November 28, 2022

Gastbeitrag: Die fehlgeleiteten Kinder im aktuellen System – Eine Österreicherin

Ich danke für die Zuschrift und respektiere natürlich den Wunsch der Autorin nach Anonymität.


Kinder im Allgemeinen und Kinder, die etwas anders sind, gelten in der Schule per se als krank, behandlungsbedürftig und werden vehement bekämpft.

Genau wie in jedem anderen Sektor des sozialen Umgangs und Zusammenlebens gibt es Unzufriedenheit, Empörung und Unsicherheit mit der Handhabung. Die zuständigen Stellen wie Schule, Jugendamt und Justiz berufen sich jeweils auf ihre „Ausbildung“, ihre „Kompetenz“ und ihre Zuständigkeit und alle sind überzeugt, das Richtige zu tun, obwohl ALLE mehr oder weniger an Burn-Out, Monotonie, Zwangsdenken – ohne eigene Kreativität und Organisation, sprich eigenes Denken „funktionieren“, oder/und früh sterben.

Im Zweifelsfalle wird sich hinausgeredet auf Vorschriften, Kontrollfunktion der übergeordneten Stellen und Tradition. Leider denken die Eltern nicht so weit, dass es ihr Kind ist, um das es geht und wo diese Lehrer, Diplomsozialarbeiter/-pädagogen und Richter sind, wenn ihr Kind 18 Jahre alt ist?

Die Beschulung der Kinder ist gesetzliche Pflicht. Also hat der Gesetzgeber dafür zu sorgen, dass unsere Kinder artgerecht begleitet werden und weder einer allgemeingültigen Dressur unterzogen werden, noch einem Unterricht ausgesetzt, der diese, unsere Kinder, in Maschinen umformt!

Diese, unsere, eben gezeugten und geborenen Kinder, welche verschiedene Talente und Begabungen in sich verborgen haben, mit völlig verschiedener Art, diese auszudrücken, von denen jedes Kind ein eigenes Temperament und spezielles Lebenstempo mitbringt, haben es verdient, auf jene Art begleitet zu werden, die das Kind in sich respektiert und so bleiben lässt, wie es ist, um es einem liebevollen ANGEBOT auszusetzen, aus dem das Kind wählen kann, um die Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen zu erwerben – und darüber hinaus nach Neigung und eigenem Antrieb selbst zu bestimmen, wie es sein Leben ausfüllen will, indem es sein Leben selbst zelebriert.

„Der Mensch wird geboren, um zu leben.“ – Zitat Schweizer Bankfachmann.

Das bedeutet, dass es Spaß machen darf, zu leben, dass es Glück beinhaltet, dass es Seligkeit ist, sich in der Zeit und den Möglichkeiten fortzubewegen! Dazu gehört der aktuelle Schulalltag sicher nicht. Die Kinder werden in ein veraltetes Raster gepresst und wenn ein Kind diesem nicht entspricht, wird es gefoltert. Es wird so laut angeschrien, dass es danach taub ist. Es wird ausgeschlossen von der Lesenacht, weil es in der Pause getanzt hat. Es wird mit Tabletten wie Ritalin und Stratera vollgestopft, sodass es jeden Vormittag zur Toilette laufen muss, um zu kotzen. Das weiße, grüne Gesicht des Kindes wird ignoriert.

Das Kind wird von einer Therapie zur nächsten gejagt, wie zB. Ergotherapie, die massiv praktiziert wird, obwohl daraus keine Änderung der leichten Spasmen erwirkt wird. Ob damit Geld „gemacht“ wird, von denen einige Einrichtungen profitieren, darf gefragt werden, ob dieser völlig wirkungslosen Praxis! Das Kind wird aus der Schule geworfen, bekommt den Status eines „Integrationskindes“, wird stigmatisiert, mit Diagnosen beworfen, die zusätzlich noch oft genug die falschen sind, muss in einer Sonderschule oder einer Integrationsklasse seinen saueren Schulalltag als „geächtet“ fristen. Der ein oder andere Lehrer wird sagen: „Das Kind begreift es nicht, es kann nicht rechnen.“ Sobald dieser Prozeß nach neun Jahren Pflichtschule abgeschlossen ist, bleibt ein junger Mensch übrig, der sich die Arme aufritzt, bis zur Ohnmacht, der Alkohol braucht, um die Schäden des allgemeinen Mobbings von Lehrern und anderen Schülern zu betäuben, er wird sich nicht erinnern können, dass er vor fünf Minuten seinen besten Freund beschimpft hat, weil sein Gehirn von der dauerhaften Einnahme von Tabletten während des Wachstums schwer geschädigt ist.

Ja nach Engagement seiner Eltern wird der junge Mensch extern seine Pflichtschule mit Auszeichnung und Mathe 1 abschließen, obwohl er laut Lehrer nicht rechnen kann, seine Schäden weitgehend ablegen, indem er sich Hobbies zulegt, in Extremen tümpeln, einen Beruf erlernen, gerade noch von der Kriminalität errettet werden oder schwer depressiv, unfähig irgend etwas zu tun, vor dem PC verkümmern.

Die paar Kinder, welche der Schulnorm entsprochen haben, werden Karriere machen, in der Wirtschaft einige wenige, im Amtsapparat des Gesetzgebers die anderen. Sie werden Lehrer, Sozialarbeiter, Anwälte, Richter, Pfarrer, Polizisten, Bürgermeister, Landesräte, Kanzler, Präsidenten und dabei werden sie genau darauf achten, dass alle anderen die Gesetze und erlernten Pflichten vorschriftsmäßig einhalten.

Mit etwa 40 Jahren sind sie dann im Burn-Out und/oder Depressionen angelangt, müssen zum Analytiker, dieser wird dann den Fehler finden, er liegt immer in der Unzulänglichkeit der Eltern, womit der letzte Halt vom Menschen entfernt wird, um ab dann nur mehr dämmernd die rettende Rente zu erwarten.

Eltern: Rettet Eure Kinder vor dem gängigen Unterrichtssystem! Es sind Eure Kinder, Ihr habt es in der Hand, ob Eure Kinder glückliche Menschen werden, welche dieses schäbige Unterdrückungs-System abzuwerfen fähig sind !!! DANKE


Ich möchte diesem Beitrag ein Exzerpt aus einem Buch von Dr. theol. habil. Elisabeth Roth zur Seite stellen [Hervorhebungen durch mich]:

Die natürliche Person, der »Mensch« bei Leibe, wird von der »Geld-Schein-Bildung« übergangen. Diese zentriert sich, bei Geiste, »haupt-sächlich« auf die juristische Person zur »Aus-Bildung« im Dienst der »Geld-Schein-Bildung«! Die funktionale Fremdleitung ist selbst mit »verschuldete Unmündigkeit«. Es mangelt an Einspurung in das eigene Spüren und Denken. Vom inneren Selbstbefinden wird systemisch »weggeführt« durch äußerlich vorgegebene Lenkstrukturen wie Benotung, Belohnung, Bestrafung, usw. Diese »Be-Handel-ung« steuert irritierend spontan gesundes Selbst-Empfinden, -Wahrnehmen, -Denken.

Die Fremd-Führung bürdet viele Wünsche auf, indirekte und direkte Forderungen von Eltern, Freunden, Chefs, Politikern etc. Gerade diese verlangen lautstark Wirtschaftswachstum. Das entgegne dem sintflutartigen Anstieg der Staatsschulden! Sie verheimlichen naiv oder listig den zinsexponentiell bedingt unmöglichen Abbau […]

Dazu hilft die mechanistische Sicht, obgleich die cartesianische Spaltung naturwissenschaftlich längst überholt ist. Sie betreibt Instrumentalisierung, Teilung im »Menschen« und Trennung der »Menschen«. Die Vorsilbe »be« verrät: Das Subjekt wird unmerklich zum Objekt, zum austauschbaren, handelbaren Handlanger der System-Führer. Sie lassen alle Geborenen registrieren: (Trust-)bewerten, beeinflussen, beschulen, benoten,  beschäftigen, betreuen ganz allmählich zu persönlichkeitsentkernten Biowesen mit Funktionsfertigkeiten. Ihre Gaben kommen kriegslistig mehr zur Verwertung im Ab-, statt Aufbau ihrer Persönlichkeit: Was kommt raus – was bringt es? Das ist die im Wesenskern »ver-führende« Frage.

Es muß sich rechnen, in Zeugnis- wie Geldnoten. Vom Kindergarten bis zur Hochschule treibt der negativ reibende Dauerkampf! Der ist als »gesunder Wettbewerb« gepriesen, medizinisch falsch, verdreht: Das zerebrale Vermögen mindert sich bei stetigem Dauerstreß. Er schädigt die individuell je anfälligsten Organe. Ebenso verkehrt ist negative Konkurrenz: Das Volk »verführend«, fördert das Geldsystem ein konfrontierendes Gegeneinander, statt das der Natur gemäße kooperative Miteinander in Kohärenz sowie das individuell Nonverbale und Verbale in Balance. Wider die Natur ist das intrapersonal Kontraproduktive und interpersonal Kontrakonkurrierende »fortgeführt« in der Wirtschaft. Darin arbeitende Eltern geben ihre Last ungewollt nonverbal weiter an ihre Kinder. Bewußt sagen sie ihnen nichts. Doch diese spüren, was jene bewegt, trotz Selbstbeherrschung. Kinder nehmen sensibler wahr als Erwachsene; sie sind durch die »Geld-Schein-Bildung« rational einseitig überprägt verbildet. Aber ihr Körper spricht das Gefühlte wortlos ausdrucksstark heraus. Das ist Eltern kaum bewußt. Sie sozialisieren emotionale Verdrängung als Disziplin wie Disziplinierung. Diese spaltende Haltung beeinflußt biologische Transformationen schlecht!

Das cartesianische wie das Janus-gemäße Spalten des Einzelnen in Körper und Geist entspricht sozial dem Zerlegen im Gegeneinander: Darin soll die juristische Person mehr Schein als Sein erstreben, Gut-Haben, kaum Gut-Sein. Das stärkt individuell wie kollektiv das antisoziale Gieren. Es ist symbiotisch aufgezwungener Profilierungskrieg um konkurrierende Märkte, politische Parteien, schulische Systeme, berufliche Posten, unzureichende Anerkennung etc., so auch meist im Partner-, Ehe-, Familien-Konflikt!

Im Schein des Friedens ist Wettbewerb als Bereicherung öffentlich belobigt. Es ist schein-heilig gezielte »Weg-Führung« von dem, was binnen- und zwischenmenschlich zusammenhält; der »Mensch« wird wider seine Natur gekehrt. Er ist vom Zentrum zur Peripherie gezogen, vom Sein zum Schein äußerlich bis zum Burnout innerlich. Der Prozeß der Barbarisierung schreitet arbeitsreal und medial kommerzialisiert voran, echt wie virtuell: Trug und Lug, Mobbing, Verbrechen, Morde ziehen unmerklich neuronale Spuren!

– Wem nutzen zerebrale wie soziale Debalance und funktional »geführte Aus-Bildung«? Die intra- und interpersonale Zerlegung der »Menschen« ist ein circulus vitiosus, ein Teufelskreis. Er betreibt den Niedergang der Menschheit und der Kultus-Kultur okkult-politisch wie in einem haifischartigen Uterus-Becken: Darin halten oral und anal fixierte, reifungsrenitente »Blut«-Geldsaufende die Menschheit fötal gefangen zur Ausbeutung ihrer Erwerbskraft im Kampf untereinander. Vom Verdienst ist nur ein Rest belassen, das Leben in Geld-Noten-Not zu »be-streit-en«. Es ist systemisch gewolltes Tod-Leben der Massen für eine feudale Macht. Die Führung der Sinne und des Sinnes auf das Geld-Schein-Erwerben zum Überleben lenkt ab von der »Geld-Schein-Bildung« zum Tode. Dazu schweigt das Bildungssystem beredt.

Aus: Dr. theol. habil. Elizabeth Roth, „Und führe uns zur Geld-Schein-Bildung“, S. 11/12.

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