Wie Horst dem Diktator Kaffee ans Bett bringt

Kennen Sie Horst? Nein? Brauchen Sie auch gar nicht. Denn Horst ist nur eine Variable, ein Platzhalter, könnte man auch sagen. Wichtiger ist, seinen Beruf zu kennen: Horst bringt Diktatoren Kaffee ans Bett. Er ist eine Art Butler für die, die nicht gewählt wurden, aber zu entscheiden haben, wie er einmal selber sagte, nämlich in der Sendung von Erwin Pelzig: „Die, die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden, und die, die entscheiden, wurden nicht gewählt.“

Oder die sich zumindest anmaßen, Entscheidungen für Abermillionen Europäer treffen zu können.

Wissen Sie, in den letzten Wochen und Monaten wurde ja viel diskutiert gesabbelt und geseiert über den angeblichen vermeintlichen Widerstandskurs von Heißluft-Horst, wie ich ihn gerne nenne, gegen den Asylpolitrick der Geschäftsführerin unserer kleinen Steuerfarm zum Abernten fleißiger Menschen.  Jetzt tut sich endlich was! Der Horst zeigt’s der Angela! Es ist also doch möglich! Resistance is not futile! Widerstand ist möglich! Yeah! Go Go Go, Horst! Es gibt Gegenwehr und -wind sogar aus den Reihen der etablierten Parteien, himmlisches Kind!

Ich muß Sie enttäuschen. Leider. Und muß es deshalb umformulieren:

Es gibt in den vollgereiherten Parteien des etablierten Politrickbetrugs™ höchsten einen lauen Pups, und der dient einem Scherenzweck: schneide alles Echte weg! Regt sich Zorn und schnauft die Wut, überleg‘ mit kühlem Blut, wie man’s Ziel doch noch erreicht! Ah, ich hab’s: ’s wird eingeweicht! In etabliertem Hirnwaschmittel, verkauft vom Horst – EUlitenbüttel!

Huh? Was redet der Krauss da? Kann sich der Herr bitte auch mal etwas klarer ausdrücken?

Ja selbstverständlich. Gerne.

Also der Horst gibt vor, dem Asylpolitrick der Geschäftsführerin unserer kleinen Steuerfarm zum Abernten fleißiger Menschen Widerstand leisten zu wollen. Wird ja auch ständig geschwundfunkt und verschrieben in den Massenlobotomedien™. Sie wissen schon: Der am freiesten lizenzierten und von echter Unabhängigkeit unabhängigsten Müllpresse, die es je auf dieser deutschen Steuerplantage gab.

Nun verhält es sich aber so – und verzeihen Sie mir bitte den gewiß etwas kontextfrei wirkenden Crash-Kurs, ich werde in weiteren Artikeln sehr viel genauer auf die Hintergründe eingehen -, daß sich die EUliten, also die Machteliten, die den „Neuen Europäischen Sowjet“, wie einer ihrer Brüder im Geiste, Michael Gorbatschow, die EU einmal bei einer Rede in London goldrichtig nannte, die „USE“ wünschen, also die „Vereinigten Staaten von Europa“. Ein guter Einstieg in dieses Thema ist übrigens das gleichnamige Buch („Die Vereinigten Staaten von Europa“) von Oliver Janich. Darin erläutert der Autor en detail die politischen und wirtschaftlichen, besser: korporatistischen und historischen Hintergründe des Konstruktes namens „Europäische Union“. Er liefert dafür zahlreiche Belege auf über 400 Seiten. Sie brauchen also keine Angst zu haben: Sie werden nicht mit Verschwörungstheorien konfrontiert, sondern Verschwörungspraxis.

Okay, okay: Wenn Sie das Wort „Verschwörung“ partout nicht abkönnen, sprechen Sie halt von „Machtpraxis“ oder „Pragmatismus der Herrschaft“ – Ihr Durst entscheidet.

Wie gesagt: Bitte nicht gnatzig sein, wenn das hier „runtergerissen“ wirkt; ich werde auf die „Dialektische Methode“ der federführenden Machtelite an späterer Stelle sehr, sehr viel ausführlicher eingehen. Habe sogar ein kleines Büchlein dazu verzapft; es trägt den Titel „Revision!“, Untertitel: „Gebt den Mainstream endlich zum Müll“ und kann z.B. bei Amazon sowie anderen Online-Händlern käuflich erstanden werden.

Also, stellen Sie sich den von Angie durchgezogenen Asylpolitrick jetzt einfach mal als „These“ vor, oder sagen wir vielleicht besser: Problem. Dieses Problem wurde ja nachweislich ohne jede Rücksprache mit den solcherart Beglückten in den Raum gestellt, also ganz undemokratisch. Doch keine Sorge: Die KPdSU (Kaderpresse der Sowestunion) wird Ihnen schon noch einbläuen, und zwar durch tagtägliches hirnzertretsmühlenartiges Euphemismusgestampfe , daß Sie in der besten aller möglichen Demokratien leben. Solange, bis Sie’s glauben. Mein Beileid.

Einschub:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten ab, was passiert. Wenn es dann kein Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde,  machen wir einfach weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ – Zitat Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident.

Dieses in den Lebensraum der „schon länger hier Lebenden“ gestellte Problem wird natürlich eine Reaktion evozieren. Im Falle des Asylpolitricks war diese Reaktion nicht immer pures Freudestrahlen, nicht exklusiv bereicherungsfriedlich und Eierkuchen hat’s auch nicht aus dem Himmel geregnet. Damn.

Okay. Es gibt also eine nicht ganz unwesentliche Reaktion. Diese bedarf natürlich eines Ventils, sie muß sich ausdrücken, das ganze Zeug muß ja irgendwohin! Bevor sich nun echter, authentischer Widerstand bildet, der an den herrschenden Zuständen, von denen immer mehr Menschen auf dieser Steuerplantage verständlicherweise Zustände kriegen, tatsächlich etwas ändern könnte (Leviathan behüte!), wäre es doch ganz im Lenin’schen Sinne („Die beste Opposition ist die, die wir selber kontrollieren!“) viel besser, wenn man den Wählern, die schon von Kindesbeinen an in kollektivistischen Kinderzwingern („Schule“) sowie durch die KPdSU darauf dressiert werden, stets den Worten eines Führers oder einer Führerin andachtsvoll zu lauschen und alles zu tun, was ihnen solcherart eingeflößt wurde, ein solches Ventil gleich selber gibt. Wenn also die Machtelite einen ihrer Kapaune, Putten, Büttel, Bückdiener, Stiefellecker, Erfüllungsgehilfen, Zauberlehrlinge etc. etc. als eine Art „Frontschwein“ losschickt, um den Steuerwollepflückern™ zu suggerieren: Macht euch keine Sorgen, folgt einfach dem in schön grellen Neonfarben blinkenden Bauernfänger, der regelt das schon für euch!

Tja, und das ist in diesem Fall der Horst. Spekuliere ich einfach mal krude in die Gegend.

Bevor dieser Artikel zu lang wird (die etwas nervösen Lesegewohnheiten im Online-Bereich könnte man ja auch als, pardon, „fickrig“ bezeichnen), komme ich nun zum aus meiner Sicht herzlich wenig überraschenden Schluß.

Schön und gut, Axelchen, was Du da geschrieben hast, mag ja ganz nett sein und auch ein paar nachvollziehbare Argumente präsentieren, aber wo bleiben die Beweise? Und wenn du keine hast, dann vielleicht wenigstens Indizien? Welche Verbindung besteht hier zum Horst?

Zitat Horst (aus einem Spiegel Online-Artikel vom 22.6.2018): „Wenn es keine europäische Lösung gibt, werden wir national handeln müssen“, sagte er in der „Passauer Neuen Presse“. „Wir haben drei Jahre lang geredet. Jetzt ist Zeit für Entscheidungen.“

Moment. Soll es für das ganz zufällig entstandene Asyl-Chao™ etwa eine „europäische Lösung™“ geben, also eine, die, wie soll ich sagen, irgendwie so zentral, also in zentralistischer Manier vom Politbüro der EUdSSR ausbaldowert wird, um dann für alle Satellitenstaaten des „Neuen Europäischen Sowjet“ zu gelten? Und da müssen sich dann alle dran halten? Hm.

Das wäre dann also die Synthese™. Beziehungsweise, die Lösung™.

Aber es kommt noch besser (für Horsts Hüter, versteht sich): „Sollte der Kanzlerin eine europäische Lösung gelingen, wird niemand glücklicher sein als ich.

Also eine gesamteuropäische Lösung™, that is.

Ich meine, soviel Chao™ auf einmal, und dann liegen auch noch ständig die ganzen schrecklich bösen Nationalstaaten miteinander im Clinch und kriegen es einfach nicht gebacken und sind alle völlig überfordert und schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu und bekommen kaum noch Luft mein Gott irgendjemand muß diesen armen Gebeutelten doch helfen.

Ernaaa, ich glaub‘, da müssen die Vereinigten Staaten von Europa mit vereinter, geballter Entscheidungsgewalt ran.

Naja, eines kann man Horst nun wirklich nicht vorwerfen: unehrlich zu sein.

Horst: „Ich habe die Europäische Union wachgeküsst“.

Wachgeküßt? Warum so bescheiden? Das ist ja Understatement.

Du bringst dem Diktator den Kaffee ans Bett, Kumpel. Und die Croissants gleich mit dazu.

SPON-Artikel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-seehofer-ich-habe-die-europaeische-union-wachgekuesst-a-1214331.html

 

 

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