Urteil Xavier Naidoo: Der kleine Unterschied zwischen Bildung und Diffamierungsgebell – WELT Offline

Die Frau darf Naidoo nicht mehr als Antisemit bezeichnen, andernfalls drohen Geld- oder Haftstrafe. Wie aber soll man folgende Liedzeile verstehen: „Wie die Jungs von der Keinherzbank, die mit unserer Kohle zocken … Baron Totschild gibt den Ton an, und er scheißt auf euch Gockel/ Der Schmock ist’n Fuchs, und ihr seid nur Trottel.“ Der dumme Deutsche wird vom klugen jüdischen Bankier abgezockt.

Quelle: Urteil Xavier Naidoo: Der kleine Unterschied zwischen antisemitisch und Antisemit – WELT

Um sogleich Bezug auf die oben zitieren Sätze zu nehmen: Jeder, der auch nur ansatzweise in der Lage ist, selbständig zu recherchieren, kann mühelos herausfinden, daß das „Haus Rothschild“  nach wie vor die federführende Bankiersdynastie dieser Welt ist. Das ist noch kein Antisemitismus, es ist schlicht Fakt. Doch dazu später mehr. Schon seit einigen hundert Jahren geben sie über die von ihnen geführten Zentralbanken den „hochfinanziellen Ton“ an. Sie haben die Zentralbanklizenz, also das Geldmonopol. Wie gesagt, diese Tatsache zu benennen, ist noch kein Judenhass. Mal ganz zu schweigen davon, daß man sich zuvorderst die Frage stellen sollte, seit wann eine einzige Familie eigentlich stellvertretend für „die Juden“ oder das gesamte Judentum stehen soll. Es gab auch in Deutschland schon große Unternehmerfamilien, die ins Kreuzfeuer der Kritik gerieten. Ist, wer ihr Geschäftsgebaren ablehnt, deshalb „Antideutscher“ oder verbreitet „Deutschenhass“? Bin ich, weil ich den Bush-Clan in den USA für die mit großem Abstand verabscheuungswürdigste Sippschaft halte, die jemals das Weiße Haus zu verunzierten unglücklicherweise die Gelegenheit hatte, „Antiamerikanist“ oder werfe mit „Amerikahass“ um mich? Ist jeder, der eine Luftnummer wie Nikolas Sarkozy und seine politkriminelle Meschpoke verabscheut, „frankophob“? Und so weiter.

Werden die Menschen im herrschenden Geldsystem, das ein korporatistisches ist, also eine Verbindung aus „staatlichem“ Gewaltmonopol und plutokratischer Geldmacht, abgezockt? Aber ja! Nur ist es eben kein „jüdisches Geldsystem„. Um es möglichst knapp zu halten: Das fraktionale Teilreserve-Bankensystem unserer Zeit ist meiner historischen Kenntnis nach eine Erfindung der Tempelritter (Templer), nicht „der Juden“. Andere Autoren nennen das alte Indien als Ursprung dieses Systems.

Die Herrschaft über Geld bedeutet, quasi „nach Belieben“ Geldmengenexpansionen oder -kontraktionen vornehmen zu können, um bspw. politischen und ökonomischen Druck auf ganze Länder ausüben zu können. Man kann somit das Geld, das „Lebensblut“ einer jeden Volkswirtschaft, inflationieren, deflationieren oder gar Rezessionen bis hin zu schlimmen Depressionen auslösen. Nochmal: Das ist alles erwiesen, daran ist nichts zu rütteln. Um nur ein aktuelles Beispiel für die ungeheure Wirkmächtigkeit zu geben: Schauen Sie sich doch einmal an, was „Negativzinsen“ eigentlich bedeuten … mit einem Wort: Das ist Diebstahl. Es bedeutet, daß jemand, der als Kunde (!) sein sauer verdientes Geld zu einer Bank bringt, Strafen (!) dafür zahlen muß, wenn er es lieber sparen möchte, statt es verkonsumieren zu wollen. Aber das ist ja der Zweck dieser Maßnahme: die Menschen zu zwingen, mehr Geld in den Konsum zu stecken. Es ist Nötigung und Freiheitsberaubung.

Warum habe ich das „staatlich“ vor Gewaltmonopol in Gänsefüsschen gesetzt? Weil man sich vortrefflich darüber streiten kann, ob in so manchem Land, das sich unter Kontrolle des Geldsystems dieser Machteliten, zu denen auch das Haus Rothschild gehört, überhaupt noch von staatlichen Strukturen die Rede sein kann statt von Rechtskonstrukten mit Firmencharakter. Doch das ist eine so umfangreiche Thematik, das ich im Rahmen dieses Artikels nicht ausführlicher darauf eingehen kann und werde. Stattdessen verweise ich für eine nähere Beleuchtung der Hintergründe auf meine vierteilige Artikelreihe „Die USA – Staat oder Firma?“ auf diesem Blog.

Was den korporatistischen Charakter betrifft, möchte ich noch einmal – wie schon so oft – Coudenhove-Kalergi zu Wort kommen lassen, der die Problematik (ungeachtet dessen, was man bezüglich seiner politischen und teils eugenischen sowie sozialtechnokratischen Ansichten sonst von ihm halten mag) sehr pointiert darstellte:

„Die Verfassungsform, die Feudalismus und Absolutismus ablöste, war demokratisch; die Herrschaftsform plutokratisch. Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. […] Die Plutokratie von heute ist mächtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht über ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfershelfer ist.

  • Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi, „Praktischer Idealismus – Adel, Technik, Pazifismus“, Paneuropa-Verlag, 1925, S. 39. Hervorhebungen durch mich.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn Kalergis Schrift bereits 1925 erschien.

Um zum Antisemitismusproblem zurückzukommen, so bin ich auf eine Definition gestoßen, die ich sehr gerne unterschreibe:

„Dabei ist die Definition von Antisemitismus im Grunde recht simpel: Wer Juden etwas vorwirft, das ihn bei Nichtjuden kalt lässt, ist ein Antisemit.“

Mit anderen Worten: Man sollte nicht den Fehler machen, solche menschliche Verhaltensweisen, die sich überall vorfinden lassen, in jeder Kultur, jeder Nation, jeder Ethnie, nur einer einzigen anzulasten bzw. auf diese zu projizieren. Natürlich ist das falsch; vor allem aber verhindert solche Projektion, also das Abladen oder Umwälzen auf andere Gruppen in kollektivistischer Manier die zur Änderung solcher Verhaltensweisen dringend nötige Selbstreflexion. In Kurzform: Man macht es sich damit viel zu einfach und verbaut sich so die dringend nötige Selbsteinsicht, was eine ehrliche Analyse und somit auch die Modifikationschance für das eigene Verhalten betrifft. Oder wie der Volksmund sagen würde: Es sind ja immer nur die Fürze der anderen, die stinken.

Kalergi lieferte übrigens auch bezüglich der Geschichte des Judentums in derselben Schrift, also seinem „Praktischen Idealismus“, eine Darstellung aus sozialdarwinistischer Perspektive unter seinem Leitgedanken des „neuen“ oder „Geistesadels“:

„Judentum und Zukunftsadel

 

Hauptträger des korrupten wie des integren Hirnadels: des Kapitalismus, Journalismus und Literatentum, sind Juden. Die Überlegenheit ihres Geistes prädestiniert sie zu einem Hauptfaktor zukünftigen Adels.

 

Ein Blick in die Geschichte des jüdischen Volkes erklärt seinen Vorsprung im Kampf um die Menschheitsführung. Vor zwei Jahrtausenden war das Judentum eine Religionsgemeinschaft, zusammengesetzt aus ethisch-religiös veranlagten Individuen aller Nationen des antiken Kulturkreises, mit einem national-hebräischen Mittelpunkt in Palästina. Damals war bereits das Gemeinsame, Verbindende und Primäre nicht die Nation, sondern die Religion. Im Laufe des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung traten in diese Glaubensgemeinschaft Proselyten aus allen Völkern ein, zuletzt König, Adel und Volk der mongolischen Chazaren, der Herren Südrußlands. Von da an erst schloß sich die jüdische Religionsgemeinschaft zu einer künstlichen Volksgemeinschaft zusammen und gegen alle übrigen Völker ab.

 

Durch unsagbare Verfolgungen versucht seit einem Jahrtausend das christliche Europa das jüdische Volk auszurotten. Der Erfolg war, daß alle Juden, die willensschwach, skrupellos, opportunistisch oder skeptisch waren, sich taufen ließen, um dadurch den Qualen endloser Verfolgung zu entgehen. Andererseits gingen unter diesen vielfach erschwerten Lebensbedingungen alle Juden zugrunde, die nicht geschickt, klug und erfinderisch genug waren, den Daseinskampf in dieser schwierigsten Form zu bestehen.

 

So ging schließlich aus all diesen Verfolgungen eine kleine Gemeinschaft hervor, gestählt durch ein heldenmütig ertragenes Martyrium für die Idee und geläutert von allen willensschwachen und geistesarmen Elementen. Statt das Judentum zu vernichten, hat es Europa wider Willen durch jenen künstlichen Ausleseprozeß veredelt und zu einer Führernation der Zukunft erzogen. Kein Wunder also, daß dieses Volk, dem Ghetto-Krker entsprungen, sich zu einem geistigen Adel Europas entwickelt. So hat eine gütige Vorsehung Europa in dem Augenblick, als der Feudaladel verfiel, durch die Judenemanzipation eine neues Adelsrasse von Geistes Gnaden geschenkt.

 

[…]

 

Nicht: das Judentum ist der neue Adel; sondern: das Judentum ist der Schoß, aus dem ein neuer, geistiger Adel Europas hervorgeht; der Kern, um den sich ein neuer, geistiger Adel gruppiert. Eine geistig-urbane Herrenrasse ist in Bildung: Idealisten, geistvoll und feinnervig, gerecht und überzeugungstreu, tapfer wie der Feudaladel in seinen besten Tagen, die Tod und Verfolgung, Haß und Verachtung freudig auf sich nehmen, um die Menschheit sittlicher, geistiger, glücklicher zu machen.

 

[…]

 

Die prominente Stellung, die das Judentum heutzutage innehat, verdankt es allein seiner geistigen Überlegenhit, die es befähigt, über eine ungeheure Übermacht bevorzugter, gehässiger, neidischer Rivalen im geistigen Wettkampf zu siegen.

 

Der moderne Antisemitismus ist eine der vielen Reaktionserscheinungen des Mittelmäßigen gegen das Hervorragende; ist eine neuzeitliche Form des Ostrakismus, angewandt gegen ein ganzes Volk. Als Volk erlebt das Judentum den ewigen Kampf der Quantität über die Qualität, minderwertiger Gruppen gegen höherwertige Individuen, minderwertiger Majoritäten gegen höherwertige Minoritäten.

 

Die Hauptwurzeln des Antisemitismus sind Beschränktheit und Neid: Beschränktheit im Religiösen oder im Wissenschaftlichen; Neid im Geistigen oder Wirtschaftlichen.

 

Dadurch, daß sie aus einer internationalen Religionsgemeinschaft, nicht aus einer lokalen Rasse hervorgegangen sind, sind die Juden das Volk der stärksten Blutmisching; dadurch, daß sie sich seit einem Jahrtausend gegen die übrigen Völker abschließen, sind sie das Volk stärkster Inzucht. So vereinigen, wie beim Hochadel, die Auserwählten unter ihnen Willensstärke und Geistesschärfe, während ein anderer Teil der Juden die Mängel der Inzucht mit den Mängeln der Blutmischung verbindet: Charakterlosigkeit und Beschränktheit. Hier findet sich heiligste Selbstaufopferung neben beschränktester Selbstsucht, reinster Idealismus neben krassestem Materialismus.

 

[…]

 

Wo viel Licht, da ist viel Schatten. Geniale Familien weisen einen höheren Prozentsatz an Irrsinnigen und Verbrechern auf als mittelmäßige; das gilt auch von Völkern. Nicht bloß die revolutionäre Geistesaristokratie von morgen – auch die plutokratische Schieber-Kakistokratie von heute rekrutiert sich vornehmlich aus Juden: und schärft so die agitatorischen Waffen des Antisemitismus.

 

Tausendjährige Sklaverei hat den Juden, mit seltenen Ausnahmen, die Geste des Herrenmenschen genommen. Dauernde Unterdrückung hemmt Persönlichkeitsentfaltung: und nimmt damit ein Hauptelement des ästhetischen Adelsideals. An diesem Mangel leidet, physisch wie psychisch, ein Großteil des Judentums; dieser Mangel ist die Hauptursache, daß der europäische Instinkt sich dagegen sträubt, das Judentum als Adelsrasse anzuerkennen.

 

Das Ressentiment, mit dem die Unterdrückung das Judentum belastet hat, gibt ihm viel vitale Spannung; nimmt ihm dafür viel vornehme Harmonie. Übertriebene Inzucht, verbunden mit der Hyperurbanität der Ghetto-Vergangenheit, hatte manche Züge physischer und psychischer Dekadenz im Gefolge. Was der Kopf der Juden gewann, hat oft ihr Körper verloren; was ihr Hirn gewann, hat ihr Nervensystem verloren.“

  • Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi, „Praktischer Idealismus – Adel, Technik, Pazifismus“, Paneuropa-Verlag 1925, S. 49-53. Hervorhebungen durch mich.

Was die Macht der Rothschild-Bankiersdynastie betrifft, mag als Anregung zu eigenen Recherchen ein kleiner Auszug aus einem Artikel des „Geld-Magazins“, Ausgabe 01/13, genügen („Das Rothschild-Vermächtnis“, Hervorhebungen durch mich):

„Die deutschstämmige Bankiers-Familie steht weltweit an der Spitze der Superreichen. Über unzählige vielfach vernetzte Beteiligungen an Banken, Investmentgesellschaften und Versicherungenkontrolliert sie bereits einen beträchtlichen Teil der Weltwirtschaft.
 
Der Name Rothschild steht seit 200 Jahren für Ruhm und Geld, Prunk und Macht, Gold, Staatsfinanzierung und Notenbanken. Ja sogar für Krieg und Frieden. Denn Rothschilds haben in so manchen Auseinandersetzungen beide Kriegsparteien finanziert. Ein Ur-Ur-Ur-Enkel von Meyer Amschel Rothschild, des Gründers der Bankiers-Dynastie, erhielt am 19.November in Frankfurt die Auszeichnung »European Banker of the Year 2012«: Baron David René James de Rothschild, 70, vom französischen Familienzweig. Sein Verdienst ist es, dass er seit 2003 die familieneigenen Privatbanken zu jener schlagkräftigen Finanzgruppe formierte, die heute keine Weltmacht mehr fürchten muss, sondern eine solche selbst verkörpert. Er fügt der Geschichte von Kapitalismus und Reichtum ein neues Kapitel hinzu.
 
[…]
 
Zahlreiche Beteiligungen an Banken und anderen Finanzkonzernen.

 

In London beherrscht Rothschild nicht nur Barclays, sondern auch die zweitgrößte britische Versicherung RSA Insurance (vormals Royal & Sun Alliance Insurance). In New York wurde 1985 die börsennotierte US-Beteiligungsfirma Blackstone Group mit einer Rothschild-Finanzierung gegründet. Randall Rothschild fungiert als Managing Director der Gruppe und als COO (Chief Operating Officer) der Immobilienfinanzierungssparte Blackstone Real Estate Debt Strategies. Lord Jacob Rothschild sitzt im Aufsichtsrat. Blackstone verfügte Ende 2011 über Beteiligungen im Wert von rund 169 Milliarden US-Dollar. Zu den großen Aktionären zählt die Crème de la Crème der Hochfinanz mit Fidelity, Credit Suisse First Boston, MorganStanley, Deutsche Bank, Citigroup, Goldman Sachs, UBS und anderen.

 

An der Investmentfirma BlackRock Inc. sind die Rothschilds und die englische Queen Elisabeth II ebenso beteiligt wie die US-Politiker Al Gore und Maurice Strong sowie die US-Milliardäre Warren Buffet und George Soros, mit denen die Rothschilds geschäftlich und privat eng verbunden sind. Größte Anteilseigner sind aber PNC Financial Services mit 21,7 Prozent und Barclays mit 19,7 Prozent. BlackRock ist zudem Großaktionär des Ölkonzerns BP (British Petrol), an dem Rothschild und die Queen auch direkt beteiligt sind. Im Juni 2009 übernahm BlackRock von Barclays die gesamte Vermögensverwaltung Barclays Global Investors (BGI) für 13,5 Milliarden Dollar und stieg damit zum weltgrößten Vermögensverwalter mit Assets under Management von 3.200 Milliarden (3,2 Billionen) US-Dollar auf. Im Gegenzug erhielten die Briten einen Teil des Kaufpreises in BlackRock-Aktien. Unter dem Druck erhöhter Kapitalanforderungen musste Barclays allerdings im Mai 2012 den ursprünglich mit 6,1 Milliarden Dollar bewerteten Anteil von 20 Prozent für 5,5 Milliarden US-Dollar (4,3 Milliarden Euro) verkaufen. Heute scheint als größter Aktionär mit rund 20 Prozent Anteilen die PNC Financial Services Group auf, die ihrerseits von den Vermögensverwaltern der Hochfinanz wie Wellington Management, State Street, Vanguard, Franklin Mutual, Invesco, T. Rowe Price Associates und Fidelity beherrscht wird.

 

BlackRock ist unter anderem am weltgrößten Rohstoffhändler Glencore beteiligt, der soeben den schweizerisch-britischen Bergbaukonzern Xstrata übernommen hat und bei dem Nathaniel Rothschild, der einzige Sohn von Lord Jacob Rothschild, schon im Dezember 2009 mit 25 Millionen Pfund eingestiegen ist und Simon Murray als CEO vermittelte. „Nat“ Rothschild, der begehrteste Junggeselle Londons mit Wohnsitz in der Schweiz, war bis zu dessen Auflösung im Jahr 2009 stellvertretender Vorstandsvorsitzender und 50-Prozent Eigentümer des Hedgefonds Atticus Capital und agierte dann bis Ende 2011 als stellvertretender Vor standsvorsitzender bei dem New Yorker Nachfolge-Hedgefonds Attara Capital. Außerdem ist er mit 100 Millionen Dollar am weltgrößten Aluminium-Produzenten Rusal beteiligt, dessen Großaktionäre die befreundeten russischen Oligarchen Oleg Deripaska und Roman Abramowitsch sind. Für ihre Ostgeschäfte betrieben Jacob und Nathaniel Rothschild eigens die JNR UK Ltd-Bank, die vergeblich versuchte, nach der Verurteilung des russischen Strohmann-Eigentümers Michail Chodorkowski den russischen Ölkonzern Yukos direkt zu übernehmen.

 

Dominanz bei Rohstoffkonzernen und Medien
 
Den weltweiten Rohstoffmarkt dominiert die Billionärsfamilie über die weltweit größten Bergbaukonzerne. BHP Billiton ist mit einem Zwölfmonatsgewinn per 30. Juni 2012 von 18 Milliarden Euro an der Börse derzeit 51,2 Milliarden Euro wert. Am Minenbetreiber Rio Tinto (Marktkapitalisierung 54,3 Milliarden Euro, Nettogewinn 2011: 4,5 Milliarden Euro) hängt außerdem der weltweit zweitgrößte Aluhersteller Alcan. Und dem Gold- und Diamanten-Imperium Anglo American (Marktkapitalisierung 29,7 Milliarden Euro, Nettogewinn 2011: 4,7 Milliarden Euro) wurden heuer weitere 45 Prozent des südafrikanischem Diamantenmonopolisten De Beers (Bruttogewinn 2011: Eine Milliarden Euro) einverleibt, womit der Konzern über 85 Prozent verfügt. In Mauretanien wurde zwar 1974/75 die Mines de Fer de Mauritanie (Miferma) verstaatlicht. Seit 1995 ist die Konzernbank NM Rothschild & Son (Australia) dort aber gemeinsam mit der mauretanischen Regierung und der arabischen Mining Co. wesentlich an der Erschließung und Ausbeutung der Gold- und Kupfervorkommen beteiligt, wo 2005 bereits 30.000 Tonnen Kupfer und 100.000 Unzen Gold gefördert wurden.
 
[…]
 
Natürlich streckten die Rothschilds ihre Hände auch nach den einflussreichen Medien: Alle drei großen amerikanischen TV-Stationen werden ebenso ihrem Einflussbereich zugeschrieben wie der amerikanische Informations-TV-Kanal CNN, in England die Nachrichtenagentur Reuters und das Magazin Economist sowie jede Menge anderer Massenmedien.
 
[…]
 
Schweizer Analytiker der ETH Zürich haben 2007 mit einem mathematischen Modell diese Daten auf die wesentlichen Verknüpfungen komprimiert und daraus 43.060 transnational tätige Konzerne herausgefiltert. Diese sind im Schnitt an 20 anderen Konzernen beteiligt. Bei der Untersuchung der Beziehungen zwischen diesen Firmen stellte sich heraus, dass ganze 1.318 Firmen den Kern der globalen Wirtschaft bilden und meist über Beteiligungen erstaunlich eng miteinander vernetzt sind.
 
Aus diesem zentralen Nukleus haben die ZüricherForscher dann 147 Unternehmen herausgefiltert, dieals Machtzentrum die Weltwirtschaft dominieren. Die50 Großen repräsentieren mit zwei Ausnahmen diemonetäre Kriegsflotte der Hochfinanz mit Banken, In-vestmentgesellschaften und Versicherungen. Angeführt vom Rothschild-Schlachtschiff Barclays Inc., das als wichtige Aktionäre die Privatbank NM Rothschild und deren Satelliten-Bank Lazard Brothers ausweist, sind sie besonders eng untereinander und nach außen vernetzt und kontrollieren 40 Prozent des weltweiten Vermögens.
 
Diese Studie zeigt, in welch bedenklichem Aus-maß der Sektor der Realwirtschaft von wenigen Fi-nanzinstitutionen kontrolliert wird und mit diesenein gemeinsames Ganzes bildet. Seit 2007 hat sich zu-dem die Macht des innersten Zirkels verdichtet. Diegrößten acht US-Banken JPMorgan Chase, Bank ofAmerica, Citigroup, Goldman Sachs, US Bancorp,Bank of New York-Mellon und Morgan Stanley wer-den fast zur Gänze von nur zehn Aktionären kontrol-liert, darunter BlackRock, State Street, Vanguard undFidelity. Hinter diesen Beteiligungsmolochen steheneinige wenige superreiche Personen und Familien, dieletztlich als persönliche Eigentümer anzusehen sind.James Glattfelder von der Eidgenössischen Tech-nischen Hochschule in Zürich zog daher als einer derAutoren der Studie kryptisch das Resümee: »Wir müssen uns von allen Dogmen befreien, ungeachtet, ob es sich um Verschwörungstheorien oder die freien Märkte handelt. Unsere Analyse basiert auf Tatsachen«.“

Zum Abschluß noch ein „kleine“ Liste mit Banken im Besitz der Rothschild-Dynastie. Wünsche frohes Anlaufen in kräftigem Blau (einige Hervorhebungen durch mich) :

  • Ägypten: Central Bank of Egypt
  • Albanien: Bank of Albania
  • Algerien: Bank of Algeria
  • Äquatorialguinea: Bank of Central African States
  • Argentinien: Central Bank of Argentina
  • Armenien: Central Bank of Armenia
  • Aruba: Central Bank of Aruba
  • Aserbaidschan: Central Bank of Azerbaijan Republic
  • Äthiopien: National Bank of Ethiopia
  • Australien: Reserve Bank of Australia
  • Bahamas: Central Bank of The Bahamas
  • Bahrain: Central Bank of Bahrain
  • Bangladesch: Bangladesh Bank
  • Barbados: Central Bank of Barbados
  • Belgien: National Bank of Belgium
  • Belize: Central Bank of Belize
  • Benin: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Bermuda: Bermuda Monetary Authority
  • Bhutan: Royal Monetary Authority of Bhutan
  • Bolivien: Central Bank of Bolivia
  • Bosnien: Central Bank of Bosnia and Herzegovina
  • Botswana: Bank of Botswana
  • Brasilien: Central Bank of Brazil
  • Bulgarien: Bulgarian National Bank
  • Burkina Faso: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Burundi: Bank of the Republic of Burundi
  • Caymaninseln: Cayman Islands Monetary Authority
  • Chile: Central Bank of Chile
  • China: The People’s Bank of China
  • Costa Rica: Central Bank of Costa Rica
  • Dänemark: National Bank of Denmark
  • Deutschland: Deutsche Bundesbank
  • Dominikanische Republik: Central Bank of the Dominican Republic
  • Ecuador: Central Bank of Ecuador
  • El Salvador: Central Reserve Bank of El Salvador
  • Elfenbeinküste: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Estland: Bank of Estonia
  • Europäische Union: European Central Bank
  • Fidschi: Reserve Bank of Fiji
  • Finnland: Bank of Finland
  • Frankreich: Bank of France
  • Gabun: Bank of Central African States
  • Gambia: Central Bank of The Gambia
  • Georgien: National Bank of Georgia
  • Ghana: Bank of Ghana
  • Griechenland: Bank of Greece
  • Guatemala: Bank of Guatemala
  • Guinea-Bissau: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Guyana: Bank of Guyana
  • Haiti: Central Bank of Haiti
  • Honduras: Central Bank of Honduras
  • Hongkong: Hong Kong Monetary Authority
  • Indien: Reserve Bank of India
  • Indonesien: Bank Indonesia
  • Irak: Central Bank of Iraq
  • Iran: The Central Bank of the Islamic Republic of Iran
  • Irland: Central Bank and Financial Services Authority of Ireland
  • Island: Central Bank of Iceland
  • Israel: Bank of Israel
  • Italien: Bank of Italy
  • Jamaika: Bank of Jamaica
  • Japan: Bank of Japan
  • Jemen: Central Bank of Yemen
  • Jordanien: Central Bank of Jordan
  • Kambodscha: National Bank of Cambodia
  • Kamerun: Bank of Central African States
  • Kanada: Bank of Canada – Banque du Canada
  • Kasachstan: National Bank of Kazakhstan
  • Katar: Qatar Central Bank
  • Kenia: Central Bank of Kenya
  • Kirgistan: National Bank of the Kyrgyz Republic
  • Kolumbien: Bank of the Republic
  • Komoren: Central Bank of Comoros
  • Kongo: Bank of Central African States
  • Korea: Bank of Korea
  • Kroatien: Croatian National Bank
  • Kuba: Central Bank of Cuba
  • Kuwait: Central Bank of Kuwait
  • Lesotho: Central Bank of Lesotho
  • Lettland: Bank of Latvia
  • Libanon: Central Bank of Lebanon
  • Libyen: Central Bank of Libya
  • Litauen: Bank of Lithuania
  • Luxemburg: Central Bank of Luxembourg
  • Macao: Monetary Authority of Macao
  • Madagaskar: Central Bank of Madagascar
  • Malawi: Reserve Bank of Malawi
  • Malaysia: Central Bank of Malaysia
  • Mali: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Malta: Central Bank of Malta
  • Marokko: Bank of Morocco
  • Mauritius: Bank of Mauritius
  • Mazedonien: National Bank of the Republic of Macedonia
  • Mexiko: Bank of Mexico
  • Moldawien: National Bank of Moldova
  • Mongolei: Bank of Mongolia
  • Montenegro: Central Bank of Montenegro
  • Mosambik: Bank of Mozambique
  • Namibia: Bank of Namibia
  • Nepal: Central Bank of Nepal
  • Neuseeland: Reserve Bank of New Zealand
  • Niederlande: Netherlands Bank
  • Niederländische Antillen: Bank of the Netherlands Antilles
  • Niger: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Nigeria: Central Bank of Nigeria
  • Nikaragua: Central Bank of Nicaragua
  • Norwegen: Central Bank of Norway
  • Oman: Central Bank of Oman
  • Österreich: Oesterreichische Nationalbank
  • Östliche Karibik: Eastern Caribbean Central Bank
  • Pakistan: State Bank of Pakistan
  • Papua-Neuguinea: Bank of Papua New Guinea
  • Paraguay: Central Bank of Paraguay
  • Peru: Central Reserve Bank of Peru
  • Philippinen: Bangko Sentral ng Pilipinas
  • Polen: National Bank of Poland
  • Portugal: Bank of Portugal
  • Ruanda: National Bank of Rwanda
  • Rumänien: National Bank of Romania
  • Salomonen: Central Bank of Solomon Islands
  • Sambia: Bank of Zambia
  • Samoa: Central Bank of Samoa
  • San Marino: Central Bank of the Republic of San Marino
  • Saudi-Arabien: Saudi Arabian Monetary Agency
  • Schweden: Sveriges Riksbank
  • Schweiz: Swiss National Bank
  • Senegal: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Serbien: National Bank of Serbia
  • Seychellen: Central Bank of Seychelles
  • Sierra Leone: Bank of Sierra Leone
  • Simbabwe: Reserve Bank of Zimbabwe
  • Singapur: Monetary Authority of Singapore
  • Slowakei: National Bank of Slovakia
  • Slowenien: Bank of Slovenia
  • Spanien: Bank of Spain
  • Sri Lanka: Central Bank of Sri Lanka
  • Südafrika: South African Reserve Bank
  • Sudan: Bank of Sudan
  • Surinam: Central Bank of Suriname
  • Swasiland: The Central Bank of Swaziland
  • Tadschikistan: National Bank of Tajikistan
  • Tansania: Bank of Tanzania
  • Thailand: Bank of Thailand
  • Togo: Central Bank of West African States (BCEAO)
  • Tonga: National Reserve Bank of Tonga
  • Trinidad und Tobago: Central Bank of Trinidad and Tobago
  • Tschad: Bank of Central African States
  • Tschechische Republik: Czech National Bank
  • Tunesien: Central Bank of Tunisia
  • Türkei: Central Bank of the Republic of Turkey
  • Uganda: Bank of Uganda
  • Ukraine: National Bank of Ukraine
  • Ungarn: Magyar Nemzeti Bank
  • Uruguay: Central Bank of Uruguay
  • Vanuatu: Reserve Bank of Vanuatu
  • Venezuela: Central Bank of Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate: Central Bank of United Arab Emirates
  • Vereinigte Staaten: Federal Reserve, Federal Reserve Bank of New York
  • Vereinigtes Königreich: Bank of England
  • Vietnam: The State Bank of Vietnam
  • Weißrussland: National Bank of the Republic of Belarus
  • Zentralafrikanische Republik: Bank of Central African States

Diese Informationen sollen erstmal genügen. Ich bin mir sicher, damit mehr Informationen geliefert zu haben, als sämtliche „führenden“ Tageszeitungen dieses Landes in den letzten zehn Jahren nicht.

Mit Blick auf das internationale Rechtssystem wußte ein amerikanischer Jurist und Publizist namens Melvin Stamper Interessantes zu berichten:

„Der Plan sorgte außerdem für eine Kontrolle der Gerichte mittels der 1913 erschaffenen »American Bar Association«, deren Mutterorganisation die »European International Bar Association« war, die von Rothschild geschaffen wurde. Dies erlaubte den internationalen Bankiers, die Rechtspraxis zu kontrollieren insofern, daß nur denjenigen erlaubt wurde, vor Gerichten zu praktizieren, die unter ihrer Marke von Recht ausgebildet wurden, bei der es sich um Admiralitäts- und Vertragsrecht handelte. Das bürgerliche Recht der Menschen mußte ersetzt werden, da es dem natürlichen Menschen viele jurisdiktionale Schutzmechanismen vor der Gesetzgebung der Bankiers bot. […] Die 1930er waren eine Zeit des Essens, Trinkens und des Wohlfühlens, in der die Mehrheit der Bevölkerung das gute Leben lebte, sorglos und ohne darauf zu achten, was im Kongreß vor sich ging. Der Aktienmarkt brach zusammen, und diejenigen, die keine Insider waren, wurden nicht gewarnt, ihr Geld aus dem Markt zu ziehen, wodurch sie alles verloren. Dies ebnete den Weg für Roosevelts New Deal.“

  • Melvin Stamper, „Fruit from a Poisonous Tree“, Melvin Stamper, 2008, vertrieben durch iUniverse, Inc., S. 58. Übersetzung und Hervorhebungen durch mich.

So, nun lasse ich Sie aber in Ruhe. Das will ja erstmal alles verdaut werden.

Schreibe einen Kommentar