Hyperinflation, Faschismus und Krieg: Wie die neue Weltordnung erneut besiegt werden kann – LewRockwell – Mit kritischen Anmerkungen des Übersetzers

Quelle: Hyperinflation, Fascism, and War: How the New World Order May Be Defeated Once More – LewRockwell

Mit einigen kritischen Anmerkungen des Übersetzers zu Denkfehlern und fehlerhaften Schlußfolgerungen des Autors (unter dem Artikel).

Während die Aufmerksamkeit der Welt von den tektonischen Verschiebungen absorbiert wird, die sich in Amerika als „perfekter Bürgerkriegssturm“ entfalten, und ein Militärputsch sowohl die Wahlen als auch die Grundfesten der Republik selbst zunichte zu machen droht, ist etwas sehr Unheilvolles „vom Radar“ der meisten Schaulustigen verschwunden. Dieses Etwas ist ein finanzieller Zusammenbruch der transatlantischen Banken, der die Welt ins Chaos zu stürzen droht. Es ist dieser Zusammenbruch, der den verzweifelten Bemühungen der Neocons zugrunde liegt, die den totalen Krieg mit Russland, China und anderen Mitgliedern der wachsenden Mutlipolaren Allianz anstreben.

In kürzlich erschienenen Artikeln habe ich erwähnt, dass die von der Bank of England geführte „Lösung“ für dieses bevorstehende finanzielle Platzen der 1,5 Billiarden Dollar schweren Derivate-Blase unter dem Deckmantel eines „Great Global Reset“ propagiert wird, was ein hässlicher und verzweifelter Versuch ist, COVID-19 als Deckmantel für die Einführung eines neuen post-coviden Weltordnungs-Betriebssystems zu benutzen. Da die neuen „Regeln“ dieses neuen Systems der „Lösung“ der Bank von England von 1923 für das wirtschaftliche Chaos in Deutschland sehr ähnlich sind, die schließlich einen faschistischen Regierungsmechanismus erforderte, um sie den Massen aufzuzwingen, möchte ich einen tieferen Blick auf die Ursachen und Auswirkungen des völlig unnötigen Zusammenbruchs der Weimarer Republik und ihres Versinken in Hyperinflation und Chaos in der Zeit von 1919-1923 werfen.

In diesem Aufsatz werde ich weiter darauf eingehen, wie dieselben Architekten der Hyperfinflation 1933 der Errichtung einer globalen Bankerdiktatur nahe kamen und wie dieser frühe Versuch einer neuen Weltordnung glücklicherweise durch einen kühnen Kampf, der aus den Mainstream-Geschichtsbüchern gestrichen wurde, zum Scheitern gebracht wurde.

Wir werden eingehend untersuchen, wie innerhalb Amerikas ein großer Krieg ausbrach, der von anti-imperialen Patrioten in Opposition zu den Kräften der Wall Street und des Londoner Deep State geführt wurde, und wir werden untersuchen, wie sich dieser Kampf der Paradigmen 1943-1945 zuspitzte.

Diese historische Studie wird nicht zur Unterhaltung durchgeführt, noch sollte dies als eine rein akademische Übung angesehen werden, sondern sie wird aus der einfachen Tatsache heraus erstellt, dass die Welt vor einem totalen systemischen Zusammenbruch steht, und wenn bestimmte unterdrückte Fakten der Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht ans Licht gebracht werden, dann werden diejenigen Kräfte, die unser kollektives Gedächtnis an das, was wir einst waren, zerstört haben, auf dem Fahrersitz bleiben, während die Gesellschaft in ein neues Zeitalter des Faschismus und des Weltkriegs getragen wird.

Versailles und die Zerstörung Deutschlands

Großbritannien war die führende Hand hinter der Orchestrierung des Ersten Weltkriegs und der Zerstörung des potentiellen deutsch-russisch-amerikanisch-ottomanischen Bündnisses, das Ende des 19. Jahrhunderts Gestalt anzunehmen begonnen hatte, wie der törichte Kaiser Wilhelm feststellte (wenn auch leider zu spät), als er sagte: „Die Welt wird vom bschrecklichsten aller Kriege verschlungen werden, dessen Endziel der Untergang Deutschlands ist. England, Frankreich und Russland haben sich zu unserer Vernichtung verschworen… das ist die nackte Wahrheit der Situation, die langsam aber sicher von Edward VII. geschaffen wurde“.

So wie die britische Oligarchie den Krieg managte, so organisierte sie auch die Reparationskonferenz in Frankreich, die unter anderem einem besiegten Deutschland unmögliche Schuldenrückzahlungen auferlegte und den Völkerbund schuf, der das Instrument für eine „postnationale staatliche Weltordnung“ werden sollte. Lloyd George leitete die britische Delegation zusammen mit seinem Assistenten Philip Kerr (Lord Lothian), Leo Amery, Lord Robert Cecil und Lord John Maynard Keynes, die einer langfristigen Agenda zur Errichtung einer globalen Diktatur folgten. Alle diese Persönlichkeiten waren Mitglieder der damals neu entstandenen Bewegung des „Round Table“, die 1916 durch die Absetzung von Asquith die volle Kontrolle über Großbritannien übernommen hatte und das Herzstück des heutigen „tiefen Staates“ bildet.

Nach der Zerschlagung der deutschen Armee und Marine durch den Waffenstillstand von 1918 war die einst mächtige Nation nun gezwungen, die unmögliche Summe von 132 Milliarden Goldmark an die Sieger zu zahlen und musste Gebiete aufgeben, die 10% ihrer Bevölkerung ausmachten (Elsass-Lothringen, Ruhrgebiet und Nordschlesien) und die 15% ihres Ackerlandes, 12% ihres Viehbestandes, 74% ihres Eisenerzes, 63% ihrer Zinkproduktion und 26% ihrer Kohle ausmachten. Deutschland musste außerdem 8000 Lokomotiven, 225 000 Triebwagen und alle seine Kolonien aufgeben. Es war ein Festival der modernen Plünderung.

Deutschland hatte nur noch sehr wenige Optionen. Die Steuern wurden erhöht, und die Importe wurden vollständig reduziert, während die Exporte gesteigert wurden. Diese Politik (die an die heute gebräuchlichen Sparmaßnahmen des IWF erinnert) scheiterte völlig, da beide um 60% sanken. Deutschland gab die Hälfte seines Goldvorrats auf, und bei den Schuldenzahlungen wurde gab es keinen Nachlaß. Im Juni 1920 entschied man sich für eine neue Strategie: die Vergrößerung der Druckerpresse. Statt das „Wundermittel“ zu sein, an das verzweifelte Monetaristen bekanntlich glauben, führte diese Lösung zu einer asymptotischen Abwertung der Währung bis hin zur Hyperinflation. Von Juni 1920 bis Oktober 1923 schnellte die im Umlauf befindliche Geldmenge von 68,1 Goldmark auf 496,6 Trillionen Goldmark in die Höhe. Im Juni 1922 tauschten 300 Mark gegen 1 US-Dollar, und im November 1923 brauchte man 42 Billionen Mark, um an 1 US-Dollar zu kommen! Es gibt immer noch Bilder von Deutschen, die Schubkarren mit Bargeld die Straße hinunter schieben, nur um eine Stange Butter und Brot zu kaufen (1 kg Brot wurde 1923 für 428 Milliarden Mark verkauft).

Mit dem Wertverlust der Währung sank die Industrieproduktion um 50%, die Arbeitslosigkeit stieg auf über 30% und die Nahrungsaufnahme brach um mehr als die Hälfte des Vorkriegsniveaus ein. Der Film „Dr. Mabuse (Der Spieler)“ des deutschen Regisseurs Fritz Lang aus dem Jahr 1922 entlarvte den Wahnsinn des Zusammenbruchs der deutschen Bevölkerung in einen spekulativen Irrsinn, als diejenigen, die über die Mittel verfügten, begannen, gegen die Deutsche Mark zu wetten, um sich zu schützen, und so nur dazu beitrugen, die Mark von innen zusammenbrechen zu lassen. Dies erinnert sehr an jene Amerikaner, die heute den US-Dollar leerverkaufen, anstatt für eine systemische Lösung zu kämpfen.

Es gab Widerstand

Die düsteren Auswirkungen von Versailles waren nicht unbekannt, und das nationalsozialistische Schicksal Deutschlands war alles andere als vorherbestimmt. Es ist eine belegbare Tatsache, die oft in den Geschichtsbüchern ausgelassen wird, dass patriotische Kräfte aus Russland, Amerika und Deutschland mutig versuchten, den tragischen Verlauf von Hyperinflation und Faschismus zu ändern, der den Aufstieg Hitlers und den Zweiten Weltkrieg verhindert hätte, wären ihre Bemühungen nicht sabotiert worden.

Von Amerika selbst aus kehrte ein neues Präsidentschaftsteam unter der Führung von William Harding schnell die Pro-Liga der Nationen-Agenda des wahnsinnigen anglophilen Präsidenten Woodrow Wilson um. Ein führender US-amerikanischer Industrieller namens Washington Baker Vanderclip, der 1920 beim größten Handelsabkommen der Geschichte mit Russland in Höhe von 3 Milliarden Dollar die Führung innehatte, hatte Wilson „einen Autokraten auf Anregung der britischen Regierung“ genannt. Im Gegensatz zu Wilson unterstützte Präsident Harding sowohl das Handelsabkommen zwischen den USA und Russland als auch den Völkerbund, indem er die Souveränität Amerikas stärkte und 1921 die bilateralen Verträge mit Russland, Ungarn und Österreich als außerhalb der Kontrolle des Völkerbundes stehend erklärte. Die neu gegründete britische Round Table-Bewegung in Amerika (die als Council on Foreign Relations gegründet wurde) war nicht zufrieden.

Genauso wie Harding manövrierte, um die Sowjetunion anzuerkennen und eine Entente mit Lenin zu gründen, aß der große Präsident einige „schlechte Austern“ und starb am 2. August 1923. Obwohl keine Autopsie durchgeführt wurde, brachte sein Tod ein Jahrzehnt der anglophilen Kontrolle der Wall Street nach Amerika und beendete jegliche Opposition der Präsidentschaft gegen die Weltregierung. Diese Periode resultierte in der von Spekulationen getriebenen Blase der tosenden 20er Jahre, deren Absturz am Schwarzen Freitag 1929 fast eine faschistische Hölle in Amerika auslöste.

Der russisch-deutsche Rapallo-Vertrag entgleist

Nach monatelangem Organisieren einigten sich führende Vertreter Russlands und Deutschlands auf eine Alternativlösung zum Versailler Vertrag, die den deutschen Patrioten neues Leben eingehaucht und eine mächtige russisch-deutsche Freundschaft in Europa begründet hätte, die andere schändliche Pläne durcheinander gebracht hätte.

Unter der Führung des deutschen Industriellen und Außenministers Walter Rathenau und seines Amtskollegen, des russischen Außenministers Georgi Tschicherin, wurde der Vertrag am 16. April 1922 in Rapallo (Italien) unter der Prämisse unterzeichnet, dass alle Kriegsschulden erlassen werden und auf alle Gebietsansprüche beider Seiten verzichtet wird. In dem Vertrag hieß es, Russland und Deutschland würden „im Geiste des gegenseitigen guten Willens bei der Erfüllung der wirtschaftlichen Bedürfnisse beider Länder zusammenarbeiten„.

Als Rathenau am 24. Juni 1922 von einer Terrorzelle namens „Organisation Konsul“ ermordet wurde, verlor der Erfolg des Vertrags von Rapallo an Kraft, und die Nation geriet in eine tiefere Welle des Chaos und des Gelddruckens. Die „Organisation Konsul“ hatte die Führung bei der Ermordung von über 354 deutschen politischen Persönlichkeiten zwischen 1919-1923 übernommen, und als sie 1922 verboten wurden, änderte die Gruppe lediglich ihren Namen und verwandelte sich in andere deutsche paramilitärische Gruppen (wie das Freikorps), die zum militärischen Arm der neuen Nationalsozialistischen Partei wurden.

1923: Die Lösung der City of London wird auferlegt

Als der hyperinflationäre Blowout in Deutschland zu einer völligen Unregierbarkeit des Staates führte, fand sich eine Lösung in Form des von der Wall Street verfassten „Dawes-Plans“, der den Einsatz eines in London ausgebildeten Golems namens Hjalmar Schacht erforderte. Er wurde erstmals im November 1923 als Währungskommissar und bald darauf als Präsident der Reichsbank vorgestellt. Schachts erste Handlung war der Besuch des Gouverneurs der Bank of England, Montagu Norman, in London, der Schacht einen Plan für die weitere Umstrukturierung Deutschlands lieferte. Schacht kehrte zurück, um die Krise mit genau demselben Gift zu „lösen“, das sie verursacht hatte.

Als er zunächst eine neue Währung namens „Rentenmark“ ankündigte, die auf einen festen Wert festgelegt war und 1 Billion Reichsmark in 1 neue Rentenmark umtauschte, wurden die Deutschen erneut ausgeraubt. Diese neue Währung sollte nach „neuen Regeln“ funktionieren, die es in der Geschichte Deutschlands noch nie gegeben hatte: Massenprivatisierungen führten dazu, dass anglo-amerikanische Konglomerate staatliche Unternehmen aufkauften. IG Farben, Thyssen, Union Banking, Brown Brothers Harriman, Standard Oil, JP Morgan und Union Banking übernahmen die Kontrolle über Deutschlands Finanzen, Bergbau- und Industrieinteressen unter der Aufsicht von John Foster Dulles, Montagu Norman, Averill Harriman und anderen tiefgreifenden staatlichen Akteuren. Dies wurde 1961 in dem Film Judgement at Nuremburg von Stanley Kramer bekanntlich enthüllt.

Als nächstes kürzte Schacht die Kredite an die Industrie, erhöhte die Steuern und verhängte Massensparmaßnahmen gegen „nutzlose Ausgaben“. 390.000 Beamte wurden entlassen, Gewerkschaften und Tarifverhandlungen wurden zerstört und die Löhne um 15% gekürzt.

Wie man sich vorstellen kann, war diese Zerstörung des Lebens nach der Hölle von Versailles unerträglich, und die zivilen Unruhen begannen in einer Weise überzukochen, die selbst die mächtigen Bankiers (und ihre Söldner) der Londoner Wall Street nicht kontrollieren konnten. Die demokratischen Institutionen der Republik brauchten einen Vollstrecker, der ungehindert die Wirtschaft Schachts dem Volk aufzwingen konnte. Ein aufstrebender, den Pöbel aufrüttelnder, gescheiterter Maler, der am 8. November 1923 mit einer Bierkeller-Rede Wellen geschlagen hatte, war perfekt.

Ein letzter Versuch, Deutschland zu retten

Obwohl Hitler im kommenden Jahrzehnt der Schacht’schen Wirtschaft an Macht gewann, wurde mit dem Wahlsieg von General Kurt von Schleicher als Bundeskanzler im November 1932 ein letzter republikanischer Versuch unternommen, Deutschland vor dem Absturz in eine faschistische Hölle zu bewahren. Schleicher war ein Jahrzehnt zuvor an der Seite von Rathenau Koarchitekt von Rapallo gewesen und war ein starker Befürworter des vom Industriellen Wilhelm Lautenbach geförderten Programms der Friedrich-List-Gesellschaft für öffentliche Arbeiten und interne Verbesserungen. Die öffentliche Unterstützung der Nazi-Partei brach zusammen, und die Partei war bankrott. Hitler war in eine Depression gefallen und dachte sogar über Selbstmord nach, als die anglo-amerikanische Elite einen „legalen Putsch“ entfesselte, durch den Wall-Street-Gelder in die Nazi-Kassen flossen.

Am 30. Januar 1933 erlangte Hitler die Kanzlerschaft, wo er unter dem durch den Reichstagsbrand im März 1933 verursachten „Ausnahmezustand“ rasch diktatorische Macht erlangte. In der Nacht der langen Messer wurden 1934 General Schleicher und Hunderte anderer deutscher Patrioten ermordet, und es dauerte nur wenige Jahre, bis das Frankenstein-Monster der City of London und der Wall Street die Welt stürmte.

Wie der Absturz von 1929 fabriziert wurde

Obwohl jeder weiß, dass der Marktcrash von 1929 in Amerika vier Jahre der Hölle auslöste, die sich unter der großen Depression schnell über Europa ausbreitete, haben nicht viele Menschen erkannt, dass dies nicht unvermeidlich war, sondern eher ein kontrollierter Ausbruch.

Die Blasen der 1920er Jahre wurden mit dem frühen Tod von Präsident William Harding 1923 entfesselt und wuchsen unter der sorgfältigen Führung von J.P. Morgans Präsident Coolidge sowie des Finanziers Andrew Mellon (Finanzminister), der die Banken deregulierte, dem Land Sparmaßnahmen auferlegte und einen Plan für Maklerkredite austüftelte, der es Spekulanten erlaubte, 90% ihrer Aktien zu leihen. Die Wall Street wurde dereguliert, Investitionen in die Realwirtschaft wurden in den 1920er Jahren gestoppt, und Wahnsinn wurde zur Norm. Im Jahr 1925 beliefen sich die Brokerkredite auf insgesamt 1,5 Milliarden Dollar, wuchsen 1926 auf 2,6 Milliarden Dollar an und erreichten Ende 1927 einen Wert von 5,7 Milliarden Dollar. Bis 1928 war der Aktienmarkt viermal überbewertet!

Als die Blase ausreichend aufgeblasen war, wurde ein Zeitpunkt festgelegt, um ein massenhaftes „Einziehen“ der Maklerkredite zu koordinieren. Es war vorhersehbar, dass niemand sie bezahlen konnte, was zu einem Zusammenbruch der Märkte führte. Diejenigen, die „Bescheid wussten“, räumten mit den „bevorzugten Kunden“ von JP Morgan und anderen Finanzgiganten auf, die vor dem Zusammenbruch verkauften und dann die physischen Vermögenswerte Amerikas „für’n Appel und’n Ei“ aufkauften. Eine erwähnenswerte Person, die auf diese Weise ein Vermögen machte, war Prescott Bush von Brown Brothers Harriman, der 1932 eine bankrotte Nazi-Partei retten wollte. Diese Finanziers hatten eine enge Loyalität zur City of London und koordinierten ihre Operationen über das private Zentralbanksystem der amerikanischen Federal Reserve sowie der Bank of International Settlements.

Die Hölle der Weltwirtschaftskrise

Während der gesamten Weltwirtschaftskrise wurde die Bevölkerung an ihre Grenzen gebracht, was Amerika sehr anfällig für Faschismus machte, da die Arbeitslosigkeit auf 25% hochschnellte, die Industriekapazitäten um 70% einbrachen und die Agrarpreise weit unter die Produktionskosten fielen, was Zwangsvollstreckungen und Selbstmorde beschleunigte. Lebensersparnisse gingen verloren, als 4000 Banken zusammenbrachen.

Diese Verzweiflung wiederholte sich in ganz Europa und Kanada, wobei eugenikliebende Faschisten auf breiter Front an Popularität gewannen. England erlebte 1932 den Aufstieg von Sir Oswald Mosleys Britischer Union der Faschisten, das englische Kanada hatte seine eigene faschistische Lösung mit der Rhodes-Scholar-„Fabian Society“-League of Social Reconstruction (die später die Liberale Partei übernahm), die eine „wissenschaftliche Verwaltung der Gesellschaft“ forderte. Das Time Magazine hatte Il Duce bis 1932 mehr als 6 Mal vorgestellt, und den Leuten wurde erzählt, dass der korporative Faschismus die wirtschaftliche Lösung für alle wirtschaftlichen Probleme Amerikas sei.

Mitten in der Krise entfernte sich die City of London 1931 vom Goldstandard, was ein lähmender Schlag für die USA war, da dies zu einer Flucht von Gold aus Amerika führte, die eine starke Kontraktion der Geldmenge und damit die Unfähigkeit, auf die Depression zu reagieren, zur Folge hatte. Britische Waren überschwemmten gleichzeitig die USA und zermalmten das wenige, was noch an Produktion übrig war.

In dieser Atmosphäre spielte sich 1933 eine der am wenigsten verstandenen Schlachten ab.

1932: Versuch einer Banker-Diktatur

In Deutschland verursachte ein Überraschungssieg von General Kurt Schleicher im Dezember 1932 die Niederlage der von London gelenkten Nazi-Partei, die damit drohte, Deutschland von der Zentralbanktyrannei zu befreien. Wenige Wochen vor Schleichers Sieg gewann Franklin Roosevelt die Präsidentschaft in Amerika und drohte damit, die Privatbanken zu regulieren und die nationale Souveränität über das Finanzwesen durchzusetzen.

Als die City of London ihre Pläne für einen globalen Faschismus entgleiten sah, kündigte sie an, dass in aller Eile ein neues globales System geschaffen werden müsse, das von den Zentralbanken kontrolliert wird. Ihr Ziel war es, die Wirtschaftskrise als Vorwand zu benutzen, um den Nationalstaaten jegliche Macht über die Geldpolitik zu entziehen und gleichzeitig die Macht der Zentralbanken als Vollstrecker „ausgeglichener globaler Haushalte“ zu stärken.

Im Dezember 1932 wurde vom Völkerbund unter der Leitung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der Bank of England eine Wirtschaftskonferenz „zur Stabilisierung der Weltwirtschaft“ organisiert. Die BIZ wurde 1930 als „Zentralbank der Zentralbanken“ gegründet, um die Rückzahlung der Schulden aus dem Ersten Weltkrieg zu erleichtern, und war ein wichtiges Instrument zur Finanzierung des nationalsozialistischen Deutschlands – und das noch lange nach Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Londoner Wirtschaftskonferenz brachte 64 Nationen der Welt in einem kontrollierten Umfeld unter dem Vorsitz des britischen Premierministers zusammen und wurde vom König selbst eröffnet.

In einer vom Währungsausschuss der Konferenz verabschiedeten Resolution hieß es:

„Die Konferenz hält es für wesentlich, dass, um einen internationalen Goldstandard mit dem notwendigen Mechanismus für ein zufriedenstellendes Funktionieren zu schaffen, unabhängige Zentralbanken mit den erforderlichen Befugnissen und der Freiheit zur Durchführung einer angemessenen Währungs- und Kreditpolitik in solchen entwickelten Ländern geschaffen werden, die gegenwärtig über keine angemessene Zentralbankeinrichtung verfügen“ und dass „die Konferenz den großen Nutzen einer engen und kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen den Zentralbanken bekräftigen möchte“. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sollte nicht nur durch die Verbesserung der Kontakte, sondern auch als Instrument für gemeinsames Handeln eine immer wichtigere Rolle spielen“.

In Anlehnung an die moderne Fixierung der Bank von England auf ein „mathematisches Gleichgewicht“ hieß es in den Resolutionen, dass der neue globale Goldstandard, der von den Zentralbanken kontrolliert wird, „zur Aufrechterhaltung eines grundlegenden Gleichgewichts in der Zahlungsbilanz“ der Länder erforderlich sei. Die Idee bestand darin, die Nationalstaaten ihrer Macht zu berauben, Kredite für ihre eigene Entwicklung zu generieren und zu lenken.

FDR torpediert die Londoner Konferenz

Der Widerstand von Bundeskanzler Schleicher gegen die Diktatur der Bankiers wurde im Januar 1933 durch einen „sanften Putsch“ zugunsten von Adolf Hitler (unter Kontrolle einer Spielfigur der Bank von England namens Hjalmar Schacht) gelöst; Schleicher wurde im darauf folgenden Jahr ermordet. In Amerika wurde ein Attentat auf Roosevelt am 15. Februar 1933 vereitelt, als eine Frau einem Anarcho-Freimaurer in Miami die Waffe aus der Hand schlug, was den Tod von Chicagos Bürgermeister Cermak zur Folge hatte.

Ohne die Leiche von FDR stieß die Londoner Konferenz auf eine unüberwindbare Barriere, da FDR jegliche amerikanische Zusammenarbeit verweigerte. Roosevelt erkannte die Notwendigkeit eines neuen internationalen Systems, aber er wusste auch, dass es von souveränen Nationalstaaten organisiert werden musste, die dem allgemeinen Wohlergehen des Volkes untertan waren, und nicht von Zentralbanken, die sich dem Wohlergehen der Oligarchie verschrieben hatten. Bevor irgendwelche internationalen Veränderungen eintreten konnten, mussten sich die von den Auswirkungen der Depression kastrierten Nationalstaaten zunächst wirtschaftlich erholen, um über der Macht der Finanziers zu bleiben.

Im Mai 1933 zerbrach die Londoner Konferenz, als FDR sich darüber beklagte, dass die Unfähigkeit der Konferenz, die wirklichen Probleme der Krise anzugehen, „eine Katastrophe“ sei, „die einer Welttragödie gleichkommt“ und dass die Fixierung auf kurzfristige Stabilität „alte Fetische der so genannten internationalen Bankiers“ seien. FDR fuhr fort: „Die Vereinigten Staaten streben die Art von Dollar an, der einer Generation die gleiche Kauf- und Schuldenzahlungskraft verleihen wird wie der Dollarwert, den wir in naher Zukunft zu erreichen hoffen. Dieses Ziel bedeutet mehr für das Wohl anderer Nationen als ein festes Verhältnis für ein oder zwei Monate. Die Festlegung des Wechselkurses ist nicht die richtige Antwort“.

Die Briten verfassten eine offizielle Erklärung, in der es hieß: „Die amerikanische Erklärung zur Stabilisierung machte es völlig nutzlos, die Konferenz fortzusetzen„.

FDR-Krieg gegen die Wall Street

Der neue Präsident legte in seiner Antrittsrede am 4. März den Fehdehandschuh nieder und sagte „Die Geldwechsler sind von ihren hohen Sitzen im Tempel unserer Zivilisation geflohen. Wir können nun diesen Tempel für die alten Wahrheiten wieder herrichten. Das Maß der Wiederherstellung liegt in dem Ausmaß, in dem wir soziale Werte anwenden, die edler sind als bloßer monetärer Profit„.

FDR erklärte der Wall Street auf mehreren Ebenen den Krieg, beginnend mit seiner Unterstützung der Pecorra-Kommission, die Tausende von Bankiers ins Gefängnis schickte und die kriminellen Aktivitäten der obersten Ebene der Machtstruktur der Wall Street aufdeckte, die die Depression manipulierte, politische Ämter kaufte und den Faschismus vorantrieb. Ferdinand Pecorra, der die Kommission leitete, nannte den tiefen Staat beim Namen, als er sagte: „Diese kleine Gruppe hochrangiger Finanziers, die die Quellen der wirtschaftlichen Aktivität kontrolliert, verfügt über mehr reale Macht als jede ähnliche Gruppe in den Vereinigten Staaten.

Pecorras in der Öffentlichkeit stark beachteter Erfolg ermächtigte FDR, eine umfassende Regulierung in Form 1) der Glass-Steagall-Bankentrennung, 2) der Reorganisation des Konkurses und 3) der Schaffung der Börsenaufsichtskommission zur Überwachung der Wall Street durchzusetzen. Vor allem aber entmachtete FDR die von London kontrollierte Federal Reserve, indem er seinen eigenen Mann als Vorsitzenden einsetzte (den Industriellen Mariner Eccles), der sie zum ersten Mal seit 1913 zwang, nationalen Befehlen zu gehorchen, während er gleichzeitig einen „alternativen“ Kreditvergabemechanismus außerhalb der Kontrolle der Fed schuf, die Reconstruction Finance Corporation (RFC), die in den 1930er Jahren zur Nummer eins der Kreditgeber für Infrastruktur in Amerika wurde.

Eine der umstrittensten Politiken, für die FDR heute dämonisiert wird, war seine Abschaffung des Goldstandards. Der Goldstandard selbst beschränkte die Geldmenge auf einen strikten Tausch von Gold pro Papierdollar und verhinderte so den Bau interner Verbesserungen, die zur Wiederbelebung der industriellen Kapazitäten erforderlich waren und die Millionen von Arbeitslosen wieder in Arbeit bringen sollten, für die keine finanziellen Mittel vorhanden waren. Seine Manipulation durch internationale Finanziers machte ihn zu dieser Zeit eher zu einer Waffe der Zerstörung als der Schöpfung. Da die Rohstoffpreise unter die Produktionskosten gefallen waren, war es von entscheidender Bedeutung, die Warenpreise unter einer Art „kontrollierter Inflation“ zu erhöhen, damit Fabriken und landwirtschaftliche Betriebe zahlungsfähig werden konnten, und leider hielt der Goldstandard dies zurück. FDR verhängte Schutzzölle, um den agroindustriellen Aufschwung an allen Fronten zu fördern, und beendete damit die Jahre des räuberischen Freihandels.

FDR erklärte 1934 seine politisch-ökonomische Philosophie: „Die alte trügerische Vorstellung, dass die Bankiers auf der einen Seite und die Regierung auf der anderen Seite mehr oder weniger gleichberechtigte und unabhängige Einheiten seien, ist vorbei. Die Regierung muss aus der Notwendigkeit der Dinge der Führer, den Richter über die widersprüchlichen Interessen aller Gruppen in der Gemeinschaft, einschließlich der Bankiers, sein“.

Der echte New Deal

Sobald sie von den Fesseln der Zentralbanken befreit waren, konnten FDR und seine Verbündeten eine echte Erholung einleiten, indem sie das Vertrauen in das Bankwesen wiederherstellten. Innerhalb von 31 Tagen nach seinem Bankfeiertag waren 75% der Banken betriebsbereit, und die FDIC wurde gegründet, um die Einlagen zu versichern. Vier Millionen Menschen erhielten sofort Arbeit, und Hunderte von Bibliotheken, Schulen und Krankenhäusern wurden gebaut und personell ausgestattet – alles über den RFC finanziert. Das erste Kamingespräch des FDR war für die Wiederherstellung des Vertrauens in die Regierung und die Banken von entscheidender Bedeutung und dient auch heute noch als eine wichtige Lektion im Bankwesen, von der die Zentralbanken nicht wollen, dass man sie lernt.

Von 1933-1939 wurden 45.000 Infrastrukturprojekte gebaut. Die vielen „lokalen“ Projekte wurden, wie die heutige „China’s Belt and Road Initiative“, unter einem „großen Entwurf“ geregelt, den die FDR als „Vier Viertel“ bezeichnete und der Zonen mit Megaprojekten umfasste, wie das Gebiet der Tennessee Valley Authority im Südosten, die Zone des Columbia-River-Vertrags im Nordwesten, die St.-Laurence-Seewegzone im Nordosten und die Hoover Dam/Colorado-Zone im Südwesten. Diese Projekte waren in einer Art und Weise transformativ, die mit Geld niemals gemessen werden konnte, da der Alphabetisierungsgrad im Gebiet von Tennessee von 20 % im Jahr 1932 auf 80 % im Jahr 1950 anstieg und rassistische Sümpfe im Süden aufgrund der reichlich vorhandenen und billigen Wasserkraft zur Grundlage der amerikanischen Luft- und Raumfahrtindustrie wurden. Wie ich bereits über den Saker berichtet hatte, war FDR kein Keynesianer (obwohl ganze Bienenstöcke von Rhodes-Gelehrten und Fabianern, die in seine Verwaltung eindrangen, dies mit Sicherheit waren).

Wall Street sabotiert den New Deal

Diejenigen, die den New Deal heute kritisieren, ignorieren die Tatsache, dass sein Scheitern mehr mit Sabotage seitens der Wall Street zu tun hat als mit allem, was dem Programm eigen ist. So erzwang zum Beispiel J.P. Morgan-Werkzeug Lewis Douglass (U.S. Budget Director) 1934 die Schließung der Civil Works Administration, was die Entlassung aller 4 Millionen Arbeiter zur Folge hatte.

Die Wall Street tat alles, was sie konnte, um die Wirtschaft auf Schritt und Tritt zu ersticken. Im Jahr 1931 beliefen sich die Kredite der NY-Banken an die Realwirtschaft auf 38,1 Milliarden Dollar, die bis 1935 auf nur 20,3 Milliarden Dollar zurückgingen. Waren 1929 noch 29% der Gelder der NY-Banken in US-Anleihen und Wertpapieren angelegt, so waren diese 1929 auf 58% gestiegen, was die Regierung daran hinderte, produktive Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben.

Als FDRs Finanzminister ihn 1937 dazu überredete, die öffentlichen Bauarbeiten einzustellen, um zu sehen, ob die Wirtschaft „auf eigenen Füßen stehen könne“, zog die Wall Street Kredite aus der Wirtschaft heraus, wodurch der Index der Industrieproduktion von 110 auf 85 einbrach und der Gewinn von sieben Jahren zunichte gemacht wurde, während die Stahlindustrie von 80 % Kapazität wieder auf ein Tief von 19 % fiel. Zwei Millionen Arbeitsplätze gingen verloren, und der Dow Jones verlor 39% seines Wertes. Das war nicht anders, als wenn man einem Patienten in der Rehabilitation die Krücken aus der Hand schlug, und es entging niemandem, dass diejenigen, die die Krücken wegschlugen, offen den Faschismus in Europa unterstützten. Der Bush-Patriarch Prescott Bush, damals Vertreter von Brown Brothers Harriman, wurde 1942 für schuldig befunden, mit dem Feind gehandelt zu haben!

Putschversuch in Amerika gescheitert

Die Bankiers beschränkten sich in dieser Zeit nicht nur auf finanzielle Sabotage, sondern versuchten auch einen faschistischen Militärputsch, der von Generalmajor Smedley Butler in seinem Kongresszeugnis vom 20. November 1934 aufgedeckt wurde. Butler hatte ausgesagt, dass der Plan im Sommer 1933 begonnen und von Finanziers der Wall Street organisiert worden war, die versuchten, ihn als Marionettendiktator zu benutzen, der 500.000 Mitglieder der American Legion dazu brachte, das Weiße Haus zu stürmen. Als Butler sprach, hatten dieselben Finanziers gerade eine Anti-New-Deal-Organisation namens American Liberty League gegründet, die dafür kämpfte, Amerika aus dem Krieg herauszuhalten, um eine anglo-nazistische, faschistische Weltregierung zu verteidigen, mit der sie eine Partnerschaft eingehen wollten.

Die amerikanische Liberty-Liga änderte erst dann ihre Meinung, als sich herausstellte, dass Hitler zu einem ungehorsamen Frankenstein-Monster geworden war, das sich nicht damit begnügte, sich der britischen Idee einer neuen Weltordnung unterzuordnen. Als Antwort auf die Agenda der Liberty League sagte FDR: „Einige sprechen von einer neuen Weltordnung, aber sie ist nicht neu und sie ist keine Ordnung“.

Die antikoloniale Nachkriegsvision von FDR

Eines der größten lebenden Zeugnisse der antikolonialen Vision von FDR ist in einem wenig bekannten Buch von 1946 enthalten, das von seinem Sohn Elliot Roosevelt verfasst wurde, der als Vertrauter und Helfer seines Vaters in einige der heikelsten Treffen, an denen sein Vater während des Krieges teilnahm, eingeweiht war. Angesichts des Zusammenbruchs der Nachkriegsvision nach FDRs Tod am 12. April 1945 und des Aufkommens einer prokirchlichen Präsidentschaft unter Harry Truman, der keine Zeit verlor, indem er Atombomben auf das besiegte Japan warf, eine sowjetische Hexenjagd zu Hause einleitete und im Ausland einen Kalten Krieg auslöste, verfasste Elliot „As He Saw It“ (1946), um ein lebendiges Zeugnis des Potenzials zu schaffen, das mit dem Tod seines Vaters verloren ging.

Wie Elliot über sein Motiv, sein Buch zu schreiben, sagte:

Die Entscheidung, dieses Buch zu schreiben, wurde erst vor kurzem getroffen und durch dringende Ereignisse vorangetrieben. Winston Churchills Rede in Fulton, Missouri, war an dieser Entscheidung beteiligt,… der wachsende Vorrat an amerikanischen Atombomben ist ein zwingender Faktor; all die Anzeichen wachsender Uneinigkeit unter den führenden Nationen der Welt, all die gebrochenen Versprechen, all die aufkeimende Machtpolitik des gierigen und verzweifelten Imperialismus waren meine Triebfedern bei diesem Unterfangen… Und ich habe gesehen, wie die Versprechen gebrochen, die Bedingungen summarisch und zynisch missachtet und die Struktur des Friedens verleugnet wurden… Ich schreibe dies also an Sie, die Sie mir zustimmen, dass… der Weg, den er eingeschlagen hat, auf höchst schmerzliche Weise – und absichtlich – verlassen worden ist.“

Die vier Freiheiten

Noch bevor Amerika in den Krieg eingetreten war, dienten die Prinzipien der internationalen Harmonie, die FDR am 6. Januar 1941 in seiner Rede „Vier Freiheiten“ vor dem US-Kongress verkündete, in den nächsten 4,5 Jahren als Leitfaden durch jede Schlacht. In dieser Rede sagte FDR:

In künftigen Tagen, die wir zu sichern suchen, freuen wir uns auf eine Welt, die auf vier wesentlichen menschlichen Freiheiten beruht.

Die erste ist die Rede- und Meinungsfreiheit – überall auf der Welt.

Die zweite ist die Freiheit eines jeden Menschen, Gott auf seine Weise anzubeten – überall auf der Welt.

Die dritte ist die Freiheit von Mangel – was, in Weltbegriffe übersetzt, wirtschaftliche Verständigung bedeutet, die jeder Nation ein gesundes Leben in Friedenszeiten für ihre Bewohner sichert – überall auf der Welt.

Die vierte ist die Freiheit von Furcht – was, in Weltbegriffe übersetzt, eine weltweite Reduzierung der Rüstung auf einen solchen Punkt und in einer so gründlichen Weise bedeutet, dass keine Nation in der Lage sein wird, einen Akt physischer Aggression gegen irgendeinen Nachbarn zu begehen – egal wo auf der Welt.

Das ist keine Vision eines fernen Jahrtausends. Es ist eine definitive Grundlage für eine Art von Welt, die in unserer Zeit und Generation erreichbar ist. Diese Art von Welt ist das genaue Gegenteil der so genannten neuen Ordnung der Tyrannei, die Diktatoren mit dem Abwurf einer Bombe schaffen wollen.

Dieser neuen Ordnung widersetzen wir uns der größeren Konzeption – der moralischen Ordnung. Eine gute Gesellschaft ist in der Lage, den Plänen der Weltherrschaft und ausländischen Revolutionen gleichermaßen ohne Angst zu begegnen.

Seit dem Beginn der amerikanischen Geschichte haben wir uns in einer fortwährenden friedlichen Revolution befunden – einer Revolution, die stetig und ruhig voranschreitet und sich den sich ändernden Bedingungen anpasst – ohne das Konzentrationslager oder den Kalkleim im Straßengraben. Die Weltordnung, die wir anstreben, ist die Zusammenarbeit freier Länder, die in einer freundlichen, zivilisierten Gesellschaft zusammenarbeiten.

Diese Nation hat ihr Schicksal in die Hände, Köpfe und Herzen von Millionen freier Männer und Frauen gelegt und ihren Glauben an die Freiheit unter der Führung Gottes. Freiheit bedeutet die Vorherrschaft der Menschenrechte überall. Unsere Unterstützung geht an diejenigen, die darum kämpfen, diese Rechte zu erlangen oder sie zu wahren. Unsere Stärke ist unsere Einheit in der Zielsetzung“.

Als der amerikanische Maler Norman Rockwell diese Freiheiten umrissen hörte, wurde er inspiriert, vier Meisterwerke zu malen, die in ganz Amerika ausgestellt wurden und allen Bürgern die Schönheit von FDRs Geist vermittelten.

Der patriotische Vizepräsident FDRs (und der Mann, der 1948 Präsident hätte sein sollen), Henry Wallace, umriss FDRs Vision in einer leidenschaftlichen Videoansprache an die Menschen im Jahr 1942, die auch heute von allen Weltbürgern gesehen werden sollte:

Churchill gegen FDR: Der Zusammenprall zweier Paradigmen

Elliots Schilderung des Zusammenpralls der Paradigmen zwischen seinem Vater und Churchill in den Jahren 1941-1945 ist von unschätzbarem Wert, sowohl wegen ihrer Fähigkeit, Licht in den wahrhaft edlen konstitutionellen Charakter Amerikas zu bringen, der in der Person Roosevelts personifiziert ist, als auch wegen ihrer Fähigkeit, das wunderbare Potenzial einer Welt aufzuzeigen, in die bestimmte unnatürliche Ereignisse nicht hätten eingreifen können, um die Entwicklung unserer Spezies in ein Zeitalter der Zusammenarbeit, der kreativen Vernunft und der Harmonie, in dem alle Seiten gewinnen, entgleisen zu lassen.

In „As He Saw It“ dokumentiert Elliot ein Gespräch, das er zu Beginn des Eintritts Amerikas in den Zweiten Weltkrieg mit seinem Vater geführt hat, der seine antikolonialen Absichten klar und deutlich zum Ausdruck brachte:

Ich spreche von einem anderen Krieg, Elliott. Ich spreche davon, was mit unserer Welt geschehen wird, wenn wir nach diesem Krieg Millionen von Menschen wieder in die gleiche Halbsklaverei zurückgleiten lassen!

Glaube keinen Moment daran, Elliott, dass die Amerikaner heute Nacht im Pazifik sterben würden, wenn die kurzsichtige Gier der Franzosen, Briten und Holländer nicht gewesen wäre. Sollen wir ihnen erlauben, alles noch einmal zu tun? Dein Sohn wird ungefähr im richtigen Alter sein, in fünfzehn oder zwanzig Jahren.

Ein Satz, Elliott. Dann werfe ich dich hier raus. Ich bin müde. Das ist der Satz: Wenn wir den Krieg gewonnen haben, werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Vereinigten Staaten nicht in die Lage versetzt werden, irgendeinen Plan zu akzeptieren, der die imperialistischen Ambitionen Frankreichs fördert oder das britische Empire in seinen imperialistischen Ambitionen unterstützt oder fördert.

Dieser Zusammenstoß spitzte sich während einer großen Konfrontation zwischen FDR und Churchill während der Konferenz von Casablanca am 24. Januar 1943 in Marokko zu. Bei dieser Veranstaltung dokumentiert Elliot, wie sein Vater Churchills Glauben an die Aufrechterhaltung der präferenziellen Handelsabkommen des British Empire, auf denen sein Plünderungssystem beruhte, zum ersten Mal erschütterte:

„Natürlich“, bemerkte er [FDR] mit einer verschlagenen Art von Zusicherung, „wird nach dem Krieg eine der Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden natürlich die größtmögliche Freiheit des Handels sein müssen“.

Er hielt inne. Der Kopf des Premierministers war gesenkt; er beobachtete Vater ständig unter einer Augenbraue.

„Keine künstlichen Barrieren“, fuhr Vater fort. „So wenig wirtschaftliche Sonderbehandungen wie möglich. Gelegenheiten zur Expansion. Märkte offen für gesunden Wettbewerb.“ Sein Blick wanderte unschuldig durch den Raum.

Churchill verschob sich in seinem Sessel. „Die Handelsabkommen des Britischen Imperiums“, begann er heftig, „sind…“

Vater brach ein. „Ja. Diese Empire-Handelsabkommen sind ein typisches Beispiel. Es ist ihnen zu verdanken, dass die Menschen in Indien und Afrika, ausgerechnet im kolonialen Nahen und Fernen Osten, immer noch so rückständig sind.“

Churchills Hals rötete sich und er hockte sich nach vorne. „Herr Präsident, England schlägt nicht einen Moment lang vor, seine bevorzugte Position unter den britischen Dominions zu verlieren. Der Handel, der England groß gemacht hat, soll fortgesetzt werden, und zwar unter Bedingungen, die von Englands Ministern vorgeschrieben werden.

„Sehen Sie“, sagte Vater langsam, „es kann gar nicht ausbleiben, dass es wahrscheinlich einige Meinungsverschiedenheiten zwischen Ihnen, Winston, und mir geben wird.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass, wenn wir zu einem stabilen Frieden kommen wollen, die Entwicklung rückständiger Länder mit einbezogen werden muss. Wie kann das erreicht werden? Natürlich nicht mit den Methoden des achtzehnten Jahrhunderts. Jetzt…“

„Wer spricht hier von den Methoden des achtzehnten Jahrhunderts?“

„Welcher Ihrer Minister auch immer eine Politik empfiehlt, die den Rohstoffreichtum aus einem Kolonialland herausnimmt, aber den Menschen dieses Landes nichts zurückgibt. Die Methoden des zwanzigsten Jahrhunderts bestehen darin, Industrie in diese Kolonien zu bringen. Zu den Methoden des zwanzigsten Jahrhunderts gehört es, den Reichtum eines Volkes zu mehren, indem man seinen Lebensstandard erhöht, es ausbildet, ihm sanitäre Einrichtungen bringt und dafür sorgt, dass es für den Rohstoffreichtum seiner Gemeinschaft eine Gegenleistung erhält.

Alle im Raum lehnten sich aufmerksam nach vorne. Hopkins grinste. Commander Thompson, Churchills Adjutant, sah bedrückt und alarmiert aus. Der Premierminister selbst begann apoplektisch auszusehen.

„Sie erwähnten Indien“, knurrte er.

„Ja, ich kann nicht glauben, dass wir einen Krieg gegen die faschistische Sklaverei führen und gleichzeitig nicht daran arbeiten können, die Menschen auf der ganzen Welt von einer rückständigen Kolonialpolitik zu befreien.

„Was ist mit den Philippinen?“

„Ich bin froh, dass Sie sie erwähnt haben. Sie erhalten ihre Unabhängigkeit, wissen Sie, 1946. Und sie haben moderne sanitäre Einrichtungen und eine moderne Bildung erhalten; ihre Analphabetenrate ist stetig zurückgegangen…“

„An den Wirtschaftsabkommen des Imperiums darf nicht gerüttelt werden“.

„Sie sind künstlich…“

„Sie sind die Grundlage unserer Größe.“

„Der Friede“, sagte Vater nachdrücklich, „kann keine anhaltende Willkür beinhalten. Die Struktur des Friedens erfordert die Gleichheit der Völker und wird sie auch erhalten. Zur Gleichheit der Völker gehört die größtmögliche Freiheit des wettbewerbsorientierten Handels. Kann jemand behaupten, dass Deutschlands Versuch, den Handel in Mitteleuropa zu dominieren, nicht wesentlich zum Krieg beigetragen hat?

Es war ein Streit, der keine Lösung zwischen diesen beiden Männern haben konnte…

Am folgenden Tag beschreibt Elliot, wie das Gespräch weiterging, wobei Churchill gesagt haben soll:

„Herr Präsident“, rief er, „ich glaube, Sie versuchen, das Britische Empire zu beseitigen. Jede Idee, die Sie sich über die Struktur der Nachkriegswelt machen, demonstriert dies. Aber trotzdem“ – und sein Zeigefinger winkte – „trotzdem wissen wir, dass Sie unsere einzige Hoffnung sind. Und“ – seine Stimme sank dramatisch – „Sie wissen, dass wir es wissen. Sie wissen, dass wir wissen, dass das Imperium ohne Amerika nicht bestehen wird.“

Churchill gab in diesem Moment zu, dass er wusste, dass der Frieden nur nach den Regeln gewonnen werden konnte, die die Vereinigten Staaten von Amerika aufstellen würden. Und indem er sagte, was er tat, erkannte er an, dass die britische Kolonialpolitik eine tote Ente sein würde und britische Versuche, den Welthandel zu dominieren, eine tote Ente und britische Ambitionen, die U.S.S.R. gegen die U.S.A. auszuspielen, eine tote Ente sein würden. Oder sie wären es gewesen, wenn Vater weitergelebt hätte.“

Diese Geschichte wurde während eines Vortrags des Autors an einem 15. August vollständig vorgetragen:

FDRs zerstörte Nachkriegsvision

FDRs Kampf veränderte zwar den Lauf der Geschichte, aber sein früher Tod in den ersten Monaten seiner vierten Amtszeit führte zu einer faschistischen Perversion seiner Nachkriegsvision.

Anstatt den IWF, die Weltbank oder die UNO als Instrumente für die Internationalisierung der New-Deal-Prinzipien zur Förderung langfristiger, zinsgünstiger Kredite für die industrielle Entwicklung ehemaliger Kolonien einzusetzen, wurden die Verbündeten FDRs über seinen toten Körper von der Macht verdrängt und von denselben Kräften zurückerobert, die 1933 versuchten, die Welt in Richtung einer Zentralbankendiktatur zu lenken.

Die American Liberty League ging aus verschiedenen „patriotischen“ antikommunistischen Organisationen hervor, die mit dem FBI und dem McCarthyismus unter dem Nebel des Kalten Krieges die Macht übernahmen. Dies ist die Struktur, vor der Eisenhower warnte, als er 1960 „den militärisch-industriellen Komplex“ ausrief, und mit der John Kennedy während seiner 900 Tage als Präsident kämpfte.

Dies ist die Struktur, die darauf aus ist, Präsident Donald Trump zu zerstören und die Novemberwahlen unter einem Militärputsch und Bürgerkrieg rückgängig zu machen, aus Angst, dass ein neuer FDR-Impuls in Amerika wieder auflebt, der sich mit dem internationalen New Deal des 21. Jahrhunderts, der aus der chinesischen „Belt and Road“-Initiative und der eurasischen Allianz hervorgeht, in Einklang bringen könnte. Der französische Finanzminister Bruno LeMaire und Marc Carney haben ihre Befürchtung zum Ausdruck gebracht, dass, wenn der Grüne New Deal nicht vom Westen durchgesetzt wird, die Neue Seidenstraße und der Yuan die Grundlage für das neue Weltsystem werden.

Dass der von der Bank of England verfasste Green New Deal unter den Nebel des Great Green Global Reset von COVID-19 gerückt wird, der verspricht, der „Nachhaltigkeit“ bei der Verteidigung der Rettung der Natur vor der Menschheit drakonische Zwänge aufzuerlegen, hat nichts mit Franklin Roosevelts New Deal und weniger mit der Bretton-Woods-Konferenz von 1944 zu tun. Dies sind lediglich die feuchten Träume der Zentralbanker von Entvölkerung und Faschismus „mit demokratischem Antlitz“, die mit ihren Bemühungen von 1923 und 1933 gescheitert sind und nur durchgesetzt werden können, wenn die Menschen für ihre eigene jüngere Geschichte blind bleiben.


Kritische Anmerkungen des Übersetzers:

Der Autor nennt in einem der letzten Absätze seines Artikels ausgerechnet IWF, Weltbank sowie die UN als geeignete Instrumente zur Umsetzung eines gobalen Friedens bzw. besserer Kooperation. Nun ist es aber eine hervorragend dokumentierte Tatsache, daß gerade diese Institutionen von denselben Kräften bzw. Zirkeln gegründet und finanziert wurden, die der Autor als „Feinde“ bzw. Kontrahenten der Politik FDRs sieht. Die UN, hervorgegangen aus der im Artikel erwähnten „Leage of Nations“, also der „Liga der Nationen“, die von Bankerbüttel Woodrow Wilson angepriesen wurden, sollte ja von Anfang an die Basis oder das „Hauptquartier“ einer Global Governance sein, also einer Weltregierung. Eine solche Gegenüberstellung ergibt daher natürlich keinen Sinn. Warum der Autor dies tut, weiß ich nicht. Vielleicht ist es wirklich nur „wohlmeinende Unwissenheit“, vielleicht aber auch gezielte Desinformation.

Der IWF ist im Wesentlichen ein Werkzeug zur geldpolitischen Erpressung anderer Länder, nicht zuletzt der sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländer. Desweiteren scheint der „New Deal“, Roosevelts, der im Artikel ebenfalls gut wegkommt, ebenfalls ein Schachzug eben dieser Eliten gewesen zu sein, um den USA ein sozialistisch-planwirtschaftliches, technokratisches System oktroyieren zu können. Ich empfehle als Ergänzung zum Artikel deshalb Antony Suttons „Wall Street and FDR“, in dem der Historiker Sutton die engen Verbindungen zwischen FDR und den Finanzeliten der Wall Street aufzeigt sowie, was den New Deal betrifft, seine Schrift „Die Federal Reserve-Verschwörung“.

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