Goldseiten.de: „Zentralbank gibt verblüffende Warnung heraus: „Wenn das System kollabiert, wird man Gold zum Neustart brauchen.““

Erschienen auf Goldseiten.de

09:05 Uhr  |  PresseEs sind nicht bloß „Verschwörungstheoretiker“, die (in den letzten 11 Jahren) davor gewarnt haben, dass ein geldpolitischer Reset unausweichlich ist und der einzig realistische Alternativplan ein Goldstandard sei, sobald Vertrauen und Glaube an Fiat verloren ist: Zentralbanken schließen sich dieser Untergangsparade nun auch an.

Ein Artikel, der von De Nederlandsche Bank (DNB), der niederländischen Zentralbank, veröffentlicht wurde, schockierte viele mit der Behauptung, dass, „sollte das System kollabieren, dann werden Goldbestände als Basis dafür dienen, es wiederaufzubauen. Gold steigert Vertrauen in die Stabilität der Zentralbankbilanz und schafft ein Gefühl der Sicherheit.“

Während düstere Prognosen eines geldpolitischen Resets nicht neu sind, waren sie traditionell dem Rande der Mainstream-Finanzgedanken zugeschrieben – denn, wie Mario Draghi es mehrfach in den letzten Jahren erklärte, so sei die bloße Erwägung eines „Untergangsszenarios“ genug, um eine selbsterfüllende Prophezeiung herbeizurufen, die zu dessen Erfüllung führen würde.

Demnach ist es atemberaubend, eine Mainstream-Finanzinstitution zu sehen, die offen über den überlegeneren Wert eines begrenzten, Nicht-Fiat und soliden Geldvermögenswert zu sprechen. Es ist ebenso heuchlerisch, wenn man die genau gegenteiligen Keynesianischen Praktiken bedenkt, die Zentralbanken und offizielle Institutionen weltweit regelmäßig anwenden: Denn schließlich verunglimpfte der IWF in einem Artikel vor einigen Monaten die Einführung eines Goldstandards in Deutschland in den 1870er Jahren als Katalysator für die Instabilität des weltweiten Geldsystems.

Heute gibt die niederländische Zentralbank nicht nur zu, dass Gold das Geldsystem nicht destabilisierte, sondern meint sogar, dass es unsere einzige Rettung sein wird, wenn alles zusammenbricht.

Der Artikel mit Namen „DNBs Goldbestände“ erklärt:

„Ein Barren Gold erhält seinen Wert, selbst in Zeiten der Krise. Das macht es zum Gegenteil von „Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren“, die alle innewohnendes Risiko besitzen und deren Preise sinken können.“

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Bild von Goldbarren aus dem Artikel der DNB

Laut den kürzlichen Daten des IWFs besitzt die DNB 615 Tonnen (15.000 Barren) Gold, die größtenteils in Amsterdam gelagert werden; mit weiteren Beständen im Vereinigten Königreich und Nordamerika. Der Wert dieser Goldreserven beläuft sich auf mehr als 6 Milliarden Dollar (6,62 Milliarden Dollar). Während Gold als „Vertrauensanker“ bezeichnet wird, beschreibt der Artikel kurz, warum harte Vermögenswerte so wichtig für den Aufbau von Reichtum und die Weltwirtschaft sind. Dabei wird behauptet: „Gold ist… der Vertrauensanker für das Finanzsystem. Wenn das gesamte System kollabiert, dann werden sich Goldbestände als Sicherheit herausstellen, um von vorne zu beginnen. Gold verschafft Vertrauen in die Macht der Zentralbankbilanz.“

Warum diese plötzliche Zugabe dessen, was Goldenthusiasten schon jahrelange gesagt haben? Vielleicht hat es mit der Tatsache zu tun, dass die Bank am 7. Oktober ankündigte, sie würde große Mengen ihrer Goldreserven „zum neuen DNB-Bargeldzentrum innerhalb seinem Militärgeländes in Zeist“ transportieren.

Fast, als würde sich die Niederlande auf einen großen Reset vorbereiten und ihren wertvollsten Vermögenswert für diesen Zweck zum „Militär“ verlagern.

Wie Bitcoin.com ironisch aufzeigt: „Das Keynesianische, inflationäre Spiel des Weltgeldsystems ist der DNB nicht fremd. Ein System, das – so meinen einige – nun ein Ponzi-Schema ist, das auf Macht und blindem Vertrauen anstatt soliden wirtschaftlichen Prinzipien basiert.

Nichtsdestotrotz kennen die zentralisierten Finanzkräfte der Welt den echten Spielstand und das ist der Grund, warum harte Vermögenswerte wie Gold gehortet und eingelagert werden, während Bewohner dieser geopolitischen Zuständigkeitsbereiche jeden Tag dazu ermutigt werden, immer mehr auszugeben und immer tiefer in Schulden zu versinken, um die nicht soliden nationalen Wirtschaften zu stützen.“

Es ist kein Zufall, dass die niederländische Zentralbank ebenso damit beginnt, hart gegen Kryptobörsen und Wallets vorzugehen, während sie sich auf den geldpolitischen Untergang vorbereitet und dabei erklärt, dass „Unternehmen, die Dienstleistungen für den Austausch zwischen Kryptowährungen und regulärem Geld anbieten sowie Kryptowalletanbieter sich bei der De Nederlandsche Bank registrieren müssen.“

Während der Druck für zunehmende Transparenz ein wachsender weltweiter Trend ist, so ist es in einer Welt, in der Assets in Billionenhöhe in ausländischen „steuerhinterziehenden“ Rechtsprechungen gelagert werden, wenig überraschend. Der unglaubliche Aspekt dieses Vorgehens gegen Kryptos – was als eine moderne, effektivere Form des „Goldes“ gilt – ist die Tatsache, dass eindringende Regulierungen und Einschränkungen durch Zentralbanken als eine weitere Maßnahme angesehen werden können, wertvolle Assets zu horten. Diesmal nicht Gold, sondern Bitcoin und Kryptos.

Was das Timing des „großen monetären Resets“ angeht, auf den andere Zentralbanken still hingedeutet haben, während massive Rückführungen physischen Goldes von der New York Fed zu verschiedenen europäischen Zentralbanken wie Deutschland und Österreich stattfanden, so sind wir überzeugt davon, dass die Vertrauenshüter des aktuellen Establishments – wie andere Zentralbanken und der IWF – nett genug sein werden, den Bürgern der „entwickelten“ Welt weit genug im Voraus Bescheid zu geben, ihre Fiat-Währungen gegen harte Vermögenswerte einzutauschen. Oder andererseits… eher nicht.

© ZeroHedge

Der Artikel wurde am 13. Oktober 2019 auf www.zerohedge.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.

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