Giganten der Sozialen Netzwerke stellen sich in NATO-Dienst | Ron Paul Institute for Peace and Prosperity

Quelle: The Ron Paul Institute for Peace and Prosperity : Social Media Giants Enter NATO Service

Der Artikel von Rick Rozoff erschien am 28. August 2018 auf der Website des „Ron Paul Institute for Peace and Prosperity“. Übersetzung durch Axel B.C. Krauss. 

Am 22. August gaben Facebook und sein CEO Mark Zuckerberg an, sie hätten willkürlich 652 Konten, Gruppen und Seiten gelöscht, die angeblich mit Russland und dem Iran in Verbindung stehen, wegen „koordinierten unauthentischen Verhaltens“ gelöscht, wobei man getrost davon ausgehen kann, daß es sich dabei um politische Informationen handelt, die den US-Machtstrukturen und seinen „Euro-Atlantischen“, elitären Verbündeten in Europa und anderswo unangenehm sind

Der verfolgte Zweck und die angewendeten Kriterien sind beide explizit politisch und fokussiert auf die amerikanischen Wahlen. Facebook prahlte diesbezüglich mit jüngsten Erfolgen in Frankreich und Mexiko. 

Am 6. November dieses Jahres finden historisch entscheidende Wahlen in US-Senat und -Kongreß statt. 

Zu Beginn dieses Monats wurden mehrere große konservative und libertäre Konten auf Facebook-, Youtube und anderen Sozialen Medien von eben erwähnten und anderen Beteiligten in koordinierter Manier mit harter Hand geschlossen. Die verbannten Seiten und Individuen drängten auf eine Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland und warnten vor einem sich verschlimmernden politischen und potenziellen militärischen Konflikt zwischen den beiden nuklearen Weltmächten. 

Was die beiden beispiellosen Putzaktionen in den Sozialen Netzwerken verbindet: Ein im Mai dieses Jahres zwischen Facebook und dem Atlantic Council getroffenes Abkommen. 

Das Atlantic Council der Vereinigten Staaten wurde im Jahre 1961 von den ehemaligen Außenministern Dean Acheson und Christian Herter gegründet zur Unterstützung der NATO. Aus demselben Grund wurden atlantische Räte auch in anderen Mitgliedsstaaten gegründet; gegenwärtig gibt es mehr als 40 in Ländern des Nato- sowie des „Partnership for Peace“-Bundes. Der Name leitet sich vom „North Atlantic Council“ ab, der höchsten Regierungsstelle der NATO. 

Durch ihre Bemühungen wuchs die NATO seit dem Ende des Kalten Krieges von 16 auf 29 Mitglieder an und rekrutierte zusätzlich mindestens 40 militärische Partner rund um den Globus. Mit Kolumbien, das ihrem „Partners Across the Globe“-Programm zu Beginn dieses Jahres beitrat, hat die NATO nun Mitglieder und Partner auf allen bewohnten Kontinenten. 

Die Partnerschaft zwischen Facebook und dem Atlantic Council wurde vom Präsidenten des Rates und CEO Fred Kempe wie folgt beschrieben: 

„Diese Partnerschaft wird dabei helfen, unsere Sicherheits-, Politik- und Produkt-Teams Einsichten und Updates in Echtzeit zu entstehenden Bedrohungen und Desinformationskampagnen aus der ganzen Welt zu sammeln. Sie wird außerdem die Zahl unserer ‚Augen und Ohren‘ vergrößern, mit denen wir möglichen Mißbrauch unserer Dienste aufspüren können – was uns in die Lage versetzt, Lücken in unseren Systemen effizienter aufzudecken, Hindernissen vorzubeugen und sicherzustellen, daß Facebook eine positive Rolle bei Wahlen auf der ganzen Welt spielt.“

Die Zusammenarbeit ist nicht nur entscheiden politischer Natur, sondern, so wie die NATO und Facebook selbst, von globalem Ausmaß. 

In der Zwischenzeit kündigte Facebook an, es hätte „zusätzliche Drittbeobachter“ engagiert mit dem Ziel, eben erwähnte politische Zensur und Förderung der internationalen Agenda der NATO voranzutreiben. 

Im Falle eines Versagens solcher Methoden gibt es noch diejenigen, die vor Jahren von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vorgeschlagen wurden: „Als Präsidentin werde ich ganz klar dafür sorgen, daß die Vereinigten Staaten Cyberangriffe genauso behandeln werden wie jeden anderen Angriff. Wir werden bereit sein, darauf ernsthaft zu antworten – politisch, ökonomisch und militärisch.“

Schreibe einen Kommentar