US-Präsident Donald Trump: Putins bester Helfer – WELT

Der Druck des amerikanischen Präsidenten auf Deutschland nimmt zu: Er will die US-Nato-Kontingente nach Polen verlegen. Damit destabilisiert er die Bundesrepublik mehr als jeder Asylstreit in der Union.

Quelle: US-Präsident Donald Trump: Putins bester Helfer – WELT

Wenn es um Geopolitik geht, kann es wirklich irre spannend sein, mehr als nur eine Sichtweise zuzulassen. Sofern man zum „Querdenken“ bereit ist. Gerade heutzutage, da die wie gleichgeschaltet agierenden Massenlobotomedien des „Mainstreams“ stets bemüht sind, immer nur eine, also die „offizielle“, zuzulassen: Was wir wissen (sollen), was wir nicht wissen (dürfen). Und erst recht, wenn es um „Russland“ und seinen Präsidenten Vladimir Putin geht. Von dem man natürlich halten kann, was immer man will.

Die klassische oder, wenn Sie so wollen, „konventionelle“ Interpretation dieses Trump’schen Manövers läuft, wie die Hirnweichschlagzeilen von Artikeln in CIA-Propagandaprospekten wie der Welt“ oder „Bild“ aus dem Hause Springer stets nahezulegen versuchen, darauf hinaus, dem russischen Bären eine Aggressivität oder imperialistische Eroberungssucht vorzuwerfen, die angeblich unleugbar gute Freunde jenseits des Atlantiks, namentlich die Vereinigten Schurkenstaaten von Zentralbankierika, seit dem Inside Job 9/11, den man getrost auch als „Reichstagsbrand 2.0“ bezeichnen darf, seit nunmehr 17 Jahren höchstselbst an den Tag legen, und das mit beachtlicher Verve, ja, mit richtig Schmackes. Doch die in Denkfabriken gebrieften gewieften Geschichtsklitterer aus der alpha-Etage gehobener Meinungsfälschung und postfaktischer pro-amerikanischer Berichtbestattung haben nunmal die Aufgabe, stets den Eindruck zu erwecken, als lauere die russische Bedrohung hinter jedem Dixi-Klo und selbstverständlich auch im Putinet. Ach, wußten Sie das noch gar nicht? Doch, doch: das Internet ist eine russische Erfindung, um den Westen mit Hackerangriffen, für die bislang noch kein einziger bißfester Beweis vorgelegt wurde, zu destabilisieren. Ehrlich. Mit der für „westliche“ Machteliten höchst erfreulichen Folge, endlich etwas gegen freie Meinungsäußerung böse russische Fake News im Putinet unternehmen zu können, also die Freiheiten der eigenen Bürger zu beschneiden.

Ja was haben Sie denn geglaubt, Sie Verschwörungstheoretiker? Selbstverständlich war es reiner Zufall, daß Lichtgestalten des zeitgenössischen Politricks wie z.B. Joschka Fischer, der zusammen mit David Rockefeller das ECFR gründete, also das „European Council on Foreign Relations“, die europäische Filiale des CFR, in vielbeachtensrenommerkenswerten Gastbeiträgen für die Fischröckchen Zeitungen dieser freiesten Republik, die es je auf besetztem bzw. unter Besatzungsrecht kolonialverwaltetem Boden gab, eben diese „russische Bedrohung“ stets beschworen und nach wie vor beschwören, damit der „Neue Europäische Sowjet“ (CFR-Mitglied Gorbatschow), also die E-UdSSR, ein nützliches Feindbild hat, um die Steuerplantagenlöhner auf gesamteuropäische Lösungen einschwören zu können. Angst, sagt der Volksmund, ist ein schlechter Ratgeber. Im Politrickbetrug ist es genau umgekehrt: Da ist sie der beste. Doch nicht nur Fischer, auch andere Absolventen irgendwelcher „Young Leader“-Programme irgendeiner der zahlreichen Denkfabriken aus dem institutionellen Netzwerk der NWO oder sonst irgendein Hampelmann des veröffentlichen Meinensollens wie z.B. Claus Kleber (Atlantikbrücke e.V., Aspen-Institut, beides Denkfabriken aus dem NWO-Verbund), sie alle werden nie müde, den Knechten Angst zu machen vor dem irren Iwan, dem man sich, Sie wissen schon, nur gesamteuropäisch™ entgegenstemmen könne.

Es ist eben immer dieselbe Prozedur, die von den Machteliten dieses putzigen Planeten bemüht wird, frei nach einem der berühmtesten Silvestersketche der Welt: Dinner for one world – same procedure as every century.

Moment. Sie glauben, die einzig mögliche Sichtweise in dieser Sache wäre die, Putin sei ein authentischer Feind des Westens? Und da sind Sie sich ganz sicher? Ich erwähnte gerade, daß Gorbatschow Mitglied des CFR war, und falls Sie meine fünfteilige Artikelreihe „Dr.Dialektik“ gelesen haben, werden Sie sich an dieser Stelle schon denken können, worauf ich hinaus will.

„Kissinger, Putin und der KGB“, lautet die Überschrift eines Kapitels aus dem Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa„. Darin heißt es (Hervorhebungen und Anmerkungen in eckigen Klammern durch mich):

„Wichtiger noch: Henry »Bor« Kissinger ist immer noch ein wichtiger Verbindungsmann der Finanzelite zu Russland. Laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Novosti vom 13. Juli 2007 trafen sich Kissinger und weitere ehemalige US-Offizielle mit dem sowjetischen Ex-Geheimdienst-Cef Primakow und Wladimir Putin in dessen Präsidentenresidenz. Ebenfalls bei diesem Treffen anwesend waren Ex-Außenminister George Shultz, Ex-Finanzminister Robert Rubin [ehemals Goldman Sachs], Rüstungskontrolleur Thomas Graham und Ex-Senator Sam Nunn – alles CFR-Mitglieder – und zusätzlich noch David O’Reilly, Vorstandschef von Chevron. Also offenbar eine Art CFR-Klassentreffen mit den sowjetischen Geheimdienstagenten Putin und Primakow! Primakow wird in dieser Meldung allerdings als Präsident der russischen Industrie- und Handelskammer vorgestellt. Er und Kissinger sind die Ko-Präsidenten der Arbeitsgruppe »Russland-USA: Blick in die Zukunft«.

Die Idee zur Bildung dieser Gruppe kam im April dieses Jahres bei einem Treffen Putins mit Primakow und Kissinger zur Sprache.

[…]

Laut Thatcher-Berater Story war Primakow einer der wichtigsten Männer bei der Umsetzung der Perestroika-Täuschung und ein Meister der Hegel’schen Dialektik.

[…]

Aber es kommt noch besser: Laut dem politischen Analysten und Buchautor Alexander Martin soll das Department of Homeland Security (Ministerium für Innere Sicherheit oder Heimatschutzministerium) ihn und Markus Wolf, den Chef des DDR-Auslandsgeheimdienstes, 2004 als Berater engagiert haben. Zum Teil datieren ähnliche Meldungen sogar bis 2001 zurück, was bedeuten würde, daß diese beiden das Ministerium mit aufgebaut hätten.

[…]

Sowohl Putin als auch Interimspräsident Medwedew treffen sich laut Novosti regelmäßig mit Kissinger.“ (Oliver Janich, „Die Vereinigten Staaten von Europa“, fbv, 1. Auflage 2014, S. 340-341)

Die konventionelle (und meiner Meinung nach von den „NWOliten“ sehr erwünschte) Lesart, die auch vom Mainstream hirnzertretsmühlenartig wiederholt wird, lautet natürlich: Ah, verstehe, die Sowjetunion ist in Wahrheit also nie untergegangen, das war nur ein Trick; ehemalige KGBler und Kommunisten versuchen tatsächlich, den Westen zu unterwandern und von innen heraus zu zerstören!

Zumindest ein Teil davon ist wahr: Ja, die UdSSR ist strenggenommen nie untergegangen. Das Politbüro ist lediglich umgezogen – nämlich von Moskau nach Brüssel. Es genügte, ein großes „E“ voranzustellen: EUdSSR. Und nicht umsonst – ich erwähnte es bereits – nannte CFR-Mitglied Gorbatschow sie ja auch den „neuen europäischen Sowjet“.

Aber das alles geschah nicht, weil Kommunisten den „Westen“ unterwandert hätten – solche „Good Cop/Bad Cop“-Inszenierungen gehören zum Special Effects-Arsenal der Machteliten, und das schon seit einigen hundert Jahren – sondern um mithilfe solcher nutzdialektischen Feindbilderdie man gleich selber aufbaut, nährt und pflegt oder sich ihrer Zusammenarbeit versichert, die Welt in der gewünschten Richtung, also hin zu einer Global Governance, einer „Weltregierung“ transformieren zu können. In diesem Kontext dürften zwei weitere Zitate extrem erhellend sein:

„Im Jahre 1891 organisierte Cecil Rhodes eine Geheimgesellschaft aus Mitgliedern eines »Zirkels von Initiierten« sowie einem äußeren Zirkel, bekannt als »Gesellschaft der Helfer«, später organisiert als Round-Table-Gruppe. In den Jahren 1909 bis 1913 gründeten sie semi-klandestine Round-Table-Gruppen in den wichtigsten britischen Kolonien und den Vereinigten Staaten. Im Jahre 1919 schufen sie das Royal Institute of International Affairs. Ähnliche Institute mit internationaler Ausrichtung wurden in den wichtigsten britischen Herrschaftsgebieten und den USA gegründet, dort unter dem Namen Council on Foreign Relations. Nach 1925 wurde das Institut of Pacific Relations in zwölf Ländern des pazifischen Raums gegründet“ (Carrol Quigley, „Tragedy and Hope“, S. 131, Hervorhebungen durch mich)

Auf Seite 950 desselben Buches geht’s ab:

„Es existiert und existierte für eine Generation ein internationales anglophiles Netzwerk, das auf eine Weise operiert, wie sich die radikale Rechte das Vorgehen der Kommunisten vorstellt. Tatsächlich hat dieses Netzwerk, das wir als Round-Table-Gruppen identifizieren können, nichts dagegen, mit Kommunisten zu kooperieren – oder irgendwelchen anderen Gruppen – was es auch regelmäßig tut. Ich weiß um die Tätigkeiten dieses Netzwerks, weil ich es zwanzig Jahre lang studiert habe und in den frühen Sechziger Jahren für zwei Jahre die Erlaubnis erhielt, ihre Papiere und geheimen Aufzeichnungen zu untersuchen.“ (Carroll Quigley, „Tragedy and Hope“, S. 950, Hervorhebungen durch mich)

Na Hallermarsch.

Doch nicht nur das. Der Kommunismus als Ideologie und die UdSSR als Nutzfeind wurden von denselben Eliten ja überhaupt erst aufgezogen. Siehe dazu auch Antony C. Suttons wegweisendes Werk „Wall Street und die Bolschewistische Revolution“ sowie E.R. Carmins „Das Schwarze Reich. Okkultismus und Politik im 20. Jahrhundert“. Und zum Nachtisch ein zuckersüßes Exzerpt aus einem bekannten deutschen Nachrichtenmagazin:

„Dort [im CFR, Anm. Axel B.C. Krauss] wurde später aber auch zuerst von Entspannung gegenüber der Sowjet-Union und Annäherung an China gesprochen. Von der kommenden Ölkrise war die Rede mehr als ein Jahr, bevor sie geschah, und von der Notwendigkeit einer neuen Nahost-Strategie. Doch von dem, was im Haus des Council vor sich geht, von den informellen Lunch-Treffen zwischen Konzernleuten und Regierungsbeamten, von den Studiengruppen amerikanischer und sowjetischer Experten, die sich seit 1969 regelmäßig an der Park Avenue treffen, von den Diskussionen mit Regierungschefs und Parteiführern aus Europa und Asien (denn nicht nur Helmut Schmidt und seine Vorgänger, auch Kohl und Biedenkopf haben sich vor dem Council schon präsentiert) — von alledem erfährt der Medienkonsument kein Wort. Denn Amerikas Gazetten und TV-Gesellschaften respektieren strikt die Vertraulichkeit des Rats — im Unterschied zur Vertraulichkeit der CIA -, und William Domhoff spottet: »Die freie Presse dieses Landes nimmt sich die Freiheit, ein Gremium, in welchem die mächtigsten Männer dieses Landes sich mit Weltpolitik befassen, als eine Art privaten Bridge-Club zu betrachten, der niemand tangiert und niemand etwas angeht.« […] Auch Henry Kissinger hat seine politische Karriere als Studienleiter im Council begonnen.“ (Link zum „Spiegel“-Artikel)

Seit 1969 arbeiteten amerikanische und sowjetische Experten im CFR zusammen? Hey, aber das waren doch Feinde!

Ja. Das hat man Ihnen erzählt. Offiziellerseits. Stimmte aber nicht. Lesen Sie ruhig in Suttons „The Best Enemy Money Can Buy“ nach. Dort wird unter Vorlage dokumentarischen Beweismaterials aufgezeigt, daß „westliche“ globalistische Eliten Etiketten wie „Osten“ oder „Westen“ nur als Tarnung benutzen – um es auf den Punkt zu bringen. Guten Appetit:

„Die Invasion Afghanistans bildete eine signifante Änderung in der militärischen Taktik der Sowjets. Abweichend von einem halben Jahrhundert langsamer, schwerfälliger, »Ersticke den Feind mit roher Gewalt«-Taktik adoptierte die Führung des sowjetischen Militärs den Blitzkrieg. Über Nacht nahmen die Sowjets den Flughafen in Kabul ein und umzingelten die Hauptstadt mit Panzern. Panzern? Mittels einer Invasion über Nacht? Wie gelang es 30 Tonnen schweren sowjetischen Panzern, von der russischen Grenze bis in die Innenstadt Kabuls in einem Tag vorzurücken? Und was ist mit dem rauhen afghanischen Terrain? Die Antwort ist einfach: es gibt zwei Autobahnen von der Sowjetunion nach Kabul, eine davon ist 1041 Kilometer lang. Ihre Brücken halten das Gewicht von Panzern aus. Glauben Sie, das afghanische Bauern diese Straßen für von Yaks gezogene Karren gebaut haben? Glauben Sie, daß sie überhaupt von afghanischen Bauern errichtet wurden? Nein, Sie haben sie gebaut. Im Jahre 1966 tauchten erste Berichte über dieses gewaltige Bauprojekt in obskuren US-Magazinen auf. Im Jahr darauf war das Projekt abgeschlossen. Es war Teil von Lyndon Johnsons »Great Society«. Sowjetische und amerikanische Ingenieure, die Seite an Seite arbeiteten, um US-Auslandshilfen und russisches Geld zum Bau dieser Autobahnen auszugeben […] Gäbe es in der Welt internationaler Auslandshilfen Gerechtigkeit, hätten die russischen Panzer eigentlich an Schildern vorbeirollen müssen, auf denen steht: »Errichtet dank US-amerikanischer Steuergelder«. Dufte Typen, diese Sowjets. Wollten doch nur einer technologisch rückständigen Nation helfen. Dufte Typen, diese amerikanischen Beamten für Auslandshilfe. Auch sie wollten nur einer technologisch rückständigen Nation helfen … der Sowjetunion.“ (Antony C. Sutton, „The Best Enemy Money Can Buy“, Dauphin Publications, Inc., überarbeitete Neuauflage, Englisch, 2014, Seite 3. Übersetzung aus dem Englischen und Hervorhebungen durch mich)

Von heute an können Sie jedem mit Gewißheit sagen: »Die Vereinigten Staaten finanzierten die ökonomische und militärische Entwicklung der Sowjetunion. Ohne diese Hilfe, ermöglicht durch US-Steuerzahler, gäbe es keine signifkante Bedrohung durch sowjetisches Militär, denn es gäbe keine sowjetische Wirtschaft, die ihre Kriegsmaschinerie tragen könnte, ganz zu schweigen von fortschrittlicher militärischer Ausrüstung«. Sollte ihr Zuhörer Sie dafür verspotten, überreichen Sie ihm einfach eine Ausgabe dieses Buches. Es wird seinen Mund mit Fußnoten stopfen.“ (Ebda., S. 5)

Und wo ich gerade schon so schön in Fahrt bin, haue ich Ihnen gleich noch etwas um die Ohren, Piff Paff (aus einem Interview, daß G. Edward Griffin mit dem Leiter des sogenannten „Reece-Comitee“, Norman Dodd, führte, einer Untersuchungskommission, die sich den Tätigkeiten sogenannter „Tax Exempt Foundations“, also steuerbefreiter Stiftungen der Machteliten widmete):

„Dodd: Rowan Gaither war zu dieser Zeit Präsident der Ford Foundation. Mr. Gaither bat um eine Unterredung, sobald ich in New York sein könnte. Er fragte mich, ihn in seinem Büro anzurufen, was ich tat. Als ich dort eintraf und nach einigen ausgetauschten Freundlichkeiten sagte Mr. Gaither zu mir: »Mr. Dodd, wir haben sie gebeten, heute hierher zu kommen, weil wir dachten, daß Sie uns vielleicht abseits des Protokolls erzählen würden, warum der Kongress an den Aktivitäten von Stiftungen interessiert ist, wie wir eine darstellen.« Und bevor ich darüber nachdenken konnte, was ich darauf antworten sollte, fuhr Mr. Gaither fort und verkündete freiwillig: »Mr. Dodd, alle unserer Mitarbeiter hier, die Anteil an der Ausarbeitung von Strategien hatten, haben entweder Erfahrungen mit dem OSS während des Krieges gemacht oder danach mit der europäischen Wirtschaftsverwaltung. Wir haben Erfahrung darin, unter Direktiven zu arbeiten. Diese kommen und kamen aus dem Weißen Haus. Wir folgen solchen Direktiven immer noch. Würden Sie gerne wissen, worum es dabei geht?«

Ich sagte, »Ja, Mr. Gaither, das würde ich sehr gerne wissen.« Woraufhin er mir Folgendes sagte: »Mr. Dodd, wir folgen hier Direktiven, deren Ziel darin besteht, unsere finanzielle Unterstützung dafür aufzuwenden, das Leben in den Vereinigten Staaten dergestalt zu ändern, daß wir leicht mit der Sowjetunion verschmolzen werden können.« Nun, Mr. Griffin, ich fiel fast vom Stuhl.“ (G. Edward Griffin, „Transcript of Norman Dodd Interview“, 1982. Übersetzung und Hervorhebung durch mich).

Wenn Donald Trump nun ankündigt, amerikanische Truppen aus Deutschland abziehen zu wollen, kann man das – soweit liegt der Autor des „Welt“-Artikels richtig – als Versuch der Destabilisierung werten. Doch zu welchem Zweck? Als politisches Druckmittel vielleicht? Gerade in den Jahren seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine und der begleitenden antirussischen Dauerhetze in der hiesigen Presse wird man doch annehmen dürfen, daß Putin unmöglich so dumm sein kann, einen solchen Köder zu schlucken? Denn selbstverständlich wäre ein Truppenabzug für die angeblichen Eroberungsfantasien des Kreml förmlich eine von Trump persönlich unterschriebene und mit Kußmund abgeschickte Einladungskarte für einen möglichen militärischen Angriff durch Moskau. Das gibt’s doch nicht?

Es sei denn, man zieht zumindest die Möglichkeit in Betracht, daß Trumps Funktion – wie von mir im sechsten und abschließenden Teil der „Dr. Dialektik“-Reihe vermutungsweise beschrieben – darin besteht, genau die Art von nationalistischen bzw. internationalen Spannungen, Konflikten und Krisen, ja möglicherweise gar Kriegen zu verursachen, die die Globalisten benötigen, um daraus ihre „Lösung“, ihre „Synthese“ ziehen zu können. Und mit einem letzten, kruden verschwörungstheoretischen Zitat verabschiede ich mich in diesen lauen Sommersamstag:

„Die operative Geschichte der Ordens kann nur verstanden werden im Rahmen eines Hegel’schen dialektischen Prozesses.“, so Antony Sutton. „Einfach ausgedrückt geht es dabei um die Vorstellung, daß Konflikt Geschichte erzeugt. Aus diesem Axiom folgt, daß kontrollierter Konflikt eine vorbestimmte Geschichte erzeugen kann. Beispiel: Wenn die Trilaterale Kommission »gelenkten Konflikt« diskutiert, wie sie es in ihrer Literatur extensiv tut, impliziert die Kommission damit die gesteuerte Anwendung von Konflikten zur Erreichung langfristiger Ziele – keine bloß zufällige Übung manipulativer Kontrolle, um ein Problem zu lösen.

Die Dialektik führt diesen »gelenkten Konflikt« der Trilateralen einen Schritt weiter. In Hegel’schen Begriffen schafft eine existierende Kraft (These) eine Gegenkraft (Antithese). Konflikt zwischen beiden Kräften resultiert in der Bildung einer Synthese. Dann startet dieser Prozeß von Neuem: These vs. Antithese führt zu einer Synthese.

Die Synthese, die vom Establishment angestrebt wird, nennt sich Neue Weltordnung. Ohne kontrollierten Konflikt läßt sie sich nicht errichten. Zufällige individuelle Handlungen von Personen in der Gesellschaft würden diese Synthese nicht herbeiführen, die künstlich ist – deshalb muß sie erzeugt werden. Und das geht nur durch den kalkulierten, gelenkten Gebrauch von Konflikten. […] Das erklärt, warum die internationalen Bankiers die Nazis unterstützten, die Sowjetunion, Nordkorea, Nordvietnam, bis zum Erbrechen – gegen die Vereinigten Staaten. Der »Konflikt« erzeugt Profite, während man die Welt immer näher an eine Weltregierung heranführt. Der Prozeß dauert bis heute an.“ (Antony C. Sutton, „America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull & Bones“, TrineDay LLC, 2009, S. 115. Fettschrift im Original durch Kursivsetzung und ergänzt, weitere Hervorhebungen durch mich)

Nachtrag: Hätte ich fast vergessen, hinzuzufügen: wahrscheinlicher dürfte sein, daß es sich um einen „symbolischen Akt“ handelt, da Deutschland, wie Barack Obama bei einem Besuch der Drohnenbasis Ramstein vor einigen Jahren sagte, ein „besetztes Land“ ist und dies auch noch „für lange Zeit“ bleiben wird. Wenn überhaupt, würde höchstens ein sehr kleiner Prozentsatz der in Deutschland stationierten US-Truppen abgezogen. Doch mit welchem Ziel?

Es würde mich keine Sekunde überraschen, sollte demnächst seitens der EU-Führungsspitze und auch deutscher „Spitzen“-Politiker verkündet werden, das „erratische“, „unkalkulierbare“ Vorgehen des US-Präsidenten, seine „Unverlässlichkeit“ als Partner in Verteidigungsfragen unterstreiche die Notwendigkeit der Besinnung „Europas“ auf seine „eigenen Stärken“; „Europa“ müsse in Zukunft eben selber für seinen Schutz sorgen; es müsse einen „gemeinsamen“ europäischen Verteidigungshaushalt geben für eine EU-Armee …

Vergessen Sie bitte nicht, daß die Rüstungskomplexe beider „Blöcke“, sowohl der USA als auch der EU, derselben Machtelite unterstehen. Mit anderen Worten: Es könnte sich, um es so simpel wie möglich auszudrücken, lediglich um ein „Money Making Scheme“ handeln. Denn wer finanziert höhere Rüstungshaushalte? Korrekt: die Steuerwollepflücker der jeweiligen Satellitenstaaten der EUdSSR …

In diesem Sinne wäre Trump nicht Putins bester Helfer, sondern „Wasserträger“ der Eliten …

UPDATE: Washington hat den angeblich geplanten Truppenabzug bzw. die Verringerung der Zahl stationierter Soldaten nun dementiert – laut eines Artikels der „Zeit“. Seit dem Hickhack der blonden Fönwelle aus dem Oval Office in Sachen Nordkorea dürfte jedoch klar geworden sein, was von solchen Meldungen zu halten ist. Gut möglich, daß übermorgen oder in einer Woche wieder ganz Anderes verlautbart wird. Mein Bauchgefühl sagt mir: wenn Entscheidungen in einem dermassen flatterhaften Rhythmus abwechselnd getroffen und widerrufen werden, geht es meistens um etwas anderes. Oder es sollen andere, wichtigere Vorgänge in den Hintergrund rücken. Ich weiß nur eines: Das Meldungs- und Dementi-Tohuwabohu nervt kolossal. Vor allem ist es kindisch und albern.

 

 

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