September 22, 2026

Energiepreise und die Politik der schrittweisen Verteuerung: Irankrieg und „Nachhaltigkeits“-Agenda (UN-Agenda 2030) im Zeichen einer multipolaren Weltordnung

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Wer heute an der Tankstelle steht, braucht keine Konferenz über die Zukunft der Weltwirtschaft. Die Zukunft wird bereits angezeigt – in Euro pro Liter. Man bezahlt mehr, verzichtet anderswo und erhält dazu die vertraute Erklärung, diesmal sei es der Krieg. Das ist keineswegs falsch. Der Krieg gegen den Iran und die Kämpfe um die jemenitische Küste treffen empfindliche Stellen der Energieversorgung. Nur beantwortet diese Erklärung noch nicht die weitergehende Frage, wie sich der akute Preisschock zu einer Politik verhält, die fossile Energie seit Langem zurückdrängen und ihre Nutzung durch höhere Kosten verändern will.

Denn zwischen dem Auslöser einer Krise und ihrer politischen Verwendung liegt ein Unterschied. Ein Krieg kann aus regionalen Machtkämpfen entstehen und zugleich Vorhaben beschleunigen, die längst auf dem Tisch liegen. Eine Regierung muss nicht jeden Preissprung verursacht haben, um ihn für ihre Ziele einzusetzen. Wer diesen Zusammenhang untersuchen will, sollte deshalb genauer hinsehen: auf die Engpässe, auf die Programme und auf die Bedingungen, unter denen die Bevölkerung vorübergehend entlastet wird. Gerade dort könnte sich zeigen, ob eine Krise lediglich bewältigt oder zur dauerhaften Umgestaltung genutzt wird.

Zwei Meerengen und eine Rechnung für die Verbraucher

Die Belastung ist erheblich. Am 15. September erreichte Super E10 nach den von dpa wiedergegebenen ADAC-Zahlen im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,30 Euro je Liter. Für Diesel wurden am 17. September 2,471 Euro gemeldet. Am 20. September waren die Werte wieder niedriger: 2,279 Euro für E10 und 2,446 Euro für Diesel. Wer nur einen einzelnen Höchststand herausgreift, zeichnet also ein unvollständiges Bild. Die Preise bewegen sich auf hohem Niveau, aber keineswegs jeden Tag nach oben.[1]

Dasselbe gilt für Rohöl. Am 21. September schloss der Novemberkontrakt für Brent bei 100,34 Dollar je Barrel, nach einem Tagesrückgang um 3,4 Prozent. Am folgenden Morgen notierte er zwischenzeitlich wieder bei 102,06 Dollar. Hoffnungen auf amerikanisch-iranische Gespräche und Veränderungen bei den Öllieferungen beeinflussten die Kurse. Diese Zahlen sind Momentaufnahmen, keine Vorhersagen. Sie zeigen aber, dass Kriegsrisiken und Entspannungserwartungen unmittelbar eingepreist werden.[2]

Dabei sind zwei Meerengen auseinanderzuhalten: Die Straße von Hormus liegt am Ausgang des Persischen Golfs. Bab al-Mandab verbindet weiter westlich das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Wer beide gedanklich zusammenwirft, übersieht das eigentliche Problem: Ein Ausweichweg kann ebenfalls unter Druck geraten. Saudi-Arabien kann Öl über seine Ost-West-Pipeline ans Rote Meer transportieren. Von dort aus führen Fahrten nach Asien wiederum durch Bab al-Mandab, während Lieferungen Richtung Mittelmeer nach Norden gehen. Eine Bedrohung des südlichen Zugangs trifft folglich nicht jede Route gleichermaßen.[3]

Die als Huthi-Rebellen bezeichnete Bewegung Ansar Allah hat ihre militärische Stellung hier erheblich ausgebaut. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am 16. September von eroberten Küstengebieten und strategischen Inseln und beschrieb einen praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge. Die Formulierung von einer „Eroberung“ hat insofern einen realen militärischen Hintergrund. Sie sollte aber nicht mit der vollständigen Besetzung beider Ufer oder einer lückenlosen Unterbindung sämtlicher Durchfahrten verwechselt werden.[4]

Für eine empfindliche Störung des Handels braucht es ohnehin keine wasserdichte Sperre. Das Risiko eines Angriffs genügt, damit Reeder ausweichen, Versicherer höhere Prämien verlangen und Transporte teurer werden. Bereits die früheren Huthi-Angriffe hatten solche Umwege ausgelöst. Hinzu kommen nun Angriffe auf die saudische Ost-West-Pipeline. Nach Reuters-Angaben verlagerte Saudi-Arabien deshalb wieder mehr Ausfuhren auf seine Golfhäfen. Der Versuch, dem einen Engpass auszuweichen, führt zurück zum anderen.[5]

Das erklärt einen Teil der Preisentwicklung, aber nicht automatisch den ganzen Tankstellenpreis. Raffinerien, Transport, Wechselkurse, Steuern und Handelsspannen wirken ebenfalls mit. Schon am 2. September hielt der ADAC das deutsche Kraftstoffpreisniveau für zu hoch und erklärte, der Rohölmarkt allein könne es nicht erklären.[6] Wer unter diesen Umständen „der Krieg“ sagt und damit jede weitere Nachfrage für erledigt hält, macht es sich bequem. Wer umgekehrt jeden Cent einem geheimen Plan zuschreibt, allerdings auch.

Der Ukrainekrieg und die europäische Gaskrise

Ein Vergleichsfall liegt bereits vor. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 verschärfte sich die europäische Gaskrise dramatisch. Russische Pipeline-Lieferungen wurden massiv reduziert; europäische Käufer suchten Ersatz auf dem Flüssiggasmarkt. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur lagen die russischen Pipeline-Lieferungen in die EU im Oktober 2022 rund 80 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Nord-Stream-Lieferungen waren bereits Anfang September eingestellt worden. Die Verknappung lässt sich deshalb nicht einfach als Folge eines allgemeinen europäischen Gasembargos beschreiben.[7]

Zugleich entschied sich die EU politisch für eine Abkehr von russischer Energie. Ihr Programm „REPowerEU“ verband den Wechsel der Lieferanten ausdrücklich mit Einsparungen und einer beschleunigten Energiewende. Der Ausbau von Flüssiggaskapazitäten sollte die Versorgung sichern; erneuerbare Energien sollten die Abhängigkeit längerfristig verringern.[8] Die Krise wurde damit nachweislich zum Anlass, einen bereits angestrebten Umbau zu beschleunigen. Ob man das als notwendige Sicherheitsvorsorge, als Nutzung einer Gelegenheit oder als beides bewertet, ändert am dokumentierten Zusammenhang nichts.

Die soziale und industrielle Rechnung darf dabei nicht hinter dem Wort „Einsparung“ verschwinden. Der Gasverbrauch der EU sank 2022 laut IEA um 13 Prozent. Dazu trugen mildes Wetter und andere Energiequellen bei, aber auch Energiearmut und Einschränkungen der industriellen Produktion. Weniger Verbrauch kann eine effizientere Maschine bedeuten. Er kann ebenso bedeuten, dass eine Maschine stillsteht. Wer beides als denselben Fortschritt verbucht, betreibt Schönfärberei. Die spätere Entspannung der Großhandelspreise hatte wiederum reale Ursachen, darunter reichliche LNG-Zuflüsse, Speicherbestände und geringe Nachfrage.[9]

Hier bekommt das später näher betrachtete russisch-chinesische Nachhaltigkeitsbekenntnis seine politische Bedeutung. Russland steht nicht außerhalb jener internationalen Zielordnung, auf die sich europäische Regierungen berufen. Seine Lieferpolitik konnte die europäische Abkehr vom Gas verstärken, obwohl Moskau selbst vom Energieexport lebt. Eine solche Wirkung beweist allerdings noch nicht, dass die russische Führung gerade deshalb Lieferungen kürzte. Kriegsführung, wirtschaftlicher Druck und der Kampf um Absatzmärkte sind eigenständige Erklärungen, die geprüft werden müssen.

Der Vergleich mit dem Iran liegt daher vor allem in der Verbindung von Versorgungsdruck und anschließendem Strukturwandel. In beiden Fällen können akute Konflikte Bedingungen schaffen, unter denen lange diskutierte Veränderungen plötzlich schneller durchsetzbar werden. Ein Teil der Bevölkerung wird entlastet, ein anderer passt sich aus Kostengründen an; neue Lieferbeziehungen und Investitionen überdauern die jeweilige Preisspitze. Das macht die Frage nach einer langfristigen Strategie berechtigt. Es ersetzt nicht den Nachweis, welche Beteiligten welche Schritte tatsächlich miteinander abgestimmt haben.

Die Verteuerung als politisches Instrument

Die Idee, Energieverbrauch durch höhere Preise zu lenken, ist weder neu noch verborgen. 1978 erschien der Bericht „Energy: Managing the Transition“ von John C. Sawhill, Keichi Oshima und Hanns W. Maull für die Trilaterale Kommission. Eine zeitgenössische Wiedergabe seiner Empfehlungen findet sich in der „Matador Tribune“ vom 23. November 1978. Danach sollten die Regierungen ihre heimischen Energiepreise zunächst möglichst rasch an das Weltmarktniveau heranführen. Reiche dieser Anreiz nicht aus, um Alternativen zum Öl zu entwickeln und das Nachfragewachstum zu bremsen, kämen zusätzliche Maßnahmen in Betracht.[10]

Der entscheidende Ausdruck lautet: „Mechanisms such as excise taxes for raising prices above world levels“. Auf Deutsch: Mechanismen wie Verbrauchsteuern, um die Preise über das Weltmarktniveau anzuheben. Das ist deutlicher als die bloße Empfehlung, über Preise nachzudenken. Es beschreibt eine beabsichtigte politische Verteuerung. Die Erinnerung an „spezifische Energiesteuern“ trifft den Sinn, ist aber keine genaue Übersetzung von „excise taxes“.

Allerdings stammt das Papier aus der energiepolitischen Debatte der siebziger Jahre. Es erschien lange vor der Agenda 2030 und darf nicht nachträglich zu deren bereits fertigem Ausführungsplan erklärt werden. Die zitierte Empfehlung verbindet Nachfragebegrenzung mit der Entwicklung anderer Energiequellen. Ein Programm zur Stilllegung der gesamten Industrie ist damit nicht belegt. Belegt ist etwas für die heutige Diskussion hinreichend Wichtiges: Einflussreiche Politikberater empfahlen schon damals, den Marktpreis bewusst zu überschreiten, um wirtschaftliches Verhalten zu verändern.

Die politische Frage dahinter bleibt dieselbe. Wer legt fest, wie viel Energieverbrauch erwünscht ist, und wer bezahlt die Umstellung? Für einen wohlhabenden Haushalt kann eine Verteuerung ein lästiger Anreiz sein. Für einen Pendler ohne brauchbare Bahnverbindung wird sie zur Lohnkürzung. Ein Betrieb, der seine Maschinen nicht kurzfristig austauschen kann, bekommt keine theoretische Wahl zwischen zwei gleichwertigen Möglichkeiten. Er bekommt zunächst eine höhere Rechnung. Die elegante Sprache der „Lenkung“ ändert daran wenig.

Einen wichtigen geistigen Hintergrund lieferte „The Limits to Growth“ von 1972, der Bericht an den Club of Rome. Donella Meadows, Dennis Meadows, Jørgen Randers und William W. Behrens III untersuchten mit einem Computermodell das Zusammenwirken von Bevölkerung, Industrieproduktion, Ressourcenverbrauch, Nahrungsmitteln und Umweltbelastung. Bestimmte Fortschreibungen führten zu Überlastung und Zusammenbruch; andere Szenarien sollten Wege zur Stabilisierung aufzeigen. Der Bericht war eine Warnung vor möglichen Entwicklungen – keine Anweisung, den vorhergesagten Zusammenbruch herbeizuführen.[11]

Politisch brisant ist die Schlussfolgerung, die sich daraus ziehen lässt. Wenn die Welt als ein gemeinsam zu verwaltendes System begrenzter Ressourcen betrachtet wird, erhalten diejenigen Macht, die seine Grenzen bestimmen und zulässigen Verbrauch festlegen. Daraus muss keine autoritäre Ordnung entstehen. Es entsteht aber ein Konflikt zwischen wissenschaftlicher Beratung, politischer Entscheidung und demokratischer Mitsprache. Ein Modell kann Zusammenhänge untersuchen. Es kann niemandem von sich aus das Mandat verleihen, über die Lebensführung anderer zu verfügen.

Die 2015 verabschiedete Agenda 2030 enthält tatsächlich einen Ansatzpunkt für Energiepreise. Unterziel 12.c fordert den Abbau ineffizienter fossiler Subventionen, die verschwenderischen Verbrauch fördern, und nennt Veränderungen der Besteuerung. Zugleich verlangt der Text den Schutz armer und betroffener Bevölkerungsgruppen. Ziel 7 fordert bezahlbare und verlässliche Energie, Ziel 8 wirtschaftliche Entwicklung. Wer darin ausschließlich ein Programm zur Verarmung liest, lässt wesentliche Teile weg.[12] Gerade dieser innere Anspruch bietet einen Maßstab für Kritik: Eine Politik, die sich auf Nachhaltigkeit beruft, muss erklären, wie ihre Belastungen mit Bezahlbarkeit und Wohlstand vereinbar bleiben.

Maurice Strong und die Versuchung der großen Rettung

Maurice Strong gehört in diese Geschichte. Er leitete die Stockholmer Umweltkonferenz von 1972, wurde erster Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms und führte 1992 den Erdgipfel in Rio. Er war also jemand, der internationale Umweltpolitik praktisch mitgestaltete.[13] Umso bemerkenswerter ist eine Romanidee, die er dem Journalisten Daniel Wood schilderte und die 1990 unter dem Titel „The Wizard of Baca Grande“ veröffentlicht wurde.

In dieser Erzählung kommen führende Persönlichkeiten zu dem Schluss, die reichen Länder würden ihren umweltschädlichen Kurs nicht freiwillig ändern. Darauf folgt die hypothetische Frage: „Ist die einzige Hoffnung für den Planeten nicht der Zusammenbruch der Industrienationen? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, das herbeizuführen?“[14] Im geschilderten Szenario würden einflussreiche Akteure also einen wirtschaftlichen Zusammenbruch organisieren.

Der Kontext darf dabei nicht verloren gehen. Es handelt sich um eine fiktive Geschichte, im überlieferten Interview ausdrücklich als warnende Zukunftserzählung eingeführt. Der auf meiner Webseite veröffentlichte Beitrag des „American Policy Center“ ordnet die Passage einer offiziellen Gipfelansprache zu; diese Zuschreibung wird durch den herangezogenen Interviewtext nicht gestützt. Aus einem Romanstoff lässt sich weder ein Regierungsbeschluss noch ein Geständnis ableiten.

Trotzdem ist das Motiv diskussionswürdig: Eine kleine Gruppe erklärt sich zur Rettern des Planeten und hält sich dadurch für berechtigt, anderen einen Zusammenbruch zuzumuten. Das ist eine politische Versuchung, vor der man warnen kann, ohne Strong eine nachgewiesene Verschwörung anzuhängen. Für die Bewertung des heutigen Krieges trägt dieses Zitat deutlich weniger als konkrete Gesetze, Investitionsentscheidungen oder dokumentierte Absprachen. Seine Stärke ist, dass es als Warnbild vor selbstermächtigter Weltrettung fungieren kann, nicht als Beweisstück über militärische Befehle im Jahr 2026.

Entlastung in Etappen und Gewöhnung an das neue Niveau

Bleibt der Einwand, eine langfristige Verteuerungsstrategie passe doch nicht zu fallenden Preisen und staatlichen Entlastungen. Das stimmt nur, wenn man eine solche Strategie als ununterbrochene Gerade nach oben versteht. Politische Programme werden gewöhnlich unter Widerständen umgesetzt. Wer zu viel auf einmal verlangt, riskiert Proteste, Wahlniederlagen und die Rücknahme des ganzen Vorhabens. Eine schrittweise Einführung kann daher aussichtsreicher sein als der große, offen angekündigte Bruch.

Ein aufschlussreiches Dokument dazu ist ein Beitrag im Wirtschaftsbericht der Europäischen Zentralbank von 2022. Im Zusammenhang mit dem damaligen Energiepreisschock empfahlen die Autoren zeitlich begrenzte Hilfen, die Einsparanreize erhalten und mit den Dekarbonisierungszielen vereinbar bleiben. Breite Steuersenkungen und Subventionen für fossilen Verbrauch wurden als problematisch behandelt; gezielte Einkommenshilfen galten als günstigere Möglichkeit.[15] Hier ist der Zielkonflikt offen ausgesprochen: Die Bevölkerung soll unterstützt werden, ohne das gewünschte Preissignal vollständig zu beseitigen.

Daran lässt sich die Hypothese einer „Salami-Taktik“ anknüpfen. Angenommen, eine Belastung steigt zunächst stark, wird anschließend teilweise zurückgenommen und bleibt dennoch über dem früheren Niveau. Dann kann die Entlastung den Widerstand dämpfen, während ein Teil der Veränderung bestehen bleibt. Wenn sich dieser Vorgang wiederholt, verschiebt sich möglicherweise auch die Vorstellung davon, was noch als normal gilt. Der Vergleich erfolgt irgendwann mit dem letzten Höchststand und nicht mehr mit dem Zustand vor Beginn der Belastungsserie.

So könnte eine Politik funktionieren, die zwei Schwierigkeiten zugleich bearbeiten will: Sie müsste die Menschen wirtschaftlich noch handlungsfähig halten und sie an veränderte Bedingungen gewöhnen. Ein dauernder Ausnahmezustand wäre dabei nicht einmal nötig. Auf einen Schock könnten Beruhigung, Zuschüsse und Übergangsfristen folgen. In der Zwischenzeit würden Unternehmen investieren, Haushalte Verträge ändern und Behörden neue Verfahren einführen. Was zunächst als vorübergehende Anpassung erscheint, könnte dadurch dauerhaft werden. Dies entspräche der berühmten „Frosch-Methode“: Wirfst Du einen Frosch in heißes Wasser, springt er erschrocken heraus. Setzt Du ihn in Wasser, das für ihn angenehm ist, und erhöhst die Temperatur langsam, gewöhnt er sich an die erhöhten Temperaturen.

Das ist eine plausible Beschreibung möglicher politischer Nutzung, aber kein aus dem Kursverlauf ablesbarer Steuerungsnachweis. Dieselbe Zickzackbewegung kann natürlich auch durch reale Lieferstörungen, wiederaufgenommene Ausfuhren, Wettbewerb oder echte politische Zugeständnisse entstehen. Ein fallender Preis widerlegt eine langfristige Lenkungspolitik allerdings ebensowenig, wie er sie 100% bestätigen würde. Andernfalls wäre jede denkbare Entwicklung ein Beweis für dieselbe These, und die Untersuchung hätte ihren Sinn verloren.

Entscheidend wäre deshalb, was während der Entlastungsphasen geschieht: Werden dauerhafte Belastungen zurückgenommen oder lediglich für wenige Monate ausgeglichen? Werden Hilfen zunehmend an bestimmte Anschaffungen und Verhaltensweisen gebunden? Bleiben Entscheidungen politisch korrigierbar? An solchen Fragen lässt sich die Vermutung überprüfen. Eine auf kurze Sicht sinkende Tankrechnung kann echte Erleichterung bedeuten und trotzdem mit einer längerfristigen Umstellung einhergehen. Dafür braucht man keinen allwissenden Regisseur, wohl aber Akteure, die an ihren Zielen festhalten und günstige Gelegenheiten nutzen.

Die Fabian Society und der lange Weg durch die Institutionen

Der historische Vergleich mit der Fabian Society ist hier sinnvoll. Die 1884 gegründete britische Gesellschaft setzte auf schrittweise Veränderungen durch vorhandene Institutionen. Ihre eigene Geschichtsdarstellung betont die Ablehnung gewaltsamen Umsturzes und die Arbeit über Kommunen, Gewerkschaften und parlamentarische Politik. Der Name verweist auf den römischen Feldherrn Fabius und sein abwartendes Vorgehen, bis der geeignete Zeitpunkt zum Handeln gekommen war.[16] Langsamkeit muss aus dieser Perspektive keineswegs Ziellosigkeit bedeuten.

Der herausragende Substack-Blog ESC untersucht in „Die Fabian-Blaupause“, veröffentlicht am 14. Dezember 2025, die institutionelle Seite dieser Methode. Seine Kritik lautet, dass scheinbar getrennte Vorschläge zusammen eine dauerhafte Lenkungsordnung ergeben könnten: politische Ziele werden in Kennzahlen übersetzt, durch Fachgremien überwacht und mit dem Zugang zu Finanzierung oder Anerkennung verbunden. Damit drohe die Entscheidungsmacht schrittweise von den Wählern zu Einrichtungen zu wandern, die ihre Vorgaben über mehrere Wahlperioden hinweg verfolgen.[17]

Überträgt man diese Fragestellung auf Energie, wird der Zusammenhang anschaulich. Eine einzelne Förderung kann vernünftig sein, eine einzelne Berichtspflicht begründbar, eine einzelne Auflage begrenzt. Wenn diese Maßnahmen ineinandergreifen, können sie dennoch den Handlungsspielraum erheblich verändern. Der Bürger erlebt jeden Schritt als überschaubare Einzelentscheidung. Das Gesamtprogramm wird möglicherweise erst deutlich, wenn eine Rückkehr zum früheren Zustand teuer geworden ist. Genau darin liegt die politische Bedeutung des schleichenden Übergangs.

Es wäre allerdings ein unbelegter Sprung, daraus eine Verantwortung der Fabian Society für Huthi-Offensiven oder die täglichen Ölnotierungen zu konstruieren. Der Vergleich betrifft die Methode institutioneller Veränderung. Und auch diese ist nicht allein deshalb illegitim, weil sie schrittweise erfolgt. Problematisch wird sie dort, wo Ziele verborgen, Alternativen verschwiegen oder Korrekturen durch Wahlen faktisch entwertet werden. Eine Gesellschaft darf sich verändern. Die Menschen haben aber ein Recht darauf zu wissen, worauf sie sich einlassen und wer dabei welche Befugnisse erhält.

Kybernetik als Modell wirtschaftlicher Steuerung

Die Kybernetik liefert eine Sprache für solche Verfahren. Vereinfacht geht es darum, einen Zustand zu messen, ihn mit einem Ziel zu vergleichen und auf Abweichungen zu reagieren. Ein Thermostat tut das mit der Raumtemperatur. Übertragen auf die Wirtschaft könnten Verbrauchsdaten die Messwerte liefern, Emissionsziele den Sollwert und Steuern oder Förderungen die Eingriffe. Kybernetik zweiter Ordnung bezieht zusätzlich die Beobachter und ihre Modelle in die Untersuchung ein: Auch diejenigen, die messen und steuern, stehen nicht außerhalb des Systems.[18]

ESC gibt diesem Gedanken im Artikel „Kybernetik zweiter Ordnung“ eine politische Zuspitzung. Der Artikel vom 31. Oktober 2025 beschreibt, wie äußere Vorgaben durch Bildung, moralische Deutungen und wirtschaftliche Anreize zu inneren Überzeugungen werden könnten. Seine These ist, dass eine technokratische Ordnung besonders wirksam werde, wenn Menschen die vorgegebenen Ziele als Ausdruck ihrer eigenen Identität übernehmen. Dann erscheine Anpassung nicht mehr als fremde Forderung, sondern als persönliche Verantwortung.[19]

Als mögliche „Blaupause“ für Wirtschaftssteuerung verstanden, verbindet diese Lesart Preise und Gewöhnung. Im gedachten Regelkreis würde man nicht nur den Energieverbrauch beobachten, sondern auch die gesellschaftliche Reaktion auf seine Verteuerung. Wächst der Widerstand, könnte die Belastung vorübergehend gedämpft werden; lässt er nach, könnten weitere Schritte folgen. Öffentlich vermittelte Vorstellungen von verantwortlichem Verhalten würden diesen Vorgang begleiten. Die zuvor beschriebene Salami-Taktik wäre dann ein an Rückmeldungen angepasstes Vorgehen.

Das ist eine analytische Übertragung, noch kein Beleg für ein tatsächlich so betriebenes Weltsteuerungssystem. Die Kybernetik ist auch nicht ihrem Wesen nach eine Herrschaftslehre. Ihr kritischer Nutzen liegt gerade in der Rückfrage an die Steuernden: Wer definiert das Ziel, welche Erfahrungen lässt das Modell unberücksichtigt, und dürfen die Betroffenen den Sollwert verändern? Bei einem Thermostat entscheidet der Bewohner. Bei einer technokratisch gelenkten Gesellschaft wäre genau diese Zuständigkeit umkämpft.

Russland und China stehen nicht außerhalb der Nachhaltigkeitsordnung

Wer auf Russland und China als grundsätzliche Gegenkräfte zur Nachhaltigkeitsagenda „westlicher Eliten“ hofft, sollte ihre eigenen Erklärungen lesen. In der gemeinsamen Erklärung vom 4. Februar 2022 bekennen sich beide Staaten zur Umsetzung der UN-Agenda 2030, zur nachhaltigen Entwicklung und zu einer stärkeren Zusammenarbeit bei globaler Governance. Iain Davis greift diese Erklärung im ersten Teil seiner auf meiner Webseite auf Deutsch veröffentlichten Reihe zur multipolaren Weltordnung auf.[20]

Die Erklärung fordert, „die Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen“. Zum Klimaschutz nennt sie „die vollständige und wirksame Umsetzung des Pariser Abkommens“. Hinzu kommt die Absicht, „die globale Governance zu verbessern“. Diese kurzen wörtlichen Auszüge, hier aus dem Englischen übersetzt, lassen wenig Raum für die Behauptung einer grundsätzlichen Ablehnung der internationalen Nachhaltigkeitsagenda.[21]

Der Befund ist klarer als manche Lagererzählung. Moskau und Peking können Washington militärisch und wirtschaftlich bekämpfen und trotzdem wichtige internationale Zielvorstellungen mit ihm teilen. Gegnerschaft auf einer Ebene bedeutet keine Gegnerschaft auf jeder Ebene. Allerdings folgt daraus auch nicht, dass ihre Konflikte nur gespielt wären. Interessen an Ressourcen, Sicherheitszonen und Absatzmärkten können durchaus gegensätzlich sein, während übergreifende Entwicklungsbegriffe gemeinsam verwendet werden.

Davis lenkt den Blick besonders auf die Möglichkeit einer regionalisierten Global Governance. In Teil 3 seiner Reihe erörtert er, wie eine Ordnung mehrerer Machtzentren mit übergeordneten Regeln und Institutionen zusammengehen kann. „Multipolar“ wäre dann kein Gegenbegriff zu globaler Steuerung, sondern eine andere Art, sie zu organisieren.[22] Das ist der ernst zu nehmende Kern der Vermutung, die „Multipolare Weltordnung“ könne als Befreiungsversprechen irreführen: Mehr Pole garantieren noch lange nicht mehr Einfluss für die Menschen innerhalb dieser Pole.

Für die BRICS beziehungsweise BRICS+ ist dieser Einwand unmittelbar relevant. Die Kasaner Erklärung von 2024 bekräftigte ebenfalls die Agenda 2030; Riley Waggaman hat diese Übereinstimmung hervorgehoben.[23] Unterschiedliche Machtblöcke können um die Verteilung von Führungspositionen ringen, während sie ähnliche Instrumente der Wirtschaftslenkung befürworten. Ob sie diese Instrumente tatsächlich gleich einsetzen, muss jeweils untersucht werden. Eine gemeinsame Begriffswelt ist ein belastbares Indiz für politische Überschneidungen, aber noch kein Nachweis einer gemeinsamen Kommandozentrale.

Man muss sich deshalb nicht zwischen der Behauptung vollständiger Unabhängigkeit und der Vorstellung eines vollständig inszenierten Welttheaters entscheiden. Schon die Zwischenlage ist brisant genug: reale Rivalität bei erheblichen institutionellen Gemeinsamkeiten. Wer die amerikanische Vorherrschaft ablehnt, hat damit noch keine Antwort auf die Frage, ob die an ihre Stelle tretenden Strukturen demokratischer sein werden.

Iran und die wirtschaftliche Ordnung nach dem Krieg

Hier setzt Patrick Woods Beitrag „Iran: Das Ziel war stets die Wiedereingliederung, nicht die Eindämmung“ an, der am 20. Juni 2026 ebenfalls auf meiner Webseite auf Deutsch erschien. Wood deutet die Iranpolitik als Versuch, das Land in internationale Handels-, Investitions- und Infrastrukturverbindungen einzubinden. Im Mittelpunkt seiner Argumentation stehen Finanzierungsmodelle und die Verknüpfung von Verkehrskorridoren. Er nennt einen vorgesehenen privaten Wiederaufbaufonds von 300 Milliarden Dollar und verbindet diesen mit dem Umfeld von Steve Witkoff und Jared Kushner.[24]

Diese Angaben und vor allem Woods Schlussfolgerung müssen als seine Darstellung gekennzeichnet bleiben. Der Beitrag allein belegt weder die tatsächliche Umsetzung sämtlicher Finanzierungspläne noch, dass dies von Anfang an der einzige Kriegszweck gewesen sei. Seine Untersuchungsperspektive ist dennoch wichtig: Nach einem Krieg entscheidet sich Macht auch daran, wer den Wiederaufbau finanziert, wer Infrastruktur besitzt und wer die Vertragsbedingungen bestimmt.

Energie-Engpässe können in einem solchen Szenario weit mehr bewirken als vorübergehende Preisaufschläge. Sie können neue Transportwege wirtschaftlich attraktiv machen und Investitionen in andere Hände lenken. Ein Staat, der dringend Kapital für Reparaturen benötigt, verhandelt unter anderen Bedingungen als ein Staat mit intakter Infrastruktur. Das gilt als Möglichkeit unabhängig davon, ob die Krise eigens zu diesem Zweck ausgelöst wurde. Die Zerstörung schafft Verhandlungslagen, die anschließend politisch und wirtschaftlich ausgenutzt werden können.

Damit schließen sich regionale Kriegsziele und weiterreichende Umgestaltung nicht aus. Der Iran kann gegen amerikanischen Druck kämpfen und später dennoch Finanzierungsbedingungen akzeptieren, die seine Abhängigkeiten verändern. Ebenso können Rivalen gemeinsam an einer Handelsverbindung verdienen. Die Weltwirtschaft verlangt von ihren Beteiligten keine Freundschaft. Verträge und Interessen reichen oft aus.

Woran sich der Verdacht messen lassen muss

Die Dokumente ergeben starke Belege dafür, dass Energieverteuerung als Lenkungsinstrument gewollt sein kann, dass vorübergehende Entlastung mit langfristiger Dekarbonisierung vereinbart werden soll und dass Nachhaltigkeit kein ausschließlich westliches Programm ist. Sie liefern zudem einen nachvollziehbaren Indizienrahmen für die Frage, ob Krisen eine schrittweise Umgestaltung erleichtern. Für die weitergehende Behauptung, der gegenwärtige Krieg und die Huthi-Offensive seien zur Umsetzung dieses Programms gemeinsam geplant worden, reicht das vorliegende Material jedoch nicht.

Diese Grenze schwächt die berechtigte Kritik allerdings nicht: Sie bestimmt, wo weitergefragt werden muss. Welche Entscheidungen wurden vor der Krise vorbereitet? Welche dauerhaften Vorschriften werden währenddessen eingeführt? Wer gewinnt Eigentum, Einfluss oder garantierte Einnahmen? Und welche Entlastung endet automatisch, während die zusätzliche Belastung bestehen bleibt? Das sind Fragen, auf die sich überprüfbare Antworten finden lassen.

Die Bevölkerung muss nicht warten, bis jemand einen vollständigen Weltplan unterschrieben vorlegt, um solche Entwicklungen zu kritisieren. Politische Verantwortung besteht auch für vorhersehbare Folgen, für die Nutzung von Notlagen und für Entscheidungen, die unter dem Schutz wohlklingender Ziele getroffen werden. „Nachhaltig“ beantwortet noch nicht die Frage, für wen etwas tragbar bleibt. „Multipolar“ sagt noch nichts darüber aus, wer tatsächlich mitbestimmen darf.

An der Tankstelle wird eine Verteuerung in Cent gemessen. In der Politik sollte zusätzlich gemessen werden, wie viel Entscheidungsfreiheit mit ihr verloren geht und welche Interessen sie begünstigt. Wer eine neue Ordnung in kleinen Portionen einführt, sollte jedenfalls nicht darauf vertrauen dürfen, dass niemand irgendwann die ganze Rechnung liest.


[1] dpa, unter Berufung auf ADAC: „Benzinpreis eilt von Rekord zu Rekord“, 16.9.2026;  „Dieselpreis klettert weiter“, 18.9.2026;  „Spritpreis übers Wochenende gesunken“, 21.9.2026 (jeweils WELT).

[2] Reuters: „Oil price dips to $100 …“, 21.9.2026;  „Oil prices climb ahead of potential US-Iran talks“, 22.9.2026; Brent-Stand 06.17 Uhr GMT.

[3] U.S. Energy Information Administration: „Red Sea chokepoints are critical for international oil and natural gas flows“, 2023;  „Amid regional conflict, the Strait of Hormuz remains critical oil chokepoint“, 2025.

[4] dpa: „Militärkreise im Jemen: Huthi graben sich bei Meerenge ein“, 16.9.2026, WELT. Bericht unter Berufung auf regierungsnahe Militärkreise.

[5] EIA: „Red Sea attacks increase shipping times and freight rates“, 2024;  Reuters: „Saudi Arabia ramps up Gulf oil exports after pipeline attack, data shows“, 21.9.2026.

[6] ADAC: „Spritpreise: Benzin steigt, Diesel fällt leicht“, Pressemitteilung vom 2.9.2026.

[7] IEA: „2022 Energy Crisis: Frequently Asked Questions“, 2022;  „Anatomy of a natural gas crisis“, in: Gas Market Lessons from the 2022–2023 Energy Crisis.

[8] Rat der EU: „EU recovery plan: Provisional agreement reached on REPowerEU“, 14.12.2022.

[9] IEA: „Europe’s energy crisis: What factors drove the record fall in natural gas demand in 2022?“, 2023;  Gas Market Report, Q1-2023. Verbrauchsrückgänge und Preisentspannung sind mehrfaktoriell.

[10] Sawhill/Oshima/Maull: Energy: Managing the Transition, The Triangle Papers 17, Trilateral Commission, New York 1978. Bibliografischer Nachweis: CiNii.  Wortlaut geprüft anhand des zeitgenössischen Abdrucks bei Leon Watson, „A Second Glance“, Matador Tribune, 23.11.1978, S. 1, Texas Tech University. Sekundärzitat; kein Abgleich mit einem vollständigen Originalexemplar des Berichts.

[11] Meadows/Meadows/Randers/Behrens: The Limits to Growth, Universe Books, New York 1972.  Zum Szenariencharakter: Club of Rome, „Understanding The Limits to Growth“.

[12] Vereinte Nationen: Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development, 2015, insbesondere Ziele 7 und 8 sowie Unterziel 12.c.

[13] UNEP: „Maurice Strong“, biografische Darstellung zu Stockholm 1972, UNEP und Rio 1992.

[14] American Policy Center: „Der Betrug des Klimawandels und der Drang nach Kontrolle“, deutsche Fassung auf axelkra.us.  Kontextabgleich: Daniel Wood, „The Wizard of Baca Grande“, West, Mai 1990, zugängliche Transkription, PDF-S. 12–13. Die Zuschreibung zur Gipfelrede wird hier ausdrücklich nicht übernommen.

[15] EZB: „Fiscal policies to mitigate climate change in the euro area“, Economic Bulletin 6/2022, insbesondere Kasten 1 „Policy responses to address high energy prices and ensure energy security“.

[16] Fabian Society: „Our history“, insbesondere Abschnitte zur Namensgebung und zu den frühen Fabianern.

[17] ESC: „Die Fabian-Blaupause“, deutsche Fassung auf axelkra.us, 14.12.2025. Politische Interpretation der dort besprochenen Vorschläge.

[18] American Society for Cybernetics: „Definitions“, insbesondere die Abgrenzung zwischen beobachteten und beobachtenden Systemen. Das Energiebeispiel ist eine eigene Veranschaulichung.

[19] ESC: „Kybernetik zweiter Ordnung“, deutsche Fassung auf axelkra.us, 31.10.2025. Die Auslegung als politische Steuerungsarchitektur ist die These des Autors.

[20] Gemeinsame russisch-chinesische Erklärung, 4.2.2022, amtlicher chinesischer Text;  Iain Davis: „Multipolare Weltordnung, Teil 1“, axelkra.us, 20.9.2022.

[21] Gemeinsame Erklärung Russlands und Chinas vom 4.2.2022, Abschnitte II und IV; englischer Volltext beim USC U.S.–China Institute. Wörtliche Auszüge in eigener deutscher Übersetzung.

[22] Iain Davis: „Willkommen in der neuen multipolaren Weltordnung, Teil 3“, deutsche Fassung auf axelkra.us, insbesondere die Ausführungen über Regionalisierung und globale Governance.

[23] BRICS: Kazan Declaration, 23.10.2024, amtliche Veröffentlichung bei DIRCO;  Riley Waggaman: „Möchten Sie wissen, was die BRICS-Staaten gerade verkündet haben?“, axelkra.us, 3.11.2024.

[24] Patrick Wood: „Iran: Das Ziel war stets die Wiedereingliederung, nicht die Eindämmung“, axelkra.us, 20.6.2026. Die Fondsangabe wird als Darstellung Woods referiert, nicht als unabhängig bestätigter Vollzug.

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