Oktober 6, 2022

Gebadet in Pestiziden: Das Narrativ der Täuschung – Rosemary Mason, Colin Todhunter

Quelle: Bathed in Pesticides: the Narrative of Deception – OffGuardian

Das Ausmaß des Pestizideinsatzes und der Exposition gegenüber Pestiziden ist beispiellos und von weltgeschichtlicher Bedeutung. Agrarchemikalien sind heute allgegenwärtig, da sie in Körper und Umwelt zirkulieren. Das Herbizid Glyphosat hat maßgeblich zu diesem Anstieg des Einsatzes beigetragen.

Diese Aussagen finden sich in einem Papier aus dem Jahr 2021 mit dem Titel „Growing Agrichemical Ubiquity: New Questions for Environments and Health“ (Community of Excellence in Global Health Equity). [„Wachsende Allgegenwärtigkeit von Agrarchemikalien: Neue Fragen für Umwelt und Gesundheit“, „Exzellenzgemeinschaft für globale gesundheitliche Chancengleichheit“, Anm. d. Übersetzers]

Die Autoren stellen fest, dass der fragile Konsens über die Sicherheit von Glyphosat ins Wanken geriet, als die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO im Jahr 2015 Glyphosat zum „wahrscheinlichen Karzinogen“ erklärte.

Sie stellen fest, dass die US-Umweltschutzbehörde im Jahr 2020 bestätigte, dass Herbizide auf Glyphosatbasis (GBHs) kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen würden, wobei sie offenbar neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Glyphosat und Non-Hodgkin-Lymphomen sowie über die nicht krebserregenden Auswirkungen auf Leber, Niere und Magen-Darm-System ignorierte.

Das von mehreren Autoren verfasste Papier stellt fest:

In knapp 20 Jahren wurde ein großer Teil der Erde mit Glyphosat überzogen, das vielerorts auf bereits chemikalienbelastete menschliche Körper, andere Organismen und die Umwelt aufgetragen wird.

Die Autoren fügen jedoch hinzu, dass Glyphosat nicht das einzige Pestizid ist, das sich auf breiter Front durchsetzt:

Das Insektizid Imidacloprid zum Beispiel beschichtet den Großteil des Maissaatguts in den USA und ist damit das am häufigsten verwendete Insektizid in der Geschichte der USA. Allein zwischen 2003 und 2009 stieg der Absatz von Imidacloprid-Produkten um 245 % (Simon-Delso et al. 2015). Das Ausmaß eines solchen Einsatzes und seine sich überschneidenden Auswirkungen auf Körper und Umwelt sind noch nicht vollständig erfasst, insbesondere außerhalb von Ländern mit relativ starken Regulierungs- und Überwachungskapazitäten.

Laut den „Annual Agriservice Reports“ von Phillips McDougall machten Herbizide 2019 wertmäßig 43 % des weltweiten Pestizidmarktes aus. Ein Großteil des Anstiegs des Glyphosateinsatzes ist auf die Einführung von Glyphosat-tolerantem Soja-, Mais- und Baumwollsaatgut in den USA, Brasilien und Argentinien zurückzuführen.

Die globale Pestizidindustrie wird auf über 50 Milliarden US-Dollar geschätzt (Phillips McDougal 2018).

Gift essen

Im Dezember 2021 erschien ein Artikel in der bekannten dänischen Zeitung „Weekendavisen“. In dem von Niels Bjerre, Leiter des Bereichs Landwirtschaft bei Bayer CropScience in Kopenhagen, verfassten Artikel mit dem Titel „Gott sei Dank gibt es Pestizide“ wird versucht, die Leser davon zu überzeugen, dass eine nachhaltige moderne Landwirtschaft ohne den Einsatz von Pestiziden nicht möglich sei.

Die dänische Umweltaktivistin Rosemary Mason hat darauf mit dem Dokument „Offener Brief an Bayer: Monsanto verschwieg die Toxizität von Roundup für die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ geantwortet, der die inzwischen gut dokumentierte Doppelzüngigkeit von Monsanto (das 2018 von Bayer aufgekauft wurde) erwähnt, aber noch darüber hinausgeht (siehe die „Monsanto Papers„), um die anhaltenden Schäden durch Pestizide wie Glyphosat aufzuzeigen.

Mason führt viele einschlägige Studien auf. So hat beispielsweise ein französisches Team Schwermetalle in chemischen Ingredienzien von GBHs [„Glyphosat-Based Herbicides“, Glyphosat-basierte Herbizide, Anm. d. Übersetzers] in der Ernährung von Menschen gefunden. Wie bei anderen Pestiziden bestehen 10-20 % der GBHs aus chemischen Ingredienzien. Es wurden Familien von oxidierten Molekülen auf Erdölbasis und andere Verunreinigungen sowie die Schwermetalle Arsen, Chrom, Kobalt, Blei und Nickel identifiziert, die bekanntermaßen toxisch sind und das Hormonsystem stören.

1988 stellten Ridley und Mirly (im Auftrag von Monsanto) eine Bioakkumulation von Glyphosat in Rattengeweben fest. Rückstände waren in Knochen, Knochenmark, Blut und Drüsen, einschließlich Schilddrüse, Hoden und Eierstöcken, sowie in wichtigen Organen, einschließlich Herz, Leber, Lunge, Nieren, Milz und Magen, vorhanden. Glyphosat wurde auch mit degenerativen Veränderungen der Augenlinse in Verbindung gebracht.

Eine (ebenfalls von Monsanto in Auftrag gegebene) Studie von Stout und Rueker (1990) lieferte besorgniserregende Hinweise auf Katarakte nach Glyphosat-Exposition bei Ratten. Es ist interessant festzustellen, dass die Rate der Kataraktoperationen in England zwischen 1989 und 2004 „sehr stark angestiegen“ ist: von 173 (1989) auf 637 (2004) Episoden pro 100.000 Einwohner.

Auch eine Studie der WHO aus dem Jahr 2016 bestätigt, dass die Häufigkeit des Grauen Stars stark zugenommen hat: In der Studie „A global assessment of the burden of disease from environmental risks“ [Eine globale Bewertung der durch Umweltrisiken verursachten Krankheitslast, Anm. d. Übersetzers] heißt es, dass solche Katarakte weltweit die Hauptursache für Erblindung sind. Weltweit ist der Graue Star für 51% der Erblindungen verantwortlich. In den USA ist die Zahl der Kataraktfälle zwischen 2000 und 2010 um 20 % von 20,5 Millionen auf 24,4 Millionen gestiegen. Prognosen zufolge wird sich die Zahl der Menschen mit Katarakten bis 2050 auf 50 Millionen verdoppeln.

Die Autoren der Studie „Assessment of Glyphosate Induced Epigenetic Transgenerational Inheritance of Pathologies and Sperm Epimutations: Generational Toxicology“ [Bewertung der Glyphosat-induzierten epigenetischen transgenerationalen Vererbung von Pathologien und Epimutationen im Sperma: Generationale Toxikologie, Anm. d. Übersetzers9 (Scientific Reports, 2019) stellten fest, dass frühere Umweltexpositionen gegenüber einer Vielzahl von Faktoren und Giftstoffen die epigenetische transgenerationale Vererbung von Krankheiten im Erwachsenenalter fördern.

Sie schrieben, dass Glyphosat die transgenerationale Vererbung von Krankheiten und Keimbahn-Epimutationen (z. B. bei Spermien) auslösen kann. Die Beobachtungen legen nahe, dass die Generationentoxikologie von Glyphosat bei der Krankheitsursache künftiger Generationen berücksichtigt werden muss.

In einer Studie aus dem Jahr 2017 dokumentierten Carlos Javier Baier und Kollegen Verhaltensbeeinträchtigungen nach wiederholter intranasaler Verabreichung von Herbiziden auf Glyphosatbasis bei Mäusen. Die intranasale Verabreichung von GBHs verursachte Verhaltensstörungen, verringerte die Bewegungsaktivität, induzierte ein angstauslösendes Verhalten und führte zu Gedächtnisstörungen.

Das Papier enthält Verweise auf zahlreiche Studien aus der ganzen Welt, die bestätigen, dass GBHs die Entwicklung des fötalen Gehirns schädigen und dass eine wiederholte Exposition für das erwachsene menschliche Gehirn toxisch ist und zu Veränderungen der Bewegungsaktivität, Angstgefühlen und Gedächtnisstörungen führen kann.

Zu den Highlights einer Studie aus dem Jahr 2018 über Neurotransmitterveränderungen in Rattenhirnregionen nach Glyphosatexposition gehört die Neurotoxizität bei Ratten. Und in einer Studie aus dem Jahr 2014, in der die Mechanismen untersucht wurden, die der durch Herbizide auf Glyphosatbasis induzierten Neurotoxizität im Hippocampus unreifer Ratten zugrunde liegen, wurde festgestellt, dass das glyphosatbasierte Roundup von Monsanto verschiedene neurotoxische Prozesse auslöst.

In der Veröffentlichung „Glyphosat schädigt die Blut-Hoden-Schranke durch NOX1-ausgelösten oxidativen Stress bei Ratten: Langfristige Exposition als potenzielles Risiko für die männliche Reproduktionsgesundheit“ (Environment International, 2022) wurde festgestellt, dass Glyphosat eine Schädigung der Blut-Hoden-Schranke (BTB) und eine schlechte Spermienqualität verursacht und dass die Glyphosat-induzierte BTB-Schädigung zur Abnahme der Spermienqualität beiträgt.

In der Studie „Multiomics zeigen nichtalkoholische Fettlebererkrankung bei Ratten nach chronischer Exposition gegenüber einer ultraniedrigen Dosis des Herbizids Roundup“ (2017) wurde festgestellt, dass eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NFALD) bei Ratten nach chronischer Exposition gegenüber einer ultraniedrigen Dosis des Herbizids Roundup vorliegt. NFALD betrifft derzeit 25 % der US-Bevölkerung und ähnlich viele Europäer.

Die Arbeit „Glyphosat-Exposition verschlimmert die dopaminerge Neurotoxizität im Gehirn von Mäusen nach wiederholter Gabe von MPTP“ aus dem Jahr 2020 legt nahe, dass Glyphosat ein umweltbedingter Risikofaktor für Parkinson sein könnte.

In der 13-wöchigen Pilotstudie des Ramazzini-Instituts aus dem Jahr 2019, in der die Auswirkungen von Glyphosat auf die Entwicklung und das Hormonsystem untersucht wurden, wurde nachgewiesen, dass eine Glyphosat-Exposition von der pränatalen Phase bis zum Erwachsenenalter endokrine Wirkungen hervorruft und die reproduktiven Entwicklungsparameter bei männlichen und weiblichen Ratten verändert.

Neben Glyphosat stellte Mason auch fest, dass „Bayer CropScience“ 1991 in den USA eine neue Art von Insektizid einführte: Imidacloprid, das erste Mitglied einer Gruppe, die heute als Neonicotinoide bekannt ist.

Imidacloprid wurde 1994 für die Verwendung in Europa zugelassen. Im Juli desselben Jahres bemerkten die Imker in Frankreich etwas Unerwartetes. Kurz nach der Blüte der Sonnenblumen brach ein großer Teil ihrer Bienenstöcke zusammen, da die Arbeitsbienen ausflogen und nicht mehr zurückkehrten, so dass die Königin und die unreifen Arbeiterinnen starben. Die französischen Imker glaubten bald, den Grund dafür zu kennen: Ein brandneues Insektizid namens Gaucho mit dem Wirkstoff Imidacloprid wurde zum ersten Mal auf Sonnenblumen angewendet.

In der 2022 erschienenen Studie „Neonicotinoid-basierte Insektizide bei Kindern gefunden, die wegen Leukämien und Lymphomen behandelt werden“ (Environmental Health) stellten die Autoren fest, dass mehrere Neonicotinoide in der Liquorflüssigkeit (CSF), im Plasma und im Urin der Kinder gefunden wurden. Da es sich um die weltweit am häufigsten verwendete Klasse von Insektiziden handelt, sind sie in der Umwelt, in der Tierwelt und in Lebensmitteln allgegenwärtig. Die Daten ergaben, dass mehrere Neonicotinoide und/oder ihre Metaboliten im Liquor, Plasma und Urin von Kindern nachgewiesen wurden.

Unterm Strich

Wenn uns die „Monsanto-Papiere“ etwas gelehrt haben, dann, dass die oberste Priorität eines Unternehmens der Gewinn ist (um jeden Preis und mit allen Mitteln) und nicht die öffentliche Gesundheit. Ein CEO hat die Pflicht, den Gewinn zu maximieren, die Märkte zu erobern und – im Idealfall – auch die Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträger.

Die Unternehmen müssen außerdem Jahr für Jahr ein tragfähiges Wachstum sicherstellen, was häufig bedeutet, dass sie in bisher unerschlossene Märkte expandieren. In dem bereits erwähnten Papier „Growing Agrichemical Ubiquity“ stellen die Autoren fest, dass Länder wie die USA zwar immer noch einen höheren Pestizideinsatz verzeichnen, der größte Teil dieses Wachstums jedoch im globalen Süden stattfindet:

So stieg beispielsweise der Pestizideinsatz in Kalifornien von 2005 bis 2015 um 10 %, während der Einsatz von Pestiziden durch bolivianische Landwirte im gleichen Zeitraum um 300 % zunahm, obwohl er von einem niedrigen Niveau ausging. Der Einsatz von Pestiziden nimmt in so unterschiedlichen Ländern wie China, Mali, Südafrika, Nepal, Laos, Ghana, Argentinien, Brasilien und Bangladesch stark zu. In den meisten Ländern mit hohem Wachstum sind die Durchsetzung von Rechtsvorschriften, die Umweltüberwachung und die Infrastruktur zur Gesundheitsüberwachung schwach ausgeprägt.

Und ein Großteil dieses Wachstums ist auf die steigende Nachfrage nach Herbiziden zurückzuführen:

Indien verzeichnete seit 2005 einen Anstieg um 250 % (Das Gupta et al. 2017), während der Herbizideinsatz in China um 2500 % (Huang, Wang und Xiao 2017) und in Äthiopien um 2000 % (Tamru et al. 2017) anstieg. Die Einführung von Glyphosat-tolerantem Soja-, Mais- und Baumwollsaatgut in den USA, Brasilien und Argentinien treibt eindeutig einen Großteil der Nachfrage an, aber der Herbizideinsatz nimmt auch in Ländern dramatisch zu, in denen solche Pflanzen weder zugelassen noch eingeführt wurden und in denen die kleinbäuerliche Landwirtschaft immer noch dominiert.“

Als Reaktion auf den zunehmenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Indien forderte die einflussreiche Swadeshi Jagaran Manch kürzlich ein vollständiges Verbot der Verwendung von Glyphosat im Land. Eine Petition mit mehr als 201.000 Unterzeichnern, die ein vollständiges Verbot von Glyphosat befürworten, wurde dem Landwirtschaftsminister übergeben.

Der Minister wurde auch darüber informiert, dass das Herbizid offenkundig für den illegalen Anbau gentechnisch veränderter herbizidtoleranter Baumwolle (HT) verwendet wird. Ihm wurde mitgeteilt, dass „skrupellose Saatgutunternehmen“ versuchen, HT-Bt-Baumwolle illegal auf Hunderttausenden von Hektar Land auszubringen, um den Einsatz von Glyphosat zu fördern.

In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2017 beschreiben die Wissenschaftler Glenn Stone und Andrew Flachs, wie Baumwollbauern in Indien ermutigt wurden, ihre Pflugmethoden zu ändern, was zu mehr Unkraut führte. Das Ergebnis in Bezug auf die Erträge (oder den Gewinn der Landwirte) ist wohl nicht besser, aber die Änderung fiel (praktischerweise) mit dem Auftauchen eines wachsenden Angebots dieser illegalen HT-Baumwollsamen zusammen. Die Landwirte werden auf Herbizid-intensive Tretmühlen gedrängt.

Industrievertreter wie Niels Bjerre behaupten, der Einsatz von Pestiziden sei in der „modernen Landwirtschaft“ notwendig. Dies ist jedoch nicht der Fall: Es gibt inzwischen genügend Beweise für das Gegenteil. Es ist einfach nicht notwendig, unseren Körper mit giftigen Agrochemikalien zu verseuchen, ganz gleich, wie sehr die Industrie versucht, uns zu versichern, dass sie in „sicheren“ Mengen gegenwärtig wären.

Es gibt auch das von der Industrie propagierte Narrativ, dass man, wenn man die Notwendigkeit synthetischer Pestizide in der „modernen Landwirtschaft“ in Frage stellt, irgendwie ignorant oder sogar „wissenschaftsfeindlich“ ist. Das ist einfach nicht wahr. Was bedeutet „moderne Landwirtschaft“ überhaupt? Es bedeutet ein System, das an die Anforderungen des globalen Agrarkapitals und seiner internationalen Märkte und Lieferketten angepasst ist.

Wie der Schriftsteller und Akademiker Benjamin R. Cohen kürzlich erklärte:

Die Anforderungen der modernen Landwirtschaft – Produkte anzubauen, die über weite Strecken transportiert werden können und sich im Laden und zu Hause länger als ein paar Tage halten – können dazu führen, dass Tomaten wie Pappe schmecken oder Erdbeeren nicht mehr so süß sind wie früher. Das sind nicht die Bedürfnisse der modernen Landwirtschaft. Es sind die Bedürfnisse der globalen Märkte.

Was wirklich in Frage gestellt wird, ist ein politisches Paradigma, das ein bestimmtes Modell der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung und eine bestimmte Art von Landwirtschaft privilegiert: Verstädterung, riesige Supermärkte, globale Märkte, lange Lieferketten, externe, geschützte Betriebsmittel (Saatgut, synthetische Pestizide und Düngemittel, Maschinen usw.), chemieabhängiger Monokulturanbau, stark verarbeitete Lebensmittel und Marktabhängigkeit (von Unternehmen) auf Kosten ländlicher Gemeinschaften, kleiner unabhängiger Unternehmen und kleinbäuerlicher Betriebe, lokaler Märkte, kurzer Lieferketten, betriebseigener Ressourcen, vielfältiger agrarökologischer Anbaumethoden, nährstoffreicher Ernährung und Ernährungssouveränität.

Die Auswirkungen dieses Paradigmas hatten verheerende ökologische, soziale, wirtschaftliche und agronomische Folgen für hochproduktive traditionelle Agrarsysteme (siehe den offenen Brief von Bhaskar Save an die indischen Behörden aus dem Jahr 2006).

Darüber hinaus ist es trotz gegenteiliger Behauptungen nicht so, dass die chemieintensive Grüne Revolution überhaupt zu einer höheren Nahrungsmittelproduktion pro Kopf geführt hätte (siehe Glenn Stones Aufsatz „New Histories of the Green Revolution“).

Dennoch haben räuberische Agrar- und Lebensmittelkonzerne dieses politische Paradigma vorangetrieben. Auf diese Weise haben sie ihre Position im gesamten globalen Lebensmittelsystem aktiv gefestigt und gleichzeitig das falsche Narrativ verbreitet, dass sie und ihre Produkte für die Ernährung der Welt notwendig wären.

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