August 10, 2022

Stellungnahme zu Alexander Beneschs permanenten Diskreditierungsversuchen der „Verschwörungsmedien“: Wankelmütig, inkonsistent und zuweilen irrational

Gleich vorweg, um es absolut klar zu stellen: Selbstverständlich ist eine genauere Prüfung der sogenannten „alternativen Medienszene“ auch in Deutschland völlig in Ordnung. Es gibt schließlich keinen Grund, ihnen einfach unkritisch alles zu glauben, was sie veröffentlichen und nur deshalb, weil sie in Opposition zur „Mainstreampresse“ stehen oder dies von sich selbst behaupten, davon auszugehen, sie wären per se glaubwürdiger oder stets seriöser als die „Leitmedien“. Ich selbst hatte bereits auf die Tatsache hingewiesen, daß es auch in dieser Szene nachweislich einige „Gatekeeper“ und „Narrativkontrolleure“ gibt, die ihren Lesern und Zuschauern nicht nur nicht die „ganze Wahrheit“ sagen, sondern sogar bewußte Irreführung betreiben und regelmäßig fragwürdige Informationen veröffentlichen – sei es zur Irreführung oder Ablenkung von den eigentlichen Hintergründen bestimmter (geo)politischer Entwicklungen oder um dem Mainstram eine „Steilvorlage“ zu liefern dahingehend, daß dieser die publizierten Falschinformationen dann dazu nutzt, die alternative Szene leichter in Verruf bringen zu können nach der Devise: „Seht mal, wie doof die sind – die glauben auch jeden Schwachsinn!“.

Dieses Vorgehen ist natürlich kein ausschließlich deutsches Phänomen: Wer sich mit der Thematik schon einmal näher beschäftigte, weiß, daß solche Methoden schon seit Jahrzenten zur „Trickkiste“ der Nachrichten- und Geheimdienste gehören, wenn es um „Counter Intelligence“ geht oder darum, politische Bewegungen, die dem Staat bzw. der Regierung ein Dorn im Auge sind, zu unterwandern und von innen heraus zu destabilisieren, gar zu zerstören oder ihnen eben einen schlechten Ruf anzuhängen.

Daß den „Mainstreammedien“ gerade heutzutage nicht mehr zu trauen ist, dürfte sich ja herumgesprochen haben, erst recht nach zweieinhalb Jahren plandemischen Psychoterrors gegenüber der Bevölkerung und vor allem gegenüber Maßnahmenkritikern; daß es aber ebenso berechtigt ist, auch an der alternativen Medienszene Kritik zu üben, geriet dabei nach meinem Dafürhalten etwas ins Hintertreffen.

Dies nur vorab zur Klarstellung, daß es mir nicht um pauschales „Benesch-Bashing“ geht. Alexander Benesch, Betreiber von „Recentr.com“, legt jedoch schon seit einigen Jahren Verhaltensweisen an den Tag, die zuweilen nicht nur in dubioser Weise unsachlich und oftmals schlicht irrational sind, sondern vor allem die Frage aufwerfen, warum er in letzter Zeit aus Leibeskräften versucht, die alternative Szene, die er gerne „Verschwörungsmedien“ nennt (und sich dabei interessanterweise eines Begriffes bedient, der auch vom Mainstream gerne zur Diskreditierung anderslautender Ansichten verwendet wird), samt und sonders und in undifferenzierter Manier als unfähig, unseriös, unglaubwürdig oder – auch das kam bei ihm bereits vor – quasi vollständig als von Russland gesteuert hinzustellen.

Ich möchte hiermit nur auf einige wenige Merkwürdigkeiten hinweisen, die mir als „Augen- und Ohrenzeuge“ von Beneschs Arbeit aufgefallen sind:

1. Nachdem die WHO die „Corona-Pandemie“ viral gemacht hatte, stellte Benesch sich nachweislich vollständig auf die Seite des offiziellen Narrativs, verteidigte es mit Zähnen und Klauen und legte sich dermassen ins Zeug, was die Diskreditierungsversuche sämtlicher Kritiker der „Corona-Maßnahmen“ betrifft, daß beileibe nicht nur ich, sondern auch viele andere ihm regelmäßig (in den Kommentarspalten unter seinen Facebook-Postings) die Frage stellten, warum gerade er, der doch eigentlich gut recherchieren kann und sich selber als „alternativ“ einordnet, eine so desaströse und keineswegs auf „der Wissenschaft“ basierende Politik auch noch rechtfertigt. Er veröffentlichte Artikel und Videos, in denen er die bereits hieb- und stichfest nachgewiesene „Great Reset“-Politik quasi als bloße Erfindung hinzustellen oder sie zu verharmlosen versuchte. Eine wirklich überzeugende, glaubwürdige Begründung dafür lieferte er nicht. Es blieb bei bloßen Behauptungen und überwiegend unsachlichen Angriffen, bei denen er sich obendrein nur auf die wenigen Stimmen bezog, die stellenweise tatsächlich falsch lagen, während er die wachsende Zahl an Kritikern, die ihre Argumente gut belegen konnten – darunter viele hochdekorierte und renommierte Wissenschaftler und Fachärzte aus unterschiedlichen Ländern -, einfach ignorierte und seinen „Followern“ vorenthielt. Sonderlich „alternativ“ und seriös ist ein solches Verhalten nicht.

2. Benesch gehörte früher zu den glühendsten Kritikern der USA/NATO. Bis er eines Tages – und ich wiederhole nochmal, daß ich das als Zeitzeuge selber alles genau mitbekommen habe, es sind keine Erfindungen meinerseits und ich erinnere mich auch nicht „falsch“ – eine 180 Grad-Kehrtwende hinlegte und danach nur noch auf Russland einschlug, als gäbe es kein Morgen. Er versuchte, westliche Geheimdienste als „unfähig“, „schwach“ oder „ahnungslos“ hinzustellen und attestierte ihren russischen Pendants, sie wie dumme Kinder vorzuführen und, etwas überspitzt formuliert, der Hort alles Bösen in der Welt zu sein. Bei jedem größeren geopolitischen Ereignis schob er die Verantwortung sofort auf „Russland“. Einen so extremen „Sinneswandel“ habe ich noch nie erlebt. Nun ist selbstverständlich gar nichts daran auszusetzen am Bemühen, statt einer ständigen Blickfixierung nur auf „eine Seite“ auch andere Regierungen außer der amerikanischen hinsichtlich ihrer politischen Ambitionen und der verwendeten, zuweilen kriminellen und unethischen Methoden zu analysieren. Ganz im Gegenteil: Das ist sogar sehr wichtig, da man sonst mit einem „Tunnelblick“ durch die Welt geht und sich schlimmstenfalls in einer sehr kleinen „Filterblase“ verliert, so wie es in manchen deutschen alternativen Medien leider tatsächlich vorkommt: USA/NATO bzw. Washington ist bei manchen stets das Erzböse, während einem Putin fast schon messianische Fähigkeiten attestiert werden, mit denen er die Welt angeblich von der „westlichen Vorherrschaft“ oder „der NWO“ zu „befreien“ versuche (im Verbund mit China). Es dürfte sich von selbst verstehen, warum man solchen Behauptungen sehr skeptisch gegenüberstehen sollte; ich habe auf meiner Webseite bereits viele Artikel präsentiert, die dieses fragwürdige Narrativ anhand genauerer Analysen der derzeit in Russland betriebenen Politik demontierten, z.B. im unlängst erschienenen Artikel „Resetten ohne Schwab: Russland und die vierte industrielle Revolution“ von Riley Waggaman. Dessen ungeachtet trieb Benesch es mit seinem „Sinneswandel“ aber auf die Spitze und wechselte von einem Extrem lediglich in ein anderes. Ebenfalls sehr bemerkenswert: Er löschte zahlreiche seiner alten Videos, obwohl es dafür überhaupt keinen Grund gab. Warum?

3. Ein Leser machte mich per e-Mail auf eine von Beneschs jüngsten Veröffentlichungen aufmerksam, in der er die „Verschwörungsmedien“ zu zerlegen versucht und dabei auch auf den von mir bereits öfter zitierten John Coleman eingeht. Die Tatsache, daß Coleman – unabhängig von seinen persönlichen Hintergründen, über die Benesch ihn vollständig zu diskreditieren trachtet, also eher auf der sog. „Ad Hominem“-Ebene argumentiert – mit seinen Beschreibungen des „Fahrplans“ der „Neuen Weltordnung“ eine ganz erstaunliche Trefferquote erzielte, die von den aktuellen politischen Entwicklungen in vielen Punkten bereits bestätigt und aktuell weiter wird, ließ er wieder mal außen vor (auch das kam bei Benesch in den letzen Jahren sehr oft vor: persönliche Angriffe, aber keine Widerlegung in der Sache). Um auch das klarzustellen: Ich habe die verfügbaren Bücher Colemans alle gelesen und stehe einigen der darin präsentierten Informationen selber skeptisch gegenüber. Nur weil ich Coleman zitiere, heißt das natürlich nicht, daß ich jedes seiner Worte für pures Gold und nichts als die reine Wahrheit halte. Das kann in einem falschen Umkehrschluß aber nicht bedeuten, daß man alles, was ein Autor oder eine Autorin je gesagt oder geschrieben hat, nur wegen einiger Informationen, die sich als nicht zutreffend herausstellten, in Bausch und Bogen verwirft. Genau dies versucht Benesch jedoch regelmäßig: Taucht irgendeine angebliche oder tatsächliche Ungereimtheit auf, wird der- oder diejenige mit Haut und Haar „in die Tonne gekloppt“. Auch das ist ein sehr undifferenziertes und unsachliches Vorgehen.

4. In einem seiner Bücher aus der Reihe „Die tiefsten Geheimnisse der Supermächte“, das ich gekauft habe und das übrigens auch viele richtige und hochinteressante Informationen enthält, bezeichnete Benesch Kritiker der „Coronamaßnahmen“ als „Covidioten“ und Spinner (wobei er abermals eine typische Mainstream-Totschlagvokabel verwendete), ohne auch nur mit einem einzigen Wort auf die berechtigten Argumente einzugehen. Es blieb bei bloßen Schmähungen, eine wirklich sachliche Auseinandersetzung fand nicht statt.

5. In einem seiner Facebook-Postings (vor ca. einem oder anderthalb Jahren) bezeichnete Benesch die alternativen Medien Deutschlands pauschal als, Originalzitat, „alternativen Abschaum„.

6. Benesch überschrieb eines seiner Videos zum Krieg in der Ukraine mit den äußerst differenzierten und analytisch tiefenscharfen Worten: „Russland ist pathologisch bösartig“. Nichts für ungut, aber wer sowas absondert, diskreditiert sich höchstens selbst. Solche irrationalen Formulierungen dürfen jemandem, der sich den Anspruch gibt, seriöse alternative Informationen zu liefern, nicht passieren. Und natürlich bleibt Benesch bis heute eine Antwort auf die Frage schuldig, wie ein Stück Land auf der Erdoberfläche „pathologisch bösartig“ sein kann. Mal ganz zu schweigen davon, daß ich nun mit derselben vermeintlichen „Berechtigung“ und eingedenk des skrupellosen Vorgehens der NATO unter US-Führung in den letzten zwanzig Jahren schreiben könnte: „Amerika ist der Beelzebub in geografischer Gestalt“. Welch ein Quatsch.

An dieser Stelle breche ich die Aufzählung ab, damit der Kommentar nicht zu lang wird.

Zusammenfassung: Ich habe bei Benesch das Gefühl, es mit jemandem zu tun zu haben, der durchaus einige wertvolle Informationen liefert, die einen echten Erkenntnisgewinn darstellen, der zuweilen aber auch extrem wankelmütig, in seinen Argumentationen inkonsistent und zuweilen sogar schlicht irrational vorgeht. Eine ganze Szene einfach mal als „Abschaum“ zu bezeichnen oder ein Land (!) als „pathologisch bösartig“, hinterläßt, pardon, einen etwas unzurechnungsfähigen Eindruck. Dubios ist es auch, wenn jemand in gewohnter Mainstream-Manier sich nur die „Rosinen“ rauspickt, wenn es um Informationen geht, die sich als falsch herausstellten, nur um jemanden ungeachtet all dessen, was er sonst an Richtigem äußerte, quasi zur „Persona Non Grata“ erklären zu wollen. Noch fragwürdiger ist es, wenn ein „alternativer“ Medienmacher sich 100% auf die Seite des Mainstreams schlägt und die Covid-Propaganda einfach unkritisch übernimmt – so wie Benesch es tat, der in unsachlicher Weise permanent auf Maßnahmenkritiker eindrosch.

Aufgrund der Tatsache, daß Benesch dazu neigt, alle Anderen als „inkompetent“ darzustellen und dadurch den Eindruck zu erwecken, als gäbe es glaubwürdige Informationen allein bei ihm, nährt bei mir zusätzlich den Verdacht, daß bei ihm vielleicht auch einfach nur eine deftige Profilneurose vorliegt. Ich weiß es nicht. Außerdem unterlaufen natürlich auch einem Benesch – so wie uns allen und trivial genug – regelmäßig Fehlerchen. Wie z.B. dieser hier:

Der deutsche Politiker Walther Rathenau schrieb bereits 1909 in dem Artikel „Geschäftlicher Nachwuchs“ in der Neuen Freien Presse: „Dreihundert Männer, von denen jeder jeden kennt, leiten die wirtschaftliche Geschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung.“ – Alexander Benesch

Das Zitat sollte erstens in einen größeren Kontext gestellt werden und stammt zweitens aus einem von Rathenau verfaßten Buch mit dem Titel „Zur Kritik der Zeit“. Hier ein etwas längerer Auszug (meine Hervorhebungen):

Frühere Generationen, die Männer des industriellen Aufschwunges, konnten sich selbst zu Konquistadoren machen; in unserer Zeit der erstarkenden Organisationen suchen sie selbst sich Nachfolger zu sichern, die mit den geschaffenen Methoden der Führung, der zur Praxis gewordenen Stabskunst, vertraut sind. Sie, die Ergebnisse eines gefährlichen wirtschaftlichen Experiments, einer selbstbetätigten Selektion, wollen das Experiment mit anderen nicht wiederholen; sie richten den Blick nicht auf den Nachwuchs schlechthin, sondern auf den Nachwuchs ihrer Nähe, ihres Kreises, ihrer Nachkommenschaft. Auf dem unpersönlichsten, demokratischsten Arbeitsfelde, dem der wirtschaftlichen Führung, wo jedes törichte Wort kompromittieren, jeder Mißerfolg stürzen kann, wo das souveräne Publikum einer Aktionärversammlung satzungsgemäß über Ernennung und Absetzung entscheidet, hat im Laufe eines Menschenalters sich eine Oligarchie gebildet, so geschlossen wie die des alten Venedig. Dreihundert Männer, von denen jeder jeden kennt, leiten die wirtschaftlichen Geschicke des Koninents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung. Die seltsamen Ursachen dieser seltsamen Erscheinung, die in das Dunkel der künftigen sozialen Entwicklung einen Schimmer wirft, stehen hier nicht zur Erwägung.Walter Rathenau, „Zur Kritik der Zeit“, S. Fischer Verlag, Berlin 1922, S. 206-207. (Sie können das pdf hier einsehen oder herunterladen)

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