Mai 25, 2024

Schundstück der Woche: Nächste Stufe im Propagandakrieg um die Narrativkontrolle in den „alternativen“ Medien wird gezündet

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Danke für den schlagenden Beweis. Damit wurde der Offensichtlichkeit endgültig Genüge getan.

Daß die „alternative“ Szene Deutschlands, sofern man überhaupt davon sprechen kann, versifft ist mit Gatekeepern, Limited Hangouts, Mietmäulern, Desinformanten und anderem korruptem, gekauftem, rückgratlosem, unehrlichem Gesindel, dürfte für viele Leser hoffentlich nichts Neues mehr sein. Soviel war ja klar.

Manchmal aber geschieht etwas, das tatsächlich so offensichtlich ist, ja hyperoffensichtlich, daß keinerlei Zweifel mehr bestehen.

Was macht man als Machtelite, wenn man merkt, daß einem die „Felle wegschwimmen“? Daß man die „Deutungshoheit“ verliert? Daß die „niederen Humanressourcen“ sich organisieren und Informationen austauschen, von denen nicht gewünscht ist, daß die Öffentlichkeit sie erfährt? Daß sich Widerstände bilden, der man Herr werden möchte?

Ein Blick zurück in die Zeit der französischen Revolutionen kann hilfreich sein. Man kann wirklich was draus lernen. In Kurzform: Als im Zuge der diversen und zahlreichen Revolutionsbewegungen immer mehr (oftmals allerdings kurzlebige) Zeitschriften, Zeitungen und anderen Publikationen erschienen, die sich gegen die herrschende Ordnung auflehnten, vor allem die Aristokratie bzw. Monarchie, was haben die damaligen Machteliten gemacht?

Sie haben das damals noch sehr junge und neue Phänomen des „Massenjournalismus“ genutzt, um selber eine Presse auf die Beine zu stellen. Diese sollte einen publizistischen „Gegendruck“ aufbauen. Da die Eliten über mehr Ressourcen verfügten, vor allem natürlich mehr Geld, was es recht einfach, den überwiegend mittellosen Herausgebern kleiner und kleinster Publikationen das Wasser abzugraben. Ich empfehle das Buch „Fire in the Minds of Men“ von James H. Billington, der das Aufkommen dessen, was heute als „Mainstream-Medien“ bezeichnet wird, in recht aufschlußreicher Weise unter die Lupe nahm.

Und heute? Ein ganz ähnliches Drehbuch: Will man die „Narrativkontrolle“ zurückerlangen, baut man – da der Mainstream ist ja eh längst diskreditiert ist – innerhalb der alternativen Medien neue „Meinungsführer“ bzw. „Stars“ auf, die die breite Masse an sich binden sollen (das alte Prinzip der sog. „Aufmerksamkeitsbindung“).

Dies ist nun in wie gesagt ziemlich offensichtlicher, ja eigentlich schon peinlich plumper Weise geschehen.

Nicht, daß es noch sonderlich viel Zweifel um die Natur des Senders „AUF1“ und seinen Chef Stefan Magnet gegeben hätte. Der hatte schließlich schon in der Vergangenheit so viel eindeutig der Irreführung bzw. dem Gatekeeping dienendes Zeug rausgehauen, daß schnell der Verdacht entstand, hier solle wohl – ganz ähnlich wie beim Limited Hangout Tucker Carlson – ein „Bauernfänger“ installiert werden.

Bingo (ich danke außerdem herzlichst Oliver „We all live in an alternative submarine …“ Janich):

Goldig: „Die Fürstin ‚adelt‘ AUF1 und legt sich mit dem Großkapital an“.

Merkwürdig: Die Fürstin legt sich mit dem Großkapital an, also mit sich selbst?

Und dann „adelt“ sie auch noch AUF1? Und obendrein bei Springer-Gatekeeper Julian Reichelt, der – ist nur eine krude Vermutung meinerseits – ebenfalls zum Zwecke der Narrativkontrolle unter den „Alternativen“ prominent platziert worden sein könnte? Sagt mal, meint ihr das eigentlich ernst?

Uiuiui. Das ist ja sensationell.

Nö. Es ist einfach nur saudoof und vor allem: extrem durchschaubar.

„Die Finanzwelt kauft sich die Politiker“: Wer aber ist denn nun bitte diese „Finanzwelt“? Dazu gibt es schließlich unterschiedliche Meinungen. Während das Märchen verbreitet wird, der Adel bzw. Hochadel sei völlig irrelevant geworden und habe doch eigentlich „gar nichts mehr zu sagen“, scheint die Realität allerdings etwas anders auszusehen …

Wer sich über adelige Netzwerke informieren möchte, wird beim deutschen Publizisten Alexander Benesch fündig: Er untersuchte sie in seiner Buchreihe „Die tiefsten Geheimnisse der Supermächte“, ab dem 6. Band umbenannt in „Das Kartell der Supermächte“. Ein Aspekt der Geschichte, der in 99.9% der „alternativen“ Medien nie zur Sprache kommt.

Für mich ist die Sache hiermit so dermassen klar, dagegen ist frische Gebirgsluft so dick und zäh wie Sauerteig: Es handelt sich, wie bereits erwähnt, um den eindeutigen und hyperoffensichtlichen Versuch, die Narrativkontrolle und Deutungshoheit in der alternativen Szene zu erlangen, sie quasi von innen heraus zu übernehmen – durch künstlichen Aufbau neuer „Meinungsführer“, die mithilfe solcher – aus meiner Sicht eher verzweifelt wirkendener – Versuche des überaus schlecht gespielten „Widerstands“ noch populärer gemacht werden sollen.

You gotta be f*cking kidding me: Ausgerechnet eine Gloria von Thurn und Taxis spricht sich für ein „alternatives“ Medium aus. Was bedeutet: Es ist also definitiv nicht alternativ. Es ist ein Täuschungsmanöver.

Mal gucken, wo Frau Fürstin demnächst noch aufschlägt. Wie wär’s mit Jürgen Elsässer, Herausgeber des Gagazins „COMPACT – Mut zu Kreml-Propaganda“? Oder am besten gleich bei Oliver „AfD“ Janich selbst … pardon, aber ich muß hier gerade nach Luft schnappen vor Lachen. Wie lange will sie damit noch hausieren gehen?

Ich kann natürlich nicht für andere sprechen, nur für mich: Nochmals allerliebsten Dank für diesen schlagenden, nein, schon prügelnden Beweis.

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