der Handel die Mängel ausgleichen.

P. Was für vier Regionen?

A. Die gemäßigte, die warme, heiße und die Wasserregion.

P. Warum sie solcherart aufteilen?

A. Weil die Produkte dieser verschiedenen Regionen verschiedene Systeme der Kultivierung benötigen und ordnungsgemäß Angelegenheit verschiedener Köpfe sind.

Fünfundsiebzig Jahre später – im Jahre 1915 – wurde Bernard Baruch von Präsident Wilson eingeladen, einen Plan für ein Komitee zur Mobilisierung der Verteidigung zu entwerfen. Dieses Baruch Plan wurde im weiteren Verlauf zum „War Industries Board“, das das alte „General Munitions Board“ absorbierte und ersetzte. Das „War Industries Board“ als Konzept war kooperativen Handelsgesellschaften ähnlich, eine Einrichtung, nach der die Wall Street lange Zeit strebte, um die unerwünschten Härten des Wettbewerbs auf dem Markt zu kontrollieren, sowie dem Plan Clinton Roosevelts von 1841. Komitees der Industrie, des Groß- und Kleinunternehmertums, beide repräsentiert in Washington, und beide mit Repräsentation Washingtons daheim … das sollte das Rückgrat des ganzen Gebildes sein.

Im März 1918 hatte Präsident Wilson – dabei ohne Autorisierung durch den Kongreß handelnd – Baruch mit mehr Macht ausgestattet, als je ein Individuum in der Geschichte der Vereinigten Staaten in Händen hielt. Das „War Industries Board“ war – mit Baruch als Vorsitzendem – verantwortlich für alle Fabriken und für die Versorgung mit allen Rohmaterialien, allen Produkten und sämtlichem Transport, und all seine finanziellen Entscheidungen lagen beim Vorsitzenden Baruch.

Das „War Industries Board“ war der organisatorische Vorläufer der „National Recovery Administration“ von 1933, und einige Leute aus der Firmenelite des WIB, die von Baruch ernannt worden waren – Hugh Johnson z.B. – fanden administrative Nischen in Roosevelts NRA-Plan. Ein Vergleich von Roosevelts New Deal, der in Wahrheit von Gerard Swope von General Electric verfaßt wurde, mit Clinton Roosevelts frühem Entwurf von 1841 offenbart bemerkenswerte Ähnlichkeiten.

„Kapitel 5:

KARL MARX UND SEIN MANIFEST

Der moderne Wohlfahrtsstaat, wie wir ihn in den Vereinigten Staaten haben, weist bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Kommunistischen Manifest auf, das angeblich von Karl Marx im Jahre 1848 geschrieben wurde. Die zehn Punkte des Marx’schen Manifestes, eines Programms, das dazu entwickelt wurde, die Bourgeoisie der Mittelschicht zu stürzen (nicht die Großkapitalisten), wurden von einander abwechselnden demokratischen und republikanischen Regierungen seit Woodrow Wilson unter Führung eines sich selbst perpetuierenden Establishments umgesetzt.

Marx‘ großer Feind war die Mittelschicht, die Bourgeoisie. Marx wollte diese Mittelschicht in einer Revolution enteignen, die von der sogenannten Arbeiterklasse angeführt wird, auch Proletariat genannt. Zum Pech für Marx wurde die arbeitende Klasse mit kommunistischen Revolutionen nie sonderlich warm, wie wir in den Revolutionen der 1980er gesehen haben. In der Praxis wird kommunistische Revolution von einer Handvoll Kommunisten gelenkt. Wie kann eine Revolution von einer kleinen Gruppe erschaffen und an der Macht gehalten werden? Nur deshalb, weil Kommunisten immer Hilfe von der sogenannten herrschenden Klasse erhielten – Kapitalisten und Bankern. Diese Hilfe und Förderung blieb von Marx‘ Manifest von 1848 bis ins späte 20. Jahrhundert konsistent, als eine von David Rockefeller dominierte Administration kommunistischen Revolutionen und Revolutionären in Zentralamerika, Angola und Mosambik half.

Lassen Sie uns mit dem Manifest von 1848 beginnen. Marx wollte die Mittelschicht enteignen. Im Manifest formulierte Marx das Ziel wie folgt:

„Im ersten Schritt kann das natürlich nur erreicht werden durch despotische Einmischung in die bourgeoisen Produktionsmethoden; damit soll gesagt sein, durch Maßnahmen, die ökonomisch unzulänglich und unhaltbar erscheinen, jedoch weitreichende Effekte haben und als Mittel notwendig sind, das gesamte Produktionssystem zu revolutionieren.“

Um diese „despotische“ Beschlagnahmung des Eigentums der Mittelschicht herbeizuführen, legte Marx ein Zehn-Punkte-Programm von „Maßnahmen“ fest wie folgt:

„Diese Maßnahmen werden natürlich von Land zu Land unterschiedlich sein. In den am weitesten fortgeschrittenen Ländern werden sie, allgemein gesprochen, die folgenden Formen annehmen:

1. Zwangsenteignung von Grundstückseigentum und die Verwendung von Pacht, um Staatsausgaben zu decken.

2. Eine progressive Einkommenssteuer.

3. Abschaffung des Erbrechts.

4. Konfiszierung des Eigentums aller Emigranten und Rebellen.

5. Zentralisierung des Kredits in den Händen des Staates, durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ein exklusives Monopol.

6. Zentralisierung der Transportmittel in den Händen des Staates.

7. Zunahme nationaler Fabriken und Produktionsmittel, Kultivierung unkultivierten Landes und Verbesserung kultivierten Landes in Übereinstimmung mit einem allgemeinen Plan.

8. Universelle und gleiche Verpflichtung zur Arbeit; Organisation industrieller Armeen, vor allem für die Landwirtschaft.

9. Landwirtschaft und urbane Industrie sollten solcherart Hand in Hand arbeiten, daß graduell der Unterschied zwischen Stadt und Land ausgelöscht wird.

10. Öffentliche und freie Bildung für alle Kinder. Abschaffung der Fabrikarbeit für Kinder in ihrer gegenwärtigen Form. Bildung und materielle Produktion sollten kombiniert werden.“

Wie wir später sehen werden, wurden Marx‘ zehn Punkte zur Zerstörung der Mittelschicht in den Vereinigten Staaten fast vollständig umgesetzt. Der 16. Verfassungszusatz bspw. (die Einkommenssteuer) ist ein archaisches politisches Konzept, daß ca. 4000 Jahre in die Geschichte zurückreicht, bis zur Zeit der Pharaonen in Ägypten.

[…]

Marx‘ finanzielle Förderer

Woher bekam Karl Marx sein Geld? Wie lebte er? Wenn wir das untersuchen, finden wir heraus, daß die Finanzmittel hauptsächlich aus vier Quellen stammten, und jede dieser vier kann mit der herrschenden Elite in Deutschland und den Vereinigten Staaten in Verbindung gebracht werden.

Der Mittelsmann zur Finanzierung des Druckes des Manifestes war kein anderer als der Pirat Jean Laffite aus Louisiana, der, neben anderen seiner späteren Berufe, als Spion für Spanien tätig war sowie als Kurier für eine Gruppe amerikanischer Banker.

Die Beweise für diesen Dreh der modernen Geschichte wurden von modernen Historikern ignoriert, obwohl die Dokumente, authentifiziert von der Kongreßbibliothek und anderen Quellen, für ca. 30 Jahre verfügbar waren.

Es ist außergewöhnlich, daß die ersten Akademiker, die über diese Finanzquelle von Marx berichteten, auf Französisch schrieben, nicht Englisch! Es war ein französisches Buch von Georges Blond mit dem Titel Histoire de la Filibuste, das die bemerkenswerte Geschichte der Freundschaft Karl Marx‘ zum Piraten Jean Laffite enthält, der „den Druck des Manifestes der kommunistischen Partei finanzierte“. Woher bekam Blond seine Information? Sie stammte aus zwei privat gedruckten Büchern, die von Stanley Clisby Arthur in New Orleans veröffentlicht wurden, Jean Laffite, the Gentlemen Rover sowie The Journal of Jean Laffite. Diese Bücher enthalten Originaldokumente, die Treffen zwischen Marx und Laffite beschreiben sowie die Methode zur Finanzierung des Manifestes.

Wenn Sie nun den Namen Jean Laffite in der Encyclopedia Britannica nachschlagen, werden Sie natürlich erfahren, daß Laffite im Jahre 1823 verstarb und Marx deshalb unmöglich in den Jahren 1847 und 1848 finanziert haben konnte. Unglücklicherweise liegt die Britannica falsch, so wie in vielen anderen Dingen auch. Laffite ging um das Jahr 1820 in den Untergrund und lebte ein langes und aufregendes Leben als Kurier für amerikanische Banker und Geschäftsleute.

Laffites Kurier- und Untergrundarbeit für amerikanische Banker wird in The Journal festgehalten:

„Wir stellen vier Leute als Geheimoffiziere ein, um jede sachdienliche Konversation auszuspionieren und darüber zu berichten sowie mündliche Berichte über alle neuen Ereignisse abzuliefern. Wir führten unsere geheimen Missionen sehr gewissenhaft aus. Wir hatten nur zwei Schiffe, die unter privaten Verträgen mit Bankeninteressen in Philadelphia fuhren. Wir entschieden uns dazu und leisteten unseren Schwur darauf, niemals Saloons aufzusuchen oder dieselbe Route zweimal abzufahren, oder jemals nach Louisiana, Texas oder Kuba oder in irgendeines der Spanisch sprechenden Länder zurückzukehren.“

Im selben Journal finden wir mit Datum vom 24. April 1848 die Bemerkung:

„Meine Interviews waren kurz, aber direkt. Ich lebte im Haus von Mr. Louis Bertillon in Paris, manchmal in Hotels. Ich traf Mr. Michel Chevreul, Mr. Louis Braille, Mr. Augustin Thierry, Mr. Alexis de Tocqueville, Mr. Karl Marx, Mr. Friedrich Engels, Mr. Daguerre und viele andere.“

Dann liefert Laffite die augenöffnende Aussage:

„Niemand kannte die Wahrheit über meine Mission in Europa. Ich eröffnete ein Konto in einer Bank in Paris, einen Treuhandkredit für zwei junge Männer, Mr. Marx und Mr. Engels, um dabei zu helfen, die Revolution arbeitender Menschen in der Welt herbeizuführen. Sie arbeiten nun daran.“

Da haben wir es also. Jean Laffite war der Agent amerikanischer Bankeninteressen und arrangierte die Finanzierung des Manifestes. In The Journal wird der Leser andere prominente Namen finden, z.B. Dupont, Peabody, Lincoln und so weiter.

Als Jean Laffite in Brüssel war, schrieb er ausführlich seinem Künstlerfreund De Franca in St. Louis, Missouri, über die Finanzierung von Marx. Hier ist die Übersetzung des Briefes vom 29. September 1847:

„Ich verlasse Brüssel nun Richtung Paris; in drei oder vier Wochen werde ich nach Amsterdam reisen, dann Richtung Amerika aufbrechen. Ich hatte einige Unterhaltungen mit Mr. Marx und Mr. Engels, weigerte mich aber, an den Konferenzen mit den anderen Diskutanten zur Zusammenstellung des Manifestes teilzunehmen, weil ich nicht wünsche, mit anderen Leuten identifiziert zu werden.

Mr. Engels geht mit mir nach Paris, damit ich einen Zeitplan zur seiner und Marx‘ Finanzierung vorbereiten kann, lange Zeit im Voraus, damit sie mit ihren Manuskripten vorankommen und „Kapital und Arbeit“ in Textform bringen können. Von Anfang an schien es mir, daß die beiden jungen Männer selber talentiert sind und, wie ich aufrichtig glaube, über die höchste Intelligenz verfügen, und daß sie diese Hilfe verdienen, wird durch die statistische Forschung in der Entdeckung von „La Categorie du Capital“, Wert, Preis und Profit gerechtfertigt.

Sie haben eine vergessene Zeit in der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen durchdrungen, ohne Halt zu machen. Vom Diener über den Feudalsklaven und den Lohnsklaven entdecken sie, daß Ausbeutung die Grundlage allen Übels ist. Es brauchte lange Zeit, „Die Manifeste für die Arbeiter der Welt“ vorzubereiten. Eine große Debatte fand zwischen den beiden jungen Männern und anderen aus Berlin, Amsterdam, Paris sowie anderen aus der Schweiz statt.

Ich bin hinsichtlich der Manifeste und anderer Ausblicke auf die Zukunft enthusiastisch, während ich die beiden jungen Männer von Herzen unterstütze. Ich hoffe und bete, daß die Projekte in einer starken Doktrin aufgehen, um die Fundamente der hochrangigsten Dynastien zu erschüttern und sie – von den unteren Massen verschlungen – zurückzulassen.

Mr. Marx riet mir und warnte mich davor, mit den Manifesten in ganz Amerika in die Tür zu fallen, weil es andere derselben Art für New York gibt. Aber ich hoffe, daß Jean oder Harry die Manifeste Mr. Joshua Speed zeigen werden, der sie wiederrum Mr. Lincoln zeigen kann. Ich weiß, daß nichts anderes dazwischen kommen kann, da es dieselbe Chance hätte. Seine Aufnahme in Washington wäre ein heiliges Versprechen, daß der Pfad, auf dem ich mich befinde, mit der Politik übereinstimmt, die gegenwärtig in der Republik Texas verfolgt wird.““

[…]

Mit anderen Worten schlug Marx exakt dasselbe System vor, wie es die First Bank of the United States und der Federel Reserve Act vorschlugen – mit Etablierung eines fraktionalen Teilreserve-Bankensystems nach dem Vorbild früherer europäischer Zentralbanken.

[…]

Kurz, Marx wurde von den amerikanischen Bankern und der deutschen Aristokratie gut für das Manifest und spätere Schriften finanziert. Warum sollte die Elite Marx finanzieren? Einfach deshalb, weil die gesamte Batterie der marxistischen Philosophie auf die Auslöschung der Mittelklasse und die Überlegenheit der Elite abzielt. Marxismus ist ein Werkzeug zur Konsolidierung von Macht durch die Elite. Er hat nichts zu tun damit, die Not der Armen zu lindern oder die Menschheit voranzubringen: es ist ein elitistisches politisches Werkzeug, so einfach ist das.

aus: Antony C. Sutton, „The Federal Reserve Conspiracy“.

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