Erst liefert man die Munition, dann jammert man wegen der Schüsse – Kartellmitglied Thorsten Schulte schützt Kreml-Desinformant Thomas Röper
Schon lustig: Erst gestern hatte ich einen Kommentar zur widerwärtigen Heuchelei und Scheinheiligkeit des pseudo-alternativen Zitierkartells verfasst. Zu dem auch Thorsten Schulte gehört, der sich nun in gewohnter Manier wie ein kleines Mädchen über die erwartbaren Folgen des eigenen Fehlverhaltens ausweint.

In der Tat: Es stehen uns wahrlich schlimme Zeiten bevor, sollten Leute wie Schulte und seine „alternativen“ Kartellkollegen hier bald die Meinungshoheit haben und mit ihrem bigotten Geschwätz einfach unwidersprochen durchkommen. Noch lustiger: Schulte erwähnt ausgerechnet Thomas „Röputin“ Röper und seine Webseite „Kreml-Spiegel„. Manche hören eben die Schüsse nicht, für die sie jahrelang gleich selber die Munition geliefert haben.
Röper ist kein Journalist. Er ist politischer Agitator und Propagandist, stets treu an der Seite Moskaus. Sie müssen nämlich wissen: Russland verkörpert das Beste in der Menschheitsgeschichte, und Putin ist ein lupenreiner Philanthrop und Humanist – deshalb schickt er ja auch kontinuierlich Tausende junge Männer in den nicht umsonst so genannten „ukrainischen Fleischwolf“. Aber er kann ja nichts dafür, er hat ja keine andere Wahl – schließlich ist ihm das alles „vom Westen“ aufgezwungen worden. Bullshit bleibt Bullshit. Und deshalb ist Russland nachweislich auch an vielen globalistischen Agenden längst beteiligt. Aber darüber spricht Röputin nicht, das verschweigt er lieber. Der aufrechte „Aufklärer“.
Ich war selber Zeuge von Röputins schmierigen, bösartigen Angriffen auf alles und jeden, der die von ihm verbreiteten Falschbehauptungen in Frage stellte, inklusive des „OffGuardian“ – weil man es dort doch tatsächlich gewagt hatte, einen genaueren Blick hinter solche Pappmaché-Kulissen zu werfen und viele Artikel zu veröffentlichen, die das kindische Weltbild eines Röputin à la „Westen böse, Osten gut“ sehr fakten- und kenntnisreich widerlegten. Die Angriffe wurden so wüst, dass die Redaktion des „OffGuardian“ sich genötigt sah, eine Stellungnahme zu veröffentlichen. Zudem hat Riley Waggaman Röpers gekaufte Kreml-Propaganda kunstgerecht zerlegt („Russlands großer Reset: Der Realität ins Auge sehen“).
Stets nur auf eine Seite einzudreschen – „der Westen“ ist natürlich alles schuld, im Osten mühen sich Lichtelfen um das Wohlergehen der Menschen – das ist kein Journalismus, und wer sich so verhält, braucht nicht rumzuheulen, wenn hiesige Politiker sich natürlich die Hände reiben und zum „Kampf gegen russische Desinformation“ blasen (die es übrigens gibt. Als wüßte man nur im Westen, wie man sich Influencer kauft, um Propaganda zu betreiben). Dazu hat Röputin durch seine eigene „Arbeit“ maßgeblich beigetragen. Wer so extrem einseitig „berichtet“, wer sich nie die Mühe macht, bitte auch mal etwas ausgewogener und differenzierter zu argumentieren, dreht sich selbst einen Strick. Diese Erkenntnis wird manchen sicher wieder nicht gefallen, aber das ist nunmal die Realität. Röputin hat jahrelang genau die Munition geliefert, mit der man ihn jetzt beschießt. Geliefert wie bestellt.
Karma is a bitch: Du sprichst ständig von „Solidarität“ und „Kollegialität“ in der „alternativen Szene“, verschweigst oder attackierst aber andere, kompetentere, fachkundigere Köpfe, so wie Schulte und Röper es taten und heute noch tun? Du gehst über andere Menschen achtlos hinweg und tust so, als existierten sie nicht, nur weil sie es wagen, mehr zu wissen als du? Okay, ihr Süßen: Mein Mitgefühl mit euch hält sich in ganz, ganz engen Grenzen. Ihr seid eine Bande von Heuchlern.
Wie dumm kann man sich eigentlich anstellen, wie schamlos kann man sich verhalten?
Wenn andere Journalisten und Publizisten, die nicht zu eurem Kartell der „Gleichgesinnten“ gehören, ins Visier geraten, krümmt ihr keinen Finger. Wie es solchen Menschen ergeht, die nicht eure Filterblase bewohnen, ist euch scheißegal. And again: Karma is a bitch.
Dasselbe gilt auch für die sogenannten „Nachdenk“-Seiten, die sich vor einiger Zeit bitter beklagten, dass man ihnen den Status der „Gemeinnützigkeit“ entzog. Ein Schritt, für den sie selbst verantwortlich waren, denn für sie gilt dasselbe wie für einen Röputin: Immer nur auf den Westen einzuschlagen, während man sich aus Gründen ideologischer Voreingenommenheit, Borniertheit und Verbohrtheit stets auf Moskaus Seite stellte – ja nun, das ist keine gemeinnützige Arbeit, sondern regelrechter Fanatismus und eben auch nur politische Agitprop.
Wirklich gemeinnützig wäre es gewesen, hätten sich die Kremldenk-Seiten um etwas mehr Ausgewogenheit bemüht. Das wäre schon eher „im Interesse der Öffentlichkeit“ gewesen. Aber das scheint heutzutage für „alternative“ „Journalisten“ ja ohnehin ein Fremdwort zu sein, egal auf welcher „Seite“ sie stehen: Entweder es wird auf Trump masturbiert oder auf Putin. Ihr braucht immer eure geliebten Führer, kann das sein? Ihr braucht immer eure Gurus, eure Demagogen, eure falschen Propheten, die ihr anhimmeln könnt wie kleine Mädchen das Boygroup-Poster überm Bett. Dann beschwert euch nicht. Hört auf, ständig anderen die Schuld zu geben, bei anderen die Verantwortung zu suchen.
Hört auf, eine Opferrolle zu beanspruchen, die euch nicht zusteht.
Dann geht verdammt nochmal in euch, werft mal einen Blick in den Spiegel und fragt euch, ob ihr, ähnlich wie Obelix, als Kinder wirklich in einen Topf mit Weisheit gefallen seid und ob euch das dazu berechtigt, alle anderslautenden Informationen mit boshafter Ignoranz zu verschweigen, während ihr gleichzeitig allen Ernstes von „Meinungsfreiheit“ schwafelt und vorgebt, diese „verteidigen“ zu wollen, während ihr andere bewusst ignoriert. Nichts als Maulhelden.