Zum Umgang mit Wissenschaftsleugnern: Ausschwärmen und die Stirn bieten

Wie umgehen mit radikalen Impfgegnern, Klimaleugnern und sonstigen Faktenverdrehern? Die Experimente dazu zeigen: Im öffentlichen Raum gibt es nur eins: Ausschwärmen und die Stirn bieten.

Quelle: Zum Umgang mit Wissenschaftsleugnern: Ausschwärmen und die Stirn bieten

Wer wissen möchte, wie das damals alles passieren konnte, also ich meine … ach ihr wißt schon … gewinnt hier einen ganz buchstäblich zeitgenössischen Einblick, um die Entstehung totalitärer Systeme live und in Farbe studieren zu können.

Andersdenkende und -meinende sind jetzt also schon die „Falschen“.

Falsche Menschen mit falscher Meinung. Das weckt ungute historische Erinnerungen aus dem Dritten.

Kurz danach war es dann das Vierte Reich, also das Unrechtsregime der DDR, an dessen politischer Spitze bzw. in dessen Po-litischer Arschritze eine kleine Meute selbsternannter Richtiger darüber wachte, daß die Falschen auch schön im Paradies bleiben und nich‘ einfach abhauen, sondern ihren Kolchosenbeitrag zum einzig Richtigen, Wahren, Guten und Schönen leisten.

Okay, Spaß beiseite: Schon an ihren Formulierungen wird ersichtlich, daß die Verfasserin dieses primitiven totalitären Geschmiers ein ganz besonders dummer Mensch ist, der – vermute ich jetzt mal – aufgrund einer wodurch auch immer bedingten Lernbehinderung aus der Geschichte einfach keine geistig fruchtbaren Erkenntnisse zu ziehen vermag.

Bestes bzw. schlechtestes und grotesk lächerliches Beispiel: „Klimaleugner“.

Was es natürlich nicht gibt. Kein Mensch kann das „Klima leugnen“.

Aber so ist das wohl heutzutage, wenn man eine Tiefschule durchlaufen hat, vielleicht noch mit Abbaustudiengang Journalistik oder so.

Hier ein weiterer, kinderleicht zu entkräftender Auszug:

„Für Freunde der Wissenschaft, typischerweise auch Liebhaber des zivilisierten Austauschs von Argumenten, ist das Zelebrieren des Kontrafaktischen schwer zu ertragen. Doch wie sollen sie sich in öffentlichen Diskussionen verhalten?“

Ganz im Gegenteil. Da fängt’s ja schon an. Gerade für Liebhaber des angeblichen Faktischen wäre es schließlich ein Leichtes, ja, ein Kinderleichtes, Kontrafaktisches zu widerlegen.

Wie die sich in „öffentlichen Diskussionen“ verhalten sollten? Naja, vielleicht könnten sie das tun, was alle Liebhaber des – vor allem mit Blick auf den römergemachten Clubwandel (womit ich natürlich das Propagandanarrativ vom „anthropogenen Klimawandel“ meine) – politisch indoktrinierten und oktroyierten „Faktischen“ so gerne tun:

Nämlich Diskussionen von vornherein vollständig vermeiden. Durch Ächtung, Diffamierung und Verleumdung all derjenigen, die zum sogenannten „Faktischen“ vielleicht doch noch ein paar Fragen hätten. Dadurch, Diskussionen mit ihnen zu vermeiden. Oder haben sie in letzter Zeit irgendeine sachliche, fachlich fundierte Diskussion mit irgendeinem „Klimaleugner“ erlebt? Eben.

Denn das „Faktische“ einer bestimmten Zeit – dies hat die Geschichte gerade der Naturwissenschaften immer wieder bewiesen – muß ja nicht „Ultima Ratio“ sein, also in faktischen Stein gemeißelt, gelle, Madame Qualitätsjournalistin?

Ist ja schon vorgekommen, daß so manches „Faktische“ später revidiert oder zumindest ergänzt/korrigiert werden mußte.

Mit anderen Worten: In der Ungeisteshaltung dieser Autorin zeigt sich ein „Totalitarismus des vermeintlich Faktischen“, der sich für unwiderlegbar, unkritisierbar und sakrosankt hält; der es nicht mehr für nötig erachtet, sich mit Kritikern auseinanderzusetzen, sondern diese einfach kollektiv als „Leugner“, ja sogar als „die Falschen“ verunglimpft und somit bereits als nicht diskussionswürdig hinstellt.

Reife Leistung, Schnuckel.

Und wenn ich so ganz nebenbei mal höflich anfragen dürfte: Welche Expertise, welches Fachwissen in den von dir angesprochenen Themengebieten besitzt Du denn bitte, was kannst Du diesbezüglich vorweisen, daß du glaubst, solche journalistischen Standgerichtsurteile aus dem Schlüpfer schütteln zu können, hm?

Wer bist Du bitte? Wie viele wissenschaftliche Schriften zum Thema Klimaforschung hast Du bisher publiziert? Oder wie viele zum Thema Impfen?

Ich freue mich auf die gewiß unleugbare, vielbeachtensrenommerkenswerte Liste deiner Bücher. Kann’s gar nicht abwarten, die zu lesen, um wieder auf den einzig richtigen Pfad geleitet zu werden.

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