Mai 25, 2024

Der UFO-Hype oder wie ich lernte, hinter E.T. nur einen weiteren Schüler der Dialektik zu vermuten

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Artikel-Update: Ich hatte ganz vergessen, darauf hinzuweisen, daß es sich bei dem ganzen UFO-Heckmeck auch nur um eine Art „kosmischen Enkeltrick“ handeln könnte: „Omi, ich werde ständig von Aliens bedroht. Du mußt mehr Geld schicken. Schnell. Sonst kann ich mich nicht verteidigen.“ Selbstverständlich weiß die Regierung in Washington um die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung. Die hat nämlich keine Böcke mehr, Milliarde um Milliarde in einen überblähten Rüstungs- und Kriegskomplex zu buttern. Problem: Die herkömmlichen „Begründungen“ glaubt kaum noch jemand: Der irre Iwan oder Shin Lei Wei werden uns überrennen! Ergo? Na, man könnte ja mal wieder die Alien-Bedrohung aufwärmen: Deckel auf, Propaganda drauf, in fünf Minuten tauchen die zusätzlichen Milliarden auf. Money money money must be funny in the Secretary of Defense’s world. Feel me?


Zunächst ein paar grundsätzliche Überlegungen auf Basis der bislang verfügbaren Daten über das uns bekannte Universum.

Laut offiziellen wissenschaftlichen Schätzungen soll es ca. 200 Milliarden Galaxien im Kosmos geben. Wie gesagt: Dem für uns sichtbaren Kosmos.

Das sind zweihunderttausend Millionen Galaxien.

Uff. Eine für Menschen schlicht unvorstellbare Zahl.

Doch es kommt noch besser: Jede dieser Galaxien soll wiederrum – je nach der Quelle, auf die man sich beziehen will – zwischen 100 und 200 Milliarden Sonnen bzw. Sonnensysteme enthalten.

Das sind entweder einhunderttausend oder zweihunderttausend Millionen Sonnen/Sonnensysteme.

Ich breche diese Zahl jetzt einfach großzügig herunter auf 100. Also hunderttausend Millionen Galaxien multipliziert mit hunderttausend Millionen Sonnen/Sonnensysteme, die in jeder dieser Galaxien enthalten sind.

Frage: Wie hoch ist bei einer so großen, jede Vorstellungskraft sprengenden, astronomischen Zahl die Wahrscheinlichkeit, daß eine außerirdische Spezies, die zu interstellaren Reisen fähig ist, ausgerechnet auf den Planeten Erde stößt? Das müßte nach meinem Dafürhalten schon ein doller Zufallstreffer sein.

Nun könnte man mir entgegnen, daß sie ja nicht unbedingt von weit herkommen müßten. Vielleicht stammen sie ja aus unserer „unmittelbaren“ kosmischen Nachbarschaft, also aus einem anderen Sonnensystem unserer Heimatgalaxie („Milchstraße“). Selbst dann wären die Entfernungen aber immer noch so groß und die Zahl der möglichen erkundbaren Sonnensysteme und Planeten so gewaltig, daß nach wie vor die Frage nach der Wahrscheinlichkeit im – no pun intended – Raum stünde.

Wie gesagt: Das alles unter der Voraussetzung, daß eine solche Spezies Antriebssysteme entwickelt hat, die es ihr ermöglicht, astronomische Distanzen in annehmbarer Zeit zu überbrücken. Sie bräuchten also nicht 10.000 oder 30.000 Jahre, um solche Entfernungen zurückzulegen, sondern vielleicht nur Stunden oder gar Minuten. Vielleicht haben sie einen blitzgeschwinden Hyperwarp-Antrieb gebastelt, vielleicht nutzen sie künstlich erzeugte Wurmlöcher, vielleicht Quantenverschränkungsreisen, vielleicht Dimensionssprünge, vielleicht ein knallrotes Gummiboot – whatever.

Doch solche Überlegungen, die die Behauptungen des angeblichen „Whistleblowers“ David Grusch vor dem US-Kongreß stark ins Wanken bringen, lassen wir jetzt mal außen vor.

Grusch behauptete, daß seit 90 Jahren ein ultrasuperdupergeheimes Regierungsprogramm existiere, um abgestürzte UFOs zu bergen und untersuchen.

In einem „Focus“-Artikel vom 28.7. hieß es zur Anhörung:

„Die Kernaussagen von David Grusch lauten, dass seit 90 Jahren ein streng geheimes Programm zur Bergung und zum Nachbau (Reverse-Engineering) von Objekten nicht-menschlicher Herkunft existiere, welche entweder gelandet oder abgestürzt seien. Darum hätten die USA mehrere teilweise sowie vollständig intakte Fluggeräte nicht-menschlicher Herkunft in ihrem Besitz. Bei den Bergungsoperationen seien auch Leichen der Besatzungen geborgen worden. Die Bergungen fänden nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt statt. Seit Jahrzehnten sei ein in der Öffentlichkeit völlig unbekannter »Kalter Krieg« um geborgene physische Materialien entbrannt und es fänden Projekte statt, um die geborgenen Überreste zu identifizieren und durch Reverse-Engineering nutzbar zu machen.“

Es fänden also – nicht nur in den USA, sondern rund um den Globus – regelmäßig solche UFO-Abstürze statt.

Nun habe ich ein stochastisches Problem, also eines der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Denn wenn die Erde doch regelmäßig von UFOs besucht wird und diese regelmäßig ihren Dienst versagen und vom Himmel fallen, hätte es rein statistisch gesehen längst passieren müssen, daß eines dieser Schiffchen z.B. auch mal über ein Groß- oder Kleinstadt abschmiert. Auf jeden Fall über besiedeltem Gebiet.

In diesem Fall hätte es Dutzende, vielleicht gar Hunderte Zeugen gegeben, die ein so sensationelles Ereignis – gerade in heutigen Zeiten – mit ihrem Smartphone gefilmt und auf ihren Youtube-Accounts hochgeladen hätten, ihren Webseiten oder Blogs. Das Dumme ist nur: Solche Beweise existieren nicht. Null. Nada. Niente. Ein hübscher, fetter Nothingburger. Es gibt sie nicht. Warum?

Nun, weil unsere außerirdischen Freunde die bemerkenswerte Neigung besitzen, stets so günstig abzustürzen, daß sie sogleich vom Militär geborgen und in einen ultrasuperdupergeheimen Bunker verbracht werden können, wo man per Reverse Engineering Tamagochis, Mikrowellen, Vibratoren, sprechende Waschmaschinen und Gameboys daraus bastelt. Verzeihen Sie meinen Sarkasmus, aber irgendwann ist es halt mal gut.

Über solche Beweise verfügen natürlich nur Regierungen, das Militär und die Geheimdienste. Der gemeine Steuerwollepflücker darf sie nicht sehen, dann das berührt wahrscheinlich „Fragen der nationalen Sicherheit“. Türlich türlich, sicha Digga.

Ich glaube, Journalist Kit Klarenberg traf den Nagel auf den Kopf, als er in seinem Artikel „Enthüllt: Verstörende Details über das neue ‚Büro für Wahrnehmungsmanagement‘ des Pentagons“ die Aufgaben einer US-Regierungsbehörde namens „All-domain Anomaly Resolution Office“ beschrieb (Hervorhebungen durch mich:

Diese Abteilung des Verteidigungsministeriums ist mit der Untersuchung von UFOs und anderen unerklärlichen Luftphänomenen beauftragt. Das Pentagon hat in letzter Zeit ein ausgeprägtes Interesse an fliegenden Untertassen gezeigt – genau wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Damals ging es darum, die Öffentlichkeit zu täuschen und zu verwirren und gleichzeitig experimentelle Innovationen, Flugzeuge und Tests des US-Militärs zu tarnen. Es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass sich die Motive des Verteidigungsministeriums in der heutigen Zeit geändert haben.

Freigegebene Dokumente zeigen, dass das ‚Navy Office of the Deputy Chief of Naval Operations for Information Warfare‘, bekannt als N2N6, seit Jahren die vollständige Kontrolle über die Verbreitung von UFO-bezogenen Informationen an die amerikanische Öffentlichkeit im Namen des Pentagons ausübt.

Dies reicht bis zur Anweisung an die Pentagon-Abteilungen, auf Medienanfragen und FOIA-Anträge von Journalisten und der Öffentlichkeit zu antworten und wie.

Vielleicht hat das Pentagon beschlossen, diese Aufgaben intern zu übernehmen. Rein zufällig ging am 6. Juni ging ein Air Force-Veteran und ehemaliges Mitglied der „National Geospatial Intelligence Agency“ mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, dass außerirdische Raumschiffe von der US-Regierung routinemäßig im Geheimen geborgen werden.

Diese schockierende Enthüllung hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Da der Neue Kalte Krieg an Fahrt aufnimmt und immer bedrohlichere Technologien am Himmel über der Area 51 und anderen schattenhaften Militäreinrichtungen in den USA und anderswo getestet werden, ist es notwendig, die öffentliche Aufmerksamkeit vom Bekannten auf das Unbekannte und in den Bereich des Unwissens zu lenken. In der Zwischenzeit sprechen die US-Militärchefs regelmäßig und offen darüber, in naher Zukunft einen Krieg gegen China zu führen – was die Einrichtung eines eigenen Propagandabüros im Vorfeld umso zweckmäßiger macht.

Dies wäre eine durchaus plausible Erklärung.

Doch wo wir schon bei angeblichen Whistleblowern sind, die behaupten, die US-Regierung verfüge über superduperfortschrittliche Technologien von E.T. und stünde vielleicht sogar in Kontakt mit außerirdischen Wesen, möchte ich eine andere angebliche Whistleblowerin zu Wort kommen lassen: Carol Rosin.

Rosin behauptete, für die NASA gearbeitet und mit Wernherr von Braun in Kontakt gestanden zu haben. Dieser habe ihr kurz vor seinem Tod Folgendes mitgeteilt:

“And remember Carol, the last card is the alien card. We are going to have to build space-based weapons against aliens and all of it is a lie“

(„Und denke daran, Carol, die letzte Karte ist die Alienkarte. Wir werden weltraumbasierte Waffen gegen die Aliens bauen müssen, und alles ist eine Lüge“)

Ein unerhörter Gedanke: Könnte es sich bei E.T. nur um einen weiteren Schüler der Dialektik handeln? Soll hier womöglich eine – globale – Bedrohung konstruiert werden, um dafür eine – globale – Lösung anbieten zu können? Der – angebliche – Bau von ultrasuperdupermodernen Weltraumwaffen hätte ja aus machtelitärer Sicht den unschätzbaren Vorteil, den Bevölkerungen noch mehr Geld aus der Nase ziehen zu können. Nach dem Motto: Halt du sie mit UFO-Propaganda dumm, ich mach‘ sie noch ärmer? Ich frag‘ ja nur.

So ähnlich wie bei anderen dialektischen Strategien? So wie beim – globalen – Phänomen des „Internationalen Terrorismus“, den man natürlich nur – global – bekämpfen konnte und kann? So wie bei einer – globalen – Pandemie, die eine – globale – Lösung in Form weltweiter Impfungen, biometrischer Überwachung und Kontrolle, einer ultrasuperduperstarken – globalen – Institution wie der WHO und einen – global gültigen – „Pandemievertrag“ erfordert, der alle unterzeichnenden Nationen dazu verpflichtet, selbst bei einer lediglich „potenziellen Pandemie“ (Originalwortlaut aus dem Vertrag) sämtlichen verlautbaren Maßnahmen wie Lockdowns, Impfpflichten, digitalen Impfzertifikaten usw. Folge zu leisten? So wie bei einer – globalen – Bedrohung wie dem „menschengemachten Klimawandel“, der nach einer – globalen – Lösung in Form von hoher CO2-Bepreisung bzw. – besteuerung und einer Deindustrialisierungs-Agenda nach malthusianischen Prinzipien schreit, inklusive eines „Klimakredit“-Systems? Halt du sie mit Klimapropaganda dumm, ich halt sie arm?

Nicht, daß E.T. sich davon noch inspirieren läßt.

Bevor das falsch verstanden wird (siehe oben): Allein aufgrund der schieren Zahl von Galaxien und der darin wiederrum enthaltenen Sonnensysteme bin ich ehrlich gesagt sogar fest davon überzeugt, daß es irgendwo „da draußen“ Leben gibt. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Erde der einzige (!) Planet sein soll, der in einer für die Entstehung organischen Lebens günstigen Entfernung um ein Zentralgestirn kreist, dürfte bei nahezu Null liegen. Das ist aber nicht die Frage.

Sondern: Warum in die Ferne schweifen, ist das totalitär-technokratische „Gute“ womöglich doch so nah?

Will sagen: Handelt es sich, verzeihen Sie bitte die Ausdrucksweise, bei dem ganzen UFO-Gedöns womöglich nur um einen – pun intended – astronomischen Haufen Katzenkot, mit dem man die Menschheit eventuell zur Akzeptanz weiterer sündhaft teurer Agenden zur „Bekämpfung“ von irgendetwas oder irgendjemand zu „nudgen“ gedenkt?

Ja kann es denn Zufall sein, daß schon seit Jahren die Rede davon ist – und was auch Pfeifenbläser David Grusch vor dem US-Kongreß wiederholte – daß manche dieser außerirdischen Besucher „bösartiges Verhalten“ gezeigt hätten? Selbstverständlich ohne Vorlage irgendwelcher Beweise … es blieb bei bloßem Hörensagen …

Denn als Grusch von Kongreßabgeordneten gefragt wurde, ob er die angeblichen Beweise, von denen er sprach, selber gesehen habe, antwortete er tatsächlich: Ähm, nö, das haben mir Leute „zugetragen“, die weiter oben auf der Gehaltsliste stehen.

Anders ausgedrückt: Ein Cousin 47. Grades hat mir gesteckt, seine Oma kenne einen Chiropraktiker, der einen Busfahrer kenne, der mit einem Bäcker befreundet ist, der im angetrunkenen Zustand im Supermarkt Elvis beim Kauf von Kondomen gesehen habe. Sicha Digga.

Falls Sie sich fragen sollten, warum ich gerade einen Ausflug in die Vulgärsprache unternahm und von einem Riesenhaufen Katzenkacke sprach: Nun, dazu hatte ich gleich zu Beginn dieses Kommentars einige aus meiner Sicht äußerst überzeugende Argumente geliefert:

200 Milliarden Galaxien. Darin wiederrum 100-200 Milliarden Sonnen oder potenzielle Sonnensysteme mit Milliarden und Abermilliarden möglichen bewohnbaren Planeten. Übrigens: Neuere Forschungen behaupten, die Zahl der Galaxien im Universum könne noch weitaus größer sein. Manche sprechen gar von, hoffentlich verschlucken Sie sich nicht, möglichen 900 Milliarden (!). Do the Wahrscheinlichkeitsmath.

Aber eine außerirdische Spezies, die zu interstellaren Reisen fähig ist, soll nichts Besseres zu tun haben, als ausgerechnet den Planeten Erde zu bekriegen. Hey, die können auswählen aus Milliarden (!) Planeten, darunter gewiß viele unbewohnte Welten, die sie nach Lust und Laune erforschen, kolonisieren und ihre Ressourcen verwerten könnten. Oder Monde, Asteroiden, Kometen etc. Also welchen Narren sollten sie nun ausgerechnet an unserer Erde gefressen haben?

Vielleicht einen dialektischen Narren …

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