Undercover-Journalist: „Die Muslimbrüder sitzen mit Angela Merkel an einem Tisch“ – Philosophia Perennis

(Marilla Slominski/ JouWatch) Der in Israel berühmte Undercover-Journalist Zvi Yehezkeli schlüpft für seine Reportagen in andere Identitäten. Des Arabischen mächtig, ermöglicht ihm das tiefe Einblicke in die muslimische Welt. Für seine fünfteilige Serie „Falsche Identitäten“ war er auch in Deutschland unterwegs. Unter dem Titel „Die Muslimbruderschaft in Deutschland und der Türkei“ trifft er auf deutsche […]

Quelle: Undercover-Journalist: „Die Muslimbrüder sitzen mit Angela Merkel an einem Tisch“ – Philosophia Perennis

Die Muslimbruderschaft ist eine Schöpfung Londons„,

heißt es auf Seite 100 des Buches „Hostage to Khomeini“ von Robert Dreyfuss,

„geschmiedet als Standartenträger einer uralten, antireligiösen (heidnischen) Häresie […] Organisierten islamischen Fundamentalismus repräsentierend, wurde die Organisation namens Muslimbruderschaft (in Arabisch Ikhwan al-Musliman) offiziell im Jahre 1929 in Ägypten gegründet – vom britischen Agenten Hasan al-Banna, einem Sufi-Mystiker. Heute ist die Muslimbruderschaft eine Schirmorganisation, unter der eine Heerschar fundamentalistischer Sufi-, Sunni- und radikaler Schiiten-Bruderschaften und -gesellschaften blühen.

 

Die wahre Geschichte der Muslimbruderschaft ist fantastischer, als sich die bloße Vorstellungskraft der Autoren von Spionageromanen ausdenken könnte. Sie funktioniert als Verschwörung; ihre Mitglieder tauschen kodierte Begrüßungsformeln und geheime Passwörter aus; obwohl keine formale Mitgliederliste existiert, sind ihre Mitglieder in hierarchischen Zellen oder »Logen« organisiert wie die europäischen Freimaurergesellschaften und -orden. Die Muslimbruderschaft respektiert keine nationalen Grenzen; sie umspannt die gesamte islamische Welt. Einige ihrer Mitglieder sind Regierungsbeamte, Diplomaten und Militärangehörige; andere sind Straßengangster und Fanatiker. Während die Führer der Muslimbruderschaft in Vorstandsbüros großer Finanzinstitutionen zuhause sind, die mit Plüschteppichen ausgelegt sind, ist die Muslimbruderschaft auf den unteren Ebenen eine paramilitärische Armee aus Schlägern und Attentätern.

 

Auf der höchsten Ebene ist die Muslimbruderschaft nicht muslimisch. Noch ist die christlich, jüdisch oder Teil sonst irgendeiner Religion. Im innersten Rat sitzen Männer, die ihre Religion so einfach wechseln wie andere ihre Hemden.

 

Zusammengenommen gehört die allgemeine Muslimbruderschaft nicht dem Islam an, sondern prä-islamischen, barbarischen Kulten, die Muttergottheiten anbeten, die im alten Arabien vorherrschten. So sehr die Mysterienkrämer uns auch glauben machen möchten, die Muslimbruderschaft und Ayatollah Khomeini repräsentierten einen legitimen Ausdruck eines tief verwurzelten »soziologischen Phänomens«, so ist dies nicht der Fall. Noch vertritt die Muslimbruderschaft mehr als eine winzige Fraktion der muslimischen Gläubigen der Welt.

 

Die Muslimbruderschaft könnte heute nicht existieren, wäre da nicht die Tatsache, daß die eher rückwärts gerichteten Elemente der muslimischen Kultur beobachtet und bemerkt worden und dann sorgfältig kultiviert worden wären von Orientalisten der englischen Universitäten Oxford und Cambridge. Die Ikhwan ist das Resultat geduldiger Organisation durch Londoner Agenten in der islamischen Welt, Männer wie z.B. T.E. Lawrence (»Lawrence von Arabien«), Wilfried Scawen Blunt, E.G. Browne, Harry St.-J.B. Philby, Arnold Toynbee und Bertrand Russell.

 

Für Amerikaner sollte die englische Unterstützung der Muslimbruderschaft nicht überraschend kommen. Die Politik des British Empire bestand darin, Londons Kolonien in einem Stadium der Unterentwicklung zu halten. Im Mittleren Osten haben sich die Briten immer die korrupten Stammesfürsten und den käuflichen Klerus ausgesucht, um Bewegungen anzuführen, deren Ziele immer mit englischen übereinzustimmen schienen. Mit der Muslimbruderschaft wurde englischer Imperialismus in Form einer disziplinierten Organisation institutionalisiert mit dem Ziel, den Mittleren Osten zurück ins Mittelalter zu führen.“

  • Robert Dreyfuss, „Hostage to Khomeini“, New Benjamin Franklin House Publishing Company, New York, 1980, S. 100-101, Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebungen durch mich.

Mit anderen Worten – und auch andere Forscher kommen zu diesem Schluß – ist die Muslimbruderschaft an der Spitze der Organisation eine freimaurerische, sprich Logenveranstaltung. Es ist eine der leider am weitesten verbreiteten Fehlannahmen – teilweise auch gezielt geförderten, vor allem auch in einigen pseudo-alternativen deutschen Medien – es bestünden keinerlei Verbindungen zwischen solchen islamischen bzw. islamistischen Organisationen und den westlichen Machteliten, die selber wiederrum prominent mit „Logenbrüdern“ besetzt sind. Das ist und bleibt falsch. Schon Hochgrad-Freimaurer Albert Pike schrieb in seinem Mammutwerk „Morals and Dogma“ über die Kooperation zwischen den Logen der christliche, jüdischen und islamischen Welt.

Über die Rolle islamischer Freimaurer in der Politik der arabischen bzw. muslimischen Welt ließ sich in einem Artikel für den „Christian Science Monitor“ einmal ein Professor für Orientalistik an der Universität Oxford aus, Prof. Peter Goodgame (Ausgabe Nr. 1/2007):

„Die Wurzeln des Islamischen Terrorismus

 

Die Geschichte hat bewiesen, dass die Engländer sich des Islam bedienten, um ihre Marionetten-Herrscher in Jordanien, Irak, Saudi-Arabien und Palästina zu rechtfertigen, nachdem sie den Mittleren Osten im Verlauf des Ersten Weltkriegs übernommen hatten. Aus diesem Grund wurde der Islam von weiten Teilen der arabischen Bevölkerung als lediglich ein weiterer Bestandteil des korrupten kolonialen Establishments angesehen. Und ebenso erklärt sich daraus, dass die legitimen Anti-kolonial-Bewegungen, beispielsweise von Nasser, Mossadegh und Bhutto primär für säkulare Bewegungen gehalten wurden. Als sich diese nationalistischen Bewegungen über die britische Einflusssphäre ausweiteten, beauftragten die Briten ihre islamischen Verbündeten mit der Unterwanderung dieser unabhängigen Regime. Als wichtigste Gegenrevolutionsbewegung dieser Zeit im Mittleren Osten gilt die „Muslim-Bruderschaft“, die auch heute noch als eine der wichtigsten in Großbritannien angesiedelten strategischen Trumpfkarten gilt.

 

Immer wieder wurde behauptet, die „Muslim-Bruderschaft“ sei von den Britischen Geheimdiensten und/oder der Britischen Freimaurerei gegründet, infiltriert oder zumindest unterstützt worden. Dr. John Coleman behauptet, die Gründung erfolgte durch „die großen Namen des Britischen Geheimdienstes im Mittleren Osten …“ Stephen Dorril schreibt, die „Muslim-Bruderschaft“ sei vor dem Zweiten Weltkrieg über Lady Frey Stark an den Britischen Geheimdienst gekoppelt gewesen, und das Regime des Schah im Iran erachtete die „Muslim-Bruderschaft“ als ein Werkzeug der Britischen Freimaurerei.

 

Hasan al-Banna war ein frommer Muslim, für den der Islam an erster Stelle stand, aber es sollte nicht für unvorstellbar gehalten werden, dass er durch die Britische Freimaurer-Bruderschaft beeinflusst wurde oder zumindest im Anfangsstadium britische Hilfe zur Förderung seiner Bewegung akzeptiert hat. Die Engländer bedienten sich des Islam außerhalb Ägyptens äußerst wirksam, warum sollten sie nicht auch versucht haben, ihn sich in Ägypten nutzbar zu machen?

 

Die Freimaurerei tauchte in Ägypten unmittelbar nach der Eroberung durch Napoleon im Jahre 1798 auf, als General Kleber, ein französischer Freimaurer und hochrangiger Offizier in der Napoleonischen Armee, dort die Loge „Isis“ gründete. Die französische Freimaurerei beherrschte Ägypten, bis die britischen Logen sich dort nach der Besetzung des Jahres 1882 etablierten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Freimaurerei sehr populär, und viele bedeutende ägyptische Gestalten waren Freimaurer, gemeinsam mit den britischen Herrschern und Aristokraten, die das Land besetzt hatten. […] Kern des Ganzen ist jedoch die Tatsache, dass der Erfolg der „Muslim-Bruderschaft“ ohne die Genehmigung des herrschenden britischen Establishments nicht möglich gewesen wäre. Und al-Banna,s Beziehungen zur „Freimauer-Bruderschaft“ trugen zur Wirksamkeit seiner Organisationsform bei und erklärt, warum sie sich scheinbar nahtlos in die Ägyptische Gesellschaft einfügte. Wie die „Freimaurer-Bruderschaft“, war auch die „Muslim-Bruderschaft“ ursprünglich als Wohltätigkeitsorganisation errichtet worden.

 

Ende 1954 befanden sich tausende Mitglieder der Muslim-Bruderschaft in Haftanstalten, einschließlich der meisten ihrer Führer, sechs wurden hingerichtet. Es war dieser Bruch, der den Weg für eine neue Beziehung zwischen der „Muslim-Bruderschaft“ und den Geheimdiensten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von Amerika ebnete, weil ihr Hass gegen Nasser sie alle vereinte. Innerhalb Ägyptens erwies sich die Bruderschaft zur Zeit der Regentschaft Nassers für den Westen als ziemlich ineffektiv, obwohl sie an mehreren weiteren Anschlägen auf das Leben Nassers beteiligt gewesen ist. Zu dieser Zeit wurden viele geflohene Mitglieder in London aufgenommen, wo sie eine Residenz errichteten, die sich bis zur Gegenwart erhalten hat. Eine gewisse Anzahl der zeitweilig in London ansässigen Muslim-Brüder ist inzwischen nach Syrien, Jordanien und Saudi-Arabien zurückgekehrt.“

Es kann angesichts der Geschichte und der Organisationsstruktur, der Verbindungen zur westlichen Freimaurerei bzw. den dortigen Machteliten und ihren Geheimdiensten wirklich nicht mehr überraschen, absolut nicht, wenn sich nun herausstellt, daß ranghohe Persönlichkeiten der Muslimbruderschaft oder deren Vertreter mit Angela Merkel „an einem Tisch sitzen“ – ist die „Islamisierung Europas“ doch ebenfalls machtelitärerseits erwünscht.

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