Liebe Leser,

Sie werden sich vielleicht fragen, warum ich die heute übliche Floskel „Liebe Leserinnen und Leser“, plumpe Terroranschläge auf unsere Sprache wie „Leser*innen“, „Leser_Innen“ oder ähnliche Barbareien vermeide. Nun, weil – und bereits hier möchte ich aussortieren – eigentlich jeder verdammte Idiot (jaja, schon gut: Idiot*in oder Idiot_Innen) begreifen sollte, daß in dieser Ansprache ganz selbstverständlich alle Leser, also auch die weiblichen, inbegriffen sind. Es handelt sich um eine Verallgemeinerungsform, die ganz genderneutral alle Leser anspricht. Wenn ich Sie also mit „Lieber Leser!“ begrüße, bedeutet das nicht, daß unreflektiert in mir schwelende patriarchalische Repressionsglut allem Weiblichen das Brandzeichen des Männlichen auf Brust, Beine und Po zu kokeln trachtet oder ich gar der Meinung wäre, selbst Frauen in Führungspositionen sollten höchstens soviel verdienen wie Frittenwender bei Macces. Da können Sie ganz beruhigt sein. Ich kann doch schon aufrecht gehen.

Sollte Sie dieser sarkastische Einstieg bereits vergrätzt haben oder sollten Sie darob das Bedürfnis verspüren, mich bei „Bento“ oder „Z.ett“ zu verpetzen, wissen Sie, daß dieser Blog für Sie definitiv nichts ist.

Ansonsten wünsche ich Ihnen viel (Miß?-)Vergnügen beim Durchstöbern meines Kuckucksnestes, auf dem ich auch Themen abhandeln werde, die laut den Massenlobotomedien des sogenannten „Mainstreams“ gar nicht existieren dürften, sich ungeachtet der stalinistischen Vorgaben des veröffentlichten Meinensollens aber dennoch eines überaus realen Daseins erfreuen. Oder frei nach Forrest Gump: „Dumm ist nur, wer Dummes abonniert!“ – in diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine erholsam dreidimensionale Lektüre abseits der Flat Earth-Scheibenwelten der Qualitätskastrationspresse.

Herzlichst, ihr unseriöser Wirklichkeitspopulist

Axel B.C. Krauss,
überzeugter Anarchist