Dr. Dialektik oder wie ich lernte, synthetische Lösungen für künstlich geschaffene Probleme zu lieben – Teil 5

In fünften Teil der Artikelreihe möchte ich auf eine Denkfabrik namens „Club of Rome“ eingehen. Das „CFR“ haben Sie ja in den letzten Beiträgen schon kennengelernt; von den „Bilderbergern“ haben viele Leser sicher auch schon gehört. Letzteres Clübchen läßt sich übrigens in einem einzigen Wort abhandeln: Rekrutierungsbüro. Nicht mehr und nicht weniger. In den „Alternativen Medien“, die auch gerne als „Truther-Szene“ oder „Wahrheitsbewegung“ tituliert werden, wurden die regelmäßigen Treffen der „Bilderberger“ leider (mit einigen Ausnahmen) viel zu hoch eingestuft: nein, es ist keine „Zentrale“, wo die wichtigsten Entscheidungen bezüglich des weiteren Vorgehens in puncto „Globaler Agenda“ getroffen werden. In den Hotels, in denen diese Konferenzen abgehalten werden, treffen sich zwar Jahr für Jahr Vorstandschefs der größten Konzerne; Nachrichten- und Geheimdienstleute; hochrangige Militärs, Politiker sowie Pressevertreter, z.B. – ein regelmäßiger Gast – Springer-Chef Mathias Döpfner; jedoch handelt es sich meiner Einschätzung  nach tatsächlich eher um die von den „Bilderbergern“ selber vielbeschworenen „Informellen Treffen“, auf denen potenzielle Kandidaten auf ihre „Agenda-Kompatibilität“ abgeklopft werden.

Soll heißen: Man plaudert ein wenig miteinander, diskutiert aktuelle geopolitische Fragen bzw. Problemstellungen. Sollte sich ein Kandidat als geeignet erweisen, legt er – dies hat sich in der Vergangenheit immer wieder herausgestellt – bald nach den Treffen eine erstaunlich zügige Karriere in seinem Berufsfeld hin, sei’s in der Politik, der Wirtschaft oder in den Führungsetagen der Massenmedien. Döpfner selber z.B. ist Absolvent des sogenannten „Young Leader“-Förderprogramms der Atlantikbrücke e.V.; die Zeitungen des Pressehauses Springer haben sich bislang noch immer als äußerst treue Diener globalistischer Agenden, oder, wenn Sie so wollen, der Machteliten hinter dem Projekt der „Neuen Weltordnung („NWO“) herausgestellt, weshalb man sich auch nicht wundern darf, daß Döpfner schon seit Jahren zum festen Teilnehmerkreis dieser Konferenzen gehört. Sollte sich der Kandidat als weniger geeignet erweisen: „Wir rufen Sie dann wieder an“, könnte man scherzhaft sagen. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder z.B., auch die derzeit noch amtierende Angela Merkel, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und alle Kanzler seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren „Bilderberger“. Ebenso viele führende „alpha-Journalisten“.

Doch nun zum „Club of Rome“. Welchem Zweck dient diese Veranstaltung? Ein Autor namens Dr. John Coleman, laut eigener Aussage ehemaliges Mitglied des englischen Geheimdienstes, hat über diese Denkfabrik ein eigenes Buch geschrieben. Coleman behauptet, dank seiner nachrichtendienstlichen Stellung im „British Museum“ in London zu einer gesonderen Bibliothek bzw. zu Schriftgut Zugang gehabt zu haben, das normalen Besuchern verschlossen bleibt. Er schrieb u.a. die Bücher „Das Komitee der 300 – Die Hierarchie der Verschwörer“, „Der Club of Rome: Die größte Denkfabrik der Neuen Weltordnung“ sowie „Das Tavistok Institut: Auftrag: Manipulation“. Coleman gilt, wie könnte es auch anders sein, als „umstrittener“ Autor, der „Verschwörungstheorien“ abhandele; im Wikipedia-Eintrag über ihn wird behauptet, er sei rechtsextrem, antisemitisch und homophob. Ich habe alle drei der eben genannten Bücher gelesen und konnte – abgesehen von einigen aus meiner Sicht tatsächlich schwulenfeindlichen Anwandlungen – weder Rechtsextremes noch Antisemitismus darin entdecken, muß allerdings auch dazusagen, daß ich nicht alle seiner Schriften kenne. Überdies wäre zu fragen, warum das Werk eines Autors wegen einiger Ansichten, die man selber nicht teilt, in Bausch und Bogen zu verwerfen wäre bzw. die Inhalte komplett wertlos oder „widerlegt“ wären – eine Frage, die gerade im heutigen, zuweilen doch sehr hysterischen Klima der „Politischen Korrektheit“ oftmals schon gar nicht mehr gestellt wird. Schreibt oder sagt jemand auch nur ein „falsches“ Wort, kann das schnell zu einer regelrechten „Ächtung“ durch Politik und Medien führen. Eine bedenkliche Entwicklung, wie ich finde, denn auf diese Weise lassen sich keine echten, sprich sachlichen und faktenbasierten Diskussionen mehr führen. Stattdessen werden Maulkörbe verordnet und Menschen wegen „unzeitgemäßer“ Äußerungen beinahe schon verfolgt – bis hin zum Jobverlust, man kann also sogar auf beruflich-existentieller Ebene angegriffen werden. Meine Meinung dazu ist unmißverständlich: Ein solches Vorgehen ist für ein angeblich „freies Land“ und eine „freie Presse“ eine Schande. Sowas gab es bislang nur in totalitären Regimen.

Doch nun zum „Club of Rome“. Ich bitte Sie – wie schon in einem der letzten Artikel dieser Reihe – abermals um Geduld. Sie wird sich auszahlen. Diese Vorarbeiten sind nötig, weil ich zum Abschluß der Reihe auf die aktuelle Politik, vor allem die Handelspolitik des derzeit amtierenden, 45. Präsidenten der USA, Donald J. Trump, zu sprechen kommen werde – im Versuch des Nachweises, daß er eine antithetische Politik betreibt, die mit dem existierenden Globalismus als These konfligieren soll, um daraus eine machtelitär erwünschte Lösung abzuleiten. Und zwar in genau der Manier, die der amerikanische Historiker Anton C. Sutton in seinem Buch „America’s Secret Establishment“ so eloquent beschrieben hatte: „Die operative Geschichte der Ordens kann nur verstanden werden im Rahmen eines Hegel’schen dialektischen Prozesses. Einfach ausgedrückt geht es dabei um die Vorstellung, daß Konflikt Geschichte erzeugt. Aus diesem Axiom folgt, daß kontrollierter Konflikt eine vorbestimmte Geschichte erzeugen kann.“ (Antony C. Sutton, „America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull & Bones“, TrineDay LLC, 2009, S. 115. Fettschrift im Original durch Kursivsetzung ergänzt). Nun kommt diese „Dialektik“ nicht nur beim „Skull & Bones“-Orden zum Einsatz, bei dem es sich ja nur um einen Club in einem weit gespannten Netzwerk handelt. Diese „Dialektik“ ist eine der wichtigsten, fundamentalen „Arbeitsprinzipien“ der Machtelite hinter dem Projekt der „Neuen Weltordnung“.

Als einige der Kernpunkte auf dem Programm der „NWO“ nennt Dr. Coleman in seinem Buch:

  • Die Etablierung einer Weltregierung unter einer einheitlichen Kirche und einem einheitlichen Geldsystem unter ihrer Kontrolle;
  • Abschaffung sämtlicher Nationalstaaten, nationaler Identität, Nationalstolz usw. Dahinter verbärge sich der Wunsch, Individualität weitestmöglich zu unterdrücken und letztendlich abzuschaffen, um ein großes Kollektiv zu erschaffen, eine „Masse“ höriger Sklaven und Arbeitsdrohnen;
  •  Zerstörung aller Religionen mit besonderem Schwerpunkt auf dem Christentum; nur noch die von der Weltregierung vorgegebenen Glaubenslehren sollen erlaubt sein;
  • Erlangung der Fähigkeit, jeden einzelnen Menschen mittels Methoden der Bewußtseins- bzw. Gedankenkontrolle zu kontrollieren, ermöglicht durch das, was Zbigniew Brzezinski „Technetronics“ nannte, also moderne elektronische Massenkommunikations- und Überwachungsmittel; Etablierung eines Systems von Terror zur Einschüchterung und „Kleinhaltung“ der Massen;
  • Sämtliche Industrialisierung zu einem Stopp zu bringen, um die gemäß der vom Club erarbeiteten „postindustriellen Nullwachstums“-Agenda erwünschte neofeudale Gesellschaftsordnung zu errichten, die einer kleinen Elite aus Bankiers, Ökonomen, Intellektuellen und ihren „Hofsängern“ untersteht; Auslagerung industrieller Arbeitsplätze der USA in andere Länder wie z.B. Mexiko oder China (bereits vollzogen); die aus der Deindustrialisierung folgenden Langzeitarbeitslosen sollen entweder Opium-, Heroin- und/oder Kokain-Abhängige oder zu bloßen Zahlen in der Statistik der Eliminierung „überzähliger Bevölkerung“ werden.
  • Einen totalen Kollaps aller Ökonomien der Welt und völliges politisches Chaos herbeizuführen;
  • Internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, dem Internationalen Währungsfonds oder der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich die vollste Unterstützung zu gewähren, um somit lokale bzw. regionale/nationalstaatliche Organisationen weniger effizient erscheinen und schlußendlich unter dem Schirm der UN aufgehen lassen zu können;
  • Alle Regierungen zu infiltrieren und mit willigen Befehlsempfängern und „ausführenden Agenten“ zu besetzen, um Souveränität und nationale Integrität zu zerstören unter dem Tarnmantel, „Demokratie“ als Bollwerk gegen Terrorismus verbreiten zu können;
  • Aufbau eines weltweiten Terrorapparats, um US-Militärbasen in all denjenigen Ländern der Welt errichten zu können, die sich diesen Plänen zu widersetzen versuchen.
  • Kontrolle über das Erziehungswesen zu bekommen, um es verflachen und zerstören zu können. Dabei kommen Methoden wie die sogenannte „Outcome Based Education“ (OBE), also „Ergebnisorientierte Erziehung“ zur Anwendung sowie andere geeignete Lernmethoden.

„Die Neue Weltordnung“, schreibt Coleman in „Die Hierarchie der Verschwörer“, „ist nicht neu, sie entwickelte sich unter der einen oder anderen Tarnung über sehr lange Zeit. Ihr »Vater« war die Londoner Mercer Company und ihr Großvater die Londoner Staplers, die auf die deutsche und belgische Hanse zurückgehen und noch weiter bis nach Indien. Vor diesem Hintergrund entstand die East India Company, derer einige führende Mitglieder sich aus den anabaptistischen Kommunisten rekrutierten.

Während der Kolonialzeit emigrierten einige prominente Anabaptisten von England aus in die Vereinigten Staaten. Sämtliche dieser Frationen und diversen Kulte verfolgten ein gemeinames Ziel – die Etablierung einer autoritären Neuen Weltordnung. […] Peccei stand drei Jahrzehnte lang dem »Atlantic Institute’s Economic Council« vor, während er gleichzeitig Vorstandschef von Giovanni Agnellis Fiat-Automobilkonzern war. […] Er spielte eine führende Rolle in der Entwicklung einer Vielzahl von Projekten in der Sowjetunion.

Der »Club of Rome« ist eine verschwörerische Schirmorganisation, eine Verbindung zwischen anglo-amerikanischen Financiers und den alten schwarzadeligen Familien Europas, vor allem dem sogenannten »Adel« in London, Venedig und Genf. Der Schlüssel zu ihrer erfolgreichen Kontrolle der Welt ist ihre Fähigkeit, schwere wirtschaftliche Rezessionen und hin und wieder auch Depressionen zu erzeugen. […] Der Club of Rome verfügt außerdem über seinen eigenen, privaten Nachrichtendienst und »borgt« sich Personal außerdem von David Rockefellers INTERPOL. Jeder Nachrichtendienst der USA arbeitet sehr eng mit ihm zusammen, so wie der KGB vor dem Fall der Berliner Mauer. Der Mossad kooperierte mit dem COR seit seiner Gründung. […] Im Mai 1967 wurde vom »Scientific and Technological Committee of the North Atlantic Assembly« und dem »Foreign Policy Research Institute« ein Treffen organisiert. Man nannte es »Conference on Transatlantic Imbalance and Collaboration«, abgehalten wurde es auf dem prunkvollen Landsitz von Königin Elizabeth in Deauville, Frankreich. Absicht und Zielrichtung der Konferenz in Deauville war es, dem technologischen und industriellen Fortschritt der Vereinigten Staaten ein Ende zu setzen. Die Konferenz führte zu zwei Büchern, derer eines in dieser Schrift mehrmals erwähnt wird: Zbigniew Brzezinskis »Between Two Ages – America’s Role in the Technetronic Era«, das andere »The Chasm Ahead« des Vorsitzenden der Konferenz, Aurellio Peccei.

Die beiden stimmten in den meisten Punkten überein und fügten hinzu, das in der Welt der Zukunft Chaos herrschen würde, sollte sie nicht von einer Weltregierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang bestand Peccei darauf, der Sowjetunion müsse eine Verschmelzung mit der NATO angeboten werden, die zu einer gleichberechtigten Partnerschaft mit der Neuen Weltordnung in den Vereinigten Staaten führen sollte. […] Peccei wurde nie mühe, gegen Nationalstaaten zu predigen und wie zerstörerisch diese für den Fortschritt der Menschheit seien. Er rief nach »kollektiver Verantwortung«. […] Während dieser Jahre hielt Kissinger, der designierte Kontaktmann, im Auftrag des RIIA engen Kontakt mit Moskau. »Global Modeling«-Papiere wurden regelmäßig mit Kissingers Freunden im Kreml ausgetauscht. […] Nationalstaaten könnten die Vorherrschaft des Club of Rome entweder akzeptieren, oder unter dem Gesetz des Dschungels überleben. In einem ersten »Testlauf« planten Meadows und Forrestor den arabisch-israelischen Krieg von 1973 im Auftrag des »Royal Institute of International Affairs« (RIIA) als deutlichen Schock für die Welt dahingehend, natürliche Ressourcen wie Öl müßten verwaltet werden.“ (Dr. John Coleman, „The Conspirator’s Hierarchy – The Committee of 300“, Fourth Edition, Revised and Updated, World Intelligence Review, Inc., 1997-2006, Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebungen durch mich).

Es geht laut Coleman also unter anderem um eine Deindustrialisierungs-Agenda auf Basis eines im „Club of Rome“ entwickelten „Postindustriellen Nullwachstums-Theorems“ mit dem Ziel, Macht und Kontrolle über die wirtschaftliche Entwicklung industriell fortschrittlicher Länder – und somit natürlich auch ihre Bevölkerungen – zu erlangen. Man könnte auch sagen: Um die Errichtung einer globalen Technokratie unter Führung einer kleinen Elite, die auf sozialkybernetischer, also auf gut Deutsch sozial- bzw. „gesellschaftsklempnerischer“ Grundlage stehen wird. Oder noch kürzer: eine Art globaler „Planwirtschaft“. Eine ganz andere Frage ist natürlich, wie es um die reellen Verwirklichungschancen einer solchen Agenda steht. Um ehrlich zu sein, halte ich solche Pläne für nachgerade lächerlich und absurd; einer, wie Angela Merkel und Dr. Wolfgang Schäuble es einmal ausdrückten, „Global Governance“ dürfte meiner Meinung nach kein ewiges Leben beschieden sein, ganz gleich, wie sehr sich die federführenden Machteliten auch darum bemühen werden.

Oder wie David Rockefeller sich bezüglich dieses „Planes für die Welt“ einmal ausdrückte: „Wir sind der Washington Post, der New York Times und anderen großen Publikationen dankbar dafür, daß ihre Direktoren unseren Treffen beiwohnten und ihr Versprechen der Diskretion fast vierzig Jahre lang eingehalten haben. … Es wäre uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wären wir in diesen Jahren dem Licht der Öffentlichkeit ausgesetzt gewesen. Aber die Welt hat sich nun weiterentwickelt und ist bereit, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und von Weltbankiers ist der nationalen Selbstbstimmung der vergangenen Jahrhunderte sicher vorzuziehen.“ (David Rockefeller, zitiert nach „Minutes“, französische Publikation, 19. Juni 1991, „Lectures Francaises“, Juli/August 1991, Hilaire du Berrier Report, September 1991).

Abschließend möchte ich ein letztes, sehr kurzes, aber aus meiner Sicht gerade vor dem Hintergrund aktueller wirtschaftspolitischer Entwicklungen äußerst interessantes und erhellendes Zitat Colemans präsentieren. Damit möchte ich diesen fünften Teil beschließen. Wenn Sie es lesen, werden Sie sich – vor allem mit den Informationen der ersten fünf Teile im Hinterkopf – gewiß schon denken können, welche Verbindung ich zum aktuellen geopolitischen Geschehen zu ziehen gedenke. Ich wünsche ein hübsches Heureka-Erlebnis:

Nach der Zerstörung des Immobilienmarktes, der Auto-, Stahl- und Schwergüterindustrie wird es nur noch limitierte Wohnungsangebote geben; den verbleibenden Industrien aller Art wird nur noch erlaubt, unter Führung des »Club of Rome« der Nato zu produzieren, ebenso wie die wissenschaftliche Entwicklung sowie die Raumfahrt; …“

Hm. Moment mal. Das ist ja merkwürdig. Ist Donald Trump in wirtschafts- und handelspolitischer Hinsicht zuletzt nicht vor allem dadurch in die Schlagzeilen geraten, Zölle auf Stahl und Autos einzuführen?

Äh …

 

 

 

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