KPdSU trauert um Friedenskommissar – Die Engel weinen unter der Laterne

Unermüdlich kämpfte er für die Werte des Westens – nun ist John McCain gestorben. Mit dem Vietnamkrieg wurde er zum amerikanischen Helden, der sein Pflichtbewusstsein stets über eigene Interessen stellte – bis zuletzt.

Quelle: Tod mit 81 Jahren: John McCain – der kämpferische Moralist wird dem Westen fehlen – WELT

„Herr McCain, stellen Sie sich vor, sie hätten mitten auf einer Landstraße einen Platten und der Akku ihres Handys ist leer. Was würden Sie …“

„Bomben!“

„Äh … okay. Aber Bomben wechseln ja keine Reifen und der Akku ihres Mobiltelefons wird davon auch nicht aufgeladen. Ich meine, wie wollen Sie aus dieser Situation …“

„Bomben!“

„Gehen wir einfach zu Frage 2 über … also, stellen Sie sich vor, beim Geschlechtsverkehr platzt ein Kondom und die Frau wird ungewollt schwanger. Was würden Sie ihr empfeh …“

„Rausbomben!“

„Hm. Wir sind heute etwas einsilbig, kann das sein? Ach egal. Frage 3. Also, Sie haben kein Klopapier mehr im Haus, weil sie’s beim Einkaufen vergessen haben, der örtliche Supermarkt hat aber schon geschlossen. Wie behelfen Sie sich?“

„Bombenkrieg!“

„Seufz. Nun gut. Frage 4. Zwischen Ihnen und ihrem Nachbarn entbrennt ärgerlicherweise ein Nachbarschaftsstreit um einen Apfelbaum, dessen Früchte teilweise über ihren Zaun hä …“

„Bomben und Raketen!“

„Oh mei. Fünfte und letzte Frage: Ein Fremder auf der Straße fragt Sie nach der Uhrzeit und …“

„Niederbomben!“

Gut, war jetzt etwas übertrieben, allerdings auch nicht allzu weit von der kriegstreiberischen Realität eines McCain entfernt. 

Wissen Sie, wenn die KPdSU (Kaderpresse der Sowestunion) gewohnt meinungspluralistisch und maximal vielfältig (siehe beigefügte Collage) über das Ableben eines der emsigsten Rüstungslobbyisten Washingtons, der Waffenlieferungen an Terrorgruppen moderate Rebellen im Nahen und Mittleren Osten begeistert zustimmte, die für Dauerkriege und unfassbares menschliches Leid sorgten, der stets am lautesten für einen Krieg mit Russland warb und auch sonst nie müde wurde, für die diversen Probleme menschlichen Zusammenlebens den Abwurf von Sprengsätzen als Patent- bzw. Universallösung zu empfehlen, in einer Weise berichtet, als sei ein Gummibärchen gestorben und die Haribo-Trauerfeier dann auch gleich gleich selber ausrichtet, wird mir etwas mulmig zumute. 

Grund: Angeblich soll es in Deutschland eine Entnazifizierung gegeben haben. 

Es erinnert mich an die goldenen Propagandazeiten der UdSSR oder der DDR, an die KP-Hirnwaschmaschine Chinas oder andere liberale Gemeinwesen. Irgendwas scheint da nicht zu stimmen, aber das ist sicher nur mein ganz subjektiver, kruder Eindruck. 

Schon interessant, worauf man bei seinen Recherchen stößt, was den „Vorzeigedemokraten“ McCain betrifft, den – laut Clemens Wergin von der „Welt“ – „kämpferischen Moralisten“.

Immerhin ließ McCain – ob nun gewollt oder versehentlich – in einem Interview einmal durchscheinen, wie der Hase im „Krieg gegen den Terror“ wirklich läuft: „Hillary Clinton hat bereits ein Treffen im Weißen Haus vor zwei Jahren erwähnt, bei dem jeder der anwesenden Sicherheitsberater empfohlen hat, ISIS zu bewaffnen.“ Er habe sich dagegen ausgesprochen. Dafür aber lieber weiter oben zitierte, vermeintlich „moderate Rebellen“ in Syrien mit Waffen unterstützt, derer manche – wie ärgerlich aber auch – kurze Zeit später in die Hände von ISIS fielen …

Nun aber zur Collage, mit der ich mich in den Sonntag verabschiede. Soll noch einer behaupten, es gäbe eine „gleichgeschaltete Presse“ in Deutschland. Das ist ja absurd. 

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