Leserzuschrift: Warum gibt es manche meiner Bücher nicht im Buchhandel?
Kurz und schmerzlos: Der Hauptgrund ist, dass es sich für mich finanziell nicht lohnt, da meine Buchverkäufe praktisch bei Null liegen.
Ich habe früher Bücher über BoD (Books on Demand) angeboten. Ein Buch zu veröffentlichen, ist schön und gut, aber die Frage ist: Wie macht man dafür Werbung? Die Leute können ja nicht riechen, wenn neue Bücher erscheinen. Zu diesem Zeitpunkt – vor einigen Jahren – konnte ich noch Werbekampagnen über Facebook, heute Meta, schalten. Das hat sich teilweise auch gelohnt: Durch eine dieser Werbekampagnen auf Meta konnte ich in kurzer Zeit (innerhalb eines Quartals) immerhin 2.000 Exemplare verkaufen. Irgendwann wurde ich allerdings für das Schalten solcher Kampagnen gesperrt. Obendrein mit einer fadenscheinigen Begründung: Ich hätte gegen „Nutzungsbestimmungen“ verstossen. Mein Protest dagegen blieb erfolglos: Man teilte mir lapidar mit, es gäbe „keine Möglichkeit“, diese Entscheidung seitens Meta rückgängig zu machen.
Nicht, dass es mich noch überrascht hätte – denn es ging um mein Buch „Corona – Krone der Technokratie?“. Ich berührte also ein Thema, von dem alles andere als erwünscht ist, dass die Öffentlichkeit mehr über die Hintergründe erfährt. Daher hatte ich ehrlich gesagt sogar schon damit gerechnet, dass das nicht allzu lange gutgehen würde. Ich hätte mir natürlich einen Anwalt nehmen können, um gegen diese obskure Entscheidung von Meta vorzugehen, aber dazu hatte (und habe) ich weder die Zeit noch die Nerven – ich habe genug zu tun und keine Zeit für juristische Zankereien mit einem Social Media-Konzern zu verschwenden, der sich erdreistet, Menschen bei „Nichtgefallen“ ihrer Meinung einfach mundtot zu machen, ihre Reichweite künstlich einzuschränken (wie es auf Meta oder auch „X“ heute ohnehin üblich ist) oder ihnen mittels anderer Drangsalien das Leben schwer zu machen.
Auf „X“, wie soeben erwähnt, hatte ich irgendwann ebenfalls künstliche Reichweitenbeschränkung, etwas später sogar einen sogenannten „Shadow Ban“. Also habe ich meinen Account dort gelöscht – erst recht, weil ich weiß, welchem Zweck dieses von Obertechnokrat Elon Musk vermeintlich „befreite“ Portal wirklich dient.
Ich sehe das auch an meiner Webseite, mit der ich mittlerweile sehr stolze Leserzahlen pro Monat erziele und auf der ich ebenfalls für die Bücher werbe: Auch die stattlichen Leser- bzw. Besucherzahlen konnten nichts daran ändern, sie haben sich auf die Buchverkäufe in keinster Weise ausgewirkt. Sie liegen schon seit einigen Jahren trotzdem quasi bei Null.
Die Einrichtung eines neuen Buchprojektes auf buchschmiede.at kostet mit allem Drum und Dran (inklusive Listung bzw. Eintragung des Buches im deutschen Buchhandel durch das buchschmiede-Team) 150 Euro. Auf diesem Wege hatte ich z.B. „Das globale Technat“ eintragen lassen. Vor pi mal Daumen zwei Jahren. Verkaufsergebnis des Buches über buchschmiede bis heute, also nach rund zwei Jahren: Ein verkauftes Exemplar. Genau eines. Marge pro Buch: 2,50 €. Nach 24 Monaten. Nun können Sie sich also sehr leicht ausrechnen, wie lange ich warten müsste, um nur die Einrichtungsgebühr wieder reinzubekommen.
Ich bitte daher um Verständnis, dass es meine Bücher auch in Zukunft nur bei Kindle Publishing geben wird. Es sollte klar sein, dass ich nicht bereit bin, ständig kräftig in Projekte zu investieren, die sich für mich finanziell nicht nur absolut nicht lohnen, sondern mit denen ich (durch die Werbekosten) sogar nur Verlust mache.
Warum ich trotzdem weitermache? Weil es sich dabei für mich um Herzensprojekte handelt, ich die Bücher also auch aus einem gewissen Idealismus heraus schreibe. Finanziell sind sie allerdings Gräber. Über die auf Amazon geschalteten Werbe-Anzeigen kann ich immerhin pro Quartal, also alle drei Monate, ca. zwischen zwei und fünf Exemplare verkaufen – das ist natürlich immer noch ein Witz, aber besser als überhaupt nichts.
Wenn Sie mich also dafür kritisieren möchten, über Amazon anzubieten: Kein Problem, ich verstehe die Kritik voll und ganz. Aber für jemanden wie mich besteht nunmal keine andere Möglichkeit. Die Werbekosten dort halten sich in überschaubaren Grenzen und es gibt immerhin ein Fingerhütchen Verkäufe pro Quartal, auch wenn es insgesamt ein Verlustgeschäft für mich darstellt.
Ja Moment mal, wollen Sie vielleicht einwenden: Wieso wendest Du dich nicht an „Kollegen“ in den „alternativen“ Medien? Da brauche ich nicht viele Worte zu machen: Die haben mich schon in der Vergangenheit in keinster Weise unterstützt und werden dies auch in Zukunft nicht tun. Warum dem so ist, habe ich ebenfalls schon erläutert, und das mehrfach: Weil geschätze 90% der „alternativen“ Medien (was die reichweitenstärksten betrifft) dieses Landes aus kontrollierter Opposition bestehen, also gesteuert sind. Diese Erkenntnis gefällt manchen nicht, das weiß ich – aber es ist nunmal so. Begriffe wie „Solidarität“ oder „Kollegialität“ haben in dieser deutschen „Szene“ keinen Platz. Solche Leute werden selbstverständlich den Teufel tun, als jemandem wie mir auch nur in irgendeiner Weise zu helfen. Würde ich von ihnen Hilfe erwarten, könnte ich gleich eine Wand fragen oder den Osterhasen konsultieren. Was Werbung betrifft, bin ich daher voll auf mich allein gestellt.
Ich arbeite derzeit an einem Nachfolge- und Ergänzungsband zu meinem Buch „Sein aus dem Bewusstsein“. Auch dieses werde ich nur über Kindle anbieten, da sich alles andere für mich nicht rentiert und die Bücher, wie bereits erwähnt, insgesamt ein Verlustgeschäft darstellen. Tut mir leid, wenn ich manche Leser deshalb enttäuschen muss – im „klassischen“ Buchhandel brauche ich sie gar nicht erst anzubieten, da die Resonanz fast vollständig ausbleibt.