Starr vor Angst: Furchteinflößung ist das „neue Normal“

Während die Welt dem vom Weltwirtschaftsforum und der Weltbank vorgeschlagenen „Big Reset“ entgegen galoppiert, springen alle auf den Angstzug auf und verwandeln im Grunde den ganzen Planeten in eine realitätsbezogene Horrorshow.

Quelle: Scared Stiff: Fear Mongering Is The New Normal

Gerade als man dachte, daß es unmöglich noch schlimmer werden könnte, gibt einem ein neuer Bericht der Deutschen Bank vielleicht einen neuen Grund, nachts aufzubleiben.

Die Analysten der Deutschen Bank, angeführt von Henry Allen, sagen, die Wahrscheinlichkeit, daß innerhalb des nächsten Jahrzehnts mindestens eines von vier Hauptrisiken auftritt, betrüge mindestens eins zu drei: eine große Grippepandemie, die mehr als zwei Millionen Menschen tötet, ein weltweit katastrophaler Vulkanausbruch, eine große Sonneneruption oder ein globaler Krieg, berichtete MarketWatch.

„Die Möglichkeit einer Sonneneruption wird selten diskutiert, vielleicht weil die letzte schwere Eruption 1859 stattfand, aber das Team der Deutschen Bank hält dies für wahrscheinlicher als einen großen globalen Krieg“, erklärte MarketWatch.

„Es könnte zu größeren Stromausfällen kommen, da die Stromnetze unterbrochen werden, was wiederum Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft hätte, da kritische Infrastrukturen nicht ordnungsgemäß betrieben werden können. Es könnten Menschenleben verloren gehen, wenn sich dies auf Krankenhäuser und die medizinische Versorgung auswirkt. Die Kommunikation würde unterbrochen werden, viele Zahlungssysteme würden nicht mehr funktionieren, und die GPS-Satelliten [Global Positioning System] würden stark gestört werden, zum Nachteil aller Personen und Branchen, die auf präzise Ortungsdienste angewiesen sind, nicht zuletzt der Flugzeuge“, heißt es im Bericht der Bank.

Die Analysten schlugen keine Anlagestrategie um ihre Ergebnisse herum vor.

Und obwohl es sich nicht gerade um eine Weltuntergangsprognose handelte, gab eines der angesehensten Unternehmen der Wall Street seine eigene düstere Prognose ab.

Bridgewater Associates von Ray Dalio warnt davor, eine Umkehrung des starken Wachstums, das über die Jahre bei den Gewinnmargen von US-Unternehmen zu beobachten war, könne zu einem „verlorenen Jahrzehnt“ für Aktienanleger, berichtete Bloomberg.

Die Margen, die einen großen Teil der Überschussrendite von Aktien gegenüber Bargeld erbracht haben, könnten eine Verschiebung erfahren, die über den gegenwärtigen zyklischen Ertragsrückgang hinausgehen würde, schrieben die Analysten von Bridgewater in einer Notiz an Kunden vom 16. Juni.

„Die Globalisierung, vielleicht die größte Triebkraft für die Rentabilität der Industrieländer in den letzten Jahrzehnten, hat ihren Höhepunkt bereits überschritten“, so die Analysten. „Jetzt beschleunigen der Konflikt zwischen den USA und China und die globale Pandemie die Bemühungen der multinationalen Unternehmen, die Lieferketten neu auszurichten und zu duplizieren, wobei der Schwerpunkt auf Zuverlässigkeit und nicht nur auf Kostenoptimierung liegt.

Der pandemiebedingte Nachfrageeinbruch habe bereits kurzfristig zu einem enormen Rückgang der Gewinnmargen geführt, so die Analysten weiter.

Intel Corp. und Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. werden als zwei Beispiele für Unternehmen genannt, die trotz der höheren Kosten ihre Absicht angekündigt haben, Produktionsstätten in den USA zu errichten.

„Selbst wenn sich die Gesamtgewinne erholen, werden einige Unternehmen sterben oder ihre Aktien werden auf dem Weg dorthin entwertet. Mit niedrigeren Gewinnen und Liquiditätsengpässen werden die Unternehmen wahrscheinlich auf der anderen Seite des Coronavirus verschuldeter herauskommen“, warnten die Analysten.

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