Lust auf verkohl(er)te Frankfurter Würstchen?

Donald Trump reißt in kürzester Zeit ein, was amerikanische Politik in Jahrzehnten in Europa aufgebaut hat.

Quelle: Trump-Kommentar: Spur der Verwüstung

Och, schnüff. Na, Berthold, was hat sie denn in Jahrzehnten aufgebaut?

Richtig: Ein hübsches Netzwerk aus Vasallen- bzw. Satellitenstaaten zur Machtprojektion auf dem europäischen Kontinent, ganz wie Brezinski es in seinem 1997 erschienen „Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ beschrieben hatte.

Da werden einige wieder mit den Augen rollen: der Krauss schon wieder mit seinem Brzezinski. Scheint sein Lieblingsschimmel zu sein, reitet ständig drauf herum.

Iwo. Hey, wir können auch gerne weiter zurückgehen (und müssen es sogar), viel weiter, und uns einmal anschauen, auf welchem geopolitischen Leitmotiv die Strategie der Vorherrschaft der Strohfirma „United States Corporation“ wirklich beruht. Kennen Sie Sir Halford Mackinder? Englischer Geheimdienstmann und Geopolitiker. Entwarf eben jenes Leitmotiv:

„Wer über Osteuropa herrscht, beherrscht das Herzland.
Wer über das Herzland herrscht, beherrscht die Weltinsel.
Wer über die Weltinsel herrscht, beherrscht die Welt.“

  • – Mackinder, „Democratic Ideals and Reality“, S. 106

Auch bekannt als „Herzland-Doktrin“. Ein gewisser Karl Haushofer, Thule-Gesellschafter und Konzeptionist von Hitlers „Lebensraum“-Politik, griff diesen Weltgenesungs-Geniestreich auf, dem das Terrarium namens „Planet Erde“, in dem wir alle leben, zahlreiche Kriege inklusive Weltkrieg I und II zu verdanken hat – sowie alle nachfolgenden, by the way. Nachdem das „British Empire“ seine Stellung als Fuchs im globalen Hühnerstall verloren und anderen Völkern genug Ressourcen mit geballter militärischer Macht gestohlen hatte, ging die Position bekanntlich an den Vorstand von „USA, Inc.“, also die Eigentümer und Manager dieser Tarnfirma, sprich die Globalisten der „Neuen Weltordnung“ – aus eigentlich ganz leicht verständlichen Gründen, bedenkt man die Lage des Kontinents auf der Weltkarte: eine riesige Insel, umgeben von Ozeanen. Super Stützpunkt. Ideales Hauptquartier. Dufte Machtbasis.

Sehen Sie, da könnte – und müßte – ich jetzt eigentlich wieder ein eigenes Buch zu schreiben, denn der psychiatrisch angehauchte Themenkomplex derjenigen, die sich auf die Fahne geschrieben haben, die Welt mit allerlei fiesen Tricks wie Lügen, Intrigen, Manipulationen, Kriegen, Krisen & Konflikten aller Art zu „binden und zu führen“, wie eines ihrer Sprachrohre, Edward Bernays, sich einmal ausdrückte (er entwarf für sie die moderne „Massenpropanda“), läßt sich ja nicht in einem knappen Blogbeitrag aufdröseln.

Die Geschichtsforschung spricht hierbei auch gerne von der sogenannten „angelsächsischen Mission“, was eigentlich zu kurz greift, denn es ist ja eben eine globale Mission, die lediglich von einem  anglo-amerikanischen Sprungbrett einen Köpper ins weltweite Arbeiter- und Bauernparadies zu nehmen versucht. Damit das alles nicht so vage und diffus bleibt, präsentiere ich Ihnen hiermit das „Glaubensbekenntnis“ eines Herrn namens Cecil Rhodes. Rhodes war eine der zentralen, wichtigsten Figuren im Aufbau ebenjener Netzwerke der Macht, über die Quigley u.a. sich äußerst ausführlich ausgelassen haben. Doch zunächst sollten Sie sich zur Unterfütterung ein paar Grundlagen reintun, die Qualitätsvermeider wie Berthold Kohler von der „Frankfurter Allgemeinen Zumutung“ Ihnen natürlich nie erzählen:

„Die Round Table Groups waren semigeheime Diskussions- und Lobbygruppen, die von Lionel Curtis Philip H. Kerr (Lord Lothian) und (Sir) William S. Marris zwischen 1908 und 1911 organisiert wurden. Dies geschah unter Ägide Lord Milners, des dominanten Sachwalters des Rhodes-Trust in den zwei Jahrzehnten zwischen 1905-1925. Der ursprüngliche Zweck dieser Gruppen bestand im Versuch, die englischsprachige Welt zu vereinen entlang der von Cecil Rhodes (1853 – 1902) und William T. Stead (1849-1912) entworfenen Leitlinien; das Geld für die organisatorischen Arbeiten kam von Anfang an vom Rhodes Trust. Um 1915 existierten Round Table-Gruppen in sieben Ländern, inklusive England, Südafrika, Australien, Neuseeland, Indien sowie eine eher lose organisierte Gruppe in den Vereinigten Staaten (George Louis Beer, Walter Lippmann, Frank Aydelotte, Whitney Shepardson, Thomas W. Lamont, Jerome Greene, Erwin D. Canham vom Christian Science Monitor und andere). Die Einstellungen der verschiedenen Gruppen wurden durch regelmäßige Besuche und Diskussionen koordiniert sowie ein gut informiertes und völlig anonymes Quartalsmagazin namens »The Round Table«, dessen erste Ausgabe, größtenteils geschrieben von Philip Kerr, im November 1910 erschien.

 

[…]

 

Das Geld für die weit verzweigten Aktivitäten dieser Organisation kam ursprünglich von den Partnern und Gefolgsleuten von Cecil Rhodes, hauptsächlich vom Rhodes Trust selber, außerdem von wohlhabenden Partnern wie den Beit-Brüdern, Sir Abe Bailey und (nach 1915) von der Astor-Familie. Seit 1925 gab es substantielle Zuwendungen von reichen Individuen, Stiftungen und von Firmen, die mit der internationalen Bankenbruderschaft verbunden sind, vor allem dem »Carnegie United Kingdom Trust« und anderen Organisationen aus dem Umfeld J.P. Morgans, der Rockefeller- und Whitney-Familien sowie Partnern von Lazard Brothers und Morgan, Grenfell & Company.

 

Das eigentliche Rückgrat dieser Organisation wuchs entlang der bereits existierenden finanziellen Kooperation, ausgehend von der Morgan Bank in New York, zu einer Gruppe internationaler Financiers in London, geführt von den Lazard Brothers …

 

[…]

 

Am Ende des Krieges von 1914 wurde klar, daß die Organisation dieses Systems stark erweitert werden müßte. Einmal mehr wurde die Aufgabe Lionel Curtis übertragen, der in England und jedem seiner Herrschaftsgebiete eine Front-Organisation der bereits bestehenden Round Table Group eröffnete. Diese Front unter dem Namen »Royal Institute of International Affairs« bestand in ihrem Kern in jeder Region aus der existierenden, abgetauchten Round Table Group. In New York war das Institut bekannt als »Council on Foreign Relations«; es war eine Front für J.P.Morgan & Company in Verbindung mit der sehr kleinen amerikanischen Round Table Group. Die amerikanischen Organisatoren wurden von einer großen Zahl an »Experten« Morgans dominiert, inklusive Lamont und Beer, die der Friedenskonferenz in Paris beiwohnten und sich dort mit einer ähnlichen Gruppe englischer »Experten« anfreudeten, die von der Milner-Gruppe rekrutiert wurde. Tatsächlich wurden die ursprünglichen Pläne für das »Royal Institute of International Affairs« und das »Council on Foreign Relations« in Paris entworfen. Der Rat des RIIA (der aufgrund der Bemühungen Curtis‘ im Chatham House unterkam, auf der anderen Seite des St. James Square gegenüber den Astors, und bald durch diesen Namen des Hauptquartier bekannt wurde) und das Führungsgremium des »Council on Foreign Relations« trugen seitdem die Zeichen ihres Ursprungs.

 

[…]

 

Auf dieser ursprünglich finanziellen Basis, die auf George Peabody zurückgeht, wuchs im Zwanzigsten Jahrhundert zwischen London und New York eine Machtstruktur, die tief in das universitäre Leben eindrang, in die Presse sowie die Außenpolitik.

  • Carroll Quigley, „Tragedy and Hope – A History of the World in Our Time“, The Macmillan Company, New York, 1966, S. 963-67. Übersetzung aus dem
    Englischen und Hervorhebungen durch mich.

Und genau das haben sie dann ja auch geschafft. Also, Amerika zurückzugewinnen, hauptsächlich mithilfe ihres Kreditbetrugs-Geldsystems („Neither Federal Nor Reserves“), um es zu ihrem „Brückenkopf“ in die NWO zu machen.

Aber das muß an dieser Stelle genügen. Ich kann jedem wirklich nur wärmstens empfehlen, Quigleys Buch (sowie „Das anglo-amerikanische Establishment“) zur Gänze zu verschlabbern; es lohnt sich. Man erfährt dort Dinge über die Wirklichkeit. Also die echte, richtige Wirklichkeit. Nicht die geistig flache Erde der Mainstream-Scheibenweltler.

Doch nun zum „Glaubensbekenntnis“ von Cecil Rhodes, der in seinem dritten Testament vom 27. Juni 1888 sein Vermögen einem gewissen Lord Rothschild vermachte. Der Hammer:

„Oft wird ein Mensch zur Frage getrieben, was eigentlich das größte Gut im Leben sei; einer wird vielleicht denken, es sei eine gute Ehe, ein anderer definiert es als großen Reichtum, und so ein jeder sich mit dieser Idee bescheidet, arbeitet er den Rest seiner Existenz dafür. Als ich über dieselbe Frage nachdachte, entstand in mir der Wunsch, mich für mein Land nützlich zu machen … Ich fühlte, daß wir heutzutage unsere Kinder tatsächlich einschränken und der Hälfte der Menschen, die wir zur Welt bringen, das Land schulden, in dem sie aufwachsen könnten, und daß, hätten wir Amerika zurückgewonnen, in diesem Augenblick Millionen mehr Engländer leben würden. Ich behaupte, daß wir die beste Rasse der Welt sind und, je mehr Teile von ihr wir bevölkern, dies umso besser für die Menschheit wäre. Stellen Sie sich vor, welche Veränderungen einträten, wenn die gegenwärtig von den verabscheungswürdigsten Exemplaren der Spezies bewohnten Teile unter angelsächsischen Einfluß gebracht würden. Ich behaupte, daß jede Parzelle Land, die unserem Territorium hinzugefügt wird, dafür sorgt, daß in Zukunft mehr von der Englischen Rasse geboren werden, die ansonsten nie das Licht der Welt erblicken würden. Zusätzlich bedeutet die Absorption des größten Teils der Welt unter unserer Herrschaft ganz einfach das Ende aller Kriege … Mit diesen Ideen im Hinterkopf: Wie könnten wir vorgehen, um dieses Ziel zu erreichen?

 

Ich schaue in die Geschichte und ich lese über den Werdegang der Jesuiten; was sie unter schlechten Bedingungen alles erreichten und, möchte ich hinzufügen, unter schlechten Anführern. Heute, als Mitglied des Freimaurer-Ordens, betrachte ich den Reichtum, die Macht und den Einfluß, den sie besitzen, denke über ihre Zeremonien nach und frage mich, wie eine so große Zahl von Menschen sich Ritualen hingeben kann, die manchmal lächerlich, absurd und ohne Zweck und Ziel erscheinen. Die wie ein Trugbild vor den Augen glänzende und tanzende Idee formt sich schließlich zu einem Plan. Warum sollten wir keine Geheimgesellschaft gründen zu dem einzigen Zweck, das britische Imperium auszudehnen und die gesamte unzivilisierte Welt unter englischen Einfluß zu bringenzur Rückgewinnung der Vereinigten Staaten und um aus der angelsächsischen Rasse ein einziges Reich zu machenAfrika liegt immer noch vor uns; es ist unsere Pflicht, es uns zu nehmen. Es ist unsere Pflicht, jede Gelegenheit wahrzunehmen, mehr Land zu akkumulieren, und wir sollten stets dieses eine Leitbild vor Augen haben, daß mehr Territorium ganz einfach mehr von der angelsächsischen Rasse bedeutet, der besten, menschlichsten, ehrwürdigsten Rasse, die die Welt besitzt. Zur Förderung eines solchen Plans wäre eine Geheimgesellschaft eine glänzende Hilfe, eine Gesellschaft, die zwar nicht offen anerkannt wird, aber im Geheimen an diesem Ziel arbeitet … eine Gesellschaft, die ihre Mitglieder in jedem Teil des britischen Reiches hätte, die alle auf ein Ziel und eine Idee hinarbeiten …“

  • John Flint, „Cecil Rhodes“, Toronto, Little, Brown and Company, 1974, Print. 23., S. 248-252, zitiert nach John P. Cafferky, „Lord Milner’s Second War“, S. 12-13. Übersetzung ins Deutsche und Hervorhebungen durch mich.

Keine Sorge: mehr Geschichte werden ich Lesern heute nicht zumuten. Es gibt wichtigere Dinge, zum Beispiel die angesoffenen Rückenschmerzen eines Mannes, der noch nicht mal sein Alkoholproblem im Griff hat, aber fünfhundertfuckingmillionen Europäern vorsteht. Mkay? Ach was soll’s. Ganz ehrlich? Mir ist das manchmal selber zuviel. Dann stochere ich zur Entspannung und Belustigung immer gerne im Mainstream-Zeitdung herum. Manchmal findet man da echte Goldstücke, wie z.B. das auf’s Milligramm genau geschätzte Gewicht von Brustimplantanten ehemaliger Dschungelcamp-Finalist*innen*hohl mit „schönheits“chirurgisch aufgedunsener und kaputtgespritzter Plastikfresse, die von der Zivilisation eigentlich längst vergessen wären, würden die Höhlenbewohner des Jungsteinzeitsjournalismus aufrecht gehende Menschen nicht ständig mit solchem Kot bewerfen wie ein Rudel tollwütiger Schimpansen.

Sorry. Mußte mal raus.

Ach ja, eeeeinen habbich noch: Ja, Donald Chao-Trump(f) scheint die existierende „Weltordnung“ tatsächlich zerstören zu wollen. Aber das macht dieser Inside Joke doch nur, damit daraus wie ein *räusper* Phönix aus der Asche *kicher* eine neue entstehen kann, also, diese „Neue Weltordnung“ da.

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