Trivialität der Woche: Bilderberger Döpfner tackert Preis an Bilderberger Thiel: „It’s a big club, and you ain’t in it“ (George Carlin)
Unter all den Kommentaren in den sog. Sozialen Netzwerken stechen einige durch ihre analytische Schärfe und ihren Humor immer mal wieder heraus. Vor allem dann, wenn es strenggenommen um Banalitäten geht. Doch kurz zur Vorgeschichte, warum das alles so schrecklich trivial ist:
- Gestatten, mein Name ist Mathias Döpfner, und ich bin Mitglied des innersten Zirkels – des Lenkungsausschusses – der Bilderberg-Gruppe.
- Gestatten, mein Name ist Peter Thiel, und ich bin Mitglied des innersten Zirkels – des Lenkungsausschusses – der Bilderberg-Gruppe.
Sie sehen also, dass der amerikanische Standup-Comedian George Carlin 100% richtig lag, als er die Wirklichkeit, in der wir nunmal alle leben, beschrieb wie folgt: „It’s a big club, and you ain’t in it“ – es ist ein großer Club, aber, ja so ist es, Du gehörst nicht dazu. Ätsch.
Mit anderen Worten: Der linke und rechte Hoden eines Systems klatschen aneinander, wobei ein Preis ejakuliert wird: Der „Axel Springer Award“ für den Big Tech-Milliardär bzw. -Oligarchen Thiel, Anhänger der Philosophie des „Dark Enlightenment“, also auf Deutsch der „Dunklen Aufklärung“.
Lustig lustig Tralala-Lala, bald ist der technologisch hochgerüstete Neofeudalismus da, bald ist der technologisch hochgerüstete Neofeudalismus da.
Das war’s eigentlich auch schon. Alles Weitere dazu finden interessierte Leser in äußerst erschöpfenden Artikeln auf meiner Webseite. Zum Beispiel:
Das dunkle MAGA-Technat der Regierungskorporation, Teil 1
Das dunkle MAGA-Technat der Regierungskorporation, Teil 2
Das praxianische Netzwerkimperium: Iain Davis‘ verteilige Artikelreihe in kompakter Form
Die Unmoral der praxianischen Neoreaktionäre
Stadtstaaten ohne Grenzen, Teil 1
Stadtstaaten ohne Grenzen, Teil 2
Doch nun zum lustigen Teil. Ich kenne die „Tweeter“ nicht persönlich und weiß nicht, was sie sonst so posten, aber diese drei Tweets sind wirklich sehr pointiert.

An diesem Tweet besonders lustig: Ausgerechnet eine Anna Schneider, die selber nicht gerade zu den hellsten Kerzen auf der Pressetorte gehört und gekauften, korrupten Schund wie „Apollo News“ für „alternativen“ Journalismus hält, wirft anderen „geistige Gemütlichkeit“ vor. Woran es liegt, dass heutzutage recht viele Qualitätsvernichtungsjournalisten offenbar zu keinerlei Selbsteinsicht fähig sind, vermag ich nicht zu sagen. Interessantes Forschungsfeld für Psychologen jedenfalls.

Jaja, ich weiß: „Man kann von Polenz halten, was man will“. Aber was diesen Punkt betrifft, liegt er nunmal goldrichtig: Es handelt sich tatsächlich um eine Nebelkerze, eine Ablenkungsstrategie. Denn die Herrschaften Tech-Oligarchen erwecken in der Tat gerne den Eindruck, als stünden sie „dem System“ oppositionell gegenüber, obwohl sie nur von ihrer eigenen übergroßen Macht und vor allem ihrer Verstrickung mit eben jenem System ablenken wollen. Wieviel Macht sie bereits haben, zeigt sich schon an der Tatsache, dass sie unzählige politische Influencer, Agitatoren und Propagandisten, Gatekeeper und Desinformanten mit viel Investorengeld künstlich aufbauen und „reichweitenstark“ machen. Welch eine Bande von Heuchlern.
Volltreffer: „… um jede Kontrolle der (Medien)Macht der Dark Tech-Milliardäre als Freiheitseinschränkung bekämpfen zu können“.
Eine Schneider fällt darauf natürlich prompt rein. Springerpresse halt. Mit solchen „Journalisten“ haben die Eliten kinderleichtes Spiel. Lustig lustig Tralala-Lala …
Und als satirisches i-Tüpfelchen:

So ist es.