Verkaufszahlen von Springerstiefeln im freien Fall: Extremismusbekämpfung zeigt Wirkung – Domestos Inland – Geisteshygiene.de

Die Frau des Chemiewaffen-Schlächters Baschar al-Assad hat Brustkrebs. Und ein Gedanke liegt nicht fern. „Das trifft die Richtige!“

Quelle: Syrien: Brustkrebs bei Frau von Assad. Darf ich mich darüber freuen? – Politik Ausland – Bild.de

‚Tschuldigung. Ich habe nach einer bissigeren, knackigeren, schärferen, prägnanteren, sarkastischeren, zielgenaueren Schlagzeile gesucht, fand aber leider keine bessere als diese. Manchmal muß man Dinge einfach so stehen lassen. Vor allem: Warum sollte man sich selbst dadurch unnötig erniedrigen, zuviel Zeit in den tiefsten Niederungen menschlicher Abgründe zu verbringen, in den Ritzen und Spalten, den Abartigkeiten und Perversitäten, dem Schleim und Schmodder, Schmutz und Schund, den Schäbigkeiten und Abnormalitäten zutiefst gestörter und verwirrter Hirne? Warum stets unter Beckenrändern nach Journurinstein schaben? Überläßt man das nicht eigentlich Profis, also erfahrenen Putzkolonnen? Die werden ja wohl wissen, wie man hartnäckigen Verschmutzungen entgegenwirkt.

Ist es wirklich nötig, darauf hinzuweisen, daß die Täterschaft Assads bzw. der Assad-Regierung, was die sogenannten „Chemie-Angriffe“ betrifft, bis heute starke Ähnlichkeit zum Fundort der Leiche Jimmy Hoffas aufweist, also nie wirklich ermittelt werden konnte? Und muß ich überhaupt noch erwähnen, daß die berühmte Äußerung des ehemaligen US-Außenministers John Kerry, man habe diesbezüglich „unleugbare Beweise“, immerhin die positive Folge hatte, mich zur geflügelten Formulierung von den „unleugbar Guten“ zu inspirieren, die nie was falsch machen können, so sehr sie sich auch mühen? Und muß ich …

Doch lassen wir das. Es bringt sowieso nichts. Erstens weiß jeder gute Newsfaker, der die Springer-Schule für Journalistricks durchlief bzw. ein Abbaustudium Ethik, eh längst, daß in der postfaktischen Widde Widde-Welt der transatlantischen Berichtbestattung vom „Frankfurter Allgemeinen State Department“ über den Nato-„Spiegel“, die Hamburger Hotelpagen vom Bilderberg („Die Zeit“) über die sülzdeutschen Hofsänger und den Tageszerrspiegel bis eben hin zur „Welt des humanitären Hilfsmords“, saubere Recherchen, ein gesundes, stabiles Rückgrat, Gewissen, Moralvorstellungen, das Einhalten von Arbeitstugenden etc. im heutigen deutschen Alpha-Komplizentum obsolete Eigenschaften sind.

Also kein Grund zur Aufregung. Alles wie gehabt in Gepettos kleiner Medienwerkstatt. Desweiteren wäre hier zu fragen – gerade vor dem Hintergrund der glücklicherweise rapide sinkenden Auflage von Springers ehemals leider umsätzträchtigsten Klorolle – ob hier womöglich nur versucht wurde, durch ein künstlich induziertes Aufregerchen wenigstens nochmal etwas Aufmerksamkeit zu erregen, so wie ein sterbendes Tier in der Wüste noch einen letzten Schrei ausstößt in der Hoffnung, von einem edlen Retter erhört zu werden.

Dumm nur, wenn man diese dadurch vergrätzt, mit solchen Erschlagzeilen aus dunkeldeutschen Zeiten zu vergrätzen. Autsch. Das kann eigentlich nur schiefgehen. Mithin ist es mir ehrlich gesagt flitzpiepenegal, welche verhaltensoriginelle Absicht nun dahintergestanden haben mag: Weg mit dem Dreck! Endlich! Außerdem ist Julius Streicher schon lange tot, soweit ich weiß.

Abschließend möchte ich nur noch ein paar gewiß nicht weniger provokante, allerdings eher sarkastisch gemeinte Fragen stellen:

  • Darf man sich freuen, sollten Politiker, die im Verbund mit ihren Buddies aus der Bankenwelt im Zuge einer sogenannten „Euro-Rettungsaktion“ Abermilliarden hart erarbeiteter Steuergelder veruntreuen, von einer schweren Krankheit dahingerafft werden?
  • Darf man sich freuen, wenn eine Meute überaus „nützlicher Idioten“, die Angriffskriege wie z.B. den in Libyen befürworten und unterstützen, irgendwann von aufgebrachten Bürgern an Laternen und Ampeln aufgeknüpft werden, weil die größte Folge dieses Krieges, also eine gewisse Migrationswelle, deren Ursache, also der Krieg im nordafrikanischen Land, zudem neuerdings dem „Klima“ zugeschrieben bzw. -gelogen werden soll, denjenigen, die die Folgekosten dieses gewollten Kalergi’schen und ganz allgemein machtelitärerseits erwünschten „Sozialexperiments“ tragen „dürfen“, sukzessive die Kröten aus dem Beutel lutschen?
  • Darf man sich freuen, sollten Journalunken, die seit über einem Jahrzehnt Lesern, Hörern und Zusehern die wahren Motive zahlreicher Kriege im Ausland, vor allem im Mittleren Osten und in Afrika, natogetreu verschweigen, einfach mal zusammen mit Giftschlangen, Skorpionen, hochtoxischen Spinnen und anderen in diesem Sinne äußerst nützlichen Tierchen in einen Sack gestopft und den nächsten Hügel hinabgekickt werden?

Keine Sorge. Wie gesagt: Nur Sarkasmus. Meine Antwort darauf lautet: Nein, natürlich sollte man sich über sowas nicht freuen. Denn wissen Sie, sich daran zu delektieren, würde bedeuten, sich auf dasselbe Antiniveau herabzulassen, sich selbst ebenso zu entmenschlichen, zu entherzen und vor allem -hirnen wie die bemitleidenswerten Kreaturen, die unverdientermaßen auch noch Geld für das Ausscheiden solcher Perversitäten bekommen. Es ist kein Grund zur Aufregung, es sollte traurig machen, tieftraurig; es sollte niemanden mehr wütend machen, sondern höchstens depressiv; es ist armselig, unter aller Sau und durch nichts zu entschuldigen.

Ach ja, und falls sich jemand dafür interessiert, was in Syrien hinter den mythomedial aufgezogenen Pappmaché-Kulissen so alles lief, bitte sehr.

Und jetzt entschuldigen Sie mich, ich muß

 

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