November 4, 2026

Zum Fall Paul Brandenburg: Die Frage nach unternehmerischen Netzwerken und den persönlichen Finanzen

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Hodl

Ich hatte in meinem letzten Kommentar dazu meine ganz persönliche Meinung geäußert. Nicht direkt zu Brandenburg, aber zum fake-alternativen Kartell, das nun schon seit Tagen den nachweislich falschen Eindruck erweckt und aufrechtzuerhalten versucht, er sei ein gänzlich unschuldiges Opfer, das von der bösen deutschen Justiz völlig ungerechtfertigt verfolgt würde.

Die ganze Vorgeschichte, seine dokumentierten Ausfälle, Beleidigungen und Verleumdungen, wurden und werden dabei natürlich vollständig ausgeblendet. Brandenburg hat selbstverständlich Anspruch auf ein faires Verfahren, aber nicht auf einen Heiligenschein – er ist beileibe nicht der „Märtyrer“ für die „Meinungsfreiheit“, zu der er vom Kartell verklärt wird. Schließlich hat er früher selber Menschen, deren Meinung ihm nicht paßte, fürs Kommentieren gesperrt bzw. blockiert – was ich als Augenzeuge bestätigen kann. Wer für Meinungsfreiheit „kämpft“, sollte sie auch seinen Mitmenschen zugestehen.

Doch dieser Kommentar soll sich um die höchst berechtigten Fragen nach seiner finanziellen Situation drehen und ob er wirklich Spenden für seine Verteidigung braucht. Wer zahlen bzw. spenden soll, hat auch das Recht zu erfahren, wofür genau er da eigentlich zahlt. Kurz, es geht um Transparenz. Eine Kurzübersicht des unternehmerischen Netzwerks von und rund um Paul Brandenburg soll dies näher erläutern:


DIPAT und die frühen Investoren. Brandenburg gründete die „DIPAT – Die Patientenverfügung GmbH“ 2015; der Onlinedienst startete Anfang 2016. Die Gesellschaft ist unter HRB 33686 in Leipzig registriert. Im April 2017 meldeten HHL und die beratende Kanzlei CMS eine Finanzierungsrunde mit dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und der Madsack Mediengruppe: zusammen zwei Millionen Euro, jeweils Minderheitsbeteiligungen. Kontakte zu den Investoren entstanden laut Brandenburg über SpinLab. Madsack ist damit als Investor von 2017 belegt, nicht als Gründungsinvestor von 2016. [1–2]

Medienverbindungen und Angaben der X-Userin „FrauHodl“. Eine historische DIPAT-Beteiligung der Springer-Tochter WeltN24 ist auch in North Data verzeichnet. FrauHodl berichtet in zwei über einen X-Spiegel zugänglichen Beiträgen: Am 29.01.2019 seien 2.960 Geschäftsanteile von WeltN24 an Regine „Mascha“ Schwarz und am selben Tag Madsack-Anteile an die K5 Media Group & Investment GmbH übertragen worden. Als Beleg nennt sie die Gesellschafterliste vom 14.03.2019. Für eine Liste vom 04.12.2025 nennt sie einen Schwarz-Anteil von 4,53% und bezeichnet Schwarz als Tochter von Dieter Schwarz. Die Originalurkunden konnte ich nicht unabhängig prüfen lassen; diese Einzelangaben bleiben entsprechend zugeschrieben. Eine Beteiligung der Schwarz-Gruppe ist damit also nicht belegt. „Liste vom 04.12.2025“ bedeutet zudem nicht „Einstieg am 04.12.2025“. [3]

Madsack und SPD. Die SPD-eigene Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) weist eine Beteiligung von 23, % an Madsack aus. Belegt ist damit eine mittelbare gesellschaftsrechtliche Verbindung über Madsack, keine direkte SPD-Beteiligung an Brandenburg persönlich. [4]

GmbH und heutiger DIPAT-Betrieb. Nach eigener Unternehmensdarstellung übernahm Ende 2022 die DIPAT Vorsorgegenossenschaft eG (Leipzig, GnR 560) Betrieb und Entwicklung des Angebots. Ihr Impressum nennt Jeanette Baudach und Rebecca Wache als Vorstand sowie Jan Brandenburg als Aufsichtsratsvorsitzenden. Die GmbH besteht daneben fort; Brandenburgs Ausscheiden als Geschäftsführer wurde am 29.07.2024 bekannt gemacht. Sein heutiger Anteil ist hier nicht gesichert. Die Übernahme von 2022 ist vom behaupteten Investorenwechsel 2019 zu unterscheiden. [1, 5]

Weitere Firmenverbindungen. CompanyHouse dokumentiert frühere Geschäftsführerfunktionen bei PatientenWille24 GmbH (2018 gelöscht), Flugwerk UG (Privatflugzeuge, seit 2023 auch Medien und Veranstaltungen; Auflösung 2024) sowie Testzentrale Berlin Sonnenallee 61 UG (2021 gegründet, Geschäftsanschrift c/o Koch Sanitätshaus GmbH; Auflösung 2024, Brandenburg als Liquidator). Trigger.FM nennt heute die Paul Brandenburg LLC in Austin/Texas als Diensteanbieter und Paul Brandenburg als Vertretungsberechtigten. Diese Angaben belegen Funktionen, nicht jeweils Eigentumsquoten. [6–7]

Quellen (anklickbar; abgerufen am 04.11.2026)

[1] CompanyHouse: DIPAT / Registermeldungen

[2] HHL, 11.04.2017 · CMS, 11.04.2017

[3] North Data: WeltN24 / PREMIUM-GRUPPE · FrauHodl: Übertragungen (Spiegel) · 4,53 % (Spiegel)

[4] ddvg: Eigentümerin SPD · Beteiligungen

[5] DIPAT: Übergang auf die eG · Impressum

[6] CompanyHouse: PatientenWille24 · Flugwerk · Testzentrale

[7] Trigger.FM: Impressum


Daher besteht die offene Frage zum Spendenbedarf. Welche eigenen verfügbaren Mittel und welche tatsächlich zugesagte Unterstützung aus seinem unternehmerischen Umfeld stehen für die Verteidigung bereit, und welcher ungedeckte Betrag soll durch Spenden finanziert werden? Genau das erklärte sein Anwalt, Markus Haintz, bislang nämlich nicht.

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