Trump macht Amerika zur Schurken-Supermacht – WELT

US-Präsident Trump zerstört die internationale Nachkriegsordnung und die generöse Hegemonie gegenüber den alten Verbündeten, um so besser die eigenen Interessen durchsetzen zu können. Diese neue Welt wird hässlich.

Quelle: Trump macht Amerika zur Schurken-Supermacht – WELT

Da können manche herumkrakeelen, soviel sie wollen und mich von mir aus in „Ad Hominem“-Vorwürfen ersäufen: Clemens Wergin ist einer der unerträglichsten Schwätzer einer Qualitätskastrationspresse, die ich liebevoll nur noch als „Lügenterror-Organisation »Springer’scher Staat«“ bezeichne. Was diese offensichtlich komplett geschichtsvergessene Edelschimmelkäsefeder an Schmierereien Artikeln raushaut, damit könnte man – nein, keine Übertreibung – die gesamte Biosphäre der westlichen Welt kippen lassen. Seit Wergin, Träger des „George F. Kennan-Preises“, für die „Welt des Kadavergehorsams gegenüber psychopathischen Machteliten“ schreibt, hat er – ich kenne seine Arbeit, da ich schon aus beruflichen Gründen leider jeden Tag über das Kuckucksnest der Transatlantohol-Komasäufer-Journaille der US-Kolonie Deutschland fliegen muß – noch kein einziges Mal einen wirklich faktenbasierten, ausgewogenen Text abgeliefert. Nicht einmal.

Was dieser – ob er das nun bewußt macht oder nicht, muß ich schon aus juristischen Gründen offenlassen, habe aber so meine Vermutungen – Geschichtsklitterer Lesern zumutet, ist an Einseitigkeit, Postfaktizität, Einäugigkeit und, ich erwähnte es bereits, Geschichtsvergessenheit sowie Kadavergehorsam gegenüber einem der korruptesten, kriminellsten, skrupellosesten und blutrünstigsten Gewaltmonopole des Planeten namens Washington, D.C., also dem Regierungsviertel im von den USA übrigens unabhängigen, eigenständigen Stadtstaat des „District of Colombia“, nicht zu toppen. Ich kenne kaum einen anderen „Journalisten“ – abgesehen von Richard „Schtonk!“ Herzinger vielleicht oder dem trilateralen Klaus-Dieter Frankenberger, Co-Herauswürger der zumindest in Sachen Außen- und Geopolitik „Frankfurter Allgemeinen Zumutung“ – der unentwegt an sämtlichen historischen Fakten vorbeisemmelt wie Wergin.

Wergin gewann 2003 ein „Arthur F. Burns Fellowship“. Burns war Chairman des Federal Reserve Board (vgl. dazu meine Artikelreihe über die Federal Reserve). Danke, genügt schon. Also mit anderen Worten: Absolvent einer der üblichen Denkschulen bzw. Wackdeldackelzuchtvereine der Herrschaften Globalisten.

Was Wergin hier ganz ernsthaft – ja, der meint das wirklich todernst – als „generöse Hegemonie“ bezeichnet, war (und ist nach wie vor) ein rigides System aus Zwang und Erpressung – u.a. mittels des nicht umsonst zur „Weltleitwährung“ gemachten Dollar, also über die Finanzmacht der USA (einer Tarn- bzw. Strohfirma der NWOliten (Globalisten), worauf ich in einem bald erscheinenden, gesonderten Artikel ausführlicher eingehen werde), ihre Fähigkeit, durch die Kopplung vieler anderer Währungen der Welt an den Dollar Einfluß auf die gesamte Weltwirtschaft nehmen zu können. Oder wie Professor Hans-Jürgen Bocker einmal so treffend kalauerte: „Willst du kein Dollarsklave sein, schlag ich dir den Schädel ein!“. Dieser generöse brutale Weltgenesungswahn bescherte der Welt seit 2001, also im Verlauf der letzten siebzehn Jahre, einen auf nichts als Lügen und Vorspiegelung falscher Tatsachen basierenden Angriffskrieg nach dem anderen. Und das übrigens nicht erst seit der False Flag-Operation 9/11, sondern schon viel früher: auch die Kriege in Vietnam und Korea gründeten auf solchen „Operationen unter falscher Flagge“. Der unter George H.W. Bush geführte Panama-Krieg ebenso.

Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen, Mali – überall, wo – wie Dr. Paul Craig Roberts diese Rüstungs- und Kriegsgewinnler-Firma wahrheitsgemäßt nennt – „Murder, Inc.“ zuschlägt oder, wie in Mali, ihre „guten Freunde“ bzw. Verbündeten willigen Erfüllungsgehilfen und Komplizen vorschickt, lautet das Resultat auf Blutvergießen, Tod, Zerstörung, Elend. So wie in Libyen, einem besonders erwähnenswerten Beispiel – gerade vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise auf Europa gerichteten Migrationswaffe.

Diese neue Welt „wird“ hässlich? Geehrter Herr von und zu Wergin, das ist sie längst. Sie ist häßlich geworden durch eine Geostrategie, die darauf hinausläuft, die USA zum globalen Platzhirsch Nr. 1 zu machen; mit brachialer militärischer Gewalt alles und jeden unten zu halten, bloß keine Konkurrenz zu dulden und jeden sofort abzuwatschen, der sich dem Willen der Psychopathen aus Washington nicht beugt.

In einem von Zbigniew Brzezinskis bekanntesten Büchern, „The Grand Chessboard“ („Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft“) hieß es dazu:

„Das ultimative Ziel amerikanischer Politik sollte gutartig und visionär sein: eine wahrhaft kooperative globale Gemeinschaft zu schaffen, die langfristige Trends und die fundamentalen Interessen der Menschheit im Auge behält“. Hört sich zunächst mal ganz harmlos, ja sogar philanthropisch an. Gleich der nächste Satz birgt aber schon genau dasjenige Konfliktpotential, dessen realpolitische Folgen sich heuer vor unser aller Augen entfalten: „In der Zwischenzeit aber ist es unumgänglich, daß kein eurasischer Herausforderer entsteht, der in der Lage wäre, Eurasien zu dominieren und somit Amerika herauszufordern. Die Formulierung einer umfassenden und integrierten Geostrategie für Eurasien ist daher der Zweck dieses Buches“. (Zbigniew Brezinski, „The Grand Chessboard. American Primacy and its Geostrategic Imperatives“, Basic Books, A Member of the Perseus Book Group, 1997, Seite 14, Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebungen durch mich. (Introduction): „The ultimate objective of American policy should be benign and visionary: to shape a truly cooperative global community, in keeping with long-range trends and with the fundamental interests of humankind. But in the meantime, it is imperative that no Eurasian challenger emerges, capable of dominating Eurasia and thus also of challenging America. The formulation of a comprehensive and integrated Eurasian geostrategy is therefore the purpose of this book“).

Leider gilt die von ihm entworfene Geostrategie nicht nur für Eurasien, sondern auch für die von ihm so genannte „Zentraleurasische Region“, als das, was gemeinhin als „Naher und Mittlerer Osten“ bekannt ist.

Die "Zentraleurasische Region", "The Grand Chessboard", Kapitel 2, Seite 53
Die „Zentraleurasische Region“, „The Grand Chessboard“, Kapitel 2, Seite 53

Anhand der bisher gelieferten Informationen sollten Leser fähig sein, sich selber durch die Thematik zu „hangeln“, sonst wird dieser Artikel zu lang.

Zu fragen wäre abschließend vielleicht noch, warum (nicht nur) ein Wergin sich solche Mühe gibt, den falschen Eindruck zu erwecken und aufrechtzuerhalten, mit dem Einzug des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hätte eine historische Zäsur stattgefunden, nun begönne ein „neues“ Zeitalter. Dazu hatte ich mich bereits in meiner „Dr. Dialektik“-Artikelreihe geäußert und bitte Sie darum, im Falle etwaiger Fragen die sechs Artikel der Reihe zu lesen. Kurz gefaßt: Meiner Einschätzung nach soll dieser nachweislich falsche Eindruck erzeugt werden, um das von Trump, der „Galionsfigur“ einer antithetischen Bewegung (Protektionismus, Nationalismus, Populismus), zum existierenden Globalismus als „These“ evozierte Chao als „natürliches“ oder historisches „Zufallsprodukt“ verkaufen zu können – was nicht der Fall ist. Die von ihm bediente „Antithese“ soll mit der These konfligieren, um daraus die Lösung, also eine integriertere globale Ordnung zu ziehen.

 

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