Juni 23, 2026

Parade der Scheinheiligen: Ausgerechnet die Trump-Regierung erläßt Einreiseverbote gegen „Ideologen“ und „Zensur“

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Kommenrt346

„Die US-Regierung wirft „Ideologen in Europa“ Zensur vor und erlässt Einreiseverbote gegen mehrere Personen, darunter die Geschäftsführerinnen von HateAid. Diese bezogen jetzt Stellungen zu den Vorwürfen.“

Quelle: HateAid: Entrüstung nach US-Einreiseverbot – „Bereiten uns auf das Schlimmste vor“ – WELT

Dass man am sogenannten „Digital Services Act“ der EU Zweifel haben kann, rechtfertigt nicht zur Beschönigung oder gar zum Verschweigen der eigenen, üblen Methoden der „Zensur“. Obwohl das Wort hier nicht ganz richtig ist: Man müsste eher von algorithmischer Menschenretusche sprechen. Oder wie ich gerne sarkastisch zuspitze: Wenn ausgerechnet ein Elon Musk mit seinem neostalinistischen „X“ für sich beansprucht, ein Verfechter der „Meinungsfreiheit“ zu sein, ja, dann darf man schonmal dezent auf den Tisch kotzen. Und weil es so schön und wichtig ist und man bestimmte Informationen wirklich nicht oft genug wiederholen kann:

Musk behauptet, ein »Verfechter der freien Meinungsäußerung« zu sein, zensiert aber gleichzeitig Menschen auf X. Er erklärt, dass X eine Social-Media-Plattform ist, die zwar »Meinungsfreiheit, aber keine Reichweitenfreiheit bietet«. Wer einen X-Account hat, kann auf dieser Plattform sagen, was er will, aber wenn seine »Reichweite« durch den X-Algorithmus eingeschränkt wird, haben andere X-Nutzer keine Möglichkeit, es zu lesen oder zu hören.

Wie funktioniert diese Zensur? Um ein »Influencer« auf X zu werden, muss man entweder für dieses Privileg bezahlen oder vom X-Algorithmus genehmigt und aktiv gefördert werden. Das bedeutet, dass die Plattform für normale Menschen und kleinere unabhängige Journalisten eine Echokammer ist, es sei denn, X beschließt, ihre Beiträge zu fördern. Mit anderen Worten: X ist eine Maßnahme zur Kontrolle von Narrativen und eine Propaganda-Operation.

Elon Musk ist ein Auftragnehmer für Verteidigung und Nachrichtendienste für den militärisch-industriellen Komplex der USA. Er hat Milliarden von Dollar an Schulden aufgenommen, um eine Reihe gescheiterter Geschäftsvorhaben zu finanzieren. Musk hält den Weltrekord für den größten Verlust eines Privatvermögens, als er Tesla-Aktien abstieß, um den Twitter-Deal zu finanzieren. Angeblich einer der reichsten Menschen der Welt, hat sein Kauf von Twitter und sein Bestreben, das Unternehmen in X umzuwandeln, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema der freien Meinungsäußerung gelenkt. Doch Musk hat es offenbar mit der Absicht gekauft, Beiträge darauf zu zensieren.

Musk wurde von einer Clique von Globalisten […] finanziell unterstützt. In Zusammenarbeit mit Regierungen haben sie Musk über Wasser gehalten, wenn seine Unternehmen zu scheitern drohten – oft durch die Bereitstellung enormer Steuersubventionen für seine spekulativen Ideen.

(aus: Iain Davis, „Die Herstellung der extremen Rechten: Wer schüttelt das Glas?“)

Im Lichte solcher pikanten Informationen mutet Musks jüngstes Blabla natürlich besonders scheinheilig an:

„X-Eigentümer Elon Musk hatte das Center for Countering Digital Hate als „kriminelle Organisation“ bezeichnet.“

(aus: „Bereiten uns auf das Schlimmste vor“ – Entrüstung nach US-Einreiseverbot gegen HateAid-Chefinnen)

Wenn dieses Center also eine „kriminelle Organisation“ sein soll, weil es laut Musk Menschen angeblich zensiere, wäre sein Portal „X“ ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen. Ebenso wie „Meta“, ehemals Facebook, wo „unliebsame“ Beiträge algorithmisch „verborgen“ werden können.

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich einen Artikel von Whitney Webb und Mark Goodwin über die Hintergründe der vermeintlich alternativen Kryptowährungen/Stablecoins auf Meta gepostet hatte. Als ich mein Profil einen Tag später aufrief, erhielt ich die lapidare Meldung, der Beitrag sei „entfernt“ worden – ohne Nennung von Gründen.

Wenn also nun irgendein amerikanischer Politschwätzer – und es ist mir egal, wer das nun genau war, ob ein Marc Rubio oder irgendein anderer dieser scheinheiligen Clowns – sich allen Ernstes darüber aufregt, die EU wolle amerikanischen Social Media-Konzernen Vorschriften machen oder sie gar zensieren: Zu spät, Baby. Das tun sie längst selber. Massenhaft. Und das ist eine verdammte Tatsache. Auch wenn es keine offene Zensur ist, sondern, wie bereits erwähnt, „unterschwellige“ algorithmische Meinungsretusche qua künstlicher Reichweitenbeschränkung oder Shadow Bans.

„Ideologen in Europa“ zwängen US-Internetplattformen dazu, missliebige Meinungen abzustrafen, erklärte Rubio. „Die Trump-Regierung wird diese ungeheuerlichen Akte extraterritorialer Zensur nicht länger tolerieren.“

(aus: „Bereiten uns auf das Schlimmste vor“ – Entrüstung nach US-Einreiseverbot gegen HateAid-Chefinnen)

Ideologen in Europa? Welch ein Glück, dass die USA davon völlig frei sind. Merken diese Leute eigentlich nicht, wie lächerlich sie sich machen?

Welch ein Kasperletheater.

Es unterrascht, dass die üblichen Manipulateure, Gatekeeper und Desinformanten aus dem Lügenkartell innerhalb der deutschen Alternativmedien natürlich sofort auf diesen Zug aufsprangen und sich stramm auf die Seite der Regierung des technokratischen Trojaners Trump stellten, wie zum Beispiel das Augenwischer-Portal „Report 24“. Dümmliche Propaganda aus der Amateurliga:

Ich fang gleich an zu heulen: Die USA, welche unter dem politischen Diktat der Linken unter Obama und Clinton genug erdulden mussten. Hat jemand eine Jumbopackung Schneuztücher für mich? Kann man das ausgelutschte „Links vs. Rechts“-Schema noch einfallsloser aufwärmen? Doch jetzt, unter Trump und seiner Technokraten-Junta, wird natürlich alles besser …

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