Kindheitsforscher warnt: Unser System macht die Kinder kaputt – FOCUS Online

Die Kindheit ist eine der wichtigsten Phasen im Leben eines Menschen. Sie bildet das Fundament, auf dem wir alles andere aufbauen können.

Quelle: Kindheitsforscher warnt: Unser System macht die Kinder kaputt – FOCUS Online

Völlig richtig, was der Kindheitsforscher da sagt:

„Kinder können sich heute nicht mehr altersgemäß entwickeln, weil ihnen ein kindgerechtes Aufwachsen verwehrt wird. Mit dieser Meinung steht Hüter nicht alleine da. Eine wachsende Zahl von Psychologen, Soziologen, Ärzten und Neurobiologen zeigt sich besorgt über den gesundheitlichen und psychischen Zustand von Kindern und Jugendlichen. […] Anstatt mehr Kitas zu bauen und immer mehr Geld in das frühkindliche Betreuungssystem zu investieren, sollte man nach Ansicht des Forschers lieber die Familien finanziell stützen.“

– aus obigem „Focus“-Artikel

Also das kann ich dem besorgten Herrn – leider – gleich sagen: Es besteht in diesem System keinerlei Interesse daran, die Familie als sogenannte „kleinste funktionale Einheit“ bzw. „Keimzelle“ einer stabilen Gesellschaft zu erhalten. Im Gegenteil. Die Zerstörung ist ja gewollt. Auch die Entfremdung zwischen Eltern und Kindern. Wer das wieder für eine „krude Theorie“ hält, braucht sich als Beispiel nur die jüngsten, asozialen und menschenfeindlichen Versuche vor Augen zu führen, die Kinder gegen ihre Eltern in puncto „Klima“ aufzuhetzen und auszuspielen. Und das ist nur ein Beispiel, allerdings ein historisch sehr lehrreiches, denn neu ist dieses Vorgehen ja nicht. Weshalb es mich auch wundert, warum nicht längst viel mehr Menschen auffällt, wie hier gezielt Mißtrauen, Zwietracht und sogar (ideologischer) Hass gesät werden.

So auch beim Thema „Rente“: Es erschienen schon öfter Artikel, in denen die Generationen gegeneinander in Stellung gebracht wurden. Wie die Alten quasi die Zukunft der Jungen „stehlen“. Welch ein Quatsch. Die eigentlich relevanten, sprich Fragen nach den systemischen Ursachen, die sowohl im Geld- als auch Rentensystem zu suchen sind, wurden dabei bislang noch nie erwähnt oder nur sehr oberflächlich angerissen, da zu „verschwörungstheoretisch“ …

„Wir verheizen die wenigen Kinder, die wir noch haben, in ein defizitäres Bildungs- und Betreuungssystem, damit die Eltern für wenig Geld viel arbeiten können, nur um ein Wirtschaftssystem aufrechtzuerhalten, das zum Scheitern verurteilt ist. […] Dauerstress schadet dem Gehirn, und dieser Stress stellt sich schnell ein, weil es an ausreichend beständigem emotionalem Kontakt fehlt. Natürlich kann keine Erzieherin mit sechs oder acht unter Dreijährigen emotional ausreichend in Kontakt sein. Das geht einfach nicht bei diesem Personalschlüssel und dauerndem Personalwechsel. Damit wird der Mangel an Zuneigung für die Kleinen zur Alltagserfahrung. Das müsste man dringend, dringend, dringend ändern.“

– aus dem „Focus“-Artikel

In der Tat. Dauerstreß schadet dem Gehirn bzw. wirkt sich negativ auf die Gesamtentwicklung von Kindern aus. Dazu möchte ich Prof. Elisabeth Roth zitieren, die sich sehr ausführlich dazu geäußert hat. Es sind längere Texte, deren Lektüre sicher viel Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert, aber es lohnt sich (Hervorhebungen in den Zitaten durch Fett- und Kursivschrift durch mich):


„Auch beeinträchtigt ist der Zugang zum »Ganzen« mit Durchblick. In einer zergliederten Welt mit Parteien und Expertentum soll jeder Fachmann für sein spezielles Gebiet sein. Das Aus der Bildung schlägt sich nieder im fehlenden Durchblick für die Struktur, den roten Faden und Zusammenhang mit dem, was bedeutsam ist. Der Einzelne wird in Bestfunktion »Idiot«, beruflicher Spezialist. Fruchtbarmachung für das »Ganze«, kritische Mitwirkung ist systemisch wenig erwünscht. Das sähe anders aus, wäre der Beruf Berufung. Es dürfte zutreffen nur in Selbst-Führung. Im Zuge der Globalisierung ist man froh, »Aus-Bildung« und Arbeitsstelle zu haben.

[…]

In diesem funktionalen Schein-System sieht der Spezialist, spitz gesagt, kaum noch den Wald vor lauter Bäumen, noch den Himmel darüber. Dafür wird aber selbst der sachlich verbale Wissenshorizont wenig »ausgebildet«, denn es fehlt an emotionaler Basis. Didaktisch-methodisch mangelt meist nonverbales Wissen; das »führt« zum »zwielichtigen« Schein-Wissen. Das auf den Schein-Erwerb »ge-punkte-te« Prüfungs-Drucklernen läßt den Sachgehalt leicht verscheinen, vergessen: Er ist kaum transfergeeignet. So entsteht »Zaunblick«, kurz und knapp gepaukt gehalten, karg bedeutsam. Er macht langfristig eng-ängstlich, fügsam, Vorgaben folgend. Das »Aus-Bildungssystem« behindert Selbst- und Sach-Bildung, emotional mit Sinnen spürend und mit Sinn denkend. Welcher Geist sprüht bei verdeckt »geführt« einseitig »aus-gebildeten« Eltern, Lehrern, Chefs?

[…]

Die Fixierung auf den Schein hat neurobiologisch unbewußte Folgen. Unter Druck oder Angst aufgenommene Informationen werden über die Amygdala geleitet und sind leicht vergessen infolge seltener Nutzung. Sie sind nicht übertragbar auf andere Sachverhalte. Das Schein-Lernen stärkt die Verschafung, neurobiologisch unstrittig.“

  • Elizabeth Roth, „Und führe uns zur Geld-Schein-Bildung“, Band 1, S. 8/9

„Der Geburtsurkunden-Schein ist der Toten-Schein des »Menschen« im Erscheinen der natürlichen Person, handelnd für die juristische. Sie ist verwertet als Wert-Schein, als Sach-Gut durch Schuldverschreibung der BRiD für deren »Geld-Schein-Bildung« im Auftrag der sie bestimmenden Fremdmacht. Der Trust-Akt repräsentiert eine Treuhandschaft; sie wird beim Internationalen Währungsfonds, IWF, hinterlegt. Gemäß ihrer Bewertung wird der BRiD-Treuhand Geld angewiesen bei der Landeszentralbank, LZB.

Mit der REGIStrierung vollzieht sich ein Verfahrensschritt im internationalen See-Handels-, Admirals- oder Wirtschaftsrecht. Alles auf den NAMEN REGIStrierte ist »Sache des Königs« (res regis), Besitz der Krone wie des Staates. So täuscht die BRiD emsig Rechtsstaatlichkeit vor. Dabei hintergeht sie die Erziehungsberechtigten vorsätzlich. Ohne Wissen und Einwilligung ist die Geschäftsnutzung des legalen NAMENs Betrug, Straftatbestand. Das zeigt den Umgang einer diktatorischen Macht mit Sachen, Gefangenen wie Sklaven nach römisch kanonisch manifestiertem Seerecht. Im Status c.d.m. ist Eltern die Unterschrift auf dem Geburts-Schein abverlangt. Dem »Personal« kommt in der handelsrechtlich fingierten Geschäftswelt kein Recht zu; Eltern sind selbst Sach-Kapital.

  • ebda., S. 73-75.

„»Geld-Schein-Bildung« ist Noten wie Not machende, verspottende Unterjochung der Dumm-Geführten: Das verschleiernd, ist das Otto-Volk unterhalten mit Brot und Spielen in Sisyphusarbeit. Beschäftigt bis zur Erschöpfung wie unsinnig abgelenkt, ist das »Personal« verballhornt im meist schlecht stressenden Systemzwang. Es ist »aus-gebildet« zur Krank-Schufterei, gerade noch über die Runden zu kommen im Hamsterdreh. Was immer Otto noch sein eigen wähnt, mit der Zeit wird er es und sich los, selbst-entfremdet im Frohlocken der Feudalherrschaft. Sie schafft ihn verschafend ab und einen Rest zum schuftenden Biowesen: Er ist artig, pflegeleicht, folgsam im »römischen Frondienst« nuklearer Art: »Um-Schaffung« zum Bio-Robot. Im Kern wird der »Mensch« neuronal entstellt, »ent-bildet« der Ebenbildlichkeit, daß er sein »würde« wie der Gott des Lebens (Gen 1, 27), nicht des Todes.“

  • ebda., S. 129-130

Vom Kindergarten bis zur Hochschule treibt der negativ reibende Dauerkampf! Der ist als »gesunder Wettbewerb« gepriesen, medizinisch falsch, verdreht: Das zerebrale Vermögen mindert sich bei stetigem Dauerstreß. Er schädigt die individuell je anfälligsten Organe. Ebenso verkehrt ist negative Konkurrenz: Das Volk »verführend«, fördert das Geldsystem ein konfrontierendes Gegeneinander, statt das der Natur gemäße kooperative Miteinander in Kohärenz sowie das individuell Nonverbale und Verbale in Balance. Wider die Natur ist das intrapersonal Kontraproduktive und interpersonal Kontrakonkurrierende »fortgeführt« in der Wirtschaft. Darin arbeitende Eltern geben ihre Last ungewollt nonverbal weiter an ihre Kinder. Bewußt sagen sie ihnen nichts. Doch diese spüren, was jene bewegt, trotz Selbstbeherrschung. Kinder nehmen sensibler wahr als Erwachsene; sie sind durch die »Geld-Schein-Bildung« rational einseitig überprägt verbildet. Aber ihr Körper spricht das Gefühlte wortlos ausdrucksstark heraus. Das ist Eltern kaum bewußt. Sie sozialisieren emotionale Verdrängung als Disziplin wie Disziplinierung. Diese spaltende Haltung beeinflußt biologische Transformationen schlecht!

Das cartesianische wie das Janus-gemäße Spalten des Einzelnen in Körper und Geist entspricht sozial dem Zerlegen im Gegeneinander: Darin soll die juristische Person mehr Schein als Sein erstreben, Gut-Haben, kaum Gut-Sein. Das stärkt individuell wie kollektiv das antisoziale Gieren. Es ist symbiotisch aufgezwungener Profilierungskrieg um konkurrierende Märkte, politische Parteien, schulische Systeme, berufliche Posten, unzureichende Anerkennung etc., so auch meist im Partner-, Ehe-, Familien-Konflikt!

Im Schein des Friedens ist Wettbewerb als Bereicherung öffentlich belobigt. Es ist schein-heilig gezielte »Weg-Führung« von dem, was binnen- und zwischenmenschlich zusammenhält; der »Mensch« wird wider seine Natur gekehrt. Er ist vom Zentrum zur Peripherie gezogen, vom Sein zum Schein äußerlich bis zum Burnout innerlich. Der Prozeß der Barbarisierung schreitet arbeitsreal und medial kommerzialisiert voran, echt wie virtuell: Trug und Lug, Mobbing, Verbrechen, Morde ziehen unmerklich neuronale Spuren!

  • Wem nutzen zerebrale wie soziale Debalance und funktional »geführte Aus-Bildung«? Die intra- und interpersonale Zerlegung der »Menschen« ist ein circulus vitiosus, ein Teufelskreis. Er betreibt den Niedergang der Menschheit und der Kultus-Kultur okkult-politisch wie in einem haifischartigen Uterus-Becken: Darin halten oral und anal fixierte, reifungsrenitente »Blut«-Geldsaufende die Menschheit fötal gefangen zur Ausbeutung ihrer Erwerbskraft im Kampf untereinander. Vom Verdienst ist nur ein Rest belassen, das Leben in Geld-Noten-Not zu »be-streit-en«. Es ist systemisch gewolltes Tod-Leben der Massen für eine feudale Macht. Die Führung der Sinne und des Sinnes auf das Geld-Schein-Erwerben zum Überleben lenkt ab von der »Geld-Schein-Bildung« zum Tode. Dazu schweigt das Bildungssystem beredt.
  • ebda., S. 11/12.

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