Dr. Dialektik oder wie ich lernte, synthetische Lösungen für künstlich geschaffene Probleme zu lieben – Teil 3

In den ersten beiden Teilen habe ich in knapper Form einige soziostrukturelle Betrachtungen offeriert sowie massenpsychologische Grundlagen moderner Propaganda zu erläutern versucht. Wie bereits erwähnt, werde ich das Ganze möglichst einfach und leicht verdaulich halten. Schließlich hat nicht jeder Leser umfangreiche Vorkenntnisse, was dieses Themenfeld betrifft. Ganz allgemein ist es natürlich sehr empfehlenswert, die in dieser Reihe zitierten Bücher – im Falle von Quigleys „Tragedy and Hope“ kann man schon von einem „Standardwerk“ sprechen – nach Möglichkeit selber zu lesen. Quigleys etwas über 1000seitiges Werk gibt es übrigens auch in deutscher Übersetzung („Tragödie und Hofffnung“).

Darin beschreibt er sehr ausführlich die Historie derjenigen „Netzwerke der Macht“, um die es hier u.a. geht. Wie gesagt: Wärmstens zu empfehlen. Außerdem sei hiermit eine andere seiner Schriften angepriesen: „Das anglo-amerikanische Establishment“. Es handelt sich um Grundlagentexte, ohne die viele der Punkte, die ich hier abhandeln werde, sicher nicht ohne Weiteres zu verstehen sind.

In Teil 1 und 2 ging es mir im Wesentlichen um die Tatsache der Existenz solcher „Machtzirkel“ bzw. „Machteliten“ und das von ihnen aufgespannte institutionelle Netzwerk, das von der sogenannten „Mainstream“-Presse heute nicht umsonst totgeschwiegen wird. Das war allerdings nicht immer so. Es gab eine Zeit, in der zumindest etwas offener über „Denkfabriken“ geschrieben wurde, in denen Strategien zum – wie ich es nenne – „Massenmanagement“ ausgearbeitet oder Entscheidungen getroffen werden, die das Leben von Abermillionen Menschen betreffen. Wann haben Sie z.B. in den letzten paar Jahren ausführliche Artikel in den „führenden Qualitätszeitungen“ (Spiegel, FAZ, Welt, Tagesspiegel, Süddeutsche, Zeit) über die G30 gelesen? Hm? Was für’n Ding? Na die G30, also die „Group of Thirty“, eine von den Rockefellers gegründete Organisation, in der ja nur die Chefs der Zentralbanken der wichtigsten Industrie- und auch sogenannten Schwellenländer sitzen. Neben den bekanntesten, wiederrum nicht zufällig vom Mainstream stets als „führende Experten“ angepriesenen Ökonomen – wie z.B. einem Paul Krugman oder Kenneth Rogoff.

Tja. Ich auch nicht. Wieso nicht? Lohnt es etwa nicht, darüber zu berichten, was die wichtigsten Zentralbankchefs der Welt hinter verschlossenen Türen entscheiden? Und wann haben Sie zum letzten Mal Berichte über die Arbeit des „Council on Foreign Relations“ („Rat für auswärtige Beziehungen“) gelesen, eine der wichtigsten Denkfabriken zur Gestaltung und Entwicklung von Leitlinien (nicht nur) amerikanischer Außenpolitik? Und wann etwas über ihre europäische Filiale, also des „European Council on Foreign Relations“, abgekürzt ECFR? Haben sie jemals etwas vom „Tavistok Institute of Human Relations“ mit Sitz in England gehört oder etwas darüber gelesen, eine weitere Denkfabrik aus dem institutionellen Netzwerk der herrschenden Machtelite dieser Welt, die sich mit sozialwissenschaftlicher Forschung befaßt – u.a. damit, wie man die „Massenmeinung“ über die Popkultur beeinflussen, sprich manipulieren kann, um erwünschte Ansichten zu erzeugen? Wann lief im Fernsehen die letzte Reportage über die Arbeit des „Club of Rome“?

Wie gesagt, früher wurden durchaus – zumindest hin und wieder – auch solche vermeintlich „verschwörungstheoretischen“ Themen sogar vom Mainstream aufgegriffen. Ein kleines Beispiel mag genügen, bei dem sich viele Leser gewiß die Augen reiben dürften:

„William Domhoff, politischer Wissenschaftler: »Der Council ist das entscheidende Verbindungsglied zwischen den großen Konzernen und der RegierungDie Wichtigkeit dieser Vereinigung für das Verständnis der Grundmotive und Grundlinien amerikanischer Weltpolitik kann kaum hoch genug veranschlagt werdenDennoch haben die allermeisten Bürger dieses Landes, das sich für das bestinformierte Gemeinwesen aller Zeiten hält, keine Ahnung von der Existenz eines solchen Gremiums …«. Der Council ist nicht geheim. Er selbst gibt die Vierteljahresschrift »Foreign Affairs« heraus, die distinguierteste Publikation für außenpolitische und weltwirtschaftliche Fragen überhaupt, andächtig studiert in den Außenämtern in West und Ost, durchforscht nach Hinweisen auf Sinneswandlungen und Fernziele der Mächtigen Amerikas. Denn in »Foreign Affairs« werden Kurswechsel der US-Politik zuerst annonciert und umschrieben. In »Foreign Affairs« verkündete Rußland-Experte George Kerman als »Mr. X« 1947 die globale Containment- oder Eindämmungspolitik gegen den Kommunismus.

Dort wurde später aber auch zuerst von Entspannung gegenüber der Sowjet-Union und Annäherung an China gesprochen. Von der kommenden Ölkrise war die Rede mehr als ein Jahr, bevor sie geschah, und von der Notwendigkeit einer neuen Nahost-Strategie. Doch von dem, was im Haus des Council vor sich geht, von den informellen Lunch-Treffen zwischen Konzernleuten und Regierungsbeamten, von den Studiengruppen amerikanischer und sowjetischer Experten, die sich seit 1969 regelmäßig an der Park Avenue treffen, von den Diskussionen mit Regierungschefs und Parteiführern aus Europa und Asien (denn nicht nur Helmut Schmidt und seine Vorgänger, auch Kohl und Biedenkopf haben sich vor dem Council schon präsentiert) — von alledem erfährt der Medienkonsument kein Wort. Denn Amerikas Gazetten und TV-Gesellschaften respektieren strikt die Vertraulichkeit des Rats — im Unterschied zur Vertraulichkeit der CIA -, und William Domhoff spottet: »Die freie Presse dieses Landes nimmt sich die Freiheit, ein Gremium, in welchem die mächtigsten Männer dieses Landes sieh mit Weltpolitik befassen, als eine Art privaten Bridge-Club zu betrachten, der niemand tangiert und niemand etwas angeht.« Aber welche Männer, welche Mächte? […] Es gehören dazu die Topmanager der US-Weltkonzerne und führende Wirtschaftsjuristen aus den Anwaltsfirmen von New York, die als Interessenvertreter der Großfirmen fungieren und die Schlüsselrolle spielen im Zusammenwirken von Wirtschaft und Staatsmacht in den USA. Ihr Doyen ist der heute 80jährige John McCloy, ehemals Hochkommissar in Deutschland, jetzt Anwalt des US-Ölkartells — und Ehrenvorsitzender des Council. Auch Henry Kissinger hat seine politische Karriere als Studienleiter im Council begonnen.“ (Link zum Spiegel-Artikel, Hervorhebungen im hier wiedergegebenen Exzerpt durch mich).

In diesem Rat „mauscheln“ also Konzernleute mit Regierungsbeamten? Ein Verbindungsglied zwischen „den großen Konzernen und der Regierung“? Stichwort Korporatismus. Schön. Und heutzutage erfährt man so gut wie nichts mehr über das, was dort diskutiert, ausgearbeitet, an Strategien entwickelt und dann zur Umsetzung weitergereicht wird? Ein zweites, ebenfalls erhellendes Zitat zum CFR mag genügen:

„Danke, Richard, für diese Einführung und für alles, was du getan hast, um diese wertvolle Institution zu führen. Ich möchte außerdem dem Vorstand des Rates für auswärtige Beziehungen danken, all meinen Freunden und Kollegen und anderen interessierten Bürgern, die heute hier sind, weil sie den Rat respektieren, verstehen, welche wichtige Arbeit er leistet und sich engangieren, um sicherzustellen, daß wir einen Weg in die Zukunft zeichnen, der nicht nur im besten Interesse der Vereinigten Staaten liegt, sondern der Welt. […] Wir treffen uns hier und heute, am 15. Juli 2009, nur ein paar Tage, bevor die Obama-Administration ihre ersten sechs Monate im Amt verzeichnet. Wir werden außerdem bald des achten Jahrestages von 9/11 gedenken und wenige Monate danach des zwanzigsten Jahrestages von 11/9, des Tages, an dem die Berliner Mauer fiel, als Symbol für das Ende des Kalten Krieges […] Ich bin erfreut, hier in diesen neuen Hauptquartieren zu sein. Ich war oft, glaube ich, im Mutterschiff in New York, aber es ist gut, eine Außenstelle des Rates gleich hier die Straße runter zu haben, nicht weit vom State Department. Wir erhalten viele Ratschläge vom Rat, was bedeuten wird, daß ich nicht so weit gehen muß, um gesagt zu bekommen, was wir tun sollten und wie wir über die Zukunft denken sollten„. (Hervorhebungen durch mich)

Ähm, Herr Krauss? Wo bleibt die Quellenangabe? Wer hat das gesagt? Hillary Clinton. Die ehemalige Außenministerin der USA, Gattin von Bill Clinton, 42. Präsident der Vereinigten Staaten. Okay. Aber wo bleibt die Quelle? Nun, ich hatte in meinem ersten Buch „Die Welt auf Kriegskurs“, in dem ich sowohl obiges Zitat aus dem „Spiegel“ wiedergegeben hatte als auch dasjenige Hillary Clintons, die Quellen in den Fußnoten natürlich genannt. Was den Artikel des „Spiegel“ betrifft, der auf den 8. Dezember 1975 datiert ist, so ist dieser dankbarerweise heute noch abrufbar. Für den Link zur Mitschrift der Rede Clintons vor dem Rat gilt das leider nicht. Ich hatte im Buch folgenden Link angegeben: http://www.cfr.org/diplomacy-and-statecraft/council-foreign-relations-address-secretary-state-hillary-clinton/p19840. Ruft man ihn heute auf, bekommt man nur noch schmallippig mitgeteilt: „Page Not Found. The page you’ve requested does not exist.“

Kurz, Leser und Zuschauer erfahren so gut wie nichts über die Arbeit dieser Clübchen, Diskussionsrunden, Gremien, Lobbyorganisationen und Denkfabriken, wobei ich die Bezeichnung „Lenkfabriken“ bevorzugen würde, dienen sie doch dem „Steuern“ der „öffentlichen Meinung“ in eine gewünschte Richtung. Aber wie genau soll das eigentlich funktionieren? Es kann doch nicht einfach irgendein Rat etwas beschließen, dem alle anderen einfach blind folgen? Natürlich nicht. Im „Spiegel“-Artikel wurde ja ganz richtig darauf hingewiesen, daß sich im bspw. im CFR die „Topmanager der US-Weltkonzerne und führende Wirtschaftsjuristen aus den Anwaltsfirmen von New York, die als Interessenvertreter der Großfirmen fungieren“ treffen, hochrangige Entscheider aus Wirtschaft und Politik,  die „die Schlüsselrolle spielen im Zusammenwirken von Wirtschaft und Staatsmacht in den USA.“

Mit anderen Worten besteht der „Trick“ also ganz einfach darin, die wichtigsten Schaltstellen politischer und ökonomischer Macht nach Möglichkeit mit Leuten aus dem „eigenen Stall“ zu besetzen. Kleines Schmankerl am Rande: Der im „Spiegel“-Artikel erwähnte John J. McCloy, ehemals Hochkommissar für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, gehörte auch zum Gründungsstab der „Atlantikbrücke e.V.“. Nachfolgend und abschließend für diesen dritten, eigentlich schon länger als geplant ausgefallenen Teil der Reihe einige Informationen zu dieser Organisation.

Ich nehme mir die Freiheit, einfach eine Passage dazu aus meinem eigenen Buch „Die Welt auf Kriegskurs“ wiederzugeben (Mitgliederliste der „Atlantikbrücke“ mit Stand vom 1. März 2012), Hervorhebungen auch heute noch politisch, wirtschaftlich und massenmedial höchst relevanter Namen durch mich:

„Nachfolgend sei eine kleine Auswahl an Mitgliedern der „Atlantikbrücke“ präsentiert, die so manchem Leser sicher die Augen öffnen und auch die Frage nach den Ursachen der meinungsmonolithischen Einfalt beantworten dürfte, sobald es um das humanitäre Aufsprengen ausländischer Böden zwecks Pflanzung demokratischer Apfelbäumchen im Interesse unser aller Sicherheit geht.

[…]

  • Walther Leisler Kiep, ehemaliger CDU-Bundesschatzmeister, ehem. Aufsichtsrat VW, Atlantische Initiative, 1984-2000 Vorstandsvorsitzender der Atlantikbrücke e.V.
  • Friedrich Merz, von 2002 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender CDU/CSU-Bundestagsfraktion, seit 2009 Vorsitzender der Atlantikbrücke, Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa
  • Edelgard Bulmahn, von 1998 bis 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung, seit Oktober 2013 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Vorsitzende der »German Group« der Trilateralen Kommission
  • Andreas R. Dombret, von 2001 bis 2005 bei ›N.M. Rothschild & Sons«, 2005-2009 bei der »Bank of America«, im Vorstand der »Bank für Internationalen Zahlungsausgleich« (BIZ bzw. im Englischen BIS, »Bank for International Settlements«), seit Mai 2010 Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank
  • Wolfgang Ischinger, Mitglied im Aufsichtsrat der Allianz SE (eines der weltgrößten Versicherungskonzerne sowie Finanzdienstleister), der Trilateralen Kommission sowie des u.a. vom ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer sowie David Rockefeller gegründeten ECFR (»European Council on Foreign Relations«), der europäischen Schwestergesellschaft des CFR (»Council on Foreign Relations«, New York und Washington) sowie der American Academy in Berlin
  • Jürgen Fitschen, Vorstand Deutsche Bank AG, Trilaterale Kommission, American Academy Berlin
  • Alexander Graf Lambsdorff, FDP, Mitglied des ECFR, Gründungsmitglied der »Atlantischen Initiative«
  • Omid Nouripour, Bündnis 90/Die Grünen
  • Kai Diekmann, Chefredakteur der Bild-Zeitung

Soweit zu einigen Vorstandsmitgliedern der Atlantikbrücke. In ihrem „International Advisory Council“ saßen u.a.

  • Philip D. Murphy, Diplomat, ehemals Goldman Sachs, von 2009-2013 US-Botschafter in Deutschland
  • Fernando Becalli-Falco, Vorstandsmitglied der General Electric, Trilaterale Kommission
  • Arend Oetker, Konzernchef der Dr. Arend Oetker Holding GmbH & Co. KG, Mitglied der Trilateralen Kommission. Oetker sorgte durch eine Aussage
    über amerikanische Herrschaftsverhältnisse für Aufsehen, als er sagte, Amerika würde von zweihundert Familien regiert, zu denen man gerne gute Kontakte hätte. Das ist insofern erstaunlich, da die landläufige Vorstellung den Regierungssitz gemeinhin im Weißen Haus in Washington vermutet.

Drei der prominentesten Gründungsmitglieder der Atlantik-Brücke waren:

  • Eric M. Warburg, Sohn von Max M. Warburg (zeitweise Manager der I.G. Farben), Neffe von Paul M. Warburg (Mitbegründer der Federal Reserve, erster Direktor des »Council on Foreign Relations«, CFR), Bankhaus N.M. Rothschild & Sons.
  • Marion Gräfin Dönhoff, Chefredakteurin sowie Mitherausgeberin der »Zeit«, Gründungsmitglied des Aspen-Institutes Berlin.
  • John J. McCloy, der zwar nicht als offizielles Gründungsmitglied gilt, zusammen mit Eric Warburg jedoch als Hauptinitiator der Atlantik-Brücke sowie des American Council on Germany genannt wird, 1933 Rechtsberater der I.G. Farben, von 1947-1949 Präsident der Weltbank, 1949-1952 Hoher Kommissar für die BRD, 1953-1960 Vorstandsvorsitz der Chase Manhattan Bank (Rockefeller), 1953-1970 Direktor des CFR.

Was einflußreiche Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte wie John J. McCloy betrifft, werden wir später im Buch noch auf andere personelle Verflechtungen dieser Art stoßen. Auffällig ist, um es vorab kurz zusammenzufassen, daß sich das tonangebende Personalkarussel der anglo-amerikanischen Machteliten in einem Kreis mit sehr, sehr kleinem Radius dreht. Die maßgeblichen Köpfe gehen durch eine sehr schmale Drehtür zwischen Politik, Hochfinanz und Konzernwirtschaft (vor allem der Öl- und Rüstungsindustrie). So wurde z.B. auch Paul Wolfowitz, der im Kapitel über die »Neocons« nochmal auftauchen wird, nach seiner Zeit als politischer Berater George W. Bushs sowie stellvertretender Verteidigungsminister unter Donald Rumsfeld Präsident der Weltbank (von 2005 bis 2007).

[…]

Weitere aktive und ehemalige Mitglieder sowie Teilnehmer des „Young Leaders“-Förderprogramms (bitte holen Sie tief Luft):

Richard von Weizsäcker, Helmut Schmidt, Angela Merkel, Philipp Rösler, Guido Westerwelle, Sigmar Gabriel, Martin Lindner, Patrick Döring, Katrin-Göring Eckhardt, Dorothee Bär, Friedbert Pflüger, Christian Lindner, Philipp Mißfelder, Claus Kleber (ZDF, Kuratoriumsmitglied der Atlantik-Brücke e.V., Aspen Institut), Tina Hassel (seit Dezember 2001 Auslandschefin des WDR, seit dem 1. Juli 2012 Leiterin des ARD-Studios in Washington), Stefan Kornelius (Leiter des Ressorts Außenpolitik der »Süddeutschen Zeitung«, moderiert außerdem Veranstaltungen der Atlantik-Brücke), Christian Wernicke (seit September 2005 US-Korrespondent der Süddeutschen), Christoph von Marschall (seit 2005 US-Korrespondent des »Tagesspiegel«), Martin Klingst (seit 2007 US-Korrespondent und Leiter des Washingtoner Büros der »Zeit«), Clemens Trautmann (Büroleiter von Matthias Döpfner, Vorstandschef der Axel Springer AG; Döpfner ist außerdem Bilderberger, Mitglied im Aufsichtsrat von »Time Warner«, seit Mai 2014 Direktoriumsmitglied von »Warner Music«, Mitglied der American Academy); Trutz Graf Kerssenbrock (CDU, 1987/88 Mitglied im Untersuchungsausschuß zur »Barschel-Affäre«), Kurt F. Viermetz (J.P. Morgan Chase & Co., American Academy Berlin, American Council on Germany), John Christian Kornblum (ehemaliger Botschafter der USA, Investmentbank Lazard, American Academy, Atlantische Initiative), Christian Wulff, Thomas de Mazière, Cem Özdemir (Bundesvorsitz Bündnis 90/Die Grünen, Atlantische Initiative, Mitglied des ECFR, ZDF-Fernsehrat), Silvana Koch-Mehrin, Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg (ECFR, »Young Global Leader« des Weltwirtschaftsforums in Davos, seit September 2011 auch im Washingtoner Think Tank »Center for Strategic and International Studies« vertreten, einer Denkfabrik mit starkem Fokus auf amerikanische Außenpolitik, in deren Chefetage unter anderem, bitte tun Sie überrascht, Henry Kissinger und Zbigniew Brzezinski sitzen); Katja Gloger (Korrespondentin des »stern«, Ehefrau von Georg Mascolo), Marc Brost (Leiter des Berliner Hauptstadtbüros der »Zeit«), Alexander Görlach (Herausgeber des Magazins »The European«), Jörg Schönenborn (ARD, Chefredakteur WDR-Fernsehen), Thomas Roth (ARD-Korrespondent in New York), Nikolaus Blome (von 2011-2013 stellvertretender Chefredakteur der Bild-Zeitung, Mitglied der Chefredaktion des »Spiegel«), Paul-Bernhard Kallen (Vorstandsvorsitzender Burda Media), Ali Aslan (Deutsche Welle TV), Theo Sommer (Herausgeber der »Zeit«, nahm im Sommer 1960 an – na wessen wohl – Henry Kissingers »Internationalem Seminar« an der Universität Harvard teil, seit 2004 Herausgeber im Verlagshaus Times Media GmbH, u.a. mit verantwortlich für »The Atlantic Times«, »The German Times«, »The Asia-Pacific Times« sowie »The African Times«, aber glauben Sie mir: es gibt keine bedenkliche Konzentration und Zentralisierung von Meinungsmacht, nein nein, das ist eine Verschwörungstheorie); Mathias Naß (Internationaler Korrespondent der »Zeit«, Transatlantic Academy, angeblich auch Teilnehmer an Bilderberger-Konferenzen), Robert Leicht (politischer Korrespondent der »Zeit«, außerdem Kolumnist im »Tagesspiegel«), Nikolas Busse (seit September 2014 stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik der FAZ, im Jahre 2007 als Korrespondent für die NATO sowie die EU in Brüssel unterwegs […]); Michael J. Innacker (stellvertretender Chefredakteur des »Handelsblattes«), Heiner Bremer (n-tv-Moderator, war Chefredakteur des »stern«, Unternehmenssprecher des Axel Springer-Verlags), Katja Ridderbusch (schreibt für die »Welt«, »Handelsblatt«, »Spiegel Online«, »Deutschlandfunk«, WDR sowie »The European«), Malte Lehming (US-Korrespondent des »Tagesspiegel«, erheiterte gebildete Leser durch die krude Behauptung, Amerika sei eine »funktionierende Demokratie«; Bodo Hombach (Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe), Thomas Bellut (Intendant des ZDF), Udo von Kampen (Leiter des Studio Brüssel des ZDF), Elmar Theveßen (Stellvertretender Chefredakteur, ZDF).

Puh! Das soll erstmal genügen. Hallo? Sind Sie noch da? Sie sind ja schon ganz blau angelaufen!“

Gewinnen Sie allmählich einen ersten Eindruck, wie diese Machteliten versuchen – um es vereinfacht auszudrücken – alles „in der Familie“ zu halten?

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.