Dr. Dialektik oder wie ich lernte, synthetische Lösungen für künstlich geschaffene Probleme zu lieben – Teil 6

Dr. Dialektik oder wie ich lernte, synthetische Lösungen für künstlich geschaffene Probleme zu lieben – Teil 6

Zu Beginn des sechsten Teiles eine knappe Zusammenfassung des bisher Zusammengetragenen und der „Dialektischen Methode“ in möglichst einfachen Worten:

Eine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung verschwindend kleine Machtelite möchte den „Massen“ ihren Willen aufzwingen. Diese sollten nach Möglichkeit „nicht verstehen, was geschieht“. Sie möchte, daß sich die Welt in der von ihr gewünschten Richtung entwickelt, um sie – siehe Bernays – „zu binden und zu führen“ und macht sich dabei „uralte soziale Kräfte“ nutzbar; es geht also um eine geopolitische Transformation hin zu einer „Global Governance“, einer „integrierteren globalen Ordnung“, einer solchen, die unter Oberaufsicht oder Kontrolle weniger Institutionen wie z.B. der UN, der Weltbank, der BIZ, der WTO („Welthandelsorganisation“) usw. steht. Mit anderen Worten: Es geht um die Zentralisierung von Macht in möglichst wenigen Händen, einer „Elite“, einer „Herrscherkaste“, die sich, wie David Rockefeller es ausdrückte, aus „Weltbankiers und Intellektuellen“ zusammensetzt; die der „nationalen Souveränität vergangener Jahrhunderte“ angeblich „gewiß vorzuziehen“ sei.

Diese Machteliten wissen sehr genau, daß sie auf dem Wege einer direkten Konfrontation, eines offenen Vorgehens scheitern würden, da solche totalitären Absichten von den allermeisten Menschen nie bereitwillig akzeptiert würden. Irgendwie muß man es den Leuten schmackhaft machen. Idee: Statt z.B. physischer Gewalt, die zu viele Widerstände auf den Plan riefe oder ganz unverhohlener, öffentlicher Erklärungen dieser Intention, die ebenfalls sehr skeptisch beäugt würden, wäre es doch viel geschickter, die Knechte glauben zu machen, sie wollten dies selber. Es gilt also, eine Art „Matrix“ aufzuspannen, einen „Bewußtseinsrahmen“ von Glaubensinhalten und Überzeugungen, von politischen und wirtschaftlichen Ansichten, von Welt- und Menschenbildern, die diesen Plänen zuträglich sind. Der Knecht soll sich nach Möglichkeit nur in diesem Bewußtseinsrahmen bewegen – und er soll diese Ansichten möglichst für seine eigenen halten.

Kennen Sie den Film „Inception“ von Christopher Nolan mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle? Falls nicht, googlen Sie einfach danach und lesen Sie sich die „Synopsis“, also die Kurzbeschreibung der Handlung durch. Es geht im Film um den Versuch, eine Idee so geschickt im Kopf eines Menschen zu platzieren, daß er sie für seine eigene hält – und dann auch danach handelt. Genau das versuchen die Machteliten über ihre sogenannten „Denkfabriken“, deren Wirken – in einigen Fällen sogar ihre Existenz – nicht umsonst aus der Berichterstattung der Massen-, oder wie ich lieber sage, „Vermassungsmedien“ herausgehalten wird. Dort werden u.a. Manipulationsstrategien zur „Inception“ entwickelt, die dann von führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft und Medien den Menschen – vor allem durch die Methode der unablässigen Wiederholung – injiziert werden, um es aussehen zu lassen, als handele sich um ganz natürliche Entwicklungen, die mehr oder weniger zufällig entstanden seien. Es gibt hier nichts zu sehen, keine machtpolitischen Hintergründe, gehen Sie bitte weiter und halten Sie alles für welthistorische Koinzidenz unzusammenhängender Einzelereignisse …

Sicherheitshalber sei angemerkt, daß ich natürlich nicht glaube, wirklich alles, was in der großen (Geo)Politik geschieht, sei von A bis Z minutiös durchgeplant. Dies wäre auch unmöglich, schon allein wegen der Vielzahl an Akteuren und Geschehnissen, die man unmöglich alle stets im Blick und Griff haben kann. Omnipotent sind diese Eliten also gewiß nicht. Darum geht es aber auch gar nicht. Sondern lediglich den Versuch, so viel Einfluß wie möglich auf die Geschichte zu nehmen, um die Welt den eigenen Wünschen gemäß umzugestalten. Und was wäre zu diesem Zwecke denn angemessener, als die führenden Positionen in Politik und Wirtschaft, in den Medien oder auch im Kulturbetrieb mit Leuten „aus den eigenen Reihen“ zu besetzen?

Nun möchte ich – in zugegebenermaßen teils sehr spekulativer Manier – an das Ende des letzten, fünften Teils anknüpfen, an dessen Ende ich mich auf einen Autor namens Dr. John Coleman bezog, der im Jahre 1991, also vor 27 Jahren, schrieb: „Nach der Zerstörung des Immobilienmarktes, der Auto-, Stahl- und Schwergüterindustrie wird es nur noch limitierte Wohnungsangebote geben …“ und dabei die Verbindung zum amtierenden Präsidenten der USA, Donald J. Trump, ziehen – unter Einbeziehung der in den ersten fünf Teilen erklärten „Dialektischen Methode“ mit dem Ziel, wie Antony C. Sutton schrieb, Weltgeschichte zu erzeugen: „Einfach ausgedrückt geht es dabei um die Vorstellung, daß Konflikt Geschichte erzeugt. Aus diesem Axiom folgt, daß kontrollierter Konflikt eine vorbestimmte Geschichte erzeugen kann.“

Da es sich wie gesagt um Spekulationen handelt, möchte ich alles Weitere in Form einfacher Fragen formulieren.

  1. War es wirklich nur reiner Zufall, daß kurz vor Amtsantritt Donald Trumps von allen „führenden“ Zeitungen verbreitet wurde, nun begönne der „weltweite Siegeszug des Populismus“, des (Neo)Nationalismus („America First“ war einer der zentralen Wahlkampfslogans Trumps) und vor allem auch des wirtschaftlichen Protektionismus? Die Internet-Zeitung „Die freie Welt“ brachte dazu am 16. 11. 2016 einen lesenswerten Artikel unter dem Titel „Wie das Establishment sich den „Populismus“ als Feindbild zurechtbastelt“: „Sie wehklagen und warnen einstimmig vor dem wachsenden »Populismus«: Nach dem überraschenden Brexit und der Wahl des Republikaners Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten klingen bei vielen »besorgten Politikern« beiderseits des Atlantiks die Alarmglocken. Sie fürchten, dass ihre Pläne der Neuen Weltordnung im Sturm des Volkszornes untergehen. Denn ihre Politik hat zu tiefgreifenden Spaltungen der westlichen Gesellschaft geführt, die sich jetzt bitter rächt. »Establishment gegen Populismus« titelte selbst die FAZ, nachdem der volksnahe Stephen Bannon zum Chefstrategen von Donald Trump berufen wurde. Und in der ZEIT beschreibt Chister S. Gerrett den Kampf gegen den Populismus als Generationen-Aufgabe. Die transatlantische Gemeinschaft stehe vor einer Zeitenwende, stellt er fest. Man sorge sich, dass die Nationalpopulisten den »Segen des Volkes« haben. Auch auf Welt-Online/N24 wird Alarm geschlagen: Europa fürchte den »Siegeszug der Populisten«, heißt es dort.“ Beachten Sie hier bitte folgenden sachlich richtigen, aus meiner Sicht im Rahmen der dialektischen Methode bezeichnenden Satz: „Denn ihre Politik hat zu tiefgreifenden Spaltungen der westlichen Gesellschaft geführt, die sich jetzt bitter rächt.“ Mit anderen Worten: Die Politik des Establishments (die einer globalistischen Agenda folgen) hat selber zu Spaltungen geführt, zu (durchaus sehr willkommenen?) Widerständen und Gefühlen des Unmuts, zu bürgerlicher Wut, die ja nun irgendeinen Ventil braucht? Höchstwahrscheinlich ein politisches Ventil? Und könnte es sein, daß dieser von den Vermassungsmedien propagierte „weltweite Siegeszug“ des Populismus und (Neo)Nationalismus im Sinne einer dialektischen Zangenbewegung die – Antithese zum existierenden Globalismus des Establishements (der herrschenden Machteliten) als These darstellt? Bitte nicht mißverstehen: Ich behaupte nicht, diese Bewegung sei durchweg „gesteuert“, sondern lediglich, daß es sich dabei um eine machtelitärerseits durchaus willkommene Reaktion auf Probleme handeln könnte, die ja aus der Politik des Establishments resultierten. Nochmal umformuliert: Diese Politik stellte also Probleme in den Raum, die zweifelsohne bestimmte Reaktionen auf den Plan rufen mußten, um – einer Lösung zu harren.
  2. Kann es reiner Zufall sein, daß es – ebenfalls in der „Mainstream“-Presse – ziemlich auffällige Bemühungen gab, Donald Trump stets als „unberechenbar“ und „unkalkulierbar“ erscheinen zu lassen? Denn dies waren die beiden Vokabeln, die seit seinem Amtsantritt unermüdlich allwöchentlich in zahllosen Artikeln regelrecht in die Köpfe gepaukt wurden. Trump sei unberechenbar, er handle in unkalkulierbarer Weise, und ein Guttenberg, den wir in einem der letzten Beiträge dieser Reihe als Mitglied einer Denkfabrik namens CSIS („Center for Strategic and International Studies“) kennengelernt haben, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, in der „FAZ“ einen Gastbeitrag zu veröffentlichen, in dem er ostentativ darauf hinwies, mit Trump zöge nun ein „irrlichternder“ Präsident ins Weiße Haus ein. Könnte die Absicht dahinter sein, Trump künstlich zum „Gegner“ der Globalisten aufzubauen, jemanden, der von ihnen höchst unerwünscht sei und ihren Plänen für eine „Neue Weltordnung“ angeblich im Weg stünde? Womöglich, damit diese antithetische Politik leichter als „echte“, authentische, „natürlich“ entstandene Gegen- bzw. Widerstandsbewegung akzeptiert wird?
  3. War es nichts als reinem Zufall geschuldet, daß nach seinem Einzug ins Weiße Haus der Blätterwald sich alle erdenkliche Mühe gab, eine „historische Zäsur“ herbeizuschreiben, die es de facto gar nicht gibt? Auf „Spiegel Online“ bspw. hieß es, Obama hätte die Wirtschaftskrise „gelöst“ – was nachweislich nicht stimmt, das ist eine Falschbehauptung – doch nun begönnen mit Trumps Sieg unsichere Zeiten, in denen die existierende Weltwirtschaftsordnung in Gefahr geriete? Denn die Folgen der 2008 ausgebrochenen Krise („Lehmann-Pleite“ usw.) wurden ja nie wirklich bewältigt oder gelöst, sondern lediglich die Symptome mit viel Fiat-Geld der Federal Reserve-Bank durch das sogenannte „Quantitative Easing“-Programm, also die „Quantitative Lockerung“ quasi überschminkt – wobei man übrigens gleichzeitig eine der größten Geldmengenexpansionen der Geschichte betrieb, also eine atemberaubende Ausweitung der umlaufenden Geldmenge. Dasselbe gilt übrigens für Europa, wo die EZB („Europäische Zentralbank“) unter Führung von G30-Mitglied und Ex-Goldman Sachs-Banker Mario Draghi im Zuge der nachweislich künstlich geschaffenen „Griechenland-Krise“ (es waren unter anderem Leute von Goldman Sachs, die der griechischen Regierung beim Fälschen der Haushaltsbilanzen des Landes halfen, um es in die Währungsunion bringen zu können) ebenfalls eine drastische Geldmengenexpansion betrieb und durch „Staatsanleihenkäufe“ für „frisches Geld“, also Kredite, sprich Unmengen an Schuldgeld sorgte. Bislang spricht jedoch wenig dafür, den 45. Präsidenten der USA als historischen „Sektierer“ einordnen zu können: weder stellte er bislang das Falschgeld-System der Federal Reserve in Frage, noch sorgte er außenpolitisch für Überraschungen, im Gegenteil, sondern sogar für Kontinuität. Er schloß einen milliardenschweren Deal über Waffenlieferungen mit dem saudischen Königshaus ab, Waffen, die von Riad im Krieg im Jemen eingesetzt werden, ein Krieg, der bereits als eine der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit beschrieben wurde; er sorgt durch sein vermeintlich „unkalkulierbares“ Herumpoltern in der Weltpolitik z.B. für einen Handelsstreit zwischen den USA, China und Europa, ein Streit, der, wie es in einem Artikel der Wochenzeitung „Die Zeit“ bereits hieß, möglicherweise nur durch Vermittlung der WTO, also der „World Trade Organization“ („Welthandelsorganisation“) als eine Art schlichtender Instanz gelöst werden könnte, also einer globalistischen Institution.
  4. Und im Anschluß an den letzten, fünften Teil dieser Reihe: er führt Zölle auf Autos und Stahl ein. Möchte man Dr. John Coleman glauben, könnte es dabei in Wahrheit um eine von einer -Denkfabrik namens „Club of Rome“ ausgearbeitete „Deindustrialisierungs-Agenda“ gehen mit dem Zweck, die „Auto-, Stahl- und Schwergüterindustrie“ zu schwächen bzw. zu „zerstören“. Dazu haben bereits einige Kommentatoren des politischen Tagesgeschehens völlig richtig angemerkt – auch solche aus dem Mainstream – daß eigentlich gar kein Anlaß dafür bestünde, daß Trump hier also ohne Not und ersichtlichen Grund handele. Also warum dieses scheinbar „erratische“ Verhalten? Warum auf diese Weise künstlich Konflikte zwischen einzelnen Nationen schaffen? Wieso unnötigerweise einen „Handelskrieg“ lostreten? Eventuell deshalb, weil man nur über solche künstlich geschaffenen Krisen und Konflikte eine bestimmte, erwünschte Version von Geschichte erzeugen kann? Wird die Lösung dieses Chaos also möglicherweise darin bestehen, den Leuten leichter verkaufen zu können, nach all diesen wiederaufgeflammten, doch eigentlich längst vergessenen und überwunden geglaubten nationalistischen und protektionistischen Zankereien aus der Zeit des letzten Jahrhunderts müsse nun endlich eine „integriertere globale Ordnung“ her, eine „Global Governance“, eine „Neue Ordnung“ für die Welt? Gehört der sogenannte „Abgasskandal“, der zu Milliardenstrafen für die Autoindustrie führen soll, vielleicht auch zu dieser Agenda?

Gestatten Sie mir, zum Abschluß dieser Reihe noch ein wenig weiter hinauszuschwimmen und einen Blick in die nahe Zukunft zu werfen.

Einmal angenommen, meine Spekulationen sind richtig und Donald Trump dient als „Galionsfigur“ einer erwünschten antithetischen Bewegung bzw. Politik (Nationalismus, Protektionismus, Populismus) mit dem Ziel, den existierenden, von den in dieser Reihe abgehandelten Machteliten geschaffenen und vorangetriebenen Globalismus (also eine in ihrem Sinne spezifische Form von Globalismus) ins Wanken zu bringen; Krisen auszulösen, die einer Lösung bedürfen; internationale Spannungen zwischen Nationen zu evozieren, um diese schließlich auf globalistische Weise, also in Richtung einer „Global Governance“ zu schlichten. Dann könnte in Zukunft folgendes zu erwarten stehen:

  1. Es werden weitere Artikel in den „führenden“ Zeitungen erscheinen, die – im Falle einer Verschärfung oben erwähnter Konflikte – eine Lösung dahingehend anpreisen werden, „mehr Globalismus zu wagen“, da die unglücklicherweise wieder entbrannten „nationalen Alleingänge“ und „Egoismen“ nun endlich überwunden werden müßten; es hätte sich eine „Notwendigkeit“ erwiesen, solche gefährlichen Entwicklungen in Zukunft nach Möglichkeit dadurch zu verhindern, mehr Kompetenzen, Entscheidungsbefugnisse, Aufsicht und Kontrolle, kurz: mehr Macht in die Hände weniger globaler Institutionen zu legen.
  2. In massenpsychologischer Hinsicht wäre dies für die Globalisten zudem deshalb ideal, weil sie die Schuld an diesen Krisen dann den Knechten, dem „kleinen Mann“, dem „Wähler“ in die Schuhe schieben könnten: Haben wir euch etwa nicht jahrelang in unseren „Qualitätsmedien“ davor gewarnt? Haben wir euch nicht unermüdlich davor gewarnt, mit politischen Schmuddelkindern zu spielen? Haben wir euch nicht stets verkündet, wenn ihr diese Typen wählt, gäbe es nur Krisen, Konflikte und Chaos? Aber ihr wolltet ja nicht hören. Ihr wolltet ja unbedingt (in einer menschlich völlig verständlichen Reaktion auf die von uns geschaffenen Probleme) unbedingt die Nationalisten, Protektionisten und Populisten in den Parlamenten sehen, ihr habt ihnen ja eure Stimme gegeben! Nun seht ihr, was ihr davon habt! Ihr seid eben zu dumm, die „Richtigen“ zu wählen. Aber zum Glück habt ihr ja uns, eure weisen Eliten, die euch nun an der Hand nehmen. Wir haben auch schon eine Lösung für euch parat …

Das erinnert mich an ein ganz ähnliches massenpsychologisches Taktieren, als es um die Einführung einer Zentralbank – der Federal Reserve Bank – in den Vereinigten Staaten ging. Die für dieses Projekt verantwortlich zeichnenden Bankiers waren sich wohlbewußt, daß die allermeisten Amerikaner die Schaffung einer solchen Bank ablehnten. Es waren in der Geschichte zuvor schon mehrere Versuche unternommen worden, eine solche Zentralbank einzurichten – die letzendlich allesamt scheiterten. Zur Gründung der „Fed“ bediente man sich daher eines Tricks.

Die federführenden Bankiers ließen von großen Tageszeitungen, die ihnen gehörten und in den Chefetagen mit Köpfen aus ihrem „Stall“ besetzt waren, Artikel lancieren, in denen sie sich bitter über den „Federal Reserve Act“ beschwerten – allerdings nur zum Schein. Sie wußten um ihren Ruf in der breiten Bevölkerung; sie wußten, daß die „einfachen Leuten“ ihnen nicht gerade wohlgesonnen waren und wegen der bereits mehrmals gescheiterten Versuche, den USA eine solche Bank zu oktroyieren (das dadurch entstandene Geldmonopol hatte schlußendlich zu hoher Inflation, also Geldentwertung geführt sowie alle sich daran knüpfende Folgen gezeitigt: Wirtschaftskrisen, Massenarbeitslosigkeit usw.), solche Pläne nie akzeptiert hätten.

Der erwünschte Effekt blieb nicht aus. Nach dem Motto „Also wenn diese Typen sich so sehr darüber echauffieren, wenn sie den Federal Reserve Act so sehr ablehnen und sogar bekämpfen, kann er für uns Bürger doch eigentlich nur gut sein!“.

Nun behaupte ich, daß die Herrschaften Globalisten aus eben diesem Grunde bzw. nach ganz ähnlichem Muster auch einen Trump – zum Schein! – öffentlich so lautstark bekämpfen. „Also wenn diese Typen ihn fürchten wie der Teufel das Weihwasser, wählen wir ihn erst recht! Dann kann er für uns eigentlich nur Positives bewirken!“. Nach demselben Prinzip würde dann auch in Europa verfahren: „Also wenn sämtliche Mainstreammedien und die etablierten, korrupten Parteien, die für so viele Probleme gesorgt und die Folgen ihres Handelns nie wirklich gelöst, sondern immer nur aufgeschoben und damit für Spaltungen, Krisen und Konflikte gesogt haben, dermassen vehement, ja fast schon hysterisch vor den Nationalisten, Protektionisten und Populisten warnen, können Sie für uns doch eigentlich nur gut sein!“.

Dies würde bedeuten, daß die Masse der Wähler in eine Falle gelockt wird – eine dialektische Falle; daß diese politische Bewegung im Sinne einer Antithese zum Globalismus als These sogar erwünscht ist; daß man später sämtliche Folgen der „politischen Dummheit“ der Wählerschaft anlasten kann, um somit den eigenen, globalistischen, „weisen Ratschluß“ als umso notwendiger und überzeugender verkaufen zu können.

Es bleibt spannend …

 

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