Dr. Dialektik oder wie ich lernte, synthetische Lösungen für künstlich geschaffene Probleme zu lieben – Teil 4

Im letzten Teil ging es um sogenannte „Denkfabriken“, Institutionen, die dem Zweck dienen, geeignete politische Strategien und/oder solche zur Manipulation der „Massenmeinung“ oder „Öffentlichen Meinung“ zu entwickeln, um bestimmte Agenden leichter verkaufen, „durchdrücken“, den Leuten schmackhaft machen zu können. Sie haben von Organisationen wie der „Atlantikbrücke e.V.“ erfahren oder dem „CFR“ („Council on Foreign Relations“), also dem „Rat für auswärtige Beziehungen“, in dem Leitlinien nicht nur amerikanischer Außenpolitik ausgetüfelt werden; die europäische „kleine Schwester“, der „ECFR“, wurde zum selben Zweck für Europa gegründet. Es gäbe natürlich noch weitere solcher Lenkfabriken zu erwähnen; z.B. die von David Rockefeller (* 12. Juni 1915; † 20. März 2017) und Zbigniew Brzezinski (* 28. März 1928; † 26. Mai 2017) gegründete „Trilaterale Kommission“ (erinnern Sie sich an die Aufzählung der Mitglieder der Atlantikbrücke; nicht wenige Mitglieder dieser Vereinigung waren/sind ebenfalls in der Trilateralen), die mittlerweile sicher schon fast allseits bekannten „Bilderberger“, das Aspen Institut, den „Club of Rome“ usw.

Nur noch einmal schnell zu Erinnerung, warum man sich eigentlich diese enorme Mühe machen sollte, ein dermassen weit gespanntes institutionelles Netzwerk aufzuziehen: weil eine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung des Planeten bzw. zu „den Massen“ zahlenmäßig verschwindend kleine Machtelite mit Methoden, die allgemein abgelehnt, als zu aggressiv bzw. offensiv, als unangenehm, bedrückend und ungerecht empfunden würden, niemals durchkäme. Auf dem Wege einer direkten Konfrontation mit diesen „Massen“ ginge es also nicht. Man kann jedoch versuchen, die „Massenmeinung“ zu formen, Menschen also über ihr Denken – ihr Welt- und Menschenbild, ihre Ansichten zu Politik und Wirtschaft, zu Bildung und Familie, zu ökologischen Themen wie z.B. auch dem Umweltschutz etc. etc. – dahingehend zu „formen“, daß es sich möglichst nur im solcherart machtelitärerseits aufgezogenen „Rahmen“ bewegt. Mit anderen Worten: Man könnte versuchen, eine „Matrix“ zu erschaffen, einen Kanon an „Leitmotiven“ zu bestimmten Themen, dem gefolgt werden sollte. Ansonsten würden sich schnell große Widerstände bilden; schlimmstenfalls hätte man große Aufstände, soziale Unruhen etc. an der Backe.

Gewiß werden Leser mich jetzt abermals fragen wollen, woher ich eigentlich wissen will, daß hier Täuschungsabsichten vorliegen, daß auch unlautere Motive dahinterstehen könnten. Ich bitte Sie noch um etwas Geduld. Die Vorarbeiten der ersten Teile der Reihe mögen manchen unnötig erschienen sein und stellenweise vielleicht nicht themenbezogen – was zum Kuckuck hat das alles mit einer ominösen „Dialektik“ zu tun? – doch der Nebel wird sich(hoffentlich) bald lichten. Ich möchte an einem kleinen Beispiel erläutern, warum ich nicht glaube, daß diejenigen, die sich laut Bernays „uralte soziale Kräfte“ nutzbar machen, um „die Welt zu binden und zu führen„, stets nur von purer Philanthropie getrieben werden und sicher nicht immer nur der Menschen Bestes im Sinn haben.

Dazu möchte ich einige Hintergründe eines machtelitären, politischen bzw. korporatistischen Konstruktes namens „EU“ präsentieren, also der „Europäischen Union“. Informationen, von denen viele Menschen meiner Erfahrung nach noch nie etwas gehört haben, die leider immer noch weitestgehend unbekannt sind.

Richard J. Aldrich, ein Wissenschaftler von der Universität Nottingham, recherchierte die Hintergründe der „EU“ und fand dabei Erstaunliches heraus:

Die Nutzung verdeckter Operationen mit dem spezifischen Zweck, für eine europäische Einigung zu werben, hat nur wenig akademische Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wird daher bis heute nur ungenügend verstanden […] Die diskrete Injektion von über drei Millionen Dollar zwischen 1949 und 1960, meist aus Quellen der US-Regierung, war ein zentraler Bestandteil von Bemühungen, Massenunterstützung für den Schuman-Plan zu erwirken, die europäische Verteidigungsgemeinschaft und eine europäische Versammlung mit souveräner Macht. Dieser verdeckte Beitrag betrug nie weniger als die Hälfte des Budgets der Europäischen Bewegung; nach 1952 waren es wahrscheinlich zwei Drittel. Gleichzeitig versuchten sie, den eisernen Widerstand der britischen Labour-Regierung gegen förderalistische Ideen zu unterminieren […] Es ist vor allem bemerkenswert, daß dieselbe kleine Gruppe ranghoher Beamter, viele von ihnen aus westlichen Geheimdienstkreisen, maßgeblich die drei wichtigsten in den 1950er Jahren entstandenen transnationalen Elitegruppen unterstützten: die Europäische Bewegung, die Bilderberg-Gruppe und Jean Monnets »American Committee for a United States of Europe« [ACUE]. Schlußendlich entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, daß zu einer Zeit, als einige britische Anti-Föderalisten eine »spezielle Beziehung« zu den Vereinigten Staaten als Alternative zu (ja vielleicht gar Fluchtmöglichkeit aus) einem europäischen Förderalismus ansahen, manche dieser europäisch-föderalistischen Initiativen mit amerikanischer Unterstützung aufrecht erhalten wurden.“ (Richard J. Aldrich, „OSS, CIA and European unity: The American committee on United Europe, 1948-60″, Übersetzung und Hervorhebung durch mich).

Auch ein englischer Journalist und ehemaliger Brüssel-Korrespondent namens Ambrose Evans-Pritchard präsentierte diesbezüglich einige bemerkenswerte Informationen:

„Freigegebene amerikanische Regierungsdokumente enthüllen, daß die US-Geheimdienstgemeinde in den Fünfzigern und Sechzigern eine Kampagne betrieb, um einem vereinigten Europa Aufwind zu verschaffen […] US-Geheimdienste finanzierten im Geheimen die Europäische Bewegung, wobei sie mehr als die Hälfte ihres Budgets beisteuerten. Einige von Europas Gründervätern standen auf US-Gehaltslisten […] Frankreichs Jean Monnet, der führende Kopf hinter der EU, wurde als amerikanischer Agent angesehen – was er in der Tat auch war. Monnet diente als Roosevelts Problemlöser während des Krieges und orchestrierte die gescheiterten Versuche der USA, de Gaulle von der Macht fernzuhalten […] Die Führer der Europäischen Bewegung – Retinger, der visionäre Robert Schuman und der ehemalige belgische Premierminister Paul-Henri Spaak – wurden von ihren amerikanischen Sponsoren alle behandelt wie Angestellte. Die Rolle der USA wurde als verdeckte Operation eingestuft. Die Finanzmittel der ACUE kamen von der Ford- und Rockefeller-Foundation sowie von Geschäftsgruppen mit engen Verbindungen zur US-Regierung […] Der Kopf der Ford Foundation, der ehemalige OSS-Offizier Paul Hoffman, fungierte außerdem als Kopf der ACUE in den späten Fünfzigern. Auch das State Department spielte eine Rolle. Ein Memo von der europäischen Sektion mit Datum vom 11. Juni 1965 empfiehlt dem Vizepräsidenten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Robert Marjolin, heimlich eine Währungsunion anzustreben. »Es wird empfohlen, die Debatte zu unterdrücken bis zu dem Punkt, an dem ‚die Verabschiedung solcher Vorschläge förmlich unentrinnbar wäre‘.«“ (Ambrose Evans Pritchard, „Euro-federalists financed by US spy chiefs“, The Daily Telegraph, 19 September 2000 sowie Pritchard, „The scare of a superstate has passed, but do we want to lose the EU altogether?“, The Daily Telegraph, 7. April 2007. Übersetzung und Hervorhebung durch mich).

Jean Monnet? Den Namen dürften viele sicher schonmal gehört haben, gilt er doch als einer der Väter des „Europäischen Gedankens“ bzw. als einer der „Gründerväter“ der EU. Was viele jedoch sicher noch nicht kennen, ist folgendes Zitat aus seinem Munde:

Europas Länder sollten in einen Superstaat überführt werden, ohne dass die Bevölkerung versteht, was geschieht. Dies muss schrittweise geschehen, jeweils unter einem wirtschaftlichen Vorwand. Letztendlich führt es aber zu einer unauflösbaren Föderation.“ (Link, Hervorhebungen durch mich).

Und da aller „guten“ Dinge drei sind, abschließend noch schnell ein Zitat von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker – und jetzt nähern wir uns allmählich der „Dialektik“, um die es hier letztendlich ja gehen soll:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ („Die Brüsseler Republik“, Der Spiegel, 27.12.1999, Hervorhebungen durch mich).

Aha. Man könnte es natürlich auch so formulieren: Wir erschaffen ein Problem und warten ab, wie die „Masse“ der von uns Regierten darauf reagiert. Wenn die sich nicht regen, es keine Widerstände gibt, die Knechte nicht rebellieren, weil sie gar nicht kapieren, was wir da angerichtet haben – nun gut, dann interpretieren wir dieses Schweigen als Zustimmung zu unseren Plänen und machen einfach weiter – doch wir müssen dabei behutsam vorgehen, nicht zu schnell, sonst merken die was – also in kleinen Schritten, ganz doucement, wohldosiert, in knechtverträglichen Dosen, bis wir unsere Ziele erreicht haben. Oder in sehr viel kürzerer Form: Problem -> Reaktion -> Lösung. Oder auch: These -> Antithese -> Synthese. Diese „machtelitäre Handlungsformel“ wird später noch wichtig werden – wenn es mir um das politische Vorgehen des derzeitigen, 45. Präsidenten der USA gehen wird, Donald J. Trump, von dem ich behaupte – dies nur als kleiner Appetitanreger – daß er die „Galionsfigur“ einer antithetischen Bewegung darstellt, die den Machteliten sogar hochwillkommen ist: nämlich genau dem „Populismus, Nationalismus und Protektionismus“, der im Konflikt mit der heute existierenden „Weltordnung“, also dem heuer existierenden und nicht zufällig oder ganz natürlich entstandenden „Globalismus“ als These, zur Lösung bzw. Synthese führen soll: einer,

Ich weiß nicht, wie’s Ihnen geht, aber wenn einer der geistigen „Gründerväter“ der EU, Jean Monnet, wortwörtlich sagt, Europas Länder sollten in einen „Superstaat“ – die „Vereinigten Staaten von Europa“ – überführt werden, ohne daß die Bevölkerung versteht, was geschieht, frage ich mich natürlich sofort: Warum sollen sie es nicht verstehen? Was gäbe es denn da geheim zu halten? Sind Europäer etwa alle zu dumm, die Herzensgüte ihrer Oberhäupter zu erkennen? Sind die alle unfähig, mit ihren Machteliten über Sinn und Zweck einer solchen Vereinigung zu diskutieren? Kann man ihnen das nicht zumuten? Warum wurde empfohlen, die Debatte zu unterdrücken bis zu dem Punkt, an dem „die Verabschiedung solcher Vorschläge förmlich unentrinnbar wäre“?

Zur weiteren Unterfütterung der hier abgehandelten Thematik ein Zitat aus dem Buch „America’s Secret Establishment: An Introduction to the Order of Skull & Bones“ des amerikanischen Geschichtsprofessors, Ökonomen und Schriftstellers Antony Cyril Sutton (* 14. Februar 1925; † 17. Juni 2002). Sutton sorgte vor allem für zwei Bücher für Aufsehen: „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“ sowie „Wall Street und die Bolschewistische Revolution“. Eines der weniger bekannten, nichtdestoweniger aber hochinteressanten Bücher aus seiner Feder trug den Titel „The Best Enemy Money can buy“ – in dieser Schrift weist er hieb- und stichfest nach, daß die UdSSR von westlichen Eliten aus Politik, Schwerindustrie und Hochfinanz über die Zeit ihres Bestehens finanziell und rüstungstechnisch gezielt künstlich am Leben erhalten wurde. Wobei die Unterteilung in „westliche“ und „östliche“ Kräfte eigentlich hinfällig ist und sogar in die Irre führt, da es sich um solche handelt, die globalistisch ausgerichtet sind, auf ein gemeinsames globales Ziel; der „Kampf“ zwischen „Ost“ und „West“ in diesem Kontext unterlag ebenfalls einer dialektischen Strategie, doch dies ausführlich zu erläutern, ist hier kein Platz. Dazu ein weiteres Zitat des in einem der letzten Beiträge bereits erwähnten Historikers Carroll Quigley: „Es existiert, und existierte für eine Generation, ein internationales anglophiles Netzwerk, das auf eine Weise operiert, wie sich die radikale Rechte die Arbeitsweise des Kommunismus vorstellt. Tatsächlich hat dieses Netzwerk, das wir als Round Table Groups identifizieren können, gar keine Aversion, mit Kommunisten zu kooperieren, oder irgendwelchen anderen Gruppen, was es auch regelmäßig tut. […] Ich verspüre ihm und den meisten seiner Ziele gegenüber keine Abneigung, da ich ihm und den meisten seiner Werkzeuge die meiste Zeit meines Lebens nahestand. […] … aber im Allgemeinen besteht die größte Meinungsverschiedenheit meinerseits darin, daß es unbekannt bleiben möchte, während ich glaube, daß seine Rolle in der Geschichte signifikant genug ist, um bekannt zu werden.“ („Tragedy and Hope“, S. 950, Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebungen durch mich). Die Existenz dieses Netzwerks ging über eine Generation jedoch weit hinaus; es existiert heute noch und ist strenggenommen kein „anglophiles“, sondern ein globalistisch orientiertes.

Leider liegt Suttons Buch über die bewußte Förderung und „künstliche Beatmung“ der Sowjetunion bis heute nicht in deutscher Übersetzung vor. Um Ihr Interesse zu wecken, mögen zwei kleine Exzerpte genügen:

„Von heute an können Sie jedem mit Gewißheit sagen: »Die Vereinigten Staaten finanzierten die ökonomische und militärische Entwicklung der Sowjetunion. Ohne diese Hilfe, ermöglicht durch US-Steuerzahler, gäbe es keine signifkante Bedrohung durch sowjetisches Militär, denn es gäbe keine sowjetische Wirtschaft, die ihre Kriegsmaschinerie tragen könnte, ganz zu schweigen von fortschrittlicher militärischer Ausrüstung«. Sollte ihr Zuhörer Sie dafür verspotten, überreichen Sie ihm einfach eine Ausgabe dieses Buches. Es wird seinen Mund mit Fußnoten stopfen.“ (Antony C. Sutton, „The Best Enemy Money Can Buy“, Dauphin Publications, Inc., überarbeitete Neuauflage, Englisch, 2014, Seite 3. Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebungen durch mich).

„Die Lieferungen sowjetischer Waffen an die spanische Republik wurde durch Material aus den Aufzeichnungen des deutschen Militärattachés in Ankara in der Türkei bekannt […] Inwieweit bestanden diese Waffen aus amerikanischen Komponenten? Die 1936 nach Spanien verbrachten Panzer basierten auf Designs der englischen Firma Vickers sowie des amerikanischen Unternehmens Christie. Sowjetische Luftfahrttechnologie war hauptsächlich amerikanisch (mit Ausnahme der französischen Potez- und italienischen Seeflugzeug-Entwürfe). Die Waffen waren von Krupp, die Trucks von Ford, Hercules und Brandt – alle aus Fabriken, die von US-Firmen gerade mal fünf Jahre vorher gebaut wurden […] 1965 verstärkten die Sowjets ihre Lieferungen militärischer Versorgungsgüter und Geräte an Nordvietnam. Präsident Johnson erhöhte die Technologie-Transfers an die Sowjets […] Nachdem Präsident Nixon 1969 ins Amt gelangte und seine Entspannungspolitik durch Transfers von Militärtechnologie begann, stiegen die Opferzahlen auf amerikanischer Seite […] Die Sowjetunion war wahrlich das »Arsenal der Revolution« in Vietnam, und wie Shirley Sheibla in Barron’s Weekly schrieb, waren die Vereinigten Staaten das »Arsenal des Kommunismus« in der Sowjetunion […] Wie das in diesem Buch vorgebrachte Material beweist, wurde das »Arsenal der Revolution« von westlichen Firmen aufgebaut und wurde mittels »friedlichem Handel« am Laufen gehalten. Dampft man die ganze Rhetorik des »friedlichen Handels« ab, bleibt ein einziger unausweichlicher Schluß übrig: die Kanonen, die Munition, die Waffen und die Transportsysteme, durch die Amerikaner in Korea und Vietnam starben, stammten aus der von Amerika gepäppelten Wirtschaft der Sowjetunion. Die Lastwagen, mit denen diese Waffen über den Ho Chi Minh-Pfad verschickt wurden, stammten aus US-Fabriken. Die Schiffe, die Vorräte nach Sihanoukville und Haiphong, später nach Angola und Nicaragua brachten, kamen von Nato-Verbündeten und nutzen Antriebssysteme, das unser State Department aus russischen Händen hätte halten können – tatsächlich hätte der vom Staat ignorierte Export Control Act sowie der Battle Act ebendies erfordert.“ (a.a.O., S. 147-152, Hervorhebungen durch mich).

Dasselbe gilt für eben erwähntes „America’s Secret Establishment“, in dem Sutton auch die „Dialektische Methode“ erklärt, die im Wesentlichen auf den deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770; † 14. November 1831) zurückgeht.

„Im Gegensatz zu diesem Autor symphatisiert Quigley mit den Zielen der Gruppe, obwohl er ihre Methoden als abscheulich bezeichnet. Beide, sowohl Die Gruppe als auch Der Orden sind nicht willens oder schlicht unfähig, eine globale Gesellschaft durch Mittel der Freiwilligkeit herbeizuführen, also entschieden sie sich für Zwang. Um dies zu erreichen, kreierten sie Kriege und Revolutionen, plünderten öffentliche Kassen, unterdrückten, brandschatzten und logen – sogar gegenüber ihren eigenen Landsleuten.“ (Antony C. Sutton, „America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull and Bones“, TrineDay LLC, 2009, S. 31. Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebung durch mich).

„Die operative Geschichte der Ordens kann nur verstanden werden im Rahmen eines Hegel’schen dialektischen Prozesses„, so Antony Sutton. „Einfach ausgedrückt geht es dabei um die Vorstellung, daß Konflikt Geschichte erzeugt. Aus diesem Axiom folgt, daß kontrollierter Konflikt eine vorbestimmte Geschichte erzeugen kann. Beispiel: Wenn die Trilaterale Kommission »gelenkten Konflikt« diskutiert, wie sie es in ihrer Literatur extensiv tut, impliziert die Kommission damit die gesteuerte Anwendung von Konflikten zur Erreichung langfristiger Ziele – keine bloß zufällige Übung manipulativer Kontrolle, um ein Problem zu lösen. Die Dialektik führt diesen »gelenkten Konflikt« der Trilateralen einen Schritt weiter. In Hegel’schen Begriffen schafft eine existierende Kraft (These) eine Gegenkraft (Antithese). Konflikt zwischen beiden Kräften resultiert in der Bildung einer Synthese. Dann startet dieser Prozeß von Neuem: These vs. Antithese führt zu einer Synthese. Die Synthese, die vom Establishment angestrebt wird, nennt sich Neue Weltordnung. Ohne kontrollierten Konflikt läßt sie sich nicht errichten. Zufällige individuelle Handlungen von Personen in der Gesellschaft würden diese Synthese nicht herbeiführen, die künstlich ist – deshalb muß sie erzeugt werden. Und das geht nur durch den kalkulierten, gelenkten Gebrauch von Konflikten. […] Das erklärt, warum die internationalen Bankiers die Nazis unterstützten, die Sowjetunion, Nordkorea, Nordvietnam, bis zum Erbrechen – gegen die Vereinigten Staaten. Der »Konflikt« erzeugt Profite, während man die Welt immer näher an eine Weltregierung heranführt. Der Prozeß dauert bis heute an.“ (Antony C. Sutton, „America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull & Bones“, TrineDay LLC, 2009, S. 115. Fettschrift im Original durch Kursivsetzung ergänzt).

Wir seh’n uns im nächsten Teil.

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